Filmhandlung und Hintergrund

Bildgewaltige Collage, die die Geschichte des Praters mit der Gegenwart verknüpft.

Die Geschichte und Gegenwart des Wiener Prater , eines der ältesten europäischen Vergnügungsparks,entfaltet sich: Schausteller, deren Familien hier schon seit Generationen arbeiten, erinnern sich an längst vergangene Jahrzehnte. Die Kamera streift über das Gelände und sammelt Augenblicke.

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Kritikerrezensionen

  • Prater: Bildgewaltige Collage, die die Geschichte des Praters mit der Gegenwart verknüpft.

    Jahrzehntelang war der Prater, einer der ältesten europäischen Vergnügungsparks, für die Wiener das Tor zur Welt. Ganze afrikanische Dörfer wurden hier rekonstruiert. Längst ist es umgekehrt: Die Welt kommt nach Wien, um sich im Prater in himmelstürzenden Maschinen der Angstlust hinzugeben.

    Natürlich hat Ulrike Ottinger nicht einfach einen Dokumentarfilm über Schaubuden und Fahrgeschäfte gedreht. Ihre bildgewaltige Collage verknüpft die Geschichte des Praters mit der Gegenwart. Schausteller, deren Familien hier schon seit Generationen arbeiten, erinnern sich an längst vergangene Jahrzehnte. Einige dieser Erzählungen sind faszinierend, andere ergehen sich im nostalgischen Rückblick. Bei aller Faszination jener Jahre, als der Prater vor allem Varieté war und die Attraktionen aus Frauen ohne Unterleib oder Kälber mit zwei Köpfen bestanden: Reizvoller ist der Film, wenn die Regisseurin scheinbar ziellos über das Gelände streift und Augenblicke sammelt. Oft ertastet sich die Kamera (ebenfalls Ottinger) ihre Objekte regelrecht. Gerade zu Beginn gleicht „Prater“ einem Sammelsurium allerlei finsterer Figuren, die die Geisterbahnen bevölkern. Abrupt wechseln die Bilder mehrfach ins dokumentarische Schwarzweiß. Texte von Erich Kästner (vorgetragen von Peter Fitz) oder Elfriede Jelinek (gesprochen von ihr selbst) treiben ihnen die Beliebigkeit aus und sorgen für eine persönliche Note.

    Gerade Jelinek passt mit ihrem tonlosen Vortrag zwar perfekt ins Ottinger-Universum, aber die typischen Ottinger-Elemente muten trotz des kunterbunten Kaleidoskopblicks in diesem Rahmen fremdartig an. Um beispielsweise zu verstehen, warum sich Veruschka von Lehndorff im Barbarella-Kostüm an ihren bizarren Reflektionen im Spiegelkabinett ergötzt, muss man wissen, dass sie vor über 20 Jahren für Ottinger Dorian Gray gespielt hat; Spiegel spielen ja ohnehin immer wieder eine maßgebliche Rolle in Ottingers Werk. Wer es kennt und schätzt, für den ist „Prater“ das helle Vergnügen. Wer einen Dokumentarfilm im herkömmlichen Sinn erwartet, wird sich wundern. tpg.

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    Kino.de Redaktion  

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