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Fakten und Hintergründe zum Film "Pornorama oder die Bekenntnisse der mannstollen N?herin Rita Brauchts"

Kino.de Redaktion |

Pornorama oder Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

„Nach Abschluss der Produktion von HARTE JUNGS, den Granz Henman geschrieben und ich 1999/2000 inszeniert hatte, merkten wir, dass wir beide Lust hatten weiter zusammenzuarbeiten. Wir planten ein Nachfolgeprojekt, und eines Tages kam Granz zu mir mit einer Idee für eine TV-Serie namens 'Pornorama'. Rasch wurde daraus das Konzept für einen Kinofilm“, erzählt Regisseur Rothemund über die Entstehung seines neuesten Filmprojekts. „Granz Henman hatte auch Bernd Eichinger von unserem Projekt erzählt, der begeistert war und mit eingestiegen ist.“ Herausgekommen ist nun die romantische Kinokomödie PORNORAMA oder DIE BEKENNTNISSE DER MANNSTOLLEN NÄHERIN RITA BRAUCHTS, die Rothemund von September bis Oktober 2006 in und um München gedreht hat. In einem rasanten und augenzwinkernden Mix aus romantischer Comedy und persiflierender Zeitreise, angesiedelt gegen Ende der 1960er Jahre, erlebt der Zuschauer eine Handvoll Hobby-Cineasten, die mit einfachsten Mitteln und minimalen Budget ihren ersten Film, einen sogenannten „Aufklärungsfilm“ realisieren wollen, um ans ganz große Geld zu kommen.

Rothemund und Eichinger waren von Anfang an dafür, den Stoff in den „wilden“ bundesdeutschen 60er Jahren anzusiedeln und dabei die sogenannten Aufklärungsfilme, die ihrer Meinung nach „zumeist verkappte Sexfilme unter dem Deckmantel der Wissenschaft“ gewesen sind, in den Mittelpunkt zu stellen. Für sie war dieses Projekt aber auch der erste Film über das Filmemachen an sich. „Von Bernd Eichinger, Granz Henman, dem Autoren Stephan Puchner und mir sind da sicherlich viele leidvolle Erfahrungen beim Produzieren eingeflossen“, meint Rothemund.

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Alle Szenen im Film wurden mit großer Detailtreue gedreht. „Wir haben große Demonstrationsszenen mit Slogans aus den 60er Jahren („Hoch mit dem Rocksaum!“), wir haben ganze Straßenzüge in die 60er verwandelt und eine richtige Filmpremiere im Münchner Tivoli Kino mit hunderten von Zuschauern umgesetzt“, so Regisseur Rothemund.

Drehbuchautor Stephan Puchner studierte und sichtete seinerseits unzählige Fachbücher und Bildbände zu den Themen Sex und Aufklärung sowie zeitgenössische Filmwerke. Einige dieser originalen Filmausschnitte sind auch in PORNORAMA zu sehen, und der junge Zuschauer von heute wird kaum glauben, was damals auf der Leinwand gezeigt wurde.

PORNORAMA wurde hauptsächlich an Locations in und um den Münchner Stadtteil Ramersdorf gedreht. Hier haben der Szenenbildner Bernd Lepel und sein Team, allen voran Außenrequisiteur Johannes Wild, hervorragende Spezialistenarbeit geleistet, um ein authentisches Zeitgefühl etwa in einer 68er-WG oder im Getränkemarkt als Film-im-Filmset entstehen zu lassen. Da PORNORAMA zugleich auch eine Liebeserklärung an das Kino selbst darstellt, wurden die noch heute betriebenen Filmtheater Maxim und Tivoli als zeitgenössische Kino-Locations genutzt. Höhepunkt der Dreharbeiten war die große studentische Demonstrationsszene mit 350 Komparsen, die im Münchner Hofgarten unweit der Universität gedreht wurde. Die Kameraarbeit hat der mit dem Bayerischen und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnete Martin Langer (u.a. DIE WEISSE MASSAI) übernommen, geschnitten wurde der Film von Hans Funck (u.a. DER UNTERGANG).

Kostümbildnerin Natascha Curtius-Noss (u.a. SCHWERE JUNGS, SOPHIE SCHOLL, MÄDCHEN MÄDCHEN) und ihr Team wiederum kümmerten sich um die passenden Outfits der damaligen Zeit. Und obwohl viele Kleidungsstücke in Secondhand-Läden aufgestöbert werden konnten, mussten eine ganze Reihe anderer Kostüme auf der Grundlage alter Schnittmusterbögen aufwändig nachgeschneidert werden. Ebenfalls neu fabriziert wurden die damals gebräuchlichen Uniformen der Münchner Bereitschaftspolizei. Für das perfekte Make up der 60er Jahre zeichneten Waldemar Pokromski (u.a. DAS PAFUM – DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS, DER UNTERGANG, DER PIANIST), Tatjana Gluska (u.a. DAS PARFUM – DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS) und Christiane Weber (u.a. DAS PARFUM – DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS) verantwortlich.

Die Stadt München selbst wird im Rahmen der spät 68er-Studentenrevolten von den Historikern als eher friedliches Pflaster bezeichnet. Nicht zu vergleichen mit den heftigen politischen Ausschreitungen und Eskalationen wie z.B. in West-Berlin oder Frankfurt. Die Münchner Polizei hatte Order, in erster Linie zu observieren. Kriminologen und Psychologen bezeichnen diese sanfte „Münchner Linie“ gern auch als „Einsatz-Konzept für kontrollierte Deeskalation“, da eher für die sexuelle Freiheit, weniger für politische Themen demonstriert wurde.

Für Marc Rothemund waren nicht eine modische oder sozial-politische „Romantik“ ausschlaggebend, sondern vielmehr eine Reise in die Zeit, als er geboren wurde. „Wenn ich mir die frühen Bilder meiner Familie oder meine Kinderfotos anschaue, dann spürt man, wie spannend die Zeit gewesen sein muss. Und letztlich interessiert es doch jeden Menschen, zu erfahren, wie und wo die Eltern gelebt haben. Die Zeit der Recherche und der Vorbereitung zu PORNORAMA war für mich eine spannende, oft auch überraschende Zeitreise in die 60er Jahre“, sagt Rothemund.

Für die Hauptdarsteller Benno Fürmann, Tom Schilling, Karoline Herfurth und Benno Fürmann, die allesamt später geboren wurden, war die Reise in die wilden Sechziger ebenfalls ein sehr großes Vergnügen. Fürmann, der den charmanten, aber etwas verantwortungslosen Hallodri und Stenz „Freddie“ spielt, war bereits beim Lesen des Drehbuchs hingerissen von der temporeichen Mischung aus Spaß, romantischer Liebe und Geschichte. Ebenso ging es seinen Kollegen Karoline Herfurth und Tom Schilling. Und schon bei der ersten Drehprobe erwiesen sich alle drei Schauspieler als absolute Idealbesetzung.

Rothemund fand seine „Kommunardin“ Karoline Herfurth bereits in dem deutschen Kinoerfolg MÄDCHEN MÄDCHEN! „wahrhaftig und charmant, kurzum: grandios“. Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Tom Tykwer haben Karoline Herfurth als „Mirabellenmädchen“ im Blockbuster DAS PARFUM – DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS besetzt. Schnell war klar, dass sie auch bei PORNORAMA mitspielen könnte. Tom Schilling war Rothemund seit CRAZY und NAPOLA -– ELITE FÜR DEN FÜHRER ein Begriff. „Ich mag seine Leidenschaft und sein Engagement, Figuren zu hinterfragen und authentisch zum Leben zu erwecken. Für den jüngeren Bruder und Regieanfänger, der ja auch in der Geschichte eine gewisse Filmleidenschaft aufbringen muss, ist Tom Schilling einfach die ideale Besetzung“, urteilt Rothemund.

Auch die Besetzung der anderen Darsteller erwies sich bereits während eines ersten Ensembletreffens als äußerst stimmig. Wie etwa der wunderbare Michael Gwisdek (GOOD BYE, LENIN!) als Filmvorführer und sächselnde Vaterfigur „Herr Eckert“ oder Dieter Landuris, der den italienischen Wirt Cesare spielt. „In meinem Kinoregiedebüt DAS MERKWÜRDIGE VERHALTEN GESCHLECHTSREIFER GROSSSTÄDTER ZUR PAARUNGSZEIT hatte ich Landuris bereits für die Rolle des Italieners Marcello besetzt, den er hinreißend spielte“, schwärmt Rothemund. Ein Grund warum man kurz zögerte, Landuris in PORNORAMA wieder als Italiener zu besetzen. Rothemund: „Wir haben kurzzeitig überlegt, Landuris einen Griechen spielen zu lassen. Das griechische Wort für Liebe jedoch ist schwierig auszusprechen und nicht ganz so geläufig, während 'Amore' sehr rund und weich klingt und weltberühmt ist. Da war es klar!“

Genauso weisen auch die anderen Mitglieder des Casts wie Lisa Marie Potthoff oder Martin Glade für Rothemund alle eine ungeheure Spielfreude auf. Ein besonderes Highlight ist die in Deutschland noch weniger bekannte italienische Jung-Schauspielerin Valentina Lodovini, die Cesares Vollweib-Flamme „Gina“ verkörpert. „Ich glaube, dass Valentina eine große Zukunft hat. Sie ist ein unglaubliches Naturtalent und die Leinwand liebt sie. Eine wunderbare Besetzung, denn sie verkörpert eine Diva wie sie auch Sophia Loren oder Claudia Cardinale sind. Ich bin sehr froh, dass auch unser Hauptzeitzeuge und Produzent Bernd Eichinger der gleichen Meinung war. Wir beide konnten unser Glück kaum fassen“, erzählt begeistert Rothemund.

Als eine besondere Überraschung gibt sich niemand Geringerer als der Hofer Festivalchef Heinz Badewitz die Ehre. Ein echter Zeitzeuge, der ab 1963 in München am Deutschen Institut für Film und Fernsehen (der späteren HFF) studierte und 1967 zusammen mit anderen Filmemachern die Hofer Filmtage gründete. In PORNORAMA spielt Badewitz die Rolle seines Lebens: sich selbst.

PORNORAMA oder DIE BEKENNTNISSE DER MANNSTOLLEN NÄHERIN RITA BRAUCHTS wurde gedreht von September bis Ende Oktober 2006 in und um München. Produzent ist die Münchner Constantin Film Produktion zusammen mit der „Sommer 69“ Film GmbH & Co KG. Gefördert haben der FilmFernsehFonds (FFF) Bayern und die FFA – Filmförderungsanstalt. Die Filmmusik hat der populäre deutsch-türkische Musiker Mousse T. komponiert. Bereits in Rothemunds Film „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ war der Mousse T.-Hit „Horny“ zu hören, für HARTE JUNGS wurde u.a. sein Duettsong mit Tom Jones „Sex Bomb“ ausgewählt. „Ich mag seine groovige, funkige Musik. Und Mousse T. hat für uns auf Basis des Sechziger-Jahre-Sounds neue Lieder kreiert, die diese Zeit mit modernen Beats neu erzählen“, verspricht der Regisseur.

Interview mit Regisseur Marc Rothemund

Worum geht es in PORNORAMA?

Es geht um zwei ungleiche Brüder, die Ende der 60er Jahre glauben, dass sie zusammen mit ihren ebenso filmunerfahrenen Freunden auch einen jener sehr einfach gemachten, aber unglaublich erfolgreichen, so genannten Aufklärungsfilme herstellen können. Sie wollen keine Preise für Filmkunst gewinnen, sondern sie wollen — einfach nur so schnell wie möglich — an dem kommerziellen Sensationserfolg der sog. Aufklärungsfilme teilhaben. Nach dem Motto: Das können wir auch! Doch selbst dieses unterste Niveau des Filmemachens stellt sie vor ungeahnte Herausforderungen und Schwierigkeiten. So müssen sie schmerzhaft erfahren, wieviel Arbeit und Leidenschaft selbst vermeintlich einfache Filme erfordern und wieviel Improvisationstalent man immer wieder am Drehort aufbringen muss, um aus der Not eine Tugend zu machen. Und wie im wahren Leben spielen sich neben diesem großen Filmvorhaben natürlich auch private Dramen ab. Lug und Trug, Liebe und Leidenschaft, Geldnot und die Polizei im Genick machen es unseren Helden nicht einfacher.

Vor allem für den jüngeren Bruder Bennie kommt es besonders dick. Nicht nur, weil sich der Polizeianwärter bei einem zivilen Observationseinsatz auf einer Demonstration für die sexuelle Befreiung in die wunderschöne und selbstbewusste Kommunardin Luzi verliebt und sich bei ihr und ihren WG-Freunden als idealistischer Filmhochschüler ausgibt. Sondern er muss auch noch die Regie bei dem von seinem großen Bruder Freddie erdachten Aufklärungsfilm übernehmen, weil er aufgrund seiner Ausbildung zum Polizeikameramann der Einzige ist, der sich mit Filmemachen auskennt.

Doch auch sein älterer Bruder Freddie, das schwarze Schaf der Familie, der aufgrund seiner Schulden wegen eines schief gelaufenen, illegalen Anti-Baby-Pillen-Deals auf den schnellen, kommerziellen Erfolg seines Filmvorhabens angewiesen ist, hat es nicht leicht. Weder als Darsteller vor der Kamera, noch dahinter als Organisator.

Neben der inszenierten Welt der 60er Jahre haben Sie auch auf originales Material zurückgegriffen, wie sind Sie dabei zu Werke gegangen?

Natürlich haben wir uns alle, Bernd Eichinger, Stephan Puchner, Granz Henman und ich, schon bei der Drehbucharbeit viele der damals überaus erfolgreichen so genannten Aufklärungsfilme angesehen. Man mag es kaum glauben, dass vor gut einer Generation Millionen von Kinobesuchern sich durch diese Filme aufklären lassen wollten, dass ihnen tatsächlich die einfachsten sexuellen Umgangsformen zwischen Mann und Frau auf der Leinwand im Kino erklärt wurden. Eine Zeit, in der Petting als Bedrohung Deutschlands angesehen wurde, als etwas Verwerfliches aus Amerika, vor dem man sich schützen müsse. Eine Zeit, in der die Pille nur für verheiratete Paare verschrieben wurde, der Eheparagraph den Beischlaf regelte und die Mindestlänge eines Rockes per Gesetz vorgeschrieben war.

Wobei ich mir sicher bin, dass die meisten der Kinobesucher unter dem Tarnmantel der Wissenschaft nur die nackten Frauen und Männer und die Macher hauptsächlich Geld sehen wollten. Egal, ob ihnen ein Laiendarsteller, als Wissenschaftler verkleidet, erklärte, wo sich eine erogene Zone, z.B. die linke Brust befindet, oder dass die Frau beim Orgasmus mit dem Mann nicht Schritt halten kann.

Da man sich die außergewöhnliche Zeit heute kaum mehr vorstellen kann, erwecken wir sie mit Original-Filmmaterial wieder zum Leben. Der Zuschauer wird mit unseren Hauptdarstellern, die sich für ihr eigenes Filmvorhaben inspirieren lassen wollen, einige der lustigsten Filmausschnitte der damals erfolgreichsten Aufklärungsfilme zu sehen bekommen. Eine absurde sexuelle Grundlagenforschung einer nicht allzu entfernten Zeit.

Dabei war Ihnen anscheinend eine authentische Handschrift sehr wichtig?

Ich freue mich, dass so viele Mitarbeiter von „Sophie Scholl“ wieder mit an Bord waren. Auch bei diesem Film war die gründliche Recherche und die detaillierte Vorbereitung für alle Mitarbeiter eine abenteuerliche Reise. Die Kostüme der 60er, die Musik, die Wohnungseinrichtungen, die Fahrzeuge, das konservativ-ängstliche Denken eines Großteils der Elterngeneration, die sexuelle Revolution der Jugend samt ihrer Suche nach einer eigenen Identität und nach eigener Freiheit begeisterte jeden in unserem Team. Viele von uns waren immer wieder überrascht, in welcher Welt unsere Eltern oder Großeltern aufwuchsen und rebellierten.

Was den Drehablauf der Film-Amateure in unserem Film betrifft, haben Bernd Eichinger, Stephan Puchner, Granz Henman und ich viele selbst erlebte Begebenheiten aus unseren eigenen Filmerfahrungen einfließen lassen. Das ist für Außenstehende nicht nur von großem Unterhaltungswert, sondern zeigt auf, dass Leidenschaft auch immer Leiden schafft.

Welches Publikum wollen Sie mit PORNORAMA erreichen?

PORNORAMA ist generationenübergreifend, für alle Kinobesucher, von jung bis alt. Diese charmante romantische Komödie wird die Jugendlichen zwischen 12 und 19 unterhalten, weil sie sich nicht nur über die immer gleichen Herausforderungen des Filmemachens amüsieren können, sondern auch Spaß daran haben werden, auf die merkwürdige Welt ihrer Eltern- und Großelterngeneration zurückzublicken. Ob damals ein Aufklärungsfilm oder heute ein kurzer Videobeitrag für youtube oder myspace, beides stellt die jeweiligen Filmemacher vor dieselben Herausforderungen, wie sie auch der 20jährige Bennie und sein 30jähriger Bruder Freddie in PORNORAMA vor und hinter der Kamera durchmachen müssen.

Die 20-50jährigen werden sich genauso an den Sorgen und Nöten dieser Film-Amateure vergnügen, wie an dem Rückblick auf die Zeit, als ihre Eltern in dem Alter waren, in dem sie heute selbst sind. Eine Zeit, in der auf den zahlreichen Demonstrationen Parolen skandiert wurden wie, „Hoch mit dem Rocksaum“, „bumbsen statt bombsen“ oder “ Wir haben ein Recht auf Orgasmus“.

Und die über 50jährigen werden schonungslos offen und brutal mit der Wahrheit über ihre eigene Zeit in den 60er Jahren konfrontiert. Sie werden sich mit unseren Filmhelden identifizieren können und eine Reise der Erinnerungen erleben, die ihnen rückblickend großes Vergnügen bereiten wird.

Also ist für jede Generation, für jedes Geschlecht viel dabei. Unterhaltung und Aufklärung und eben die großen Gefühle, vor und hinter der Kamera.

All das mit der kraftvollen Musik des gegenwärtigen DJ-Stars Mousse T., der zum ersten Mal überhaupt eine Filmmusik produzierte. Er komponierte rückblickend coolste, neue Musik der 60er Jahre, zu der heute noch genauso abgetanzt und gegroovt wird, wie damals vor 40 Jahren. Mousse T. hat einen sensationellen Soundtrack mit großen Hits geschaffen. Lebensfreude pur!

Intervies mit Benno Fürmann

Was hat Sie an dem Projekt gereizt??

Vom Hörensagen kannte ich natürlich Oswalt Kolle, habe auch die „Aufklärungsrolle“ gesehen. Ich spiele einen Typen, der sich 10.000 Mark – sagen wir's mal so – „borgt“. Davon kaufe ich mir eine Ladung mehr oder weniger illegaler Antibabypillen, die damals nur an Verheiratete abgegeben werden dürfen, um sie zu überhöhten Preisen weiterzuverkaufen. Es stellt sich aber heraus, dass es nur Pfefferminzbonbons sind. Und das Geld ist futsch. Um das entstandene finanzielle Loch zu stopfen, versucht er seinen Bruder davon zu überzeugen, einen „Aufklärungsfilm“ zu drehen. Das schreit doch nach einer modernen Verfilmung! Man liest im Drehbuch so wundervolle Sätze wie „Der Oralsex sollte nur praktiziert werden, wenn die Frau menstruiert oder sie dem Mann ihre aufrichtige Dankbarkeit mitteilen möchte.“ Ich finde es super, wie man so etwas ernsthaft sagen kann, gefolgt von dem Ausspruch „Ah, da kommt der Kaffee!“ Genau diesen unfreiwilligen Humor versuchen wir mit unserem Film zu erreichen.

Was ist Ihr Charakter „Freddie“ für ein Typ?

Freddie ist in seiner ungestümen Art wie ein junger Hund. Voller Enthusiasmus und voller Ideen geht er ans Leben heran, aber weil er in erster Linie zunächst handelt und anschließend denkt, hat er viele Probleme. Das Tolle an dieser Figur – und daher hat es ungemein viel Spaß gemacht, sie zu spielen – ist, dass sich Freddie eben auch weigert, Probleme als Probleme anzuerkennen. Gleichzeitig ist er ein selbstbewusster Mann, der im Jetzt lebt und nicht ans Morgen denkt. Das sorgt auch für die eine oder andere Maulschelle bei den Damen.

PORNORAMA ist ja auch ein Film über das Filmemachen…

Der Spaß besteht darin, dem Chaoten-Team im Film bei der Entstehungsgeschichte mit all ihren Pannen und Höhepunkten zuzuschauen. Dem Zuschauer wird dabei also auch ein kleiner Einblick gegeben, wie man eigentlich einen Film realisiert. Die Protagonisten jedenfalls haben da auch nicht so den richtigen Durchblick. Eher tasten sie sich Schritt für Schritt heran, und bald merken sie, dass es selbst für ein so simples Projekt wie ihren „Aufklärungsfilm“ einiges an Grundausstattung bedarf.

Wie haben Sie sich gefühlt in den Klamotten aus dieser Zeit?

Ich mag diese Mode überhaupt nicht. Der einzige, der damals gut aussah, war Steve McQueen. Ansonsten konnte diese engen Hosen, die bis über den Bauchnabel gingen, doch keiner tragen. Gleichwohl waren Jeans der Hit, auch ein Anzug gehörte zum guten Ton. Die Polizisten jedenfalls sahen aus wie Förstergesellen – überhaupt nicht respekteinflößend. Aber das ist im Film Bennies Problem…

Was also wird der Zuschauer bei PORNORAMA zu sehen bekommen?

Ich glaube, bei unserem Film geht was. Da sind ein paar Schmankerl drin, die richtig krachen werden und ich denke, wir haben eine super Komödie zustande gebracht!

Interview mit Tom Schilling

Was waren die ersten Eindrücke beim Drehbuchlesen?

Als ich das Script zum ersten Mal las, fand ich den Stoff mit dieser 68er-Thematik, diesem Film-im-Film-Sujet und vor allem meine Figur als idealistischer Filmemacher wirklich sehr interessant. Aber mir war nicht so ganz klar, ob Story und Tonart wirklich mein Metier sind. So viele Komödien hatte ich bis dahin ja noch nicht gemacht und mir ist wichtig, dass in einem Film echte Figuren erzählt werden.

Dann war Marc Rothemund für „echte Figuren“ der optimale Regisseur…

Marc ist ein ganz spezielles Kapitel. Letztlich war seine Person ausschlaggebend dafür, an diesem Filmprojekt mitzuwirken. Die Art und Weise, wie er genauso mit Komödie und mit Drama umgeht, hat mich hundertprozentig überzeugt. Bewundernswert ist sein exaktes Timing für Komik, wobei er aber auch selbst die kleinste Rolle hinterfragt. Zudem schafft es Marc Rothemund auch noch nach einem 16-stündigen Drehtag, das Team mitzureißen.

Wie lässt sich Ihre Rolle kurz beschreiben?

Ich spiele in PORNORAMA den Benjamin „Bennie“ Köpke, einen gewissenhaften und verantwortungsbewussten Polizeischüler Anfang 20, der bei seiner Mutter in München-Ramersdorf eigentlich noch wie hinterm Mond lebt. Diese ganzen kulturellen und sexuellen Umbrüche in der Gesellschaft am Ende der 1960er Jahre jedenfalls bekommt er nicht so richtig mit. Polizist werden muss er obendrein, weil er einer alten Familientradition nachgibt. Aber eigentlich interessiert er sich mehr für das Filmemachen, ist ein rechter Cineast mit Vorbildern der Fünfziger, Sechziger Jahre. Sein großes Idol ist Fellini. Die Ausbildung bei der Polizei redet er sich schön, weil er davon ausgeht, dort wenigstens zum Kameramann ausgebildet zu werden. Wohlgemerkt: zum Polizei-Kameramann.

Zu seinem Bruder hat Bennie auch ein gespaltenes Verhältnis.

Freddie kommt zu ihm mit der glorreichen Idee, einen „Aufklärungsfilm“ zu drehen, weil er Geld braucht. Bennie aber reagiert zunächst ablehnend, da er dieses Genre überhaupt nicht gut findet und vor allem künstlerisch nichts abgewinnen kann. Außerdem gefährdet dieser Ausnahme-Dreh seine gerade begonnene Polizeilaufbahn. Zudem ist es besonders schwierig für Bennie, einen Sexfilm zu drehen, ohne selbst bis dato Sex gehabt zu haben.

Und was ist das für eine besondere Beziehung zur Demonstrantin Luzi?

An Luzi gefällt ihm, dass sie das genaue Gegenteil von ihm ist. Sie ist Kommunardin, am Puls der Zeit und weitaus extrovertierter als er selbst. Daher erzählt er ihr auch nicht gleich die Wahrheit, dass er Polizist ist. Bennie merkt nämlich rasch, dass es ihr gut gefällt, in ihm den vermeintlichen Filmhochschüler zu sehen. Als Polizist jedenfalls verkörpert er genau das, was Luzis Freigeist rundweg ablehnt.

Intervies mit Karoline Herfurth

Was ist das für eine Person, die Sie im Film spielen?

Luzi ist eine sehr idealistische, aufs Leben neugierige Frau, die sich wünscht, über ihre Liebe und Sexualität frei verfügen zu können und nicht durch Gesetze eingeengt zu sein. Dafür steht sie ein. Trotzdem ist sie ein romantischer Mensch mit eigentlich fast schon konservativen Sehnsüchten.

Und dann muss sie sich ausgerechnet in den „Feind“ verlieben.

Die Liebe fällt in der Tat nicht dahin, wo sie erwartungshalber hinfallen dürfte. Denn es gibt eigentlich für sie von Anfang an zwei Lügen in dieser verzwickten und doch so sensiblen Liebesgeschichte: Ihre neue Liebe ist insgeheim Polizist, und dieses Aufklärungsfilm-Projekt entpuppt sich auch nicht als das, was es eigentlich sein sollte. Das führt zu großen Konflikten.

Wie haben Sie sich auf Ihre Rolle vorbereitet?

Wir haben viel Bildmaterial und Zeitschriften erhalten, in denen über Demonstrationen und Kommunen berichtet wurde. Und dann natürlich Filme, etwa den Uschi Glas-Kinohit „Zur Sache, Schätzchen“, aber auch Titel wie „Nicht fummeln, Liebling“ oder die „Aufklärungsrolle“ und ein Dokumentarfilm namens „Jahrgang ‚45“. Das ist für heutige Zuschauer schon urkomisch. Nun ist der Charakter „Luzi“ ein Nachkriegskind. Es war wichtig, sich das bewusst zu machen.

Also kreiert PORNORAMA auch ein regelrechtes Sittenbild der 68er-Zeit?

Es gibt etliche Szenen im Film, wo man gut erkennen kann, was damals für Wertmaßstäbe in der Gesellschaft gegolten haben. Zum Beispiel jene Szene, in der sich Luzi und Bennie im Bett verstecken, der Kommissar ins Zimmer tritt und sagt: 'Aha, hier haben wir schon einmal den Tatbestand des außerehelichen Geschlechtsverkehrs'. Luzi nutzt aber den Trick mit den Eheringen, um diese Situation zu legitimieren. Es ist heute unvorstellbar, dass man damals verheiratet sein musste, um überhaupt Sex zu haben.

Wie war die Arbeit mit Regisseur Marc Rothemund, der sich ja gleichfalls auf diese Zeit gut vorbereitet hat?

Marc Rothemund ist ein Phänomen! Es hat mich sehr beeindruck, wie er trotz des sichtlich großen Schlafmangels während der Dreharbeiten derart energiegeladen, konzentriert und immer präsent zu Werke ging. Er arbeitet unglaublich genau. Für Szenen, in denen ich fünf Sachen gleichzeitig machen musste, hatte er eine genaue Vorstellung. Eigentlich hatte ich solche Einstellungen lediglich wie einen Parcours durchzuarbeiten. Marc Rothemund pflegt insgesamt einen sehr sensiblen Umgang mit den Schauspielern. Es war mit ihm wie noch einmal zur Schule gehen. Und man war jeden Tag gefordert, bis an seine Grenzen zu gehen. Doch genau dafür macht man ja seinen Beruf!

Intervies mit Michael Gwisdek

Was ging in Ihnen vor, als Sie das Drehbuch das erste Mal in Händen hielten?

Da ist genau das eingetreten, was einem Schauspieler normalerweise selten passiert: Ich hatte endlich wieder ein super Buch vor mir! Beim Lesen habe ich gelacht, gelacht und erneut gelacht. Bald setzte aber eine winzige Traurigkeit ein, denn ich hatte nur so eine kleine Rolle zu spielen. Ich möchte endlich einmal einen kompletten Film mit dem machen, was ich in diesem Buch in meiner Rolle sein kann!

Dann war die Zusammenarbeit mit dem Regisseur also ebenfalls traumhaft?

Hier ist alles so eingetreten, wie ich es mir bei einem Filmdreh wünsche. Einschließlich der Verrücktheiten eines Regisseurs wie Marc Rothemund, mit dem ich das erste Mal zusammengearbeitet habe und der mich ziemlich beeindruckt hat ob seiner bedingungslosen Hingabe an den Film. Das ist ein schönes Gefühl für einen Schauspieler, wenn er bemerkt, wie ein Regisseur an die Grenzen des Machbaren geht und man abends nach einem 18-Stunden-Drehtag total malle nach Hause kommt. Das hieß aber auch, dass es mit Marc natürlich harte Kantenerfahrungen gegeben hat: Wenn man meinte, jetzt geht's nicht mehr und der Drehschluss kündigte sich an, dann ging's doch noch für eine Stunde weiter. Wir haben uns da gegenseitig hochgepowert. Diese Art von Kampfstimmung, dieses Mit-Leib-und-Seele-einen-Film-Machen mag ich sehr – wenigstens alle zwei bis drei Jahre. (lacht)

Wie schwierig war es, in den Charakter eines „Herrn Eckert“ zu schlüpfen?

Vom Image und vom Sound her bin ich ein Urberliner. Herr Eckert aber sollte ein Sachse sein. Eigentlich halte ich nichts davon, Sachsen von Leuten spielen zu lassen, die nicht wirklich aus Sachsen sind. Aber Produzent Bernd Eichinger hat sich darauf nicht eingelassen. Ich hatte mir vor dem Dreh also einen absoluten Crash-Kurs gegönnt, um in einen Dialekt zu finden, den es so gar nicht gibt: nämlich dieses Allgemein-Sächsisch, das auch den Dresdner und Leipziger zufriedenstellt. Nun kommen alle Frauen in meinem Leben aus Sachsen, und die haben wiederum Familien. Und so haben wir ein großes Fest veranstaltet mit den verschiedensten Sachsen, die ein Gemisch aus ordinärem und aus feinem Sächsisch sprechen. Ich musste anfangs hart trainieren, aber habe bald in die Rolle hineingefunden. Das war in der Tat eine gewaltige Aufgabe für einen Berliner.

Was für Erinnerungen haben Sie an die Zeit gegen Ende der 1960er Jahre?

Ich bin ja in der DDR groß geworden, aber diese sexuellen Befreiungsaktionen aus dem Westen, eingeleitet durch Oswalt Kolle und durchgezogen von Kommunarden à la Rainer Langhans, haben wir natürlich mitbekommen. Ich habe allerdings nie einen Kolle-Film ganz gesehen. Was uns damals aufregte bei diesem Filmen, war, dass hier das erste Mal Menschen nackt auf einer normalen Leinwand agierten – das war wie heute Porno. Aber natürlich war Ende der 60er Jahre auch die Zeit, als man anfing, generell Sex auszuprobieren. Das hat mir ziemlich viel Spaß bereitet, und ich probiere auch heute noch eine Menge auf diesem Gebiet aus. (grinst) Das ist halt eine unendliche Geschichte mit dem Sex. Und das wird man auch in unserem Film mit Belustigung feststellen können.

Interview mit Filmkomponist Mousse T.

Wie sind Sie zu diesem Projekt gekommen?

Das Schöne bei solch einem Projekt ist ja, dass man hier nicht einfach so hinzukommt. Constantin Film hatte mich angerufen und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mir einen Film anzusehen und – falls mir das Thema zusagt – auch gleich die Musik dafür zu komponieren. Da ich noch nie einen kompletten Score samt Songs für einen Film entworfen hatte – natürlich waren einige meiner Titel bereits auf der Leinwand oder im Fernsehen zu hören wie in Marc Rothemunds „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ oder „Harte Jungs“ – reizte mich dieses Angebot ungemein. Vor allem bei meinem Faible für die 60er- und 70er-Jahre-Musik musste man mich nicht mehr groß dazu überreden. Das war rasch gebongt.

Was werden wir denn im Film von Mousse T. hören?

In PORNORAMA gibt es eine tolle Kombination aus beidem – aus Score und einzelnen Songs. Da es bereits so fantastische und anbetungswürdige Filmkomponisten wie Ennio Morricone, John Barry oder Hans Zimmer gibt, war mein Anspruch an Filmmusik also nicht, diesen berühmten Herren in die Fußstapfen treten zu wollen. Eher schwebte mir ein anderer, neuerer Ansatz vor. Ich bin an die Sache so herangegangen, wie ich es als Musikproduzent eben gewohnt bin: Mit einem imaginären Bild zu einer bestimmten Szene, um mir dann zu überlegen, was ich mit einem bestimmten Song an dieser Stelle bewirken kann. Für den gesamten Film habe ich letztlich elf Songs kreiert, fast alle in einem 60er-Jahre-Flair. Und natürlich schufen wir auch eine Handvoll einfach großartiger Score-Parts, die wir mit dem Babelsberger Filmorchester eingespielt haben.

Wie lassen sich die End-Sechziger-Jahre überhaupt authentisch vertonen?

Ich bin Baujahr 1966 und daher mit der Musik der 80er Jahre aufgewachsen. Vor einigen Jahren kam schließlich dieses 80er-Jahre-Revival auf, und ich entdeckte dabei Sounds wieder, von denen ich dachte, dass sie längst vergessen seien. Jetzt sind lustigerweise die 60er wieder modern, viele Funk- und Rock-Bands versuchen diesen Sound zu emulieren. Auf gut Deutsch also: Vom Akustischen her muss man den Sound richtig armselig, will sagen: eben à la 60er Jahre erklingen lassen. Unser moderner Ansatz waren lediglich die englischsprachigen Songs selbst, da wir Lyrics und Sprache an die heutige Zeit anpassten. Daher wirken unsere Lieder definitiv für die heutige Jugend, gleichwohl bleibt das Klangbild authentisch. Zum Beispiel haben wir die Drums komplett nach rechts gelegt, die Stimmen mit damals üblichen Hall-Effekten verzerrt usw. Die Menschen, die das hören, werden sich erstaunt fragen: Wow, ist das von Jimi Hendrix, den Beatles oder James Brown?!

Wollen Sie etwas über die Zusammenarbeit mit Marc Rothemund erzählen?

Als Musikproduzent habe ich von Musik eine Ahnung, aber ich würde mir nie anmaßen, bei einem Filmprojekt genau zu wissen, wie das geht. Marc seinerseits ist zwar kein Musikprofi, aber er hatte trotzdem ein super Gefühl für die jeweilige Stimmung bei den einzelnen Szenen. Er hat uns einerseits völlig freie Hand gelassen, andererseits hat er es als musikalischer Laie oft auf den Punkt gebracht, wie eine bestimmte Szene zu klingen hat. Das hat mir sehr imponiert. Auch die Auswahl seiner „Temp tracks“ als vorläufige Inspirationshilfe war wirklich ausgezeichnet. Marc weiß sehr genau, wovon er redet!

Hand aufs Herz: War diese erste große Filmarbeit nur ein einmaliger Ausflug?

Es reizt mich schon, das muss ich zugeben. Früher habe ich mich über meine Filmmusik-Kollegen gern lustig gemacht und gemeint: „Wenn ich mal älter werde, dann mache ich auch Filmmusik. Das ist doch wie ein Ritterschlag.“ Jetzt habe ich aber gemerkt: Das ist eine ganz andere Qualität. Musik ist und bleibt für mich in der Regel ein Ausdruck von vielen Eindrücken, aber mit dem Bild kommt noch eine zusätzliche Ebene oder Dimension hinzu. Manchmal habe ich beim Komponieren für PORNORAMA eine richtige Gänsehaut bekommen, wenn ich merkte, wie meine Musik eine bestimmte Szene exakt getroffen hat! Außerdem hat mir gefallen, dass man auch an einem Film letztlich so arbeiten kann, wie man es als Musiker gewohnt ist. Man musste sich nicht verbiegen. Ich würde mir sogar zutrauen, mal einen rein klassischen Score oder einen mit purer Rockmusik zu komponieren. Natürlich hängt vieles von den Projekten ab – und natürlich von den passenden Leuten wie z.B. Marc Rothemund!

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