Polizeiruf 110: Vorwärts wie rückwärts

  1. Ø 0
   2005
Polizeiruf 110: Vorwärts wie rückwärts Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Polizeiruf 110: Vorwärts wie rückwärts: Ein symmetriebesessener Psychopath hat es auf Synchronsportler abgesehen...

Darsteller und Crew

Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Für Freunde des Palindroms ist dieser Film ein Fest. Und nicht nur das: Buch und Regie sorgen kongenial für Krimikunst.

    Im Frühjahr sind Beate Langmaack, Henry Hübchen und Uwe Steimle für „Gestaltung und Weiterentwicklung“ der Schweriner „Polizeiruf 110“-Filme mit dem Adolf Grimme Preis ausgezeichnet worden. Kaum hat sich Hübchen nach nunmehr fünf Folgen etabliert, ist auch schon wieder Schluss. Das ist unglaublich schade, denn der knorrige Berliner passt perfekt in die MeckPomm-Provinzmelancholie, wo stets der Nebel wallt und selbst Verbrecher eine poetische Ader haben.

    In „Vorwärts wie rückwärts“ führt Beate Langmaack mit dem Palindromisten eine ganz neue Spielart des Serienkillers ein. Der Mörder ist ein Symmetriefanatiker: Seine Untaten pflegt er mit Sätzen zu begleiten, die vorwärts wie rückwärts gelesen identisch sind. Allerdings dauert es eine Weile, bis Kommissar Hinrichs (Steinle) eine rätselhafte SMS zu entschlüsseln versteht: „Die Liebe ist Sieger stets rege ist sie bei Leid“. Doch dann fällt der Groschen, denn der Tote, der einsam am Fuß eines Sprungturms liegt, ist der überlebende Teil eines Synchronspringertandems; sein Partner war kurz zuvor bei einem Unfall gestorben. Als den Kommissaren dämmert, wes Geistes Kind der Täter ist, stellen sie ihm eine riskante Falle: Ein weiteres Sychronspringerpärchen, diesmal weiblich, soll vor laufender Kamera die Trennung bekannt geben.

    Nicht minder reizvoll als die Geschichte ist die Inszenierung durch den Finnen Hannu Salonen, der schon Langmaacks letztes „Polizeiruf“-Drehbuch („Resturlaub“) kongenial umgesetzt hat. Andreas Doub, Salonens bevorzugter Kameramann, verleiht dem Film mit einem feinen Licht und viel Sinn für stimmungsvolle Einstellungen eine ganz eigene Atmosphäre. Das gilt vor allem für die Szenen mit Törner (Hübchen) und einem leicht mysteriösen indianischen Spurenleser (Tim Sikeya). Derweil trägt Kollege Hinrichs seine Eheprobleme zu einer Psychotherapeutin (Suzanne von Borsody), die von den Kommissaren kurzerhand in die Ermittlungen eingebunden wird. Ein Jammer, dass sich die Wege der ungleichen Partner wieder trennen werden. tpg.

Kommentare