Polizeiruf 110: Smoke on the Water

Filmhandlung und Hintergrund

Hanns von Meuffels ermittelt in Adelskreisen...

Eine Journalistin ist umgebracht worden. Ein erfolgloser Musiker gesteht, die Frau aus Eifersucht erschlagen zu haben. Der Fall könnte zu den Akten gelegt werden. Doch Hans von Meuffels plagen Zweifel. Zum einen besitzt der vermeintliche Täter offensichtlich ein Alibi, zum anderen drängt die Lebensgefährtin der Ermordeten den Kriminalhauptkommissar, die Fakten nochmals zu prüfen. Seine Ermittlungen führen ihn zum EU-Politiker Dr. Joachim von Cadenbach, der mit den Verbier-Werken in Verbindung steht, die ein neues GPS-System für die Rüstungsindustrie entwickeln.

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Kritikerrezensionen

  • Polizeiruf 110: Smoke on the Water: Hanns von Meuffels ermittelt in Adelskreisen...

    Hanns von Meuffels ermittelt unter Dominik Grafs gewohnt souveräner Regie in Adelskreisen und kommt einem groß angelegten Politkomplott auf die Spur.

    Zum dritten Mal kooperieren Regisseur Dominik Graf und Drehbuchautor Günter Schütter bei einem Münchner „Polizeiruf 110“, zum bereits achten Mal tritt der adelige Polizist Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) in Aktion. Es gilt den Tod einer Journalistin zu klären, nach längerem Verhör gesteht ein erfolgloser Musiker (Marek Harloff), die Frau aus Eifersucht erschlagen zu haben. Der Fall könnte zu den Akten gelegt werden. Doch Meuffels plagen Zweifel. Zum einen besitzt der vermeintliche Täter offensichtlich ein Alibi, zum anderen drängt die Freundin der Ermordeten, Corry Hüsken (Judith Bohle), den Kriminalhauptkommissar, die Fakten zu überprüfen.

    Nichts ist hier - der Titel „Smoke on the Water“, zugleich natürlich Referenz an Deep Purple, verrät’s schon - wie es scheint, die bayerische Idylle, die Kameramann Hendrik A. Kley in geradezu pastoralen Bildern einfängt, trügt. Bald führen die Ermittlungen Meuffels in die kleine Gemeinde Cadenbach, Stammsitz des gleichnamigen Adelsgeschlechts. Dem steht der erfolgreiche EU-Politiker Dr. Joachim von Cadenbach (Ken Duken) vor, der mit den Verbier-Werken in Verbindung steht, die ein neues GPS-System für die Rüstungsindustrie entwickeln. In diesem Zusammenhang hat die Ermordete recherchiert und ist dabei auf einige Ungereimtheiten gestoßen.

    Um eine unheilige Allianz von Politik und Wirtschaft kreist der Plot, Erinnerungen an Grafs „Das unsichtbare Mädchen“ werden ebenso wach wie an Alan J. Pakulas „Trilogie der Paranoia“. Erneut nutzt der Filmemacher - gewohnt versiert - die Versatzstücke des Polizeifilms, um die bundesrepublikanische Gegenwart zu spiegeln. Im Orbit kreisen die Spionagesatelliten, auf der Erde verfolgt der korrupte Staatsapparat gnadenlos seine Ziele. Während radikale Friedensaktivisten in Cadenbach lautstark protestieren, werden unliebsame Mitwisser von der Exekutive „ausgeschaltet“. Meuffels kommt Vetternwirtschaft auf die Spur, findet leidvoll bestätigt, dass, so Hüsken, „der Adel immer noch einen besonderen Menschenschlag hervorbringt.“

    Konstant dreht Graf an der Spannungsschraube, der Fokus seiner Story verschiebt sich langsam - hinter dem vermeintlichen Liebesmord verbirgt sich eine große Verschwörung. Elegant führt er im Schnitt vor, dass schon der Wechsel des Blickwinkels verschiedene Interpretationsmöglichkeiten zulässt. Präzise sind die Figuren gezeichnet, sowohl die, die Gewalt ausüben, als auch die, die sie erleiden. Knallhart und blutig wird’s im letzten Drittel des Films, der inzwischen zum Thriller mutiert ist. Der Täter ist da längst entlarvt, die wahren Schuldigen gehen aber wieder einmal straffrei aus. geh.

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