Polizeiruf 110: Feindbild

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   2010
Polizeiruf 110: Feindbild Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Polizeiruf 110: Feindbild: Dritter Fall des neuen NDR-"Polizeiruf 110"-Teams Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Alexander Bukow (Charly Hübner).

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Kritikerrezensionen

  • Ein erfolgreich kaschierter Pharmaskandal steht im Zentrum des hervorragenden dritten „Polizeirufs“ aus Rostock, der nur ein Problem hat: Er läuft parallel zum RTL-Großereignis „Hindenburg“.

    Vertrackte Fälle waren bereits ein Charakteristikum der ersten beiden Rostocker Polizeirufe mit Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau alias Alexander Bukow und Katrin König, dem neuen Ermittlergespann, das sich nicht gerade gesucht hat, aber peu à peu zueinanderfindet. Schließlich wurde König auf Bukow angesezt, weil dieser unter Verdacht steht, mit der Balkan-Mafia zu kooperieren. An seinem früheren Einsatzort Berlin hatte er den Mafia-Boss Subocek im Visier. Zum Einstieg in ihr drittes kriminalistisches Tête-à-tête muss König ihren Kollegen ganz offiziell zu den Verdächtigungen verhören. Das führt zu netten Scharmützeln: „Name?“ „Bukow, am Ende wie Tschechow oder Fuck-off.“ Und so ganz im Klaren ist man sich zunächst nicht, ob sich hinter diesem Bukow nicht doch eine dunkle Seite verbirgt. Dass er ordentlich zulangen kann, wurde bereits in der Auftaktfolge deutlich. Spätestens als er jedoch seiner Kollegin im Auto Element of Crimes „Sperr mich ein“ vorspielt und die Textzeile „Ich will von dir verhaftet sein“ laut vorsingt, sind alle moralischen Zweifel vom Tisch.

    Die Vertracktheit des neuen Falles tritt sehr schnell zutage, als bei der Leiche eines Mannes, der offenbar von einem Kirchturm gestoßen wurde, eine Kreditkarte gefunden wird, die ihn als Handlanger Suboceks ausweist. Bukow kommt nachweislich nicht als Täter in Frage, eine Spur führt jedoch zu einem verzweifelten Vater, der den Tod seiner Tochter der Pfuscherei eines mächtigen Pharmakonzerns anlastet. Und dann tritt Subocek höchstselbst auf den Plan. Mit Aleksandr Jovanovic erhält Bukows Feindbild endlich ein Gesicht, dazu noch ein sehr smartes.

    Dass, wie bereits beim fulminanten Erstling „Einer von uns“, Eoin Moore Buch und Regie übernommen hat, bleibt unverkennbar, „Feindbild“ atmet den rastlosen Geist der Auftaktfolge, Tempo und Komplexität stehen sich nicht im Wege. Der größte Trumpf sind jedoch die beiden hervorragend ausgearbeiteten Hauptcharaktere, die, auch wenn sie vordergründig gar nicht miteinander wollen, so gut miteinander können. Das wird beim für einen Sonntagskrimi erfreulich offenen Finale nochmals deutlich. Doch ehe sich der Zuschauer im Verein mit den Ermittlern über die Ungerechtigkeit der Welt grämen muss, wird zu den Klängen von Element of Crime die Freude auf ein Wiedersehen mit Bukow/König geschürt. fra.

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