Polizeiruf 110: Falscher Vater

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   2009
Polizeiruf 110: Falscher Vater Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Polizeiruf 110: Falscher Vater: Kommissarin Johanna Herz klärt den Mord an einem irakischen Asylanten, wie immer mit Unterstützung von Polizeihauptmeister Krause.

Ein irakisches Ehepaar soll abgeschoben werden. Im letzten Moment darf die Frau hier bleiben: Sie ist schwanger, der Kindsvater ein Deutscher. Kurz drauf wird ihr Mann erstochen aufgefunden. Offenbar war er in die krummen Geschäfte seines Neffen verwickelt. Am Tatort findet sich allerdings eine Spur, die zu einem Autohaus führt. Hier will die Witwe den Vater ihres Kindes kennen gelernt haben. Und das stimmt sogar; aber anders als erwartet.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • In der Woche zuvor war er noch Titelheld („Krauses Kur“), nun rückt Polizeihauptmeister Horst Krause (Horst Krause) wieder ins zweite Glied. Trotzdem hat er auch in diesem Film seine Auftritte, und die sind nicht bloß weitaus unterhaltsamer als die privaten Momente der Potsdamer Kommissarin Herz (Imogen Kogge), sie passen auch zur Handlung; schließlich ist Krause immer im Dienst.

    Seine seit dem letzten Fall alleinstehende Chefin muss sich derweil mit einem defekten Abfluss rumärgern oder einer aufdringlichen Nachbarin erwehren. Diese privaten Momente sind ebenso überflüssig wie die SMS-Beziehung ihrer Assistentin (Anja Franke). Normalerweise würden die Zwischenspiele ja nicht weiter stören, doch nun fehlt die Zeit, um der eigentlichen Geschichte (Buch: Claudia Kock und Nils Willbrandt) ein stabileres Fundament zu geben: Ein irakisches Ehepaar soll abgeschoben werden. Im letzten Moment darf die Frau doch in Deutschland bleiben: Sie ist schwanger, der Vater ist Deutscher. Kurz drauf wird ihr Mann erstochen aufgefunden.

    Der ohne Worte inszenierte Einstieg (Regie: Willbrandt) und die folgenden Verwicklungen legen eine Vielzahl an Motiven nahe. Die spannendste Option spielt mit dem ethnischen Hintergrund des Opfers: Er arbeitete für einen irakischen Kulturverein und half dort vor allem seinem Neffen, Sachspenden für den Irak zu sammeln. Fahri Ogün Yardim, zuletzt vor allem in leicht überdrehten Rollen und als Energiebündel besetzt („Tod aus der Tiefe“, „Engel sucht Liebe“), spielt diesen reichlich zwielichtigen Najem sehr zurückgenommen, was ihn entsprechend gefährlich erscheinen lässt. Dass er beim intensiven Disput mit dem Onkel beobachtet wurde, macht ihn naturgemäß verdächtig, auch die gefasste Witwe (Isabella Parkinson) hat selbstredend ein Motiv. Aber wieder einmal sind es Krause und seine Schäferhündin Vera, die die Ermittlungen in eine völlig andere Richtung lenken: Ein Schraubenzieher, den Vera am Tatort findet, führt zu einem Autohaus, in dem der Sohn des Ehepaares eine Lehre absolviert und die Mutter putzt. Hier will sie auch der angebliche Vater ihres ungeborenen Kindes kennen gelernt haben. Der Lösung führt diese Spur die Ermittler allerdings erst näher, als sie erkennen, wie groß tatsächlich der Wahrheitsgehalt dieser Aussage ist.

    Willbrandt inszeniert den Film in der gewohnten brandenburgischen Gemächlichkeit; selbst populäre Nebendarsteller wie Devid Striesow und Ina Weisse können nicht verhindern, dass man nicht nur der Kommissarin, sondern auch der ganzen Handlung zwischendurch einen Schubs geben will. Selbst wenn die eigentliche Auflösung durchaus überraschend ist: Der Weg dorthin ist nicht zuletzt wegen des Titels viel zu früh absehbar. Zum Ausgleich ist das Finale recht dramatisch. tpg.

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