Filmhandlung und Hintergrund

Kommissar Tauber verdächtigt seinen früheren Chef in einen Mordfall verwickelt zu sein...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Polizeiruf 110: Er sollte tot: Kommissar Tauber verdächtigt seinen früheren Chef in einen Mordfall verwickelt zu sein...

    Nach „Der scharlachrote Engel“ tanzt Dominik Graf auch mit seinem zweiten „Polizeiruf“ gewaltig aus der Reihe – und das nicht nur wegen des ominösen Titels.

    Das Milieu hat es Dominik Graf in der jüngeren Vergangenheit offenbar ganz besonders angetan. In „Hotte im Paradies“ zeigte er 2004 mit fast schon dokumentarisch anmutendem Blick die Welt eines Berliner Zuhälter-Parvenus und auch in seinem kontrovers diskutierten „Polizeiruf-Debüt“ streifte er 2005 das Thema käufliche Liebe. In „Er sollte tot“ steht nun eine junge Frau im Mittelpunkt, die sich auf Kontaktanzeigen älterer Männer meldet und diese dann ihres Vermögens beraubt, um sich von ihrem Zuhälter freikaufen zu können.

    Zunächst deutet noch vieles auf einen klassischen Sonntagskrimi hin. Kommissar Tauber weilt zum Billardspiel bei seinem früheren Vorgesetzten Kruppke auf dem Land in Erding und begleitet diesen, als er zu einem Leichenfundort gerufen wird. Kruppke kennt den erwürgten Toten, den Rentner Waller und hat auch einen konkreten Verdacht: die junge Prostituierte Maria Lorenz. Von da an verlässt „Er sollte tot“ das übliche Krimi-Schema des Whodunnit und der um- und irrwegreichen Tätersuche. Graf und sein Autor Rolf Basedow stellen die Verhörsituation mit Maria ins Zentrum ihres Films und rekonstruieren peu à peu, wie es zum Tod von Brunner kommen konnte. Vor allem aber breiten sie das Schicksal der jungen Frau aus. So entsteht das tragische Portrait einer auf den ersten Blick unbekümmerten Frau, hinter der sich jedoch trotz ihrer augenscheinlichen jugendlichen Blüte ein gebrochener Mensch verbirgt. Es ist schon zutiefst beeindruckend, wie einen Rosalie Thomass in ihrer gerademal zweiten Rolle an dieser Tragik teilhaben lässt. An Intensität und Aufwühlungspotential steht „Er sollte tot“ dem „Scharlachroten Engel“ in nichts nach. Die dort gezeigte Brutalität beschränkt sich dieses Mal auf den jeglicher Spur von Menschlichkeit beraubten Luden. Und trotz der düsteren Geschichte kommt in zahlreichen Dialogen, im allgegenwärtigen Gekabbel zwischen Michaela May und Edgar Selge alias Obermaier und Tauber oder in der ein oder anderen Randfigur (der gehörnte Peter Post, der oberbayerische Kurzzeit-Ehemann von Maria, der auch noch Ture heißt, die Nutte aus dem Allgäu) immer wieder Grafs abseitiger Humor zum Tragen. fra.

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