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Polizeiruf 110: Dunkler Sommer

  

Filmhandlung und Hintergrund

Ein frisch aus der Haft entlassener und nach wie vor gewalttätiger Familienvater wird ermordet aufgefunden...

Nach verbüßter Haft sucht ein gewalttätiger Ehemann seine Familie heim. Kurz drauf ist er tot. Die Schweriner Kommissare, nach wie vor ein kühles Team, tappen komplett im Dunkeln und landen prompt auf völlig falscher Fährte: Sie verdächtigen einen Videopiraten, der mit dem Toten die Zelle teilte. Erst nach und nach schält sich das Drama heraus, eine alte Liebe kommt ins Spiel, und gleich drei Familien entpuppen sich als zerrüttet.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Polizeiruf 110: Dunkler Sommer: Ein frisch aus der Haft entlassener und nach wie vor gewalttätiger Familienvater wird ermordet aufgefunden...

    Schon die Wahl der Perspektiven verdeutlicht: In diesem Krimi ist Einiges aus der Bahn gesprungen. Das muss auch so sein, denn „Dunkler Sommer“ ist ein Film von Hendrik Handloegten, der vor einigen Jahren mit der faszinierenden Beatles-Verschwörungsgeschichte „Paul is Dead“ als Regisseur debütierte und dafür gleich einen Adolf Grimme Preis erhalten hat. Das Drehbuch zu diesem dreifachen Familiendrama stammt zwar von Ulli Stephan, doch Handloegten hat schon mit einem herausragenden „Tatort“ aus Köln („Pechmarie“) gezeigt, wie man etablierte Figuren zu neuen Grenzen führt.

    Deshalb stört es auch nicht, dass dieser „Polizeiruf 110“ kaum Krimi ist. Wichtiger als die Suche nach dem Mörder sind die ausnahmslos gestörten zwischenmenschlichen Beziehungen. Handloegten konzentriert sich daher vor allem auf die Entwicklung der Figuren. Unterstützt von einer sparsamen, akzentuiert eingesetzten Musik (Dieter Schleip) und einer ruhigen Bildgestaltung (Peter Przybylski) gewährt er den Figuren deutlich mehr Raum als der Handlung. Der Film scheint dadurch streckenweise kaum von der Stelle zu kommen. Auch das aber hat Methode: „Dunkler Sommer“ spielt in brütender Hitze; gerade der kühle Kommissar Tellheim (Felix Eitner), der mit diesem Film endgültig in Schwerin sesshaft wird, trägt stetig wachsende Schweißflecken mit sich herum. Um so kontrastiger ist die frostige Stimmung zwischen den beiden Ermittlern. Dabei ist Kollege Hinrichs (Uwe Steimle) schon gestraft genug: Seine Frau hat ihn verlassen; die Leerstelle am Küchentisch füllt nun sein Vater.

    Im Vordergrund steht allerdings ein anderer familiärer Konflikt: Nach verbüßter Haft sucht ein gewalttätiger Gatte sein früheres Heim heim. Das hätte er lassen sollen, denn kurz drauf ist er mausetot. Zu sehen ist das allerdings nicht. Der bettlägerige Schwiegervater geht zur Tür, man hört einen Schuss - und dann wird der Tote auch schon von den Kindern beerdigt. Die Kommissare tappen komplett im Dunkeln und landen daher prompt auf völlig falscher Fährte. Erst nach und nach schält sich das Drama heraus, eine alte Liebe kommt ins Spiel, und eine weitere Familie entpuppt sich als zerrüttet; nur gut, dass die beiden Ermittler am Ende mit salomonischer Weisheit für einen Hoffnungsschimmer in diesem dunklen Sommer sorgen. tpg.
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