Polizeiruf 110: Die verlorene Tochter

  

Filmhandlung und Hintergrund

Erster Fall für Maria Simon als neue Brandenburger Kommissarin Olga Lenski und Nachfolgerin von Imogen Kogge alias Kommissarin Johanna Herz.

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Kritikerrezensionen

  • Polizeiruf 110: Die verlorene Tochter: Erster Fall für Maria Simon als neue Brandenburger Kommissarin Olga Lenski und Nachfolgerin von Imogen Kogge alias Kommissarin Johanna Herz.

    Ein würdiger Jubiläumsfilm: Mit Maria Simons sehenswertem Debüt als Potsdamer Kommissarin feiert die ARD das vierzigjährige Bestehen der Reihe „Polizeiruf 110“.

    Horst Krause ist längst nicht mehr nur der stille Star der „Polizeiruf“-Beiträge aus Potsdam; und das nicht bloß, weil Bernd Böhlich schon einige Extratouren für ihn geschrieben hat („Krauses Fest“, „Krauses Kur“). Nach Katrin Saß, Jutta Hoffmann und Imogen Kogge ist Maria Simon bereits die vierte Partnerin für Krause, der den gleichnamigen Polizeihauptmeister bereits seit 17 Jahren so unnachahmlich verkörpert. Das Debüt des neuen Teams stammt erneut von Böhlich. Der hat Krause (die Filmfigur) erfunden und einige der besten Potsdamer Krimis inszeniert (Grimme-Preis für „Totes Gleis“). Mit Kriminalhauptkommissarin Olga Lenski, die aus Heimweh nach Brandenburg auf eine BKA-Karriere verzichtet hat, bekommt Krause endlich eine Partnerin, die auch Widerpart ist: Alt gegen jung, korpulent gegen schlank, pedantisch gegen spontan, bodenständig gegen weltläufig. Auch schauspielerisch agieren die beide trotz des Altersunterschieds auf Augenhöhe. Maria Simon hat bereits in „Kongo“ gezeigt, dass sie dem üblichen Bild der TV-Kommissarin neue Seiten abgewinnen kann.

    Bei der anlässlich des „Polizeiruf“-Jubiläums ausgestrahlten Premiere der neuen Ermittlerin kann es sich Böhlich (Buch und Regie) sogar leisten, die gegenseitigen Brüskierungen zwischen Krause und Lenski eher beiläufig abzuhandeln: Die Ermittlungen lassen ihnen gar keine Zeit, sich aneinander zu gewöhnen, zumal sich der Fall unvermutet in eine völlig neue Richtung entwickelt. Die Geschichte beginnt mit der Flucht des Gefangenen Felix Diest (Tom Schilling), der vor Jahren bei einer Verkehrskontrolle einen Polizisten überfahren hat. Zur gleichen Zeit verschwindet ein kleines Mädchen aus einem Kindergarten. Diest sucht an seinem früheren Arbeitsplatz, dem Institut für Astrophysik, einen Ex-Kollegen (Rüdiger Vogler) auf; offenbar gibt es noch eine offene Rechnung. Und dann überschlagen sich die Ereignisse: Erst schneidet sich die Mutter (Valerie Koch) des Mädchens die Pulsadern auf, dann stellt sich raus, dass sie die Schwester des Flüchtigen und das Kind seine Tochter ist. Aber selbst das ist nicht die Wahrheit.

    Dank des starken Drehbuchs und der ausgezeichneten Darsteller konnte Böhlich, auch in seinen Kinofilmen („Der Mond und andere Liebhaber“) kein Regisseur für Effekthaschereien, seinem Film eine fast schon entspannt Bildsprache geben. Ein würdiger Jubiläumsfilm, der Lust auf weitere Fälle aus Potsdam macht. tpg.

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