Filmhandlung und Hintergrund

rbb-"Polizeiruf", in dem Sophie Rois die im echten Leben wie in ihrer Rolle schwangere Maria Simon alias Kommissarin Olga Lenski vertritt.

Gurkenfabrikantin König wird von einem Vampir heimgesucht. Der maskierte Eindringling droht, sie zu verbrennen, was Polizeihauptmeister Krause im letzten Moment verhindern kann. Weil Ersatzkommissarin Rusch um das Leben der Gurkenkönigin fürchtet, lädt sie sich und Krause kurzerhand zum Geburtstagsfest der Frau ein. Dabei lernt sie die schrecklich nette Familie der Fabrikantin kennen: Weder der Gatte noch die beiden Töchter sind der Patriarchin von Herzen zugetan; auch der Liebhaber hat noch eine Rechnung mit ihr offen.

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Kritikerrezensionen

  • Polizeiruf 110: Die Gurkenkönigin: rbb-"Polizeiruf", in dem Sophie Rois die im echten Leben wie in ihrer Rolle schwangere Maria Simon alias Kommissarin Olga Lenski vertritt.

    Im Gegensatz zum „Tatort“ darf und soll der „Polizeiruf“ gegen die üblichen Konventionen des Sonntagskrimis verstoßen. Während der „Tatort“ traditionell mit einer Leiche beginnt, kommt der „Polizeiruf“ gern auch mal ganz ohne Gewaltverbrechen aus.

    Allein schon wegen seiner Ermittlerin ist dieser Krimi anders als die anderen: Sophie Rois ist als Schwangerschaftsvertretung für die tatsächlich schwangere Maria Simon eingesprungen. Die vielfach ausgezeichnete Österreicherin spielt gern schräge Figuren, und daher fällt auch ihre Kommissarin aus dem Rahmen. Aber das gilt für den gesamten Film, zumal die Geschichte schon bizarr beginnt: Gurkenfabrikantin Luise König (Susanne Lothar) wird an ihrem Arbeitsplatz von einem Vampir heimgesucht. Der als Dracula maskierte Eindringling droht, sie zu verbrennen, was der wackere Polizeihauptmeister Krause (Horst Krause) im letzten Moment verhindern kann. Dafür hinterlässt Dracula eine stilechte Bisswunde. Weil Ersatzkommissarin Rusch um das Leben der Gurkenkönigin fürchtet, lädt sie sich und Krause kurzerhand zum Geburtstagsfest der Fabrikantin ein. Dabei stellt sie fest, dass die Dame von einer schrecklich netten Familie umgeben ist. Weder der Gatte (Bernhard Schütz) noch die beiden Töchter (Lisa Wagner, Jennifer Ulrich) sind der Patriarchin von Herzen zugetan, und auch der Liebhaber (Peter Benedict) hat noch eine Rechnung mit ihr offen. Der Sohn (Hannes Wegener) des Mannes hat eine Liaison mit Luises älterer Tochter, was für zusätzliche Komplikationen sorgt: Die beiden sind mutmaßlich Halbgeschwister.

    Interessanter als die familiären Irrungen und Wirrungen (Buch: Wolfgang Stauch) ist der Handlungsort. Diverse ZDF-Krimis haben sich die eigentümliche Topographie des Spreewalds bereits zunutze gemacht, und auch Regisseur Ed Herzog sorgt für viel Atmosphäre, wenn über den Wasserstraßen die Nebel wallen. Zwischendurch gibt es gerade während des Familienfestes etwas Leerlauf, den Tamás Kahane dafür umso prächtiger mit seiner Musik füllt. tpg.

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