Polizeiruf 110: Demokratie stirbt in Finsternis

Filmhandlung und Hintergrund

Experimente leistet sich nicht nur der „Tatort“, sondern auch der andere Krimidauererfolg der ARD. Der RBB hat sich für seinen „Polizeiruf“ den weithin geschätzten Matthias Glasner als Co-Autor und Regisseur gegönnt, der sich mit der Serie „Blochin“ veritable Meriten im horizontalen Erzählen erworben hat und zuletzt für den Zweiteiler „Landgericht“ mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Hauptkommissarin Olga...

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Experimente leistet sich nicht nur der „Tatort“, sondern auch der andere Krimidauererfolg der ARD.

    Der RBB hat sich für seinen „Polizeiruf“ den weithin geschätzten Matthias Glasner als Co-Autor und Regisseur gegönnt, der sich mit der Serie „Blochin“ veritable Meriten im horizontalen Erzählen erworben hat und zuletzt für den Zweiteiler „Landgericht“ mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Hauptkommissarin Olga Lenski von der deutsch-polnischen Mordkommission in Frankfurt (Oder), gewohnt intensiv gespielt von Maria Simon, wird diesmal selbst Opfer eines Vergehens. In ihre Wohnung wird nachts eingebrochen, während sie mit ihrem Töchterchen schläft. Für die Kommissarin geht jedes Gefühl von Sicherheit verloren, weil der Täter nicht nur die Wohnung verwüstet, sondern die schlafende Ermittlerin auch noch mit dem Handy filmt. Ein Racheakt eines früheren „Klienten“ wird vermutet. Um ihre Nerven zu beruhigen und dem Dauerstress der Polizeiarbeit zu entkommen, gönnt sie sich eine Auszeit in der tiefsten Provinz. Dort trifft sie auf Glasners Lieblingsschauspieler Jürgen Vogel als Selbstversorger und Prepper, der in seinem still gelegten Ressort für Aussteiger das Ende der Welt erwartet. Sie gerät aber auch in ein mörderisches Familiendrama, an gewaltbereite Ostjugend, zu allem bereite Cyberkriminelle und mitten in eine apokalyptische Krise unserer Zivilisation. An einem „Polizeiruf“-Krimi zeigt Glasner wenig Interesse, lieber spielt er mit verschiedensten Genreversatzstücken und mutet seinen zusammengewürfelten Protagonisten immer neue Krisensituationen zu, die sie mit Witz und Einfühlungsvermögen überstehen müssen. Der Eingangsfall ist schnell geklärt, und doch nimmt das Geschehen unvorhersehbare Fahrt auf. Das alles fasziniert und verrätselt und endet so abrupt, wie es begann. Die Figur der Olga Lenski wird die Drehbuchkapriolen schon überstehen, auch wenn sich manch Zuschauer die Augen reiben wird, ob er seinen Krimi diesmal geträumt hat. uh.

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