Oma zockt sie alle ab

  

Filmhandlung und Hintergrund

Fernsehfilm mit Cornelia Froboess als Retterin mit hohem Einsatz.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

5,0
8 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

  • Oma zockt sie alle ab: Fernsehfilm mit Cornelia Froboess als Retterin mit hohem Einsatz.

    Der Titel nimmt nicht nur das Ende vorweg, er ist auch eine Unverschämtheit gegenüber den Machern. „Oma zockt sie alle ab“ klingt nach anspruchsloser Klamotte, aber davon kann schon allein wegen der sehenswerten schauspielerischen Leistungen keine Rede sein.

    Ganz zu schweigen von den subtil boshaften Dialogen, schließlich stammt das Drehbuch von Uli Brée; der Arbeitstitel und der österreichische lautete schlicht „Pokerface“. Der Inszenierung von Erhard Riedlsperger mangelt es zwar an einer gewissen Raffinesse, und auch die Bildgestaltung (Josef Mittendorfer) ist nicht weiter auffällig, aber gerade die Hauptdarsteller führt der Regisseur ausgezeichnet. Beide werden ihre Rollen allerdings auch sehr genossen haben.

    Cornelia Froboess spielt Rosa Hofer, eine ältere Grazerin, die zufällig rausfindet, dass ihr Schwiegersohn Udo (Simon Hatzl) allabendlich im Hinterzimmer einer Spelunke verschwindet. Bei den dort stattfindenden illegalen Pokerrunden hat der spielsüchtige Udo seinen gesamten Besitz verspielt; nun muss das Haus seiner Schwiegereltern als Sicherheit herhalten. In einer großen Pokernacht, in der es um über 300.000 Euro geht, will er seine horrenden Schulden wieder ausgleichen. Rosa sieht nur eine Möglichkeit, ihr Haus zu behalten: Sie lässt sich von Charly (Karl Fischer), dem Barmann der Kneipe, die Pokerregeln beibringen.

    Die Entwicklung dieser Figur ist ein Geschenk für jede Schauspielerin: Je mehr Zeit Rosa mit Charly verbringt, umso mehr blüht sie auf. Auch Karl Fischer hat sichtlich Spaß an seiner Rolle als brummiger Barkeeper, der zunehmend Gefallen an der etwas älteren Frau findet; allein die Dialogduelle dieser beiden lebenserfahrenen Menschen, die sich keinen Schmäh schuldig bleiben, sind ein Genuss. Kein Wunder, dass der Rest der Truppe zum Teil deutlich abfällt. Gerade Simon Hatzl hätte der Rolle des Spielers ruhig etwas mehr Charisma verleihen können. Andererseits verdeutlicht die Durchschnittlichkeit, mit der er die Figur verkörpert, dass Spielsucht jeden treffen kann; tatsächlich verbirgt sich hinter der launigen Verpackung ja ein ernstes Thema. Der Film wandelt sich daher zusehends zur Tragikomödie, und zum Finale wird es sogar fast dramatisch, zumal unversehens auch Charlys Existenz auf dem Spiel steht. tpg.

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