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Poetry

Filmhandlung und Hintergrund

Mit dem Drehbuchpreis in Cannes ausgezeichnete, stille Betrachtung des leisen Abschiednehmens von der Welt. Eine an Alzheimer erkrankte Frau entdeckt darin ihre Begabung für Poesie.

Eine Mittsechzigerin entdeckt in einem Kurs ihr Interesse an und ihre Begabung für Poesie. Sie leidet an Alzheimer, vergisst immer mehr Wörter. Und ihr Enkel bereitet ihr schweren Kummer. Er hat zusammen mit Freunden ein Mädchen vergewaltigt und es in den Selbstmord getrieben. Der harten Realität zum Trotz wandelt sie mit Notizbuch und Stift bewaffnet durch die Landschaft und lässt sich von den kleinen Dingen inspirieren.

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Darsteller und Crew

  • An Naesang
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  • Yun Junghee
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  • Lee David
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  • Kim Hira
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  • Lee Chang-dong
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  • Lee Jun-dong
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  • Kim Hyunseok
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Kritikerrezensionen

  • Poetry: Mit dem Drehbuchpreis in Cannes ausgezeichnete, stille Betrachtung des leisen Abschiednehmens von der Welt. Eine an Alzheimer erkrankte Frau entdeckt darin ihre Begabung für Poesie.

    Mit dem Drehbuchpreis in Cannes ausgezeichnete, stille Betrachtung des leisen Abschiednehmens von der Welt, Konfrontation mit Krankheit und Tod und der Beziehung zwischen Kunst und Alltag.

    „Poesie ist so etwas, wie das erste Mal sehen“ lehrt der Dozent des Poesiekurses seine aufmerksamen Schülern, zumeist Damen im besten Alter. Darunter auch eine Mitsechzigerin mit der Diagnose Alzheimer. Während ihr die Worte nach und nach wegbleiben, versucht sie in Gedichten einen Halt und eine Orientierung zu finden, auch wenn es ihr schwer fällt, Gefühle in Reimen zu artikulieren. Die Großmutter muss sich nicht nur mit der Krankheit auseinandersetzen, sondern auch mit ihrem unerzogenen Enkel, der mit seinen Kumpeln durch kollektive Vergewaltigungen ein junges Mädchen zum Selbstmord getrieben hat.

    Fast zärtlich nähert sich Lee Chang-dong seiner Protagonistin im altmodischen Blumenlook, die sich allein in einer Männerwelt ohne Gewissen wieder findet. Den Vätern der Jungen geht es nicht um die Schuld ihrer Söhne oder das Leid der Eltern der Toten, sondern nur darum, sich durch Geldzahlungen aus der Verantwortung zu stehlen und die Karriere der Sprösslinge nicht zu gefährden. Yun Junghee spielt die Frau zwischen der harten Realität und dem Wunsch nach einer besseren Welt in großer Vielschichtigkeit. Immer wieder ist es der Fluss, der sie anzieht, in dem sich nicht nur die Landschaft, sondern auch ihre verlöschende Existenz spiegelt, der Fluss, unter dessen Oberfläche die Dunkelheit lauert, so wie in der Geschichte die Last der Schuld.

    Am Ende eröffnet ein nicht vorgetragenes Poem den befreienden Ausweg. Die Vorbereitung auf den Tod führt zur Entdeckung einer bisher verschütteten Gabe, die Suche nach Poesie der Sehnsucht konfrontiert mit der Prosa des Alltags. Wie die Dame mit dem Notizbuch in der Hand durch die Gegend spaziert und sich durch Kleinigkeiten inspirieren lässt, zögerlich ein neues Universum betritt, anstelle der vergessenen Begriffe neue auftauchen, das wird in diesem in Cannes mit dem Drehbuchpreis ausgezeichneten koreanischen Melodram in großer Feinheit und aussagekräftiger Stille zu einem gelungenen Ganzen gesponnen. mk.
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