Plunkett & Macleane

Kinostart: 30.09.1999

Filmhandlung und Hintergrund

Flotter und frecher Kostümabenteuerfilm mit modernem Anstrich.

Durch ihre dreisten, doch gewaltarmen Überfälle auf entgeisterte, gelegentlich jedoch auch belustigte Aristokraten werden Plunkett und Macleane in der Mitte des 18. Jahrhunderts zu englischen Volkshelden. Als aber ihre Raubzüge immer riskanter werden, läßt sie das Glück im Stich, und ihr gefürchteter Verfolger Chance bekommt seine Chance.

Der grobschlächtige Straßenräuber Plunkett und der verarmte Edelmann MacLean lernen sich im England des 18. Jahrhunderts im Gefängnis kennen. Nach ihrer Entlassung tun sich die beiden gegensätzlichen Männer zusammen und erleichtern Adlige um ihr Hab und Gut. Funktioniert die Kooperation zunächst vorzüglich, kommt es jedoch bald zu Reibereien wegen der verschieden Weltanschauungen und Lebensweisen. Und dann verliebt sich MacLeane zu allem Überfluss auch noch in Lady Rebecca, die Nichte eines einflussreichen Lords…

Ein grobschlächtiger Straßenräuber und ein verarmter Edelmann erleichtern gemeinsam Adlige um Hab und Gut. Bald kommt es zu Reibereien und Macleane lernt außerdem Lady Rebecca kennen … Gelungene Mischung aus Abenteuer und Romanze mit bissig-britischem Humor, und ein Kostümfilm als modernes Action-Movie.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Plunkett & Macleane: Flotter und frecher Kostümabenteuerfilm mit modernem Anstrich.

    Adel verzichtet, wenn auch nicht freiwillig, in dieser anachronistischen Räuberpistole über einen Grobklotz und einen Aristokraten, die Mitte des 18. Jahrhunderts Englands Blaublüter räuberisch zur Ader lassen und damit zu Volkshelden werden. Eine nicht nur thematisch, sondern auch in der Verquickung von Tradition und Moderne abenteuerliche Kostümkomödie, die dank Tempo und Witz gerade beim jugendlichen Publikum ankommen könnte.

    Wie schon sein Vater Ridley Scott mit „Die Duellisten“ debütiert auch Sohn Jake mit einem historischen Stoff, der freilich weniger über die Last des Lebens als die Lust am Leben sagen will. Frei nach den realen Vorbildern, von denen allerdings nur einer als Gentleman in die Landesfolklore einging, entfaltet sich das Robin-Hood-Märchen über den etwas grobschlächtigen Straßenräuber Plunkett (Robert Carlyle aus „Trainspotting“ mit gebremstem Schaum vor dem Mund), der mit dem finanziell abgehalfterten, aber stets manierlichen Aristokraten Macleane (Jonny Lee Miller aus „Trainspotting“) nach wenig verheißungsvollem Erstkontakt eine Partnerschaft eingeht, um sich mit Beutezügen ihre Lebenswünsche zu erfüllen. Eines ihrer ersten Opfer ist Lord Gibson (Michael Gambon), das Oberhaupt der britischen Justiz, der den Tätern seinen schlimmsten Jagdhund Chance (Ken Stott) hinterhetzt, während Gibsons Nichte Rebecca (Liv Tyler), vom Feuer der Leidenschaft entflammt, fortan vom gefährlichen Gentleman Macleane träumt. Die weitere Handlung folgt dem transparenten Muster „Aushecken, Überfallen und Verstecken“, gewinnt aber durch die Paarung von Profi und Amateur, Schläger und Sensibelchen sowie die frechen Dialoge und das amüsante Porträt des dekadenten Adels (Snob mit Herz: Alan Cumming) beträchtlich an Reiz. Als Kontrast zum sichtbaren Elendsrealismus des visuell oft düsteren Films forciert Regisseur Scott über Design, Sprache und Musik (ein exzentrischer Mix aus Dancemusic, Folklore und sinfonischen Klängen) immer wieder bewußte Stilbrüche, um seinem Abenteuerfilm, der trotz Breitwand-Format durch enge Bildausschnitte oft klaustrophobisch wirkt, einen modernen Anstrich zu verpassen. Ungeachtet einiger Gewaltszenen ist der Ton von „Plunkett und Macleane“ grundsätzlich unbeschwert, eine Dur-Variante wohl zu Neil Jordans vor Jahren geplantem Projekt über „Jonathan Wild“, dem realen Vorbild für Scotts Bösewicht Chance. Vergleiche mit George Roy Hills Klassiker „Zwei Banditen“, die von Working Title lanciert und von der britischen Presse aufgenommen wurden, erweisen sich als unnötige Bürde für einen Film, der auch ohne hype gut unterhält, aber zum derzeitigen deutschen Starttermin (26. August) die wahre Bedrohung, „Star Wars: Episode 1“, im Nacken spürt. kob.

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