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Fakten und Hintergründe zum Film "Pl?tzlich Star"

Fakten und Hintergründe zum Film "Pl?tzlich Star"

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Für viele junge Amerikanerinnen gehört es auf dem Weg in ein erwachsenes Leben seit langem dazu, den Schulabschluss (oder Fast-Abschluss, wie in Emmas Fall) mit einer Reise nach Europa zu feiern. Die großartige Architektur, die hochentwickelte Kultur und die große historische Vergangenheit Europas bilden für junge Leute gewissermaßen den letzten Ausbildungsabschnitt in der Entwicklung zum Erwachsenen. Stellt man sich dazu noch die Verlockungen durch die Liebe und ein wunderbares Abenteuer vor, gibt es nur eine Reaktion darauf: Schnell die Koffer packen!

Für Grace Bennett (Selena Gomez), die schon immer irgendwie das Gefühl hatte, nicht dazuzugehören und am falschen Ort zu leben, bietet Europa die Chance, all das oben Erwähnte zu finden – und dabei auch sich selbst, wie Gomez ausführt: „Grace ist ein unkompliziertes, bodenständiges Mädchen, das ihre Mutter und Freunde liebt. Nichtsdestotrotz spürte sie immer, dass ihre Zukunft jenseits ihrer kleinen texanischen Heimatstadt liegt. Sie sehnt sich nach etwas Größerem und Besseren und setzt große, wahrscheinliche zu große Hoffnung darauf, dass ihr die Reise nach Europa Türen in ein anderes Leben öffnen wird.“

Emma, Graces beste Freundin, hat mit Owen (Cory Monteith) einen Freund, der sie liebt, sie heiraten und mit ihr zusammen ein ruhiges und beschauliches Leben führen will. Emma liebt den einfachen, gutherzigen und anständigen Owen, ist aber neugierig, ob vielleicht eine kleine exotische europäische Romanze mehr nach ihrem Geschmack wäre. Andere Mütter haben schließlich auch schöne Söhne - warum sollte sie also vom Erstbesten an die Leine gelegt werden? „Für Emma ist die Reise mit Grace ein Märchen – sie fliegen nach Paris, treffen attraktive Männer und sammeln außergewöhnliche Erfahrungen“, erklärt Katie Cassidy, die Emma darstellt. „Emma ist immer die Antreiberin, immer bereit, Risiken einzugehen und Grenzen zu überschreiten.“

Beide Mädchen sehen in Meg (Leighton Meester) einen unerwünschten Eindringling – die Fliege in ihrem Champagnerglas. Um es kurz zu sagen: Eine Partymaus war sie noch nie. „Der Tod von Megs Mutter ist noch nicht lange her, und davon ist Meg noch immer etwas traumatisiert“, beschreibt Leighton Meester ihre Figur. „Sie ist schon etwas aufgeregt von der Vorstellung, nach Frankreich reisen zu können, aber unter diesen Umständen will sie es nicht, schon gar nicht in Begleitung dieser beiden Mädchen. Sie ist emotional etwas verschlossen und empfindet sich als viel gebildeter und reifer als Grace und Emma.“ Und Selena Gomez fügt hinzu: „Meg steht ihrem Vater sehr nahe und will nicht, dass er wieder heiratet. Aus diesem Grund hat sie etwas gegen Grace‘ Mutter und damit auch gegen Grace. Ganz sicher streiten Meg und Grace am Anfang viel, aber im Verlauf der Handlung entwickelt sich ein wunderbarer Handlungsbogen zwischen den beiden.“

Mit Meg im Schlepptau beginnt die von Grace mit Sorgfalt ausgewählte und gebuchte Pauschalreise mit gedämpften Erwartungen und erreicht bald danach ihren Tiefpunkt. Das Hotelzimmer ist eng und schmuddelig, die Reiseführerin so erbarmungslos wie ein Militärausbilder, und schließlich ist auch das Wetter mies - all das bringt Meg dazu, den Paris-Trip mit einem speziellen Teil ihrer Anatomie zu vergleichen. Grace, die sich hier sogar noch stärker als Außenseiterin empfindet als in Texas, gesteht sich deprimiert ein: „Es tut mir leid, dass ich je gedacht habe, in Paris würde sich alles für mich verändern.“

Doch dann kommt, sehr gelegen, ein frischer Wind auf - und das völlig unerwartet in Gestalt des verwöhnten britischen Society-Girls Cordelia Winthrop Scott. Nachdem die Mädchen in einem Nobelhotel Schutz vor dem Regen gesucht und dort Cordelia bei einem Wutanfall beobachtet haben, bemerken sie verblüfft, dass Grace der verzogenen Erbin zum Verwechseln ähnlich sieht. Von Emma ermutigt (sagen wir lieber: mit Nachdruck aufgefordert), entschließt sich Grace, eine gewagte und dreiste Maskerade durchzuziehen. Ihr perfektes Auftreten als Cordelia bringt die Mädchen nach Monte Carlo. Dort machen sie es sich im luxuriösen Hotel de Paris gemütlich und leben von nun an auf großem Fuß. Auf wirklich großem Fuß – in Monte Carlo-Dimensionen.

„Der Aufbau dieser Story erinnert ein bisschen an das Märchen ‚Der Zauberer von Oz’“, führt Regisseur und Ko-Autor Thomas Bezucha in thematische Parallelen ein. „Wie Dorothy Gale stammen die Mädchen aus einem von Land umschlossenen Ort und reisen dann nach Monte Carlo, das für die Zauberstadt Emerald City steht. Wir zeigen ein Frankreich wie im Märchenbuch - es sieht aus wie ein riesiges Osternest, sehr farbenprächtig und mit Zucker überzogen.“

Für Produzentin Denise Di Novi hat PLÖTZLICH STAR Untertöne von romantischen Filmmärchen wie HOW TO MARRY A MILLIONAIRE („Wie angelt man sich einen Millionär“, 1953) oder ROMAN HOLIDAY („Ein Herz und eine Krone“, 1953) und steht für eine zeitlose Sehnsucht: „Paris ist eine so romantische Stadt, die von vielen jungen Amerikanerinnen verklärt wird. Für Grace, Emma und Meg geht ihr Traum von Paris nicht auf. Das ist nicht untypisch für junge Menschen, wenn ihre idealisierten Erwartungen ans Leben - ob es nun um Reisen, die Liebe oder den Beruf geht – mit der Realität kollidieren. Unseren Mädchen aber bietet sich die Möglichkeit, die Dinge zum Besseren zu wenden, und sie ergreifen sie – bis tief hinunter nach Südfrankreich.“

„PLÖTZLICH STAR ist einer der seltenen Filme über junge Mädchen, die Lust und Laune einer überschäumenden Komödie mit einer befriedigenden emotionalen Entwicklung und Veränderung der Charaktere verbindet“, führt Di Novi weiter aus. „Jedes Mädchen bewältigt individuelle Herausforderungen, die die Zuschauer leicht nachempfinden können.“

Die erste Herausforderung für Grace, Emma und Meg ist, genug Zeit zu gewinnen, um die erstaunliche Garderobe des Society-Girls ausgiebig durchstöbern zu können. In der Tat pflegt Cordelia, mit Designer-Outfits von Dior, Oscar de la Renta, Gucci und vielen anderen zu reisen, die Zehntausende von Dollar wert sind. Und dieser ganze Schatz fällt, zumindest vorübergehend, in die Hände der drei texanischen Mädchen.

„Meiner Ansicht nach träumt jedes Mädchen davon, spektakuläre Outfits tragen und sich wie eine Prinzessin fühlen zu können – und genau das wird für unsere Figuren in diesem Film Wirklichkeit“, erklärt Katie Cassidy. „Emma liest Vogue und In Style, hält sich für so etwas wie eine Modeexpertin. Sie nimmt es auf sich, Grace und Meg für offizielle und festliche Anlässe vorzubereiten, so etwa für den Ball oder die Wohltätigkeitsversteigerung.“

Die von sich selbst frisch in den Prinzessinnen-Stand erhobenen Mädchen treffen ihre jeweiligen Traumprinzen an den verschiedensten Orten und auf unterschiedlichste Weise. Bei einer Versteigerung lernt Emma Domenico (Giulio Berrutti) kennen, einen unverschämt gut aussehenden und echten italienischen Prinzen. An den Stufen zur Sacré-Coeur in Paris stolpert Meg buchstäblich über einen australischen Backpacker namens Riley (Luke Bracey). Grace dagegen fühlt sich von dem hinreißenden, aber ungeduldigen Theo (Pierre Boulanger) angezogen, dessen vermögender Vater (Christophe Malavoy) Gastgeber genau der Wohltätigkeitsversteigerung in Monte Carlo ist, die „Cordelia“ besucht. „Grace hat Gefühle für Theo, aber weil er sie nur als Cordelia kennt, ist sie völlig verunsichert, wie er auf ihre wahre Identität reagieren würde“, erklärt Selena Gomez das emotionale Dilemma ihrer Figur. „Theo ist so weltmännisch und kultiviert, es kann einfach nicht sein, dass er an einem texanischen Kleinstadtmädchen interessiert sein könnte.“

Sie hat natürlich keine Ahnung, dass Theo eigentlich schnöselige Oberschichtgören, wie sie Cordelia verkörpert, verachtet. „Dieser Film wirft einen humorvollen Blick auf eine Kollision der Kulturen“, führt Pierre Boulanger aus. „Ungeachtet seiner eigenen Stellung interessiert sich Theo nicht für Menschen, die sich für etwas Besseres halten, und gibt deshalb anfangs auch schnell ein negatives Urteil über Cordelia ab. Dann aber ist er überrascht, dass sie nicht das Mädchen ist, das er erwartet hat – weil Graces Normalität und Liebenswürdigkeit auch noch dann durchsickern, als sie eine andere Identität angenommen hat.“

„Jedes Mädchen erlebt eine Romanze, dabei aber geht es nicht um die Jungs, sondern darum, wie sich die Mädchen in diesen Beziehungen sehen“, erklärt Thomas Bezucha. „Sie fragen sich nicht, ‚Mag er mich denn auch?’, sondern eher, ‚Mag ich mich, wenn ich mit ihm zusammen bin?’“

Auch wenn Grace, Emma und Meg es genießen, sich die französische Oberschicht vorzunehmen, schwebt doch über dem ganzen Spaß immer ein Schatten - die große Wahrscheinlichkeit, dass ihr Betrug jederzeit auffliegen kann. Diese Wahrscheinlichkeit erhöht sich noch, als Cordelias Tante Alicia misstrauisch zu werden beginnt. Mit der sich wie eine Königin gebenden, einschüchternden und sehr aufmerksamen Alicia ist nicht zu spaßen, wie Catherine Tate, ihre Darstellerin, ausführt: „Alicia ist Cordelias angeheiratete Tante, ich denke, sie hat einen reichen Onkel Cordelias zum Mann genommen und nach dessen Tod seinen Titel und sein Geld behalten. Alicia spürt sofort, dass etwas an dieser ‚Cordelia’ nicht stimmt, ganz besonders, als diese den Eindruck erweckt, an der Wohltätigkeitsveranstaltung für Kinder, die sie unterstützen soll, wirklich interessiert zu sein.

Die Warnflagge, die Tante Alicia erhoben hat, wird hektisch geschwenkt, als Cordelia selbst auftaucht. Die Täuschung ist durchschaut, aber das ist erst der Anfang von Trubel und Turbulenz. „Der dritte Akt des Films ähnelt sehr einer französischen Farce“, verdeutlicht Bezucha. „Türen werden zugeknallt, Figuren gehen aneinander vorbei und verpassen sich knapp, es gibt viele komische Slapstick-Szenen. Unbestreitbar haben die Mädchen einen falschen Weg eingeschlagen, aber am Ende rettet sie ihre eigene Anständigkeit.“

„Unser Film erzählt eine romantische Abenteuergeschichte über junge Menschen, die gerade erst in ihr erwachsenes Leben eintreten“, fährt Thomas Bezucha fort. „Sie entscheiden, wer sie in diesem Leben sein werden, sie müssen mit Problemen von Identität und Vertrauen zurechtkommen, während sie ihren Platz in dieser Welt suchen.“

Produktion: Die Besetzung

Thomas Bezucha fühlte sich von der Geschichte des Films auf mehreren Ebenen angesprochen. Nicht zuletzt spielten seine Erinnerungen an seine eigene Kindheit in Frankreich eine Rolle, wo sein Vater und seine Mutter, beides gebürtige Amerikaner, als Professor für Europäische Geschichte beziehungsweise als Berufsmusikerin arbeiteten. „Diese Geschichte dreht sich um Erfahrungen und Erinnerungen der Jugend, die das ganze Leben beeinflussen. Und für mich bot diese Geschichte einen aussagekräftigen und in seinen Gefühlen aufrichtigen Ansatz zu dieser Thematik. Meiner Ansicht nach wird sie bei Mädchen in diesem Alter wirklich Anklang finden.“

Denise Di Novi und Alison Greenspan hatten gerade erst mit Selena Gomez bei RAMONA & BEEZUS („Schwesterherzen – Ramonas wilde Welt“, 2010) zusammengearbeitet – für beide eine lohnenswerte Erfahrung. Die Begeisterung der zwei Produzentinnen für die junge Schauspielerin teilt auch Bezucha: „Selena hat mich völlig verzaubert. Sie befindet sich in ihrem Leben und in ihrer Karriere an einem entscheidenden Punkt, und das spiegelt die Handlung wider. Sie steht kurz davor, ein echter Star zu werden, und ich sah in diesem Film die Gelegenheit zu einer Story, wie sie einige Audrey Hepburn-Filme erzählten, einer Story, in der sie sich von einem Mädchen in eine junge Frau verwandelt.“ Und Alison Greenspan kann sich Bezuchas Lobeshymnen nur anschließen: „Selena ist sehr charmant und schön, aber auch sehr offen und zugänglich, so wirkt sie wie das Mädchen von nebenan. Sie strahlt eine Liebenswürdigkeit und Normalität aus, durch die sie Grace zum Leben erwecken, den Zuschauer fesseln und auf ihrer Entwicklungsreise mitnehmen kann.“

Die Filmemacher waren sich absolut im Klaren darüber, dass mit Gomez’ Besetzung das Fundament des Films gelegt wurde, denn sie musste drei Rollen spielen: Cordelia, Grace und schließlich Grace, wenn sie vorgibt, Cordelia zu sein. Wochen vor Drehstart begann Gomez, mit einem Sprachlehrer zu arbeiten, um schließlich die richtigen britischen Dialekte für beide Cordelias zu entwickeln. „Ich hatte keine Ahnung, dass es so viele unterschiedliche britische Dialekte gibt“, gesteht Selena Gomez. „Nachdem wir einen gefunden hatten, der passte, begannen wir mit Sprachtraining, und das zweimal täglich. Ehrlich gesagt, ging ich ziemlich nervös an die Sache heran und arbeitete dann sehr hart daran, den Dialekt richtig hinzubekommen. Cordelia hat eine tiefere Stimmlage, während Grace als Cordelia mit einer etwas höheren Stimme spricht. Graces Stimme kommt meiner eigenen näher, aber mit einem leichten texanischen Akzent, den ich nicht besonders betonen musste. Das Kunststück dabei war, dass er während des ganzen Films gleich klingen musste.“

Katie Cassidy, die mit Rollen in der TV-Serie „Melrose Place“ („Melrose Place“) und im Hit-Remake A NIGHTMARE ON ELM STREET („A Nightmare on Elm Street“, 2010) auf sich aufmerksam gemacht hatte, vertrauten die Filmemacher die Figur der frechen Emma an. „Katie hat Emmas Schwung sofort erfasst und sichtbar gemacht“, erinnert sich Bezucha. „Sie kann gleichzeitig Cleverness, Unschuld wie auch komödiantische Fähigkeiten zeigen. Das ist eine seltene Qualität, was man erst begreift, wenn man danach sucht.“

„Mit 19 arbeitete ich in Paris, ein echtes Abenteuer und machte dabei eine ähnliche Erfahrung wie Emma“, blickt Katie Cassidy zurück. „Ich erinnere mich, wie ich mit Tüten voller Lebensmittel in unser Hotel ging, weil wir es uns nicht leisten konnten, dort auch zu essen, und ich erinnere mich auch, wie man mich deswegen komisch ansah. Ich kann nachfühlen, was es bedeutet, finanziell auf einer der unteren Stufen der europäischen Sozialstruktur zu stehen.“

Während er sich durch den Kopf gehen ließ, wer Meg, das Yin zu Emmas Yang, spielen würde, hörte Bezucha immer wieder Leighton Meesters Namen. „Ich hatte ‚Gossip Girl’ nie gesehen, aber jeder, mit dem ich über diese Figur sprach, riet mir, mich mit Leighton zu treffen. Deshalb ging ich mit ihr einige Passagen aus einer früheren, noch unfertigen Drehbuchfassung durch und war von ihrem mühelos abrufbaren darstellerischen Spektrum sehr beeindruckt.“ Ähnlich begeistert zeigte sich Denise Di Novi, die Meester „die Aura eines Filmstars der 1940er Jahre, wie etwa von Myrna Loy, zuschreibt. Sie ist eine klassische Schönheit, spricht ihre Dialoge wunderbar trocken und bewältigt sowohl die komischen als auch dramatischen Anforderungen ihrer Rolle perfekt.“

In der Besetzung der drei Hauptrollen ließ sich Greenspan von einem ungewöhnlichen Bild inspirieren: „Tom erzählte immer wieder von Eis nach Fürst Pückler-Art, von den unterschiedlichen Looks, Persönlichkeiten und Temperamenten, die unsere drei Hauptdarstellerinnen repräsentieren sollten. Und genau diese Mischung haben wir für unseren Film gefunden.“

Als das zentrale weibliche Trio schließlich besetzt war, wandten sich die Filmemacher der Rolle Owens zu. Laut Thomas Bezucha hatte er dafür von Beginn an Cory Monteith im Auge, der in der enorm erfolgreichen und mit dem Golden Globe® ausgezeichneten Fox-Hitserie „Glee“ Finn Hudson verkörpert. „In meinem Büro hingen Bilder ikonischer Gesichter, die ich mir für diese Rolle vorstellte, und darunter befand sich immer auch Cory. Er ist ein groß gewachsener, freundlicher, sehr witziger und liebenswerter Typ. Sobald er auf der Leinwand zu sehen ist, erfüllt er seine Figur mit Leben.“

Nachdem man weltweit nach geeigneten Darstellern für die beiden weiteren männlichen Verehrer der Girls gesucht hatte, einigten sich die Filmemacher auf zwei aufstrebende, internationale Jungtalente. Als Theo wurde der Franzose Pierre Boulanger besetzt, der im Alter von 14 Jahren an der Seite von Omar Sharif im Arthouse-Erfolg MONSIEUR IBRAHIM ES LES FLEURS DU CORAN („Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“, 2003) mitgespielt hatte, der schließlich als „Bester fremdsprachiger Film“ für den Golden Globe® vorgeschlagen wurde. Für die Rolle des Riley fiel die Wahl auf den Australier Luke Bracey, Star des populären australischen Seriendauerbrenners „Home and Away“. Für beide Darsteller markiert PLÖTZLICH STAR ihr Hollywood-Debüt.

Auch die Haute-Couture spielt in diesem Film eine zentrale Rolle. Die Wochen vor Drehbeginn verbrachte Kostümdesignerin Shay Cunliffe auf einer hektischen Einkaufstour, die sie nach Paris, New York, London und Budapest führte. „Wir haben einige wunderbare Haute-Couture-Stücke, die wir in Designer-Shops gekauft oder uns aus Sammlungen geliehen haben, andere ließen wir maßanfertigen. Tom und ich nahmen auf eine Menge älterer Filme Bezug, versuchten, eine eher zeitlose Welt zu vermitteln. Wir haben Kleidung von Dior, Chanel, de la Renta und Gucci. Die Atmosphäre und der Ton des Films sind klassisch und elegant, und all unsere Kostüme sind auf ihre Trägerinnen zugeschnitten, ergänzt von maßvollen Accessoires.“

Mit zwei Koffern voller Kleidung im Wert von Hundertausend Dollar flog Cunliffe zu Kostümproben mit Gomez nach Los Angeles und nach New York, wo Katie Cassidy und Leighton Meester auf sie warteten. Alle drei Darstellerinnen waren von den Outfits begeistert, machten viele Vorschläge dazu und „hatten einfach eine tolle Zeit, als sie die verschiedenen Looks ausprobierten“, wie Cunliffe feststellt.

Schauplatz eines Großteils der Handlung ist Monacos superglamouröses Hotel de Paris. Das Hotel, zu dessen Gästen die reichsten und einflussreichsten Menschen der Welt zählen, stand der Produktion nur für einige kurze Drehtage und das auch nur für bestimmte Bereiche zur Verfügung. Daraus resultierte, dass der Großteil der Dreharbeiten auf einem im Studio nachgebauten Hotelset absolviert werden musste. „Damit dieser Film auch funktioniert, war es von entscheidender Bedeutung, einen wesentlichen Teil des Eingangsbereiches des Hotel de Paris überzeugend in den Studios in Budapest nachzubauen“, weist Produktionsdesigner Hugo Lucyzc-Wyhowski auf die spezielle Ausstattungsproblematik des Films hin.“

Typische Wahrzeichen von Paris können freilich nicht nachgebaut werden, deshalb drehte man vor dem Umzug nach Monaco fünf Tage in der Stadt des Lichts. Das hektische Tempo von Madame Valerie, der Reiseführerin im Film, spiegelte also auch die Dreharbeiten in Paris, wobei Kameras am Flughafen Charles de Gaulle, am Eiffelturm, im Louvre, an der Sacré-Coeur, an der Pont des Arts, am Arc de Triomphe und schließlich auch am Gare de Lyon, dem berühmten Pariser Zugbahnhof, aufgestellt wurden. „Unsere Dreharbeiten in Paris ähnelten den Dreharbeiten zur Fernsehserie ‚The Amazing Race’“, vergleicht Bezucha lachend. „Es war eine stürmische Tour durch die großen Sehenswürdigkeiten der Stadt, mit einigen visuellen Zitaten, mit denen ich einigen meiner in Paris spielenden Lieblingsfilme Tribut zolle, so etwa THE LAVENDER HILL MOB („Das Glück kam über Nacht“, 1951).

Produktion: Die Dreharbeiten

Selena Gomez thront auf einem Pferd namens Ariel, das auf einem provisorischen Polofeld, etwa eine Autostunde von Budapest entfernt, steht. Es ist der 6. Mai 2010 und damit der zweite Drehtag von PLÖTZLICH STAR. Seit Wochen hat die 18-jährige Schauspielerin im Sattel trainiert, um sich auf diese Szene, die größte und komplizierteste des ganzen Films, vorzubereiten. Und jetzt stößt sie auf Probleme: „Ich glaube, Ariel und ich stehen unmittelbar vor unserer ersten Auseinandersetzung“, erzählt Gomez lachend. „Sie versucht immer wieder, eine andere Richtung einzuschlagen.“

In diesem Teil der vom Film erzählten Geschichte muss Grace (als Cordelia) gezwungenermaßen an einem Polospiel teilnehmen. Wer hätte gedacht, dass das verwöhnte Society-Girl eine ausgefuchste Polospielerin ist?

Als Texanerin ist Grace eine erfahrene Reiterin, was auf Selena Gomez, ihre Darstellerin, allerdings nicht zutrifft. „Ich soll den Eindruck erwecken, als wüsste ich, wie ich im Western-Stil reiten muss, nicht aber im Polo-Stil, was einen großen Unterschied ausmacht“, erklärt Gomez. „Weil ich bisher nicht oft geritten bin, habe ich ein paar Wochen lang Reitstunden genommen. Jetzt fühle ich mich wohl im Sattel, hänge aber immer noch sehr von Ariels Kooperation ab.“

Reiche Zuschauer sind am Spielfeldrand an Luxustischen platziert, darunter auch Tante Alicia und Bernard, die beide von Graces verirrten Poloschlägen bedroht werden. Für diese Szene wurden Hunderte Statisten edel eingekleidet, während ein ganzer Fahrzeugpark mit teuren Nobelautos die Zufahrt zum angrenzenden Palast säumte.

„Tom wollte, dass diese Szene Assoziationen an das berühmte Pferderennen von Ascot oder an die sommerlichen Gartenfeste der Queen weckte“, erklärt Jo Korer, die Kostümdesignerin Shay Cunliffes Team angehört. „Es soll eine Atmosphäre vermittelt werden, in der Mode, Stil und Protokollfragen eine große Rolle spielen, eine Atmosphäre, die vergangene Zeiten widerspiegelt.“

In dieser Szene trägt Grace enge schwarze Reitstiefel, ein weißes Poloshirt und eine Reitkappe. Cunliffe entwarf den Großteil von Graces Garderobe so, dass es so aussah, „als würde sich Grace nicht sehr für Kleidung interessieren, trotzdem aber ein Gefühl für Stil und Mode haben. Sie ist ein Mädchen, das vielleicht in einem alten Secondhand-Laden ein Oberteil ergattert oder neue Jeans zu einem reduzierten Preis kauft, sonst aber nicht viel Zeit mit Shoppen verschwendet.“

Emma dagegen versteht sich als eine Art Modeexpertin und Modefan, hat aber nicht immer den besten Geschmack, wie Cunliffe ausführt. „Emma liebt den New Yorker-Look, obwohl das für die Stadt, in der sie lebt, zu auffällig, einen Touch zuviel ist. Sie kauft schicke Outfits in Shops wie H & M oder Topshop, Schuhe bei Aldo und zeigt großen Mut und Extravaganz, wenn sie Kleidungsteile und Stile vermischt und anpasst.“

Im Gegensatz dazu trägt Meg teurere Designermarken, die einfach geschnitten sind und etwas zurückhaltend wirken, was ihrer Persönlichkeit entspricht. Sie trägt einen Trenchcoat von Zara, Hosen von Theory, einen Blazer von Miu Miu, Shorts von Diane von Fürstenberg und Sandalen von Gucci. Alles in überwiegend dezenten Farben gehalten. Tatsächlich gibt es eine übergeordnete Farbpalette für den ganzen Film, die Kostüme und Produktionsdesign einschließt. In Paris sieht man erdige, moschusfarbene Töne – Olivgrün, Beige und Moosgrün, dunkle Brauntöne, moschusfarbene Lilatöne - zusammen mit einigen Tupfern Blau und Weiß.

Monte Carlo hingegen ist von Farben durchflutet: zu sehen sind Korallenfarben, Rosa, Zitronengelb, Lavendelblau, Eisblau und Meerblau, Türkis und warme Orangetöne. In den Szenen in Texas dominieren Senfgelb, Ocker, dunkle Grautöne, staubige Braun- und Grüntöne. Blau gibt es nicht! „Versuchen Sie mal, in Budapest zweihundert Statisten ‚texanisch’ einzukleiden, ohne auf blauen Denimstoff zurückzugreifen“, klagt Jo Korer.

Texanisches Ambiente zeigte sich sichtbar, wenn auch nur zum Schein, in den Szenen von Graces Schulabschluss. Die texanische Staatsflagge wehte über einer Mittelschule in einem Vorort von Budapest, während Dutzende von Gratulanten in texanischen Stiefeln im Schulhof herumliefen und darauf warteten, dass aufgeregte Schulabsolventen das Gebäude verließen. Während der Dreharbeiten lief der normale Schulbetrieb weiter, wurde das Geschehen von ungarischen Schülern mit neugierigen Blicken aus den Fenstern beobachtet. Wie es der Zufall wollte, stellte die Post Selena Gomez genau an dem Tag, an dem die Abschlussfeier gedreht wurde, ihr eigenes Highschool-Abschlusszeugnis zu. Ausgehändigt wurde es ihr während einer Drehpause von Produzentin Alison Greenspan – unter dem Beifall der anderen Schauspieler, Crewmitglieder und Statisten.

Zusätzlich zu den Wochentagen, an denen sie manchmal bis zu 16 Stunden drehte, verbrachte Selena Gomez auch ihre Wochenenden mit Arbeit. Das Spektrum reichte von Promotionsaktivitäten für ihre anderen Projekte über die Produktion eines Musikvideos bis hin zu sechs neuen Songs, die sie für ihr neues Album aufnahm. „Sie ist einfach phänomenal“, schwärmt Produzentin Greenspan. „Ihre Energie und ihr Elan sind unglaublich, und trotz so großer Belastung verliert sie nie ihre Fassung, ist immer professionell und zeigt stets ein tadelloses Benehmen.“

Trotz aller Bewunderung, die sie am Set erfuhr, gab es auch jemanden, zu dem Gomez selbst aufsah, den sie nun endlich mit großer Freude kennenlernen konnte: Andie MacDowell. Der Star von Hitkomödien wie GROUNDHOG DAY („…und täglich grüßt das Murmeltier“, 1993), GREEN CARD („Green Card – Scheinehe mit Hindernissen“, 1990) und FOUR WEDDINGS AND A FUNERAL („Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, 1994) war für zwei Tage am Set, drehte die Schulabschluss-Sequenz sowie eine emotionale Szene zwischen Mutter und Tochter in der Küche ihres Hauses. „PLÖTZLICH STAR erzählt eine wunderschöne Geschichte“, schwärmt Andie MacDowell. „Eines der Dinge, das mir daran besonders gefiel, war das vermittelte Gefühl, das im Leben alles möglich ist.“

MacDowell Verbindung zum Handlungsverlauf des Films ist eine ganz besondere, denn auch sie hatte als junges, in Paris arbeitendes Model ein erstaunliches Erlebnis in Monte Carlo. „Ich war nicht viel älter als 20, hatte nicht viel Geld“, erinnert sich MacDowell. „Ich ging damals mit einem Grafen, der mich nach Monte Carlo zum Formel-1-Rennen mitnahm. Plötzlich saß ich in einem Palast zum Dinner am Tisch mit all diesen Aristokraten und war einer der Gäste von Olivier Chandon, dem Erben der Kellerei Moët & Chandon. Es war ein unglaubliches Erlebnis, das ich im Rückblick noch viel mehr zu schätzen weiß. Es ist so ähnlich wie mit den Mädchen in diesem Film. Ist man jung, stellt man die Möglichkeiten, die das Leben bietet, nie in Frage. Man denkt nur ‚Hey, warum denn nicht?’“

Donnerstag, den 12. Mai 2010 zog das Produktionsteam in die wunderschönen Räume des Stefánia Palasts in Budapest. Hier wurde die prachtvollste Szene des Films gedreht, wenn die Mädchen auf dem Ball erscheinen, der zu Ehren Cordelias veranstaltet wird. Der Stefánia Palast, der das Double für den Da Silva Ballsaal in Monaco spielt, wurde im frühen 19. Jahrhundert im Eklektischen Stil erbaut und wird heute sehr gerne für besondere Veranstaltungen und private Feiern genutzt.

„Architektonisch hat Budapest viel zu bieten, erinnert in der Fülle der Architektur etwas an Paris“, erläutert Produktionsdesigner Lucyzc-Wyhowski. „Man findet hier einige architektonisch dramatische Räume, wie auch diesen hier im Stefánia Palast. Ein wirklich wunderschöner Raum.“

So eindrucksvoll der Raum auch war, übertroffen im Gesamteindruck wurde er vom Erscheinen von Grace (die erneut als Cordelia auftritt), Emma und Meg, die Ballkleider aus Cordelias Beständen tragen. Ihre Verwandlung in echte Damen der Gesellschaft beginnt, als das Trio den Aufzug im Hotel de Paris verlässt und sich zum Ballsaal begibt. Das sah einfach umwerfend aus. Grace/Cordelia trug ein Ballkeid von Oscar de la Renta, das man in Beverly Hills, im exklusiven Shop Lily et Cie gekauft hatte, in dem viele Stars für die Oscar®-Verleihung eingekleidet werden. Dieses Einzelstück wurde von Hand mit Pailletten besetzt, darunter befanden sich mehrere Lagen Unterfutter und ein Tüll-Unterrock, schließlich waren von Hand auch kleine Perlen appliziert worden. Gekrönt wurde das exquisite Stück von einer enorm wertvollen Halskette mit Saphiren und Diamanten, die Bvlgari zur Verfügung stellte.

Auch Emma und Meg waren ähnlich atemberaubend gekleidet. Meg trug ein geliehenes 10.000 Dollar teures Kleid von Christian Dior – mit einem relativ schlichten Schnitt, aber mit Seidenschmuck verziert und an der Taille kunstvoll bestickt. Für dieses Kleid wurden auf einen wunderschönen Seidenunterrock in Ballett-rosa feinste weiße Seidenstreifen mit Fransen appliziert und mit Kristallen von Swarovski und winzigen Pailletten besetzt. Emma erschien mit einem ins Auge stechenden sexy Schwalbenschwanzkleid, das „wunderschön gefertigt und elegant war und einfach perfekt passte“, wie Cunliffe zurückblickt. Dieses Leihmodell mit applizierten Streifen war von Hunderten kleiner Knöpfe verziert und von Hand umsäumt. Entworfen wurde es von J. Mendel, einem französischen Modelabel, das laut Cunliffe in Los Angeles immer größere Bedeutung gewinnt.

Zweieinhalb Stunden wurde an Frisuren, Make-up und an der Garderobe gefeilt, bis die drei Schauspielerinnen für die Ballszene gerüstet waren. Um den Unterschied zwischen Grace und Cordelia deutlich sichtbar zu machen, trugen die Visagisten für Grace eine sehr leichte, durchsichtige Grundtönung mit nur wenig Rouge oder Augen-Make-up auf. Für Cordelia dagegen entschied man sich für eine richtige pigmentierte Grundierung, um die Gesichtszüge und die Augen stark betonen zu können.

Nach den Dreharbeiten im Stefánia Palast stellte das Produktionsteam die Kameras im Inneren eines ähnlich spektakulären, kunstvoll verzierten Gebäudes auf - in der Ungarischen Staatsoper. Das 1884 im Auftrag von Kaiser Franz Joseph I fertigstellte Neo-Renaissance-Gebäude, in das sich barocke Elemente einfügen, wird von wunderschönen Gemälden und Skulpturen prächtig geschmückt und gilt als eines der besten Opernhäuser in Europa, dessen Akkustik nur von der Mailänder Scala übertroffen wird. Zwischen 1887 und 1891 war Gustav Mahler künstlerischer Leiter des Hauses.

Mit ihren Säulen und Treppen aus Marmor, den Deckengewölben und den mächtigen Kronleuchtern ist die Staatsoper ein blendendes architektonisches Double für den Eingangsbereich eines luxuriösen Pariser Hotels – in diesem Fall des fiktiven Hotels Grand Belle. Hier nimmt die Maskerade in der erzählten Geschichte ihren Anfang, als die Mädchen vor einem Regenguss in das Grand Belle flüchten und erstmals einen flüchtigen Blick auf Cordelia Winthrop Scott werfen können. Cordelia trägt hautenge Lederhosen von Jitrois, einen cremefarbenen Blazer, ein graues T-Shirt von The Row und von Christian Louboutin designte „megahohe Pumps aus schwarzem Lackleder“, wie es Cunliffe beschreibt. „Jeder wollte sich diese Schuhe ausleihen“, erinnert sich Cunliffe, „und einer Schauspielerin habe ich das ein einziges Mal auch erlaubt. Aber in dieser Nacht habe ich aus Sorge um die Schuhe keinen Schlaf gefunden.“ Damit Selena Gomez auf den glatten Marmorböden nicht ausrutschen würde, musste Cunliffe an den Schuhen mit ihren 15 Zentimeter hohen Absätzen rote Gummisohlen anbringen.

Zwei Tage drehte das Team an weiteren Originalschauplätzen in Budapest, darunter auch an einer Open-Air-Disco am Donauufer, in die sich Meg und Riley bei ihrem ersten Date hineinschleichen. Danach zog man für vier weitere Drehwochen in die gerade eröffneten Raleigh Studios um. In den hochmodern ausgestatteten Studios errichtete das Team drei Sets: die Suiten und Korridore des Hotel de Paris, den riesigen Eingangsbereich des Hotel de Paris und schließlich auch das Hotel Le Petit Sommeil. Letzteres Hotel, die erste Station der Mädchen nach ihrer Ankunft in Paris, ist so klein, dass es schon komisch ist. Hier zeigt sich ihnen mit zum ersten Mal, dass dieser Trip vielleicht nicht genau nach Prospekt beziehungsweise nach Plan verlaufen könnte. „Paris ist berühmt für seine sehr kleinen Hotelzimmer, die man gerne als ‚intim’ anpreist“, erläutert Lucyzc-Wyhowski. Und genau das haben wir bis aufs Maximum oder, besser gesagt, bis aufs Minimum mit unserem Le Petit Sommeil-Set ausgereizt.“

Am 25. Mai 2010 drehte man die ersten Szenen auf dem Hotel de Paris-Set, darunter auch in der riesigen Grimaldi Suite, in der es sich die Mädchen während ihres Flirts mit dem französischen High Life gemütlich machen. In einer Ecke der Suite stand ein Piano, auf dem Selena Gomez in manchen Drehpausen spielte. Doch insgesamt hätten noch zwölf weitere Pianos in dieser Suite Platz gefunden. „So wie wir die Enge und das Kleinformat im Le Petit überbetont haben, verfuhren wir auch mit der Größe der Grimaldi Suite“, führt Lucyzc-Wyhowski fort. „Die Balkone und Gänge haben etwa die gleiche Größe wie die im echten Hotel de Paris, aber die Zimmer und Suiten des Vorbilds sind nicht so riesig wie unsere.“

Jenseits der Fenster wurde an der Studiowand ein Translight, ein riesiges Kulissenfoto von Monte Carlo angebracht. Die Aufnahme wurde vom Ausstattungsteam gemacht und so auf dem Untergrund aufgezogen, dass man bei jeder Kameraperspektive durch das Fenster die spektakulären Wahrzeichen und Ausblicke des Fürstentums sehen konnte. „Ich bin noch nie in Monte Carlo gewesen, aber dank dieses Kulissenfotos konnte ich es mir nun wochenlang anschauen. Wenn das echte Monte Carlo nicht genauso aussieht, werde ich enttäuscht sein“, kommentiert Leighton Meester mit einem Lachen.“

Cory Monteith beendete seine Bühnentour mit „Glee“, flog am nächsten Tag nach Europa und stieß am 2. Juni zum Team. In der vom Film erzählten Geschichte entscheidet sich seine Figur Owen ganz spontan, seiner verlorenen Liebe Emma nach Paris zu folgen und kommt dort dann etwas verwirrt und desorientiert an. Für Monteith ein vertrauter Zustand: „Das konnte ich nachempfinden“, erinnert sich der junge Schauspieler. „Ich bin vorher noch nie in Europa gewesen, und der Jet Lag traf mich genauso wie der Kulturschock.“

Am 5. Juni stellte das Produktionsteam die Kameras am Budapester Westbahnhof Nygati auf. Dieser Bahnhof war das erste von zwei Wahrzeichen, die Gustav Eiffel entwarf – das zweite, ein Turm in Paris, ist etwas bekannter. Hunderte von Fans versammelten sich am Eingang des Sets und in dessen Nähe und hofften, einen flüchtigen Blick auf einen Star werfen oder vielleicht sogar ein Autogramm bekommen zu können. Woche für Woche vergrößerte sich die Zahl dieser Zuschauer – bester Beweis für die Fangemeinde der Stars, ganz besonders jene von Selena Gomez.

Vom 14. bis zum 16. Juni drehte das Team in der Ervin Szabo Zentralbibliothek in Budapest – ein weiteres architektonisches Meisterwerk, das als Schauplatz für die Szenen einer Wohltätigkeitsversteigerung diente. Bei dieser Versteigerung muss sich Grace in einem Raum voller vermögender und erbitterter Bieter den Konsequenzen ihres versuchten Identitätsschwindels stellen. Weitere Drehorte in Budapest waren das Cafe & Restaurant Gerloczy als Double für ein Pariser Cafe, außerdem der Flughafen Ferihegy sowie mehrere Nebenstraßen, in denen man Szenen mit vorbeifahrenden Autos und Bussen drehte.

Produktion: Vive La France

Vor Produktionsbeginn hatte Regisseur Thomas Bezucha bereits angekündigt, dass die Dreharbeiten in Paris ein wilder, abenteuerlicher Trip werden würden, und das meinte er ernst. Nachdem das Team am 19. Juni mit einem frühen Charterflug von Budapest auf dem Flughafen Charles de Gaulle gelandet war, drehte man die Ankunft von Grace, Emma und Meg…am Flughafen Charles De Gaulle. Die nächsten vier Tage erwiesen sich als ähnlich hektisch. Am folgenden Montag „erstiegen“ Darsteller und Crewmitglieder den Eiffelturm – der erste von zwei halben Drehtagen auf dem berühmten Wahrzeichen. „Da waren wir also, beobachteten den Sonnenaufgang über Paris von einem großartigen Aussichtspunkt auf dem wohl berühmtesten Wahrzeichen weltweit“, schwärmt Katie Cassidy. „Das war einer der Augenblicke, in denen man in sich gehen und die Schönheit wirklich würdigen muss.“ Und Selena Gomez stimmt dem euphorisch zu: „Die Dreharbeiten am Eiffelturm werde ich nie vergessen. Klar, es war eiskalt , aber der Blick auf Paris war unglaublich. Einfach fantastisch.“

Ein paar Tage später zog die Crew zum Louvre weiter. Das 1793 eröffnete Museum ist das berühmteste der Welt und beherbergt 35.000 Kunstwerke, darunter Leonardo Da Vincis Mona Lisa und die Statue der Venus von Milo. Insgesamt nur 50 Cast- und Crewmitglieder durften Raum 77, wo schließlich gedreht wurde, betreten.

Am nächsten Tag wurden mit Leighton Meester, Selena Gomez, Katie Cassidy und Luke Bracey die Szenen auf und an den Stufen zur 1873 fertigstellten Sacré-Coeur, der berühmten Basilika auf dem Hügel von Montmatre, gefilmt. Hier stolpert Meg im wahrsten Sinne des Wortes über Riley – es ist die erste von mehreren zufälligen Begegnungen, aus denen schließlich eine Romanze erblüht. Sacré-Coeur lockt Millionen von Besuchern an, darunter auch Owen, der verzweifelt nach Emma sucht und auf der fantastischen Aussichtsterrasse das Terrain und die Skyline von Paris scannt, die Wahrzeichen an Hand einer ausklappbaren Stadtkarte zu orten versucht.

Das Team drehte am 24. Juni auch einige Szenen im Außenbereich des Louvre sowie einige Szenen mit Autos an mehreren Pariser Straßen, bevor man sich nach Monte Carlo aufmachte. Damit sich Gomez, Cassidy und Meester in ihre Charaktere auch richtig hineinversetzen konnten, ließen sie die Produzenten im echten Hotel de Paris in Monte Carlo residieren. „Wenn es zum Method Acting gehört, in diesem grandiosen Hotel wohnen und ziellos in luxuriösen Bademänteln herumlaufen können, dann bin ich dabei“, kommentiert Katie Cassidy lachend.

Am ersten Drehtag in Monte Carlo filmte man aber nicht im Hotel de Paris, sondern am Larvotto Beach. Hier saugen die Mädchen in Badeanzügen die Sonne auf und sprechen offen über ihre angespannte Beziehung. Am 28. Juni begann mit Cordelias Ankunft am Hotel de Paris der erste von zwei Tagen mit Innenaufnahmen. Das direkt neben dem legendären Casino liegende Hotel strahlt eine Atmosphäre von Reichtum, Pomp und Aristokratie aus. In dem 1864 im Art-Nouveau-Stil exquisit erbauten Gebäude findet man Säulen aus Marmor, Lüster aus Kristall, Sessel im Stil von Louis XVI, eine üppige Ansammlung von Wandteppichen und im Eingangsbereich, hinter Glas verschlossen, Schmuckstücke aus Gold und Diamant-Halsketten. Teure Sport- und Luxuswagen der Edelmarken Bugatti, Rolls Royce, Lamborghini, Maserati, Ferrari und Aston Martin sieht man regelmäßig im ovalen Parkbereich des Hotels. Das auffällige Zurschaustellen großen Reichtums lockt täglich Mengen von Bewunderern an, selbst wenn eine Filmproduktion diese Attraktion nicht zusätzlich vergrößert hat.

Mehrfach mussten die Dreharbeiten dort unterbrochen werden, um ankommenden VIPs Zufahrt zum und Eintritt ins Hotel für spezielle Meetings zu ermöglichen, darunter waren Botschafter, Würdenträger, ja sogar Fürst Albert II von Monaco. Der Fürst gilt als begeisterter Unterstützer der monegassischen Filmindustrie und ließ es sich nicht nehmen, Schauspieler und Filmemacher bei den Dreharbeiten zu begrüßen.

Am 2. Juli stellte das Produktionsteam die Kameras an der wunderschönen Villa Eilen Roc auf, die an der Felsenküste in der Nähe von Antibes liegt. Eilen Roc, zu der ein großer Park und ein vom gefeierten Architekten Charles Garner entworfener Palast gehört, den ein reicher Niederländer errichten ließ, ist ein Anagram für Cornelie, die Frau des Niederländers. Von dem Anwesen aus überblickt man einige der teuersten Immobilen und Grundstücke – nicht nur der Côte d'Azur, sondern auch der Welt. Eilen Roc wurde 1927 vom amerikanischen Geschäftsmann Louis Beaumont und seiner Frau Helena, einer Opernsängerin, erworben. Beide veranstalteten viele großartige Abendgesellschaften, die privilegierte Gäste aus der ganzen Region anlockten. 1982 schenkte Helen Beaumont das Anwesen einer Gesellschaft für Landschaftspflege. Heute finden dort öffentliche Versammlungen und Theateraufführungen statt. Die nicht leicht zugängliche Uferanlegestelle unterhalb der Villa ist malerischer Schauplatz für Szenen mit Meg und Riley, die hier, etwa 27 Meter vom Strand entfernt, einen sechs Meter hohen Felsen erklimmen und sich gegenseitig Geschichten aus ihrer jüngeren und problematischen Vergangenheit erzählen.

Nachdem bereits eine Schule in Budapest für eine texanische Highschool herhalten musste, schwindelte das Ausstattungsteam in Frankreich erneut – mit der Umgestaltung eines Diners. In diesem Diner bedienen Grace und Emma in den ersten Szenen des Films rotzige und schnöselige Klassenkameraden und träumen von ihrer Flucht nach Paris. Location Scouts entdeckten 35 Minuten außerhalb von Monaco einen geeigneten Drehort, bei dem es sich um ein ehemaliges Pizza Hut-Lokal handelte. 2008 war dieses Lokal in ein klassisches Steakhouse umgebaut worden und ist nun Teil der in Frankreich beliebten Restaurantkette Courtepaille.

Lucyzc-Wyhowksi und sein Team arbeiteten die ganze Nacht durch, von Mitternacht bis zum Drehbeginn 8 Uhr morgens am 5. Juli, um die benötigten Veränderungen an diesem Lokal vorzunehmen. Damit die offene Küche nicht zu sehen war, zogen sie eine künstliche Wand ein, außerdem arrangierten sie den Essbereich neu, brachten Ventilatoren an der Decke und einen Raumteiler an, stellten mit rotem Stoff drapierte Sitzbänke, lässig-bequeme Holzstühle und Tische in den Raum und schon war der texanische Diner fertig.

Am 8. Juli wurden die Dreharbeiten in Monte Carlo mit einem Nachtdreh im Yachthafen beendet. In dieser warmen Nacht, in der sich atemberaubende Ausblicke auf den Port Hercule und die angrenzende städtische Umgebung Monacos ergaben, filmte die Crew Emmas Traumdate mit Prinz Domenico an Bord einer Yacht. Ein paar hundert Meter weiter ankerte mit der 121 Meter langen Atlantis II eine der größten Yachten der Welt.

Selena Gomez hatte ihren letzten Drehtag bereits in der Nacht davor absolviert, kam aber trotzdem zum Drehort, um Katie Cassidy zu unterstützen, die ihre Kollegin mit Zuneigung überschüttet: „Selena ist ein tolles Mädchen, sie hat Klasse.“

Regisseur Tom Bezucha abschließend zur Entwicklung der Charaktere: „Wie Dorothy Gale in ‚Der Zauberer von Oz’ müssen unsere Figuren auf ihrer erstaunlichen Entwicklungsreise ihre eigenen Erfahrungen machen, um beurteilen und würdigen zu können, was sie in ihrem Leben vermissen, und wichtiger noch, was sie bereits jetzt schon haben. Und die Person, die den größten Traum von sich in einer viel größeren Welt träumt, erkennt, dass sie zu Hause am zufriedendsten und am ehesten sie selbst sein kann.“

Auch Selena Gomez, die sich seit März 2010 in Europa aufhielt, um dort auf PR-Tour für ihr neues Album zu gehen, resümiert ihre Eindrücke von den fünfmonatigen Dreharbeiten zu PLÖTZLICH STAR, diese außergewöhnliche Erfahrung mit vielen Herausforderungen, darunter auch körperliche. Eine Erfahrung, die sie nie vergessen wird: „Ich spüre sehr deutlich, dass ich viel von dem durchgemacht habe, was auch Grace durchmachen muss. Ich habe eine Menge gelernt, konnte Erstaunliches sehen und wunderbare Dinge tun. Und ich befand mich in der Gesellschaft von Menschen, die ich lieben gelernt habe. Und ich hatte auch noch meinen achtzehnten Geburtstag. Ich habe wunderbare Erfahrungen gemacht und bin wirklich dankbar dafür.“