Filmhandlung und Hintergrund

Sommerliches Roadmovie über vier Menschen, die sich auf einer Reise Richtung Spanien kennenlernen, streiten und lieben.

In einem klapprigen Ford sind vier Menschen gemeinsam unterwegs auf den Landstraßen Südfrankreichs. Der 27-jährige Sam hat zwei Anhalter mitgenommen, die Geschwister Mathieu und Léa. Beide lieben Männer. Dann stößt noch Jérémie dazu, der sich prompt in die hübsche Mitfahrerin verliebt. Währenddessen kämpft Sam mit seiner Vergangenheit. Er will sich an der Mutter rächen, die er für den Selbstmord des Vaters verantwortlich macht. Zaghaft nähern sich auch er und Mathieu an.

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Kritikerrezensionen

  • Plein sud: Sommerliches Roadmovie über vier Menschen, die sich auf einer Reise Richtung Spanien kennenlernen, streiten und lieben.

    Sommerliches Road-Movie über vier Menschen, die sich auf einer Reise Richtung Spanien kennen lernen, streiten und lieben.

    Immer in Bewegung sein, nur nicht zur Ruhe kommen oder zu sich selbst finden. Die vier Menschen im klapprigen Ford beherzigen diese Regeln bis zum Exzess. Der 27-jährige Sam nimmt zwei Anhalter mit, die Geschwister Mathieu und Léa. Sie ist schön und liebt die Männer, Mathieu liebt Männer ebenso. Zu den drei stößt Jérémie, der sich in die hübsche Mitfahrerin verliebt. Sam wirkt wie ein Fremdkörper in der komplizierten Konstellation. Nach und nach klärt sich das Ziel seiner Reise. Er will sich an der Mutter rächen, die nach 20 Jahren aus der Psychiatrie entlassen wurde. Für ihn ist sie Schuld am Tod seines Vaters, der sich nach einer ehelichen Auseinandersetzung vor den Augen des damals kleinen Jungen erschoss. Ein Bild, welches ihm nie mehr aus dem Kopf geht, das ihn verfolgt und am wahren Leben hindert.

    Sébastien Lifshitz, Teddy-Preisträger der Berlinale 2004 für seinen zweiten Film „Wild Side“, zeigt schöne Menschen in der Licht durchfluteten Landschaft Südfrankreichs, die alle ihre Geheimnisse hüten und nur manchmal widerwillig Einblick geben in ihre Seele. Sam und Mathieu nähern sich bis zur Explosion der Gefühle zaghaft an, Léa und Jérémie kommen schnell zur Sache. Die zwei möglichen Liebesgeschichten bleiben irgendwo auf der Strecke. Lifshitz bietet den Protagonisten immer wieder Gelegenheit, sich mit oder ohne Grund der Kleider zu entledigen und ihre Körper in ganzer Pracht zu zeigen - den nackten Hintern, das Geschlecht oder die schlanken Lenden, was nach einer Weile nicht mehr sonderlich an- oder aufregt. Dazu packt er die üblichen Klischees von Lagerfeuer am Strand, Sex unterm Sternenhimmel, sportliches Eintauchen in Wellenberge. Während das Auto dann mal wieder die Landstraßen entlang braust, folgt eine Rückblende aus Sams Kindheit der anderen. Von dieser doppelbödigen Figur, exzellent gespielt von Yannick Rénier, hätte man gerne mehr erfahren. Erst gegen Ende gewinnt das Familiendrama an Intensität. Etwas spät. mk.

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