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„Fluch der Karibik 6“: Disney plant Reboot ohne Johnny Depp & spart eine Menge Geld

Helena Ceredov  

Man munkelte es schon länger: Disney will ein Reboot der „Fluch der Karibik“-Reihe ohne Johnny Depp als Captain Jackow Sparrow drehen. Einem ersten Gerücht zufolge soll eine Piratin seinen Platz einnehmen. Geld gespart hat der Konzern aber bereits jetzt. 

Im Oktober berichtete Deadline, dass Disney die „Deadpool“- und „Zombieland“-Autoren Rhett Reese und Paul Wernick damit beauftragt hat, erste Ideen für ein Reboot auszuarbeiten. Jetzt hat sich der Disney-Verantwortliche Sean Bailey gegenüber dem Hollywood Reporter geäußert und den Bericht bestätigt. Der Plan sei, der Reihe neues Leben und neue Energie einzuhauchen, so der Produktions-Chef. Obwohl er die Filme mit Johnny Depp liebe, sei nun die Zeit für einen Neuanfang gekommen. Zu den Gerüchten von Hne.co, dass statt Johnny Depp eine Piratin Redd ins Zentrum von „Fluch der Karibik“ rücken könnte, äußerte sich Sean Bailey nicht. „Fluch der Karibik 6“ wird es aber definitiv nicht geben, stattdessen kommt ein Reboot. Lukrativer Nebeneffekt: Die Ausbootung von Johnny Depp spart dem Konzern eine Menge Geld.

Aus von Johnny Depp spart Disney angeblich 90 Millionen US-Dollar

Auch wenn ein neues Gesicht in der Karibik nicht gratis vor die Kamera treten wird, so werden die Verantwortlichen von Disney wohl kaum eine ähnlich hohe Gage wie die für Johnny Depp bezahlen. Dieser soll 90 Millionen US-Dollar pro Film kassiert haben, wie Forbes berichtet. Selbst wenn diese Summe in Wirklichkeit niedriger gewesen sein sollte, wird sie dennoch eine Höhe haben, die ein Nachfolger von Johnny Depp kaum erreichen dürfte. Bleibt nur zu hoffen, dass Disney das gesparte Geld beim Reboot vernünftig investiert…

Das Prinzip Reboot liegt voll im Trend. Zuletzt versuchten „Ghostbusters“ (2016) und „Ocean’s 8“ (2018) zwei kultige Filmreihen mit Frauenpower neu aufzulegen – mit gemischten Ergebnissen. Dazu muss man sagen, dass es sich erstens nur um ein Gerücht handelt und zweitens, das Drehbuch noch nicht geschrieben wurde. Das heißt, Disney kann seine Meinung jederzeit ändern. Was meint ihr? Wollt ihr eine Fortsetzung mit weiblicher Hauptfigur?

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Vor einigen Jahren wäre ein „Fluch der Karibik“-Teil ohne Johnny Depp undenkbar gewesen – die Betonung liegt auf vor einigen Jahren. Die vielen Negativschlagzeilen, die sich der A-Lister in der letzten Zeit geleistet hat, könnten ein Grund sein, ebenso wie die rückläufigen Einspielergebnisse der Reihe.

Nach seiner medienwirksamen Scheidung von Amber Heard, inklusive Gewaltvorwürfen, ist Johnny Depp immer öfter durch unberechenbares Verhalten und Alkoholeskapaden aufgefallen. Depps neuester Film „City of Lies“ wurde sogar verschoben, weil er angeblich mit einem Crewmitglied in Handgreiflichkeiten geraten sein soll. Das wird höchstwahrscheinlich Disneys Entscheidung beeinflusst haben, die im Zuge von #metoo noch strenger geworden sind. Zuletzt statuierte das Studio etwa an „Guardians of the Galaxy“- Regisseur James Gunn ein Exempel, dessen alte gelöschte Witze über Kindesmissbrauch geleakt wurden.

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Für Johnny Depp ist der Rauswurf zwar finanziell bitter, aber zu verkraften. Mit der „Phantastischen Tierwesen“-Reihe, in der er den bösen Zauberer Grindelwald verkörpert, ist sein Einkommen zumindest bis 2021 gesichert. Zudem bekommt Depp auch abseits der großen Studios Rollenangebote, etwa in dem Drama „Minamata“, wo er einen Enthüllungsjournalisten spielen wird.

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