Phantoms Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Phantoms: Solider, klassischer Horror-Schocker, der alle bekannten Register seines Genres zieht. Nach einer Dean-Koontz-Story.

Der ersehnte Winterurlaub wird für Dr. Jennifer Pailey zum Horrotrip. Das Ziel ihrer Reise, ein kleines Örtchen in den Rocky Mountains, ist vollkommen ausgestorben. Die Bewohner sind entweder tot oder verschwunden. Nur ein Sheriff und ein skurriler Professor halten die Stellung und können von einem gräßlichen Wesen berichten, das den Menschen zum Verhängnis werden könnte.

Auf der Durchreise kommen die Schwestern Jennifer und Lisa in das abgelegene Bergstädtchen Snowfield und finden die Einwohnerschaft ermordet vor. Zwei Polizisten, die zufällig hinzustoßen, begleiten die Frauen bei der Suche nach der mysteriösen Ursache und zahlen kräftig Lehrgeld, als man auf ein mörderisches Monster aus uralten Zeiten trifft. Ein hinzugezogener Wissenschaftler identifiziert den Schädling als „Todesursache der Mayas“ und empfiehlt konzentrierten Militäreinsatz.

Solider, klassischer Horror-Schocker, der alle bekannten Register seines Genres zieht. Nach einer Dean-Koontz-Story.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dean R.Koontz gilt neben Stephen King und Clive Barker als eine der größten Koryphäen auf dem Sektor der Horrorliteratur. Ähnlich wie es bereits Mr. King tat, schrieb Koontz das Drehbuch zur Verfilmung eines seiner Bücher selber, bleibt dabei jedoch deutlich im Mittelmaß, genauso wie es die Regie tut.

    Die Story hat zwar durchaus Potential, wird jedoch nicht wirklich ausgereizt. Die Darsteller sind teilweise völlig fehlbesetzt. Vor allem Ben Affleck, der nicht der Typ des toughen FBI-Mannes ist. Zudem sieht er mit Sheriff-Hut leider ziemlich lächerlich aus, es gelingt ihm niemals, wirklich zu überzeugen, sein Charakter wird zur Staffage.

    Ganz ähnlich ergeht es Rose McGowan, deren Rolle am Anfang noch ganz interessant wirkt, so scheint sie doch wieder den Typ des "unartigen Mädchens von Nebenan" zu verkörpern, den sie ja auch am besten spielen kann. Doch ihr Charakter wird nach der ersten halben Stunde fast völlig ins Abseits gedrängt und unwichtig.

    Charismatisch hingegen ist Liev Schreiber, der jedoch sehr schnell aus der Handlung gekickt wird, psychopatisch rollt er mit den Augen und wirkt als Schizo-Cop von Anfang an bedrohlich. Leider erklärt das Drehbuch auch seine Rolle nie, sein Charkater bleibt unerschlossen. Dem gegenüber erhaben ist natürlich Peter O'Toole.

    Der englische Charkterdarsteller wird zwar erst spät in die Handlung eingeführt, übernimmt dann aber auch das Feld und beherrscht den Rest des Films.
    Der Film ist recht spannend geworden und das, obwohl die Optik eher fernsehtauglich ist und die Spezialeffekte viel zu deutlich mit dem Computer generiert worden sind.

    Fazit: Ein Durchschnittshorrorfilm, dem nur seine Atmosphäre über die Runden hilft.
  • Mit dem Megahit „Scream – Schrei!“ konnte Miramax-Ableger Dimension Films eine bluttriefende Goldader anzapfen und eine Renaissance des Horrorfilms einläuten. Doch während „Scream“ und das Sequel „Scream 2“ finessenreich mit Selbstironie und Cleverness bestechen, spielt die auf dem Roman von Dean Koontz basierende Monstermär „Phantoms“ seine Genrekarten verbissen geradlinig und ohne nennenswerte Humorinjektionen als ernster Schocker aus.

    Autor Koontz‘ erste Hollywood-Erfahrung „Das Versteckspiel“, von Brett Leonard mit Jeff Goldblum in der Hauptrolle verfilmt, war derart negativ ausgefallen, daß er seinen Namen aus den Credits entfernen ließ. Für den zweiten Anlauf ließ er sich daher vorsichtshalber von den Weinstein-Brüdern kreatives Mitspracherecht zusichern. Hier ist Koontz nicht nur für das Drehbuch verantwortlich, sondern fungiert zudem als ausführender Produzent. Für die Inszenierung wurde der genreerprobte Joe Chappelle verpflichtet, dessen Filmographie „Halloween – Der Fluch des Michael Myers“ umfaßt. Darüberhinaus kann die Besetzungsliste sich sehen lassen: Neben Altstar Peter OToole tummelt sich im Stil von „Scream“ aufstrebendes Jungtalent wie Ben Affleck („Good Will Hunting“), Rose McGowan („Scream – Schrei!“), Joanne Going und Liev Schreiber („Scream 2“).

    Seinen Ausgang nimmt der Schocker als Psychohorror um teuflische Mächte, die im Erdinneren hausen und seit Jahrtausenden bedauerliche Menschenseelen verschlingen. Wie in „Shining“, „Poltergeist“ und „Amityville Horror“ nimmt das Böse zunächst keine konkrete Form an, sondern macht sich mit heulenden Geräuschen im Abfluß, Gepoltere im Gebälk und Strom- und Autobatterieausfällen bemerkbar und hinterläßt so manch übel zugerichtete Leiche. Als Handlungsort dient ein idyllischer Wintersportort in den Rocky Mountains, in den ein vierblättriges Kleeblatt Einzug hält, um für die Instandhaltung des globalen menschlichen Wohlergehens zu sorgen. Zu den Ghostbusters gehört ein englischer Professor (O’Toole), der seine Weltuntergangstheorien in der Regenbogenpresse veröffentlicht, zwei attraktive Schwestern und ein junger Sheriff („Good Will Hunting“-Prolo Ben Affleck will als Autoritätsfigur nicht so recht überzeugen) mit traumatischer Dienstvergangenheit. Sie können dem sich teils als schleimige Wurmkreatur inkarnierenden Feind schließlich in letzter Minute mit biochemischer Keule auf den Leib rücken.

    Regisseur Chappelle mag es trotz seines Hintergrunds nicht sehr zufriedenstellend gelingen, Spannung und Schrecken in jene Dimensionen voranzutreiben, die ein abgebrühtes Publikum heute von einem Genrefilm erwartet. Daß die zumeist computergenerierten Effekte bestenfalls durchschnittlich ausgefallen sind und das Böse aus bereits bekannten Filmen zusammengewürfelt wirkt, trägt zum insgesamt eher enttäuschenden Gesamteindruck des bislang vermutlich schwächsten Dimension-Films bei. ara.

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