„Pets“ - die Kritik

Alexander Jodl  

Animierter Spaß über das geheime Leben unsere Haustiere. Von den Machern von „Ich  – einfach unverbesserlich“.

Da schließt man am Morgen beim Weg zur Arbeit die Tür hinter sich – und das brave Haustierchen wartet artig darauf, dass man am Abend zurückkehrt. Quasi eingefroren in einer Stasis froher Erwartung. Von wegen! Der Animations-Spaß „Pets“ konfrontiert den Zuschauer mit der schonungslosen Realität. Denn in einer ausgiebigen, wundervoll witzigen Eröffnungssequenz zeigt er das geheime Leben von Hund, Katze, Vogel und anderem Geviechs. Die erste bittere Erkenntnis: Es gibt ein Paralleluniversum unbeobachteter Haustiere. Die zweite: Kühlschränke ohne Schloss sind völlig nutzlos.

Wer uns in „Pets“ diese geheime Leben der Tierchen nahebringt, sind die Macher des Animations-Hits „Ich  – einfach unverbesserlich“. Und das ist witzig, optisch aufwendig animiert, sympathisch, meist ziemlich putzig  – und bleibt humoristisch doch an der Oberfläche. Denn nach der grandios witzigen Eröffnung kommt – animierter Durchschnitt. Wenn auch auf ziemlich hohem Niveau.

Natürlich ist es durchaus witzig, zutiefst menschelnden Tieren beim Ausleben ihrer animalischen Klischees zuzusehen. Das ist gut für eine konsequent durchlaufende Serie schneller Gags, von denen jeder für Gelächter oder zumindest ein Schmunzeln gut ist. Soweit so lachhaft. Nur storytechnisch kann sich „Pets“ eben nicht mit ähnlich gelagerten Meisterwerken wie Disneys „Zoomania“ messen. Dafür ist schon die Geschichte einfach zu dünn: Zwei Hunde, die beide emsig um die Gunst des gemeinsamen Herrchens buhlen, kommen einer Verschwörung verstoßener Streuner auf die Spur. Für Lacher am laufenden Band ist sowas ausreichend. Für emotionale Regungen oberhalb des Zwerchfells eher weniger.

Möglicherweise ist das aber auch zu viel an Erwartungshaltung. Den jenseits des Gedankens, „da wäre mehr drin gewesen“, bleibt ja noch, was „Pets“ tatsächlich ist: Witzige zwei Stunden tierischer Spaß ohne viel Tiefgang aber mit Kicher-Garantie. Für einen Genre-Klassiker sind diese Zutaten zu dünn. Aber für eine gute Zeit im Kino reichen sie allemal aus. Und es muss ja nicht immer ein Klassiker sein. Gute Laune durch gute Unterhaltung ist ja auch schon ziemlich viel.

Der Trailer zu „Pets“

 

 

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