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Petite Maman

Kinostart: 11.11.2021
  • Kinostart: 11.11.2021
  • Genre: Drama
  • Produktionsland: Frankreich
  • Filmverleih: Alamode (Filmagentinnen)

Filmhandlung und Hintergrund

Céline Sciamma erzählt eine bezaubernde Geschichte über die Kindheit, Mütter und Töchter. Céline Sciamma legt nach ihrem vielfach preisgekrönten, vergleichbar epischen „Das Porträt einer jungen Frau in Flammen“ mit „Petite Maman“ einen etwas kleineren Film vor, der nach der Beziehung zweier Frauen nun mit wenig Personal die beginnende Freundschaft zweier Mädchen schildert. Mit der bezaubernden Geschichte knüpft...

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Céline Sciamma erzählt eine bezaubernde Geschichte über die Kindheit, Mütter und Töchter.

    Céline Sciamma legt nach ihrem vielfach preisgekrönten, vergleichbar epischen „Das Porträt einer jungen Frau in Flammen“ mit „Petite Maman“ einen etwas kleineren Film vor, der nach der Beziehung zweier Frauen nun mit wenig Personal die beginnende Freundschaft zweier Mädchen schildert. Mit der bezaubernden Geschichte knüpft Sciamma an ihre früheren Filme mit jungen Held*innen wie „Mein Leben als Zucchini“, für dessen Drehbuch sie verantwortlich war, oder „Tomboy“ an, die ebenso wie „Petite Maman“ alle auf ihre Weise sehr besonders sind.

    Ausgangspunkt für „Petite maman“ war laut Sciamma die Idee von der Begegnung eines Kindes mit seiner Mutter als Kind. Das mag nach kompliziertem Essay, Zeitreise-Genrestück oder Esokitsch klingen. Die Filmemacherin erzählt aber simpel im positiven Sinne, eine ganz selbstverständliche, bezaubernde, auch berührende Geschichte, wie eine Tochter ihre Mutter besser zu verstehen beginnt. Sciamma zeichnet sie wie in ihren vorherigen Filmen mit feinem, eigenen Strich und Frische, trägt einen dezent märchenhaften Ton auf, nutzt auf diese Weise Elemente wie einen verwunschenen Wald, durch den Hauptfigur Nelly, die sich von ihrer Mutter Marion allein gelassen fühlt, streift und dort auf ein Mädchen trifft, das ihr Spiegelbild sein könnte. Eine von der für „Porträt“ ausgezeichneten Kamerafrau Claire Mathon wunderschön und luftig eingefangene Szene.

    Dass die Selbstverständlichkeit, Natürlichkeit im Film gelingt, liegt daran, dass er auf Augenhöhe der jungen Hauptfiguren erzählt, in der kindlichen Welt angesiedelt ist. Entsprechend lernen sich die beiden Mädchen übers miteinander Spielen kennen. Das sind mit die schönsten Szenen. Insbesondere die, in denen sie ein Kriminalstück aufführen, jede in mehreren Rollen schlüpft. Die jungen Schauspielerinnen Josephine und Gabrielle Sanz sind ein Geschenk. Neben ihrer Spielfreude nutzt Sciamma ihre entwaffnende Offenheit. Mit ihr wirkt eine Frage wie „kommst du aus der Zukunft?“nicht aufgesetzt und mit ihr kann Sciamma auch die dem Film zugrundeliegenden essenziellen Themen wie Liebe, Angst oder Trauer auf eine ebenso eindringliche wie erfrischende Art aufgreifen. Die allerschönste Szene in diesem feinen Film über die Kindheit ist, wenn die Mädchen im Dunkeln nebeneinander im Bett liegen und genau über diese Themen flüstern.

    Heike Angermaier .
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