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Pension Freiheit

Kinostart: 26.04.2012
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Filmhandlung und Hintergrund

Nachfolger der Tölzer Kriminalkomödie "Tödliche Verbindungen", in dem ein Polizisten-Duo Schleusern auf die Spur kommt.

Bad Tölz, 1988. In der Pension Freiheit, da hat’s gekracht. Eine Paketbombe ist explodiert und der Besitzer schwer verletzt. Kein Grund für die beiden Kommissare Walter Degenhardt und Rio Hartmann zur Tat zu schreiten. Erst als Degenhardts heimliche Geliebte in ihrem Hotelzimmer stirbt, geraten die beiden arbeitsunwilligen Polizisten widerstrebend auf die Fährte von Stasi-Agenten, die undercover in der bayrischen Provinz marodieren. Grund dafür ist ein vom lokalen Franziskaner-Pfarrer mitorganisierter Schleuserring, der DDR-Bürger auf die Alm schmuggelt.

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Kritikerrezensionen

  • Pension Freiheit: Nachfolger der Tölzer Kriminalkomödie "Tödliche Verbindungen", in dem ein Polizisten-Duo Schleusern auf die Spur kommt.

    Im Nachfolger der Tölzer Kriminalkomödie „Tödliche Verbindungen“ gerät das Ermittler-Duo aus der bayerischen Provinz 1988 an Fluchthelfer und die Stasi.

    Angesichts des anhaltenden Erfolgs der Regionalkomödien aus Bayern von „Eine ganz heiße Nummer“ bis „Sommer in Orange“, sollte Markus Kleinhans‘ Nachfolger zu seiner Krimikomödie von 2006 ein leichtes Spiel haben. Zumal das Aushängeschild des Neo-Heimatfilms, Marcus H. Rosenmüller, als Gastregisseur fungiert. Abermals für ein Mini-Budget - 150.000 Euro - und mit Amateuren entstanden, stellt „Pension Freiheit“ unter Beweis, dass man auch für wenig Geld richtig viel Spaß erhalten kann. Die mit authentischem Personal, Heimatliebe, sehr viel Humor und Dialogwitz ausgerüstete Mischung aus (schwarzer) Komödie, Satire und Parodie wandelt auf den Spuren von „Monaco Franze“ und Gerhard Polt, aber auch „Kottan ermittelt“ und Wolf Haas, und ist trotz aller augenzwinkernden „Schweinereien“ überaus allgemeinverträglich.

    Die kurz vor dem Mauerfall angesiedelte Handlung gerät dabei fast zur Nebensache, im wunderschön verschlafenen Bad Tölz. Hier werden Fliegen rücksichtslos überfahren, wenn der Postmann Schlangenlinien radelt und ahnungslos eine Paketbombe in die Pension Freiheit anliefert, was deren Besitzer fast nicht überlebt. Damit stehen die „uninformierten Uniformierten“, die beiden Ermittler Degenhardt (Adnan Erten) und Hartmann (Luky Zappatta), vor einem Rätsel. Da sich beim Arbeiten gewöhnlich kein Kollege erwischen lässt, man lieber die EM schaut oder ein Stamperl zwitschert, bringt sie der Fall keineswegs aus der Ruhe und führt sie - eher widerwillig - über die Leiche von Degenhardts Geliebter auf die Spur eines Schleuserrings, der zuletzt eine vierköpfige Zonen-Familie auf die Alm geschmuggelt hat. Das mag die Stasi gar nicht, weshalb zwei des Bayerischen nicht mächtige Agenten die idyllische Provinz unsicher machen. Über den Pfarrer (herrlich: Florian Schröder aus „Sommer der Gaukler“), der seine Messdiener zum Wettsaufen animiert und sich als lokaler Waffenexperte erweist, gelingt das Aufspüren der bedrohten DDR-Flüchtlinge.

    Wirklich Fahrt und Spannung nimmt der Krimi nie auf, denn selbst Kaurismäki-Filme sind kaum langsamer als diese Slacker-Komödie. Willkommen in bayerischer Biergarten-Gemütlichkeit! Alle Figuren - bis auf die beiden Stasi-Saupreißn - fühlen sich in ihrem bräsigen Mia-san-mia-Milieu sichtlich wohl. Auch wenn die preisgünstige Machart immer wieder durchscheint, hat die Provinz-Posse Stil und unwiderstehlichen Charme, den sie aus dem Biotop ihrer skurrilen Figuren-Originale schöpft. Ein luftiger Gitarren-Soundtrack rundet den entspannten Eindruck ab, der viel Laune macht und einmal mehr eine Lanze für die neue Heimatfilmwelle bricht.

    tk.

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