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Filmhandlung und Hintergrund

Parker: Actionthriller auf den Spuren von "Point Blank" mit Jason Statham als Meisterdieb auf Rachefeldzug. Kino-Comeback von Jennifer Lopez!

Parker ist ein Dieb, ein ausgeschlafener Profi. Der Vater seiner Freundin verschafft ihm einen lukrativen Coup, neue Partner inklusive. Der Überfall läuft aus dem Ruder, Parker wird um seinen Anteil erleichtert und fast auch getötet. Als Ganove mit Prinzipien kann er das nicht auf sich sitzen lassen und schwört Rache. Er folgt den Verrätern nach Palm Beach, wo sie im Auftrag der Mafia einen millionenschweren Juwelenraub planen. Mit Hilfe der verschuldeten Immobilienmaklerin Leslie Rodgers stellt er seinen Ex-Kumpanen eine raffinierte Falle.

Parker ist ein ausgeschlafener Profi. Der Vater seiner Freundin verschafft ihm einen lukrativen Job, neue Partner inklusive. Doch der Überfall läuft aus dem Ruder, Parker wird um seinen Anteil erleichtert und fast getötet. Als Ganove mit Prinzipien kann er das nicht auf sich sitzen lassen und schwört Rache. Er folgt den Verrätern nach Palm Beach, wo sie im Auftrag der Mafia einen millionenschweren Juwelenraub planen. Mit Hilfe einer ahnungslosen Immobilienmaklerin stellt er seinen Ex-Kumpanen eine Falle. Dabei kommen sich die beiden näher.

Meisterdieb Parker wird von Kompagnons übers Ohr gehauen. Mit Hilfe der ahnungslosen Leslie schlägt er zurück. Jason Statham und Jennifer Lopez als Actiontraumpaar in einem stilvollen und spannenden Gangsterthriller.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenig Action und dramaturgische Leere bestimmen diese leider nur auf dem Papier verheißungsvolle Parker-Adaption, die nicht wirklich schlecht, aber doch enttäuschend ist.
  • In Taylor Hackfords (“Ray”) gradlinigen Actionthriller nach einer Vorlage von Donald E. Westlake begibt sich Jason Statham als Meisterdieb auf Rachefeldzug.

    Jason Statham, ergraut mit Brille und Priesterkragen – ein Imagewechsel? Nein, nur Verkleidung für einen Coup am Ohio State Fair. “Parker”, heißt er hier, ist ein Dieb, ein ausgeschlafener Profi. Ein Mann mit Regeln: “Ich beklau’ nur Leute, die genug haben. Und ich tu keinem was, der’s nicht verdient hat.” Der Vater (Nick Nolte) der Freundin hat ihm den lukrativen Coup verschafft – und das Team dazu gleich gestellt. Nach dem Raub weigern sich die Gangster Parker auszuzahlen, sie wollen die Beute in den nächsten Bruch investieren. Es kommt zum Streit, zu Handgreiflichkeiten, zu einer Schießerei im fahrenden Auto. Parker wird angeschossen und am Straßenrand zurückgelassen. Nun sinnt er nach Rache.

    Ein klassischer Plot, bekannt aus John Boormans “Point Blank”. Die Ähnlichkeiten kommen nicht von ungefähr. Beide Vorlagen stammen von Donald E. Westlake, der unter dem Pseudonym Richard Stark 23 Parker-Romane geschrieben hat, die u.a. auch von Jean-Luc Godard (“Made in USA“) oder Brian Helgeland (“Payback”) verfilmt wurden. Nun hat sich Taylor Hackford (“Blood In Blood Out“) des 17. Bandes der Reihe, “Flashfire”, angenommen und ihn nach John McLaughlins (“Hitchcock”) flüssigem Skript adaptiert.

    Der Film, ein gradliniger Thriller mit etwas verzwicktem Plot, spielt in einem eigenen Universum und ist ganz auf die Wertewelt des (Anti-)Helden zugeschnitten. Sprich alles dreht sich um die Moral und Moralvorstellung Parkers, die Polizei kommt trotz typischer Kriminalelemente (fast) nicht vor. Gauner gegen Gauner heißt es. Auf der einen Seite der Einzelgänger Parker, gewohnt cool, maulfaul und minimalistisch von der formschönen Kampfmaschine Statham (“Transporter”) verkörpert, auf der anderen die verschlagenen Mafia-Handlanger, typische “heavies”, die unter anderem mit den TV-Stars Michael Chiklis (“The Shield“) und Wendell Pierce (“The Wire”) treffend besetzt sind. Als “eye candy” kommt Jennifer Lopez ins Spiel, die als von Geldnöten geplagte Immobilienmaklerin Parker bei dessen Plan unterstützt und dabei die ureigenen Interessen nicht aus den Augen verliert.

    Von Ohio geht es nach New Orleans in einen zwielichtigen Jazz-Schuppen und weiter ins noble Palm Beach nach Florida, wo der abschließende Juwelenraub durchgezogen wird. Schöne Schauplätze, ansehnlich von J. Michael Muro in leuchtenden, farbsatten Bildern fotografiert, und dazwischen immer wieder handfeste Action, bei der Fäuste, Pistolen und Messer zum Einsatz kommen. Routiniert spult Hackford die Geschichte ab, das Timing stimmt ebenso wie der Musikeinsatz. Konfektionsware, Güteklasse A. geh.
  • Der 2008 verstorbene Schriftsteller Donald E. Westlake hat unter dem Pseudonym Richard Stark zwei Dutzend geradlinige Rachethriller um den prinzipientreuen Gangster "Parker" verfasst, dessen Abenteuer bereits von so unterschiedlichen Regisseuren wie Jean-Luc Godard ("Made in USA"), Brian Helgeland ("Payback") oder John Boorman ("Point Blank") verfilmt wurden. Doch erst Jason Statham ("The Expendables", "Safe - Todsicher"), der sich offensichtlich gleich für mehrere Adaptionen verpflichtet hat, darf im Film auch den Namen der Romanfigur tragen. Dazu gesellen sich noch Jennifer Lopez, die schon in "Out of Sight" neben einem Gentleman-Gangster brillieren konnte, und der Oscar-Preisträger Taylor Hackford ("Ray", "Im Auftrag des Teufels") hinter der Kamera. Kann da noch etwas schiefgehen?

    Durchaus. Zwar bringt der kantige Statham durchaus Nuancen in seine Rolle ein, die zeigen, dass er das Klischee des schweigsamen Action-Helden längst hinter sich gelassen hat. In der so elegant wie mitreißend montierten Eingangssequenz etwa nimmt Parker als Pfarrer verkleidet am Raubzug teil und bringt mit großer Empathie einen hysterischen Wachmann gewaltlos zur Ruhe. Und auch die sonnendurchfluteten Pastellfarben von Palm Beach, hinter dessen Fassaden menschliche Abgründe lauern, erstrahlen mal angemessen protzig, dann wieder verlogen zwielichtig in den Bildern von Kameramann J. Michael Muro ("Der perfekte Ex", "Rush Hour 3").

    Letztlich aber scheitern Regisseur Taylor Hackford und Drehbuchautor John J. McLaughlin ("Hitchcock", "Black Swan") an ihrer mangelnden Entscheidungsfreude. Zu viele Facetten deutet der Film an, ohne sie auszuarbeiten. Zu viel erzählerischer Ballast, wie die Episode um Parkers Freundin, ihre Flucht und ihren Charakter überhaupt, hängt an einer Geschichte, die viel schlanker und kürzer hätte erzählt werden können. Quer über die USA verstreute Schauplätze werden hektisch aneinander gereiht, und aus produktiver Ambivalenz wird allzu oft Beliebigkeit.

    So ist "Parker" ein durchaus gewalttätiger Film, aber kein wirklich schmutziger. Er flirtet mit der Düsternis der hardboiled fiction, in der desillusionierte Antihelden sich mit den eigenen Dämonen und einer korrupten Umwelt herumschlagen, ohne seine Atmosphäre konsequent in dieser Tradition zu erden. Als Film ist "Parker" zu ernst, um leicht daherzukommen und hat zu viele humoristische Einsprengsel, um wirklich zu packen oder gar zu bedrücken. Und auch die moralische Grauzone, durch die die Hauptfiguren waten, zeigt sich selten in Extremen der Güte und der Verkommenheit, sondern eher in einer Durchschnittlichkeit, die bisweilen dem Genre zuliebe zur einen oder anderen Seite kippen muss.

    Fazit: Taylor Hackford hat mit "Parker" ein allzu routiniertes Genrestück abgeliefert. In seiner souveränen Inszenierung verzichtet er zwar auf allzu spekulative Effekte und Hysterie, entscheidet sich aber in Charakterzeichnung und Atmosphäre für einen eher uninspiriert scheinenden Mittelweg. Einige erzählerische Schnörkel belasten die Geschichte eher, als dass sie sie bereicherten.
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