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Die unglaubliche Wahrheit über „Paranormal Activity“

Die unglaubliche Wahrheit über „Paranormal Activity“
© Senator / Universum / Wild Bunch

2017 jährt sich zum zehnten Mal die Veröffentlichung von „Paranormal Activity“. Der Found-Footage-Schocker löste seinerzeit einen gigantischen Hype aus, der den Stein des Anstoßes für vier Fortsetzungen und ein Spin-Off werden sollte; ganz zu schweigen von japanischen Fortsetzung, aber die wird wohl zu Recht totgeschwiegen. Trotz der Popularität der Reihe gibt es einige Dinge, die selbst eingefleischte Fans nicht unbedingt wissen und die wir euch hier vorstellen wollen.

Die Geschichte von „Paranormal Activity“ dreht sich bekanntlich um ein junges Paar, das in ein neues Haus einzieht; nicht ahnend, dass es darin spukt. Die Inspiration dafür kam dem Schöpfer des Horrorfilms bei einem ähnlichen, wenn auch weniger tödlichen Erlebnis.

Oren Peli zog damals in ein neues Haus, dessen Geräusche ihn zu Anfang verängstigten. Knarrende Dielen, quietschende Türen, man kennt das ja. Natürlich war ihm klar, dass all das nichts Übernatürliches ist, doch der Gedankengang war damit angestoßen. Peli fragte sich in der Folge nämlich, was erst in seinem Haus vor sich gehe, sobald er schlafe und damit war die Idee für „Paranormal Activity“ geboren.

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Die setze Peli mit einem Produktionsbudget von 15.000 US-Dollar selbst um, wobei der Großteil in das Kamera-Equipment floss. Oren Peli hatte zuvor nie an einem Film gearbeitet und brachte sich die nötigen Kniffe selbst bei, für den Schnitt und die Spezialeffekte war jedoch äußerst hilfreich, dass er Software-Entwickler war.

„Paranormal Activity“ sollte schon vor dem Kinostart ein Remake bekommen

Als Orientierung diente der Found-Footage-Primus „Blair Witch Project“, weswegen es beispielsweise auch kein Drehbuch gab. Die Schauspieler bekamen stets nur ein paar Stichworte genannt, mit denen sie in der Szene arbeiten mussten und der Rest war improvisiert. Für die Dreharbeiten nutzte Peli sein eigenes Haus, das ihm ja schließlich die Idee brachte. Gerade einmal eine Woche wurde gedreht, am Ende gab es 70 Stunden Material.

Zunächst fristete „Paranormal Activity“ ein Schattendasein und tingelte von Festival zu Festival, bis sich DreamWorks die Rechte sicherte. Das Filmstudio wollten die billige Produktion zunächst aufwendiger neudrehen, doch gaben dem Film eine Chance bei Testvorführungen. Diese waren scheinbar ein Desaster, mitten in der Vorführung verließen die Zuschauer fluchtartig den Kinosaal – jedoch nicht aus Langeweile, sondern weil sie sich derart fürchteten.

Der profitabelste Kinofilm aller Zeiten

Also kam letztlich doch die kleinere Version ins Kino, allerdings mit einem neuen Ende, dass Steven Spielberg persönlich ausgesucht hatte, wir wir an anderer Stelle bereits berichteten. Der Meisterregisseur hatte sogar sein eigenes paranormales Erlebnis mit dem Film. In der Nacht, als sich er sich eine Kopie von „Paranormal Activity“ mit nach Hause nahm, verschloss sich seine Schlafzimmertür auf unerklärliche Art von innen. Gepaart mit der Natur des Films verängstigte das Steven Spielberg und als er am nächsten Tag die DVD zurückbrachte, umhüllte er sie angeblich mit einer Plastiktüte, um sie nicht berühren zu müssen.

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Die Investition in den Horror-Schocker zahlte sich für DreamWorks buchstäblich aus, denn „Paranormal Activity“ ist aktuell der profitabelste Kinofilm aller Zeiten. Bei 15.000 US-Dollar Produktionsbudget konnte er weltweit 193.355.800 US-Dollar einspielen. Das entspricht einer Steigerung von unglaublichen 1,29 Millionen Prozent.