Filmhandlung und Hintergrund

Mit augenzwinkernden Humor und viel Herz wird das Schicksal serbischer Einwanderer in den USA beschrieben.

Ohne Aufenthaltsgenehmigung lebt der Serbe Bayo gemeinsam mit seinem Hahn in Brooklyn über der Bar des Spaniers Alonso, mit dem ihn eine enge Haßliebe in Freundschaft verbindet. Als Bayos junge Tochter in den Bergen von Montenegro krank wird, entscheidet sich die Familie illegal nach Brooklyn zu emigrieren. Bei ihrer Einreise über Mexiko kommt es zur Katastrophe, an der Bayo beinahe zerbricht.

Mit augenzwinkernden Humor und viel Herz wird das Schicksal serbischer Einwanderer in den USA beschrieben.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Paradies, Brooklyn: Mit augenzwinkernden Humor und viel Herz wird das Schicksal serbischer Einwanderer in den USA beschrieben.

    Mit seinem neuen Spielfilm gibt der Serbe Goran Paskaljevic ein Beispiel, wie man den viel strapazierten Begriff Europudding nutzen kann, ohne dabei seine kulturelle Herkunft verleugnen zu müssen. Denn „Paradies, Brooklyn“ ist eine deutsch-französisch-britische Co-Produktion, die von Serben geschrieben und inszeniert wurde, einen griechischen Kameramann beschäftigt hat und mit einer internationalen Besetzung aufwartet.

    Die warmherzig-schrullige Tragikomödie um zwei Ausländer, die im New Yorker Stadtteil Brooklyn das Überleben proben, wird dennoch auf eine feinfühlige Marketing-Strategie angewiesen sein. Sollte ein stimmiges Konzept gefunden werden, liegt ein angemessener Erfolg in Programmkinos durchaus im Bereich des Möglichen.

    Bayo ist illegal aus Montenegro nach New York eingewandert und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. In dem Spanier Alonso, der in Brooklyn eine Kneipe führt, hat er seinen einzigen Freund. Als Gegenleistung dafür, daß Bayo die Bar, die den hoffnungsschwangeren Namen „Paradies“ trägt, sauber hält, darf er in einem kleinen Zimmer über dem Lokal gemeinsam mit seinem zahmen Hahn hausen. Das einfache, aber zufriedene Dasein Bayos erhält einen entscheidenden Sprung, als seine in der Heimat zurückgebliebene Familie ebenfalls beschließt, illegal in die USA einzureisen. Als Bayo jedoch von dem Plan erfährt, ist es bereits zu spät. Denn bei dem Versuch, die mexikanisch-amerikanische Grenze zu überqueren, wird sein jüngster Sohn Pepo von den Fluten des Rio Grande verschlungen. Während sein ältester Sohn Luka sich schnell an die neue Umgebung anpaßt und sich als äußerst geschäftstüchtig erweist, kann und will Bayo Pepos Tod einfach nicht wahrhaben.

    Der knapp 50jährige Goran Paskaljevic erweist sich in „Paradies, Brooklyn“ als messerscharfer Beobachter des Schmelztiegels New York. Obwohl sein Schauplatz Brooklyn komplett in den Hamburger Studios nachgebaut wurde, erreicht er durch die subtile Zeichnung seiner Charaktere ein Höchstmaß an Authentizität. Tom Conti („Shirley Valentine“), der als melancholisch-verträumter Kneipenbesitzer glänzt, und der langjährige Kusturica-Darsteller Miki Manojlovic („Underground“) als nicht minder sentimental veranlagter Emigrant, drücken dieser Außenseiter-Milieustudie ihren Stempel auf. Obwohl der Film einige inszenatorische Schwächen aufweist und die deutsche Synchronisation das radebrechende Englisch der Protagonisten nur ungenügend transportieren kann, kann die märchenhafte Schlußsequenz, wenn die beiden Antihelden dem Nachthimmel New Yorks entgegenschweben, ein wenig versöhnen. Eines ist gewiß: Selten wurde das Scheitern des Amerikanischen Traums auf solch amüsant-sympathische Weise inszeniert. lasso.

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