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„Padmavati“: Umstrittener Bollywood-Film startet in Deutschland

„Padmavati“: Umstrittener Bollywood-Film startet in Deutschland
© Viacom18 Motion Pictures

Am 03. Dezember 2017 sollte das Bollywood-Epos „Padmavati“ eigentlich in den Kinos anlaufen, doch der indische Filmverleih hat den Kinostart zurückgezogen. Grund dafürwaren massive Proteste. Jetzt startet der Film in Deutschland

Poster Padmaavat - Ein Königreich für die Liebe

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Viele Zuschauer denken beim indischen Bollywood-Kino erst einmal an Shah Rukh Khan, doch die Filmfabrik hat noch andere große Namen zu bieten. Deepika Padukone ist beispielsweise eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen der Welt und sollte im Dezember 2017 als Hauptdarstellerin von „Padmavati“ wieder für volle Kinosäle sorgen. Doch dazu kam es nicht, denn viele religiöse Fanatiker hatten den Start des Films verhindert. Angeblich werde eine indische Legende im Film verunglimpft, weshalb viele Menschen in Indien und England auf die Barrikaden gingen. Am 25. Januar 2018 startet der Film dennoch, und zwar bei uns in Deutschland.

Dieser Film erhitzt die Gemüter: Hier ist der Trailer zu „Padmavati“

Padmavati - Trailer

Morddrohungen und Todesopfer: Die Proteste gegen „Padmavati“ sind eskaliert

Die Schauspieler und ihr Regisseur haben Morddrohungen erhalten. Ein indischer Politiker hat gar ein Kopfgeld auf die Hauptdarsteller ausgesetzt. Laut BBC wurde außerdem nahe des Drehortes im Bundesstaat Rajasthan eine Leiche gefunden. Neben der erhängten Person wurde ein Stein mit einer eingeritzten Botschaft sichergestellt. Darauf steht der Titel des Films geschrieben sowie eine Drohung. Zwar haben sich die Initiatoren des Protests von dieser Tat distanziert, die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen. Später erreichten die Proteste auch Großbritannien. Doch was bewegt so viele Menschen, gegen die Vorführung von „Padmavati“ vorzugehen?

Deepika Padukone spielt in „Padmavati“ eine Königin, die im 13. und 14. Jahrhundert in Indien gelebt haben soll. Ihr Widerstand gegen muslimische Eroberer gilt vielen Indern als heilig, weshalb es überhaupt zu den Kontroversen um den Film gekommen ist. Viele Menschen befürchten, dass ihr Idol despektierlich dargestellt wird und begründen ihren Protest mit einer angeblichen Liebesszene zwischen Padmavati und einem muslimischen Sultan. Diese soll es aber laut Regisseur Sanjay Leela Bhansali gar nicht im Film geben.