Filmhandlung und Hintergrund

Mischung aus Live-Action- und Animationsfilm über den Kampf eines weißen Blutkörperchen gegen einen Virus.

Zoowärter Frank ist eine Ausgeburt von abstoßender Unappetitlichkeit. Als er ein von einem Schimpansen vorgekostetes Ei verspeist, gelangt auch der tödliche Virus Thrax in seinen Körper. Osmosis Jones ist ein weißer Blutkörper-Cop, der gemeinsam mit der Erkältungspille Drix Frank vor der rasant ausbrechenden Krankheit zu retten versucht.

Als der in jeder Hinsicht gemütliche Zoowärter Frank eines Tages ein mit Affenbakterien versetztes Frühstücksei verspeist, stellt er seinen ohnehin leidgeprüften Organismus auf eine ernste Probe. Im Körperinnern, das bei näherem Hinsehen im übrigen verdächtig einer dicht besiedelten Großstadt (mit allen dazugehörigen Problemen) ähnelt, nimmt der für ungebetene Eindringlinge zuständige Cop Osmosis Jones an der Seite einer ortsfremden Pille names Drix den Kampf mit seinem bis dato härtesten Gegner auf: dem Roten Tod.

Körpereigener Schutzmann und Medikament von außerhalb bilden ein Team, um Organismus City vor der Attacke des Roten Todes zu bewahren. Keinen geringeren als die Geschmackswächter Peter & Bobby Farrelly („Kingpin“) entwarfen die turbulente Mischung aus Realfilm und Animationsaction.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Osmosis Jones: Mischung aus Live-Action- und Animationsfilm über den Kampf eines weißen Blutkörperchen gegen einen Virus.

    Der Körper als Kosmos war bereits für das Science-Fiction-Abenteuer „Die phantastische Reise“ (1965) und die Komödie „Die Reise ins Ich“ (1987) faszinierende Inspiration. Das neue Projekt der Bad-Taste-Könige Peter und Bobby Farrelly („Verrückt nach Mary“) greift ebenfalls die Idee von einer Innen-Welt im Menschen auf, wobei die von ihnen inszenierte Liveaction mit Animation unter der Leitung von Piet Kroon und Tom Sito kombiniert wird. Das Ergebnis ist unbalanciert ausgefallen: Die Szenen mit Protagonist Bill Murray sind Farrelly-formelhaft auf exzessiven Ekelhumor getrimmt, während die Cartoonszenen mit elanvollem Einfallsreichtum und gewitzter Cleverness glänzen.

    Der verwitwete Zoowärter Frank (Murrays Schlamper-Darstellung hat den Reiz einer angeknabberten Schlaftablette) ist eine wahre Ausgeburt abstoßender Unappetitlichkeit: ungepflegt, ungesund und unhygienisch. Lediglich sein bester Freund und Kollege (Chris Elliott) und seine fürsorgliche kleine Tochter Shane (niedlich: Elena Franklin) halten zu ihm. Als ein Schimpanse ihm sein hartgekochtes Ei wegnimmt und in den Mund steckt, hat Frank keine Bedenken, es sich munden zu lassen. Er ahnt nicht, dass er damit auch den tödlichen Virus Thrax (im Original von Laurence Fishburne gesprochen) verschlungen hat. Hier wird zur Animation gewechselt und Franks Inneres als geschäftige Metropole skizziert, komplett mit Wolkenkratzern, Autobahnen, Stromleitungen, Flughafen und Stadthalle, die von einer buntgemischten Gesellschaft aus Zellen, Bakterien, Viren und Antikörpern bevölkert wird. Der quirlig-übereifrige Titelheld Osmosis Jones ist seines Zeichens ein weißer Blutkörperchen-Cop (Chris Rock), der gemeinsam mit der stoisch-pflichtbewussten Erkältungspille Drix (David Hyde Pierce) Frank-Stadt vor der sicheren Zerstörung durch die rasant ausbrechende tödliche Krankheit retten will. Elemente der Buddycopkomödie sind vorprogrammiert wie unverfrorene Parodien im Zeichentrickformat auf Politiker (William Shattner spricht den um jeden Preis auf seine Wiederwahl erpichten Bürgermeister), finstere Mafiosi (frequentieren die Sauna in Franks Achselhöhlen) und Anwälte (bewohnen die Hämorhiden) wechseln sich mit Liveaction-Slapsticksadismus ab, der vor allem „SNL“-Komikerin Molly Shannon als Shanes Lehrerin zur Zielscheibe von Franks Erbrochenem und Pickeleiter macht. In der finalen dramatischen Krankenhausszene werden Animation und Realfilm kurzfristig vereint, während zuvor zwischen den Formaten gependelt wurde. Der Animationsstandard bewegt sich auf simplem TV-Niveau, wobei für manche Hintergründe Digitaltechnik eingesetzt wurde. Beim Soundtrack werden Hiphop-Rhythmen großgeschrieben, den restlichen Score steuerte Randy Edelman bei. ara.

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