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Opernfieber

Opernfieber: Humorvoller Dokumentarfilm über italienische Claqueure, die Leidenschaft für die Oper und Übervater Giuseppe Verdi.

Poster

Opernfieber

Handlung und Hintergrund

Der Film begibt sich auf eine musikalische Entdeckungsreise zu den größten Opernhäusern Italiens und zeigt vor und hinter den Kulissen Akteure, Altstars, Liebhaber, Vergessene und Claqueure, die gegen alle Rivalitäten und Widerstände eines verbindet: die große Liebe zur Oper!

Darsteller und Crew

  • Giuseppe Di Stefano
  • Gustav Kuhn
  • Luisa Mandelli
  • Katharina Rupp
  • Vita Spieß
  • Barbara Toennieshen

Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Opernfieber: Humorvoller Dokumentarfilm über italienische Claqueure, die Leidenschaft für die Oper und Übervater Giuseppe Verdi.

    Humorvoller Dokumentarfilm über italienische Claqueure, die Leidenschaft für die Oper und Übervater Giuseppe Verdi.

    Ihre Reise zu den großen Opernhäusern Italiens in Mailand, Genua, Parma, Neapel und zur Arena di Verona verbindet Regisseurin Katharina Rupp mit Einblicken in das Leben bezahlter Claqueure, die als Vorstellung in der Vorstellung und „Applausometer“ einen gewissen Einfluss auf den Verlauf nehmen. Die nicht unumstrittenen Herren erzählen von ihrer Leidenschaft zur großen Kunst, und es ist wohl das größte Verdienst des Films, daran zu erinnern, dass die Oper für das Volk geschrieben wurde und sich erst später, mit Aufkommen der Speichermedien, zur „Hochkunst“ entwickelte.

    Rupp gibt Claqueuren, die ihre Opern auswendig kennen, 70 Minuten ein Forum, auf dem sie, von Regisseuren wie Lutz Hochstrathe verlacht oder von Sängern wie Giuseppe Di Stefano verachtet, sich erklären, was ihnen, sonst wären sie keine Italiener, gut gelingt. Es gibt (wie bei der Mafia) sogar einen „Capo di Claque“, der andere trainiert. Gegner der Claqueure sind die „Loggionisti“, die Liebhaber vom Dritten Rang, die glauben, die wahren Experten zu sein und auch während der Aufführung mit den Claqueuren diskutieren. Für die aktuelle Debatte interessant sind die Ansichten der Kenner über Regisseure, die sie ablehnen, weil die mit ihren Inszenierungen eher von den Sängern, ihrem Ausdruck und der für das Musiktheater notwendigen Leidenschaftlichkeit ablenken. Ein klares Aus fürs Regietheater.

    Rupp führt zum Opernkulturverein Parma, zum Casa di Verdi, ein Seniorenheim in Mailand und zu einer Musikschule in Lucca, sie lässt Opernsängerinnen wie Mariella Devia, Michelle Crider, Verena Keller und Luisa Mandelli, die an die Tage der Diva Maria Callas erinnert, zu Wort kommen. Über allem thront natürlich Giuseppe Verdi, der 27 Opern schrieb. Ihm zu Ehren wurde der „Club der 27“ gegründet, dessen Mitglieder zu Beginn den berühmten Gefangenenchor aus „Nabucco“ intonieren. Sie werden auf Lebenszeit gewählt, sind jeweils einer der Opern (von „Die Macht des Schicksals“ bis „Don Carlos“) verpflichtet und vergeben Preise für bedeutende Interpreten. Ausschnitte aus Aufführungen von „Rigoletto“, „Aida“ und „La Traviata“ runden den Film ab. Viva Verdi! ger.
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