Filmhandlung und Hintergrund

Fortsetzung des Dramas "Operation Zucker" mit Nadja Uhl in der Hauptrolle.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Operation Zucker. Jagdgesellschaft: Fortsetzung des Dramas "Operation Zucker" mit Nadja Uhl in der Hauptrolle.

    Auch der zweite Film über ein perfekt eingespieltes Missbrauch-Netzwerk handelt von namenlosem Grauen, erreicht aber nicht die Intensität von Teil eins.

    Das fast genau vor drei Jahren ausgestrahlte ARD-Drama „Operation Zucker“ ist bis heute eines der schockierendsten Werke der jüngeren Fernsehgeschichte. Ungeschönt und schonungslos prangert der von Produzentin Gabriela Sperl initiierte Film die furchtbaren Praktiken des organisierten Kindesmissbrauchs in Deutschland an. Nun folgt die Fortsetzung, doch „Operation Zucker: Jagdgesellschaft“ wirkt eher wie ein Remake, denn die Grundzüge der Handlung sind identisch: Erneut ist die Berliner Kommissarin Karin Wegemann (Nadja Uhl) einem Netzwerk auf der Spur, das den Ermittlern jedoch stets einen Schritt voraus ist, weil die Mitglieder aus den höchsten Kreisen stammen und bei Polizei und Justiz willige Helfer haben. Die Parallelen zwischen den Drehbüchern reichen sogar bis zum Stilmittel eines ständig wiederkehrenden Alptraums. Wo sich die Filme unterscheiden, wird es mitunter plakativ: Gleich zu Beginn verprügelt die Ermittlerin einen Mann, weil sie ihn für einen Päderasten hält; dabei handelt es sich bloß um einen Vater, der sich liebevoll um seinen blinden Sohn kümmert. Das Autorenduo versichert glaubhaft, die geschilderten Kinderschicksale seien ebenso wenig erfunden wie die Charaktere der Täter; umso ausgedachter wirkt die Eingangsszene. Es gibt noch weitere Ungereimtheiten; so werden zum Beispiel wichtige Figuren nicht näher eingeführt und einige Szenen sind zumindest missverständlich. Im Unterschied zu Rainer Kaufmann gelingt es Sherry Hormann zudem nicht restlos überzeugend, die Authentizität der gezeigten Ungeheuerlichkeiten zu vermitteln, weil der Film zu sehr wie ein TV-Thriller wirkt. Die fast paranoid anmutende Perspektive der Kommissarin überträgt sich jedoch perfekt, weil Hormanns Inszenierung die ausnahmslos namhaft besetzten männlichen Figuren konsequent in der Schwebe hält. tpg.

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