Open Water 2 Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Open Water 2: Thriller um sechs Freunde, die auf offener See zu ertrinken drohen.

Drei junge Paare und ein Baby haben sich auf einer Yacht vor der Küste Mexikos eingefunden, um ihr Wiedersehen zu feiern. Die Stimmung sinkt beträchtlich, als alle sechs Freunde im Wasser treiben und die automatische Relingleiter leider wieder eingefahren ist. Unfähig, die zwei Meter hohe Bordwand zu erklimmen, sehen sechs Todeskandidaten einem mehr als ungewissen Schicksal entgegen. Und beginnen zu streiten.

Ursprünglich als eigenständiger Film (“Adrift”) gedreht, musste Hans Horn seinen überzeugenden Hochseealbtraum als Fortsetzung des Kassenschlagers “Open Water” umbenennen.

Sechs Freunde haben sich verabredet, ihr Wiedersehen und einen 30. Geburtstag auf einer Luxusyacht zu feiern. Man badet weit draußen im offenen Meer. Nur Amy bleibt an Bord bei ihrem Säugling, bis Dan sie mit ins Wasser reißt. Sie erleidet einen Schock und soll wieder auf die Yacht gebracht werden. Doch die Treppe ist zusammengeklappt und unerreichbar in zwei Meter Höhe.

Sechs Freunde sehen sich nach Jahren der Trennung wieder und feiern auf offener See. Als die anderen die Yacht für ein kurzes Bad verlassen, nimmt die junge Mutter Amy nicht teil – sie hat Angst vor dem Meer und kümmert sich lieber an Bord um ihr Baby. Doch ihr Kumpel Dan wirft sich als Höhepunkt eines missgeglückten Scherzes gemeinsam mit ihr ins Wasser. Amy verliert das Bewusstsein – und nach kurzer Zeit gibt es ein böses Erwachen: Die Leiter der Yacht schwebt unerreichbar über den Köpfen der Schwimmer.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die scheinbare Endlosigkeit des Ozeans, die sichere Endlichkeit des menschlichen Lebens, sie werden in diesem Film gegeneinander gestellt. Das ist vielleicht auch das Einzige, was gelingt.

    Das, was den Vorgängerfilm auszeichnete: niedriges Budget, Einfachheit des Settings, dafür umso mehr Kreativität bei der Umsetzung, davon hat Teil 2 noch Anleihen, allerdings setzt er besonders im ersten Drittel zu sehr auf eine wirklich ätzende Lockerheit, die über das kommende Unheil hinwegtäuschen soll.

    Es ist einem klar, was der Regisseur damit wollte (übrigens ein anderer als der von Teil 1). Er wollte Unbeschwertheit und Hedonismus zeigen, und gleichzeitig die Katastrophe ankündigen. Das tut er durch die Gegenüberstellung der lustigen Biertrinklaune und der latenten Aggression, die stets subtil zwischen den Figuren herrscht und natürlich auch durch die heimliche Hauptfigur Amy, die mit ihrer signalfarbenen Schwimmweste auf die Gefahr des Wassers nicht gerade sehr dezent hinweist.

    Aber dieses „Vorspiel“ zur Katastrophe ist einfach nur schlecht und es bleibt einem im Kopf kleben wie Hundescheiße am Schuh. Auch wenn von den Filmemachern vielleicht gedacht war, dass darüber dezent hinweggesehen wird mit den Attraktionen die folgen. Aber nein, dass ist ganz und gar nicht geglückt.

    Zwei morbid-schöne, ja fast poetische Momente sind allerdings dann doch gelungen: eine Unterwasseraufnahme der strampelnden Menschen und ein Flugzeug, dass weit über ihnen durch den Himmel zieht, voller nichts ahnender Passagiere, welcher existenzielle Kampf da unter ihnen vor sich geht; und wenn das Gewitter auf die Überlebenden herunterprasselt, so wird das für einen Augenblick zur Parabel auf das Leben.

    Mit unserem Filmwissen wird fast durchgehend gespielt, mit Genreerwartungen und Vergleichen zu anderen Filmen. Da schwimmt der weiße Hai unter der Titanic hindurch und noch einiges mehr.

    Die Figuren haben alle, wie in Hollywood Filmen gemeinhin üblich, eine feste Charakterisierung. Allerdings sind sie hier ein wenig zu hölzern und festgefahren in ihre Raster eingepasst. Besonders ärgerlich ist die Darstellung der Michelle. Sie ist die Gespielin von Dan und hat weder Hirn noch Herz. Sie bekommt keine Chance, sich auch als Mensch zu präsentieren.

    Während ihr männlicher Gegenpart, Buße tun darf und eine moralische Läuterung bekommt, indem er seine Schuld eingesteht, darf sie sich in ihrer triebhaften Unreflektiertheit nur steigern. Die Botschaft ist irgendwie, dass sie zu dumm ist, um überleben zu dürfen. Ihren Körper allerdings darf sie zeigen und die Männer, auch das männliche Publikum erfreuen, aber ein menschliches Gewissen oder gar Intelligenz wird ihr schlichtweg abgeschrieben.

    Sie versinkt in den Tiefen des Ozeans ohne dass jemand um sie trauern würde. Die Meinung des Publikums ist mit Sicherheit einstimmig, dass ihr Tod irgendwie verdient ist und mehr Sinn hat als ihr Leben. Und das ist es vor allem, was diesen Film zu einer schablonenhaften Charakterposse macht: besonders zu Beginn geht es nur um Spaß, um Bier und um die Brüste von Michelle. Auch, dass es Michelle ist, und nicht einer der Männer, die Zack eine Torte in Form von Brüsten überreicht, macht diese Geste nicht besser.

    Als später dann, wenn alles aussichtslos erscheint ebendiese Torte in Großaufnahme gezeigt wird, fragt man sich ernsthaft über die Haltung der Filmemacher. Was wollen sie uns damit wohl sagen? Das Baby, das bald aufwachen wird hat Hunger? Das letzte an das Du denken sollst vor Deinem Tod ist ein Kuchen- in Busenform? Wir wissen es nicht. Ewig könnte man darüber weiter philosophieren. Zum darüber philosophieren ist dieser Film aber auch nicht gedacht, unterhalten soll er. Tut er das?

    Der im Wasser spielende Teil, der „eigentliche“ Film, ist zwar teils spannend, aber so vorhersehbar wechseln An- und Entspannung, das man irgendwann nur noch genervt ist vom hin und her, der in Blöcke eingeteilten Emotionen (der eigenen und der, der Figuren). Eigentlich hält einen nur bei der Stange, wie der Film endet. Und das tut er dann auch irgendwie und irgendwann - zum Glück.

    Fazit: Streckenweise spannender Thriller über Menschen in einer Extremsituation, der allerdings ziemlich ungelenk und klischeehaft daherkommt.
  • Todesstille: Hans Horns als Sequel zum US-Sleeper von 2004 gelabelter Thriller variiert dessen Grundidee nur leicht, packt aber mit intensiver Spannung, wenn sechs Freunde auf offener See zu ertrinken drohen.

    Sie haben sich verabredet, ihr Wiedersehen und einen 30. Geburtstag auf einer Luxusyacht zu feiern. Viel hat sich verändert: Amy (Susan May Pratt) und ihr Mann James (Richard Speight, Jr.) haben mittlerweile ein Baby. Zach (Niklaus Lange) ist mit Lauren (Ali Hillis) zusammen und der vermeintlich vermögende Playboy Dan (Eric Dane) hat sich den Blondinenwitz Michelle (Cameron Richardson) als Bettgespielin zugelegt. Schon beim Vergnügungstrip in die Gewässer vor Mexikos Küste (Drehort: Malta) schlägt Videoclipper Hans Horn einen gedämpften Ton an, der sein Thema von Verlassenheit und Isolation anstimmt.

    Dazu ist Amy mit einer nur dem eigenen Partner bekannten Phobie vor Gewässern geschlagen und trägt eine Rettungsweste (wovon niemand Notiz zu nehmen scheint). Weit draußen im offenen Meer badet die Gruppe. Nur Amy bleibt an Bord bei ihrem Säugling, bis Dan sie in einem Anfall machohafter Umnachtung packt und mit ihr ins Wasser springt. Im Schock verliert sie das Bewusstsein und soll sofort wieder auf die Yacht gebracht werden – erst da wird allen klar, dass die Treppe zusammengeklappt und unerreichbar zwei Meter über ihren Köpfen schwebt.

    Wie die sechs allmählich realisieren, dass sie dem Tod geweiht sind, lässt dieses auf wahren Vorkommnissen fußende Realhorror-Szenario beklemmend miterleben und zieht mit allen Finessen die Spannungsschraube an. Gleich einer Replugged-Version des minimalistischen “Open Water” nutzt die deutsche, aber auf englisch gedrehte Produktion genrespezifische Stilmittel zur geschickten Dramatisierung und malt die Extremsituation in allen schrecklichen Farben aus: Durst, Auskühlung, Krämpfe, Erschöpfung, Verzweiflung – Horn bleibt immer dicht an den Figuren und verabreicht eine erschütternde Emotionspackung. Das Kammerspiel im Wasser kann sich auf sein überzeugendes Konzept, ein fabelhaftes Cinemascope-Format und die starken Darsteller verlassen, die so manche nicht ganz wasserdichte Wendung bravourös überspielen. tk.

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