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Die 25 besten Remakes aller Zeiten

Die 25 besten Remakes aller Zeiten

Diese Woche kommen mit „Carrie“ und „OldBoy“ zwei heiß erwartete Remakes ins Kino. Grund genug für CINEFACTS, die 25 besten Beuverfilmungen herauszusuchen.

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Das Jahr ist bald vorbei, doch das bedeutet nicht, dass im Kino Stillstand vorherrscht. Ganz im Gegenteil, der Winter hat noch einige wichtige Neustarts zu bieten. Diese Woche kommen hierzulande gleich zwei heiß erwartete Filme in die Lichtspielhäuser: Sowohl das Horrordrama Carrie als auch der Rachethriller OldBoy starten am 05. Dezember.

Dass wir uns zu solch einem Anlass ein Feature erarbeitet haben, versteht sich von selbst. Da es sich bei „Carrie“ und „OldBoy“ um Remakes handelt, haben wir uns intensiv mit dem Thema Neuverfilmungen beschäftigt. Oftmals werden Remakes stiefmütterlich behandelt, was häufig damit zusammenhängt, dass sie dem Original nicht gerecht werden und eine Verschlechterung darstellen.

Dass Remakes grundsätzlich schlechter als die Originalfilme sind, entspricht aber nicht der Wahrheit. Es gibt einige Neuverfilmungen, die der Urfassung ebenbürtig sind oder sie manchmal sogar übertreffen. CINEFACTS hat die 25 besten Remakes herausgesucht und für euch aufgelistet. Ob „Carrie“ und/oder „OldBoy“ das Zeug haben, in diesen erlauchten Kreis zu stoßen, wird sich bald zeigen.

Platz 25: The Italian Job - Jagd auf Millionen (2003)

Originalfilm: Charlie staubt Millionen ab (1969)
Regie Original: Peter Collinson
Regie Remake: F. Gary Gray

Starbesetzt und temporeich geht es auf Platz 25 zu. Mit „The Italian Job - Jagd auf Millionen“ ist F. Gary Gray (Gesetz der Rache) ein grundsolides, unterhaltsames und sympathisches Remake gelungen. Statt Michael Caine (Die Unfassbaren - Now You See Me), der im Original die Hauptrolle spielte, darf in der Neuverflimung Mark Wahlberg den großen Coup durchziehen. Dabei wird der Pain & Gain-Star von populären Mimen wie Edward Norton (Fight Club), Jason Statham (Redemption - Stunde der Vergeltung) und Charlize Theron (Snow White & the Huntsman) unterstützt.

Platz 24: Mann unter Feuer (2004)

Originalfilm: Man on Fire (1987)
Regie Original: Elie Chouraqui
Regie Remake: Tony Scott

Mit Power-Filmen kannte der sich leider zu früh aus dem Leben geschiedene Regisseur Tony Scott (Unstoppable - Außer Kontrolle) aus. In diese Kategorie eingeordnet gehört auch „Mann unter Feuer“. Denzel Washington (2 Guns) ist jedoch nicht der erste, der den ausgebrannten Ex-Agenten Creasy spielt, der auf der Suche nach seinem Schützling keine Gnade kennt. 1987 ging Scott Glenn (Sucker Punch) in „Man on Fire“ auf Vergeltungstour. Wesentlich populärer ist aber definitiv Scotts Version.

Platz 23: True Lies – Wahre Lügen (1994)

Originalfilm: Der Joker und der Jackpot (1991)
Regie Original: Claude Zidi
Regie Remake: James Cameron

Dass „True Lies - Wahre Lügen“ nicht James Camerons (Avatar - Aufbruch nach Pandora) gedankliches Baby ist, dürfte für einige eine echte Neuigkeit darstellen. Das Original „La totale!“, in Deutschland unter dem wenig stimmigen Titel „Der Joker und der Jackpot“ vermarktet, stammt von Regisseur Claude Zidi (Asterix & Obelix gegen Cäsar) und zeigt statt Arnold Schwarzenegger (Escape Plan) und Jamie Lee Curtis (Du schon wieder) den französischen Mimen Thierry Lhermitte (Gigola) und die bezaubernde Actrice Miou-Miou (Das Konzert) in den Hauptrollen. Camerons US-Version ist actionlastiger, Zidis Original ein wenig pointierter, aber fest steht, dass sowohl „True Lies - Wahre Lügen“ als auch „Der Joker und der Jackpot“ einen hohen Unterhaltungswert besitzen.

Platz 22: Der Blob (1988)

Originalfilm: Blob - Schrecken ohne Namen (1958)
Regie Original: Irvin S. Yeaworth Jr.
Regie Remake: Chuck Russell

30 Jahre vergingen, bis sich mit Chuck Russell (The Scorpion King) jemand an ein Remake des Science-Fiction-Films „Blob - Schrecken ohne Namen“ wagte. Die Neuverfilmung hatte zwar keinen Superstar wie Steve McQueen (Papillon) zu bieten, dafür aber ein höheres Tempo, ein paar gekonnte Gewaltspitzen und schön altmodische Ekeleffekte. Als Hommage an das frühe US-Monsterkino und gleichzeitig im Zeitgeist verankerte Horrorunterhaltung funktioniert „Der Blob“ einwandfrei.

Platz 21: Der Mann, der zuviel wußte (1956)

Originalfilm: Der Mann, der zuviel wußte (1934)
Regie Original: Alfred Hitchcock
Regie Remake: Alfred Hitchcock

Eine nicht perfekte Arbeit des Meisterregisseurs Alfred Hitchcock (Psycho) anzuführen, kann als Frevel betrachtet werden. Wenn der britische Filmemacher aber selber zugibt, dass eines seiner Werke nicht ganz makellos ist, dann darf man sich darauf zumindest berufen. Über seine erste Verfilmung von „Der Mann, der zuviel wußte“ sagte der Regisseur selber, dass sie von einem talentierten amateur stamme. Seine zweite, längere und ausgereiftere Version ist hingegen die eines Profis. Das kann man so stehen lassen…

Platz 20: Vater der Braut (1991)

Originalfilm: Der Vater der Braut (1950)
Regie Original: Vincente Minnelli
Regie Remake: Charles Shyer

Im Originalfilm war es Spencer Tracy (Wer den Wind sät), der wegen der Hochzeit seiner Tochter - gespielt von Elizabeth Taylor (Cleopatra) - Kopfschmerzen und Bauchgrummeln bekommt. Dass ein Remake einer solch hochkarätig besetzten Komödie tatsächlich ebenbürtig sein könnte, konnte sich wohl kaum jemand vorstellen. Der Neuverfilmung mit Steve Martin (Ein Jahr vogelfrei!), Diane Keaton (The Big Wedding) und Kimberly Williams-Paisley (Nashville) ist es aber sogar gelungen, das Original in den Schatten zu stellen.

Platz 19: Die Mumie (1999)

Originalfilm: Die Mumie (1932)
Regie Original: Karl Freund
Regie Remake: Stephen Sommers

Boris Karloff (Frankenstein) als lebendig beerdigter, verfluchter ägyptischer Hohepriester in „Die Mumie“ ist ein Stück Filmgeschichte. Stephen Sommers‘ (G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra) Remake aus dem Jahr 1999 ist im Gegensatz zum Originalfilm mehr auf Action denn auf Horror getrimmt. Dieser Abenteuer-Anstrich steht der Neuauflage aber sehr, sehr gut. „Die Mumie“ mit Brendan Fraser (Gimme Shelter) und Rachel Weisz (Die fantastische Welt von Oz) in den Hauptrollen muss als moderne und vor allem gelungene Interpretation der klassischen Vorlage betrachtet werden.

Platz 18: Todeszug nach Yuma (2007)

Originalfilm: Zähl bis drei und bete (1957)
Regie Original: Delmer Daves
Regie Remake: James Mangold

Mit Glenn Ford (Cimarron) und Van Heflin (Mein großer Freund Shane) in den Hauptrollen war Delmer Daves‘ (Der gebrochene Pfeil) Western „Zähl bis drei und bete“ sehr gut besetzt. James Mangolds (Wolverine: Weg des Kriegers) Remake „Todeszug nach Yuma“ hat mit Christian Bale (The Dark Knight Rises) und Russell Crowe (Man of Steel) nicht weniger tolle Stars zu bieten. Ob die Neuverfilmung nun besser ist als das Schwarz-Weiß-Original, muss jeder für sich selber entscheiden. Ein gelungenes Remake ist „Todeszug nach Yuma“ aber in jedem Fall.

Platz 17: Let Me In (2010)

Originalfilm: So finster die Nacht (2008)
Regie Original: Tomas Alfredson
Regie Remake: Matt Reeves

Das schwedische Horrordrama „So finster die Nacht“ von Tomas Alfredson (Dame, König, As, Spion) aus dem Jahr 2008 war so gut, dass bereits zwei Jahre später das US-Remake in die Kinos kam. Überflüssig? In diesem Fall nicht wirklich. Durch gekonnte Akzentverschiebungen und die tollen Jungdarsteller Kodi Smit-McPhee (The Road) und vor allem Chloe Moretz (Kick-Ass 2) ist „Let Me In“ ein Remake, das seine Berechtigung hat.

Platz 16: Manche mögen’s heiß (1959)

Originalfilm: Fanfare d’amour (1935)
Regie Original: Richard Pottier
Regie Remake: Billy Wilder

Dass „Manche mögen’s heiß“ ein Remake ist, ist vielen Menschen gar nicht bewusst. Dabei ist die Screwball-Komödie mit Marilyn Monroe (Das verflixte 7. Jahr), Tony Curtis (Flucht in Ketten) und Jack Lemmon (Ein seltsames Paar) in gewisser Weise sogar das Remake eines Remakes: Die Idee, zwei als Frauen verkleidete Musiker in einer Damenkapelle mitmachen zu lassen, wurde bereits 1935 in „Fanfare d’Amour“ umgesetzt. Die größere Inspirationsquelle für „Manche mögen’s heiß“ dürfte allerdings das deutsche Remake Fanfaren der Liebe von Kurt Hoffmann (Das Wirtshaus im Spessart) aus dem Jahr 1951 gewesen sein.

Platz 15: Dawn of the Dead (2004)

Originalfilm: Zombie - Dawn of the Dead (1978)
Regie Original: George A. Romero
Regie Remake: Zack Snyder

In Zombie-Angelegenheiten führt kein Weg an Altmeister George A. Romero (Die Nacht der lebenden Toten) vorbei. Der Regisseur hat das Subgenre revolutioniert, ach, eigentlich hat er es erst aus der Taufe gehoben. Sich einen Romero-Kultfilm vorzunehmen, ist dementsprechend ein gewagtes Unterfangen. Zack Snyder (Man of Steel) traute sich dennoch - und schaffte es, ein Remake der Extraklasse zu kreieren. Blutig, spannend, durchdacht - so funktioniert eine Neuverfilmung eines Zombie-Klassikers.

Platz 14: True Grit (2010)

Originalfilm: Der Marshal (1969)
Regie Original: Henry Hathaway
Regie Remake: Joel Coen, Ethan Coen

Wenns um Western geht, dann führt kein Weg an John Wayne (El Dorado) vorbei. In „Der Marshal“ spielt der bekannte Akteur einen alten Suffkopp, der von einem kleinen Mädchen engagiert wird, um die Mörder ihres Vaters zur Rechenschaft zu ziehen. Ein richtig guter Film, aber den Vergleich mit dem Remake der Coen-Brüder (Inside Llewyn Davis) verliert „Der Marshal“ knapp. Jeff Bridges (R.I.P.D.) füllt Waynes Fußstapfen ohne Probleme aus, und Hailee Steinfeld (Ender’s Game - Das große Spiel) stellt Kim Darby (Blutige Erdbeeren), die im Original die junge Mattie Ross spielte, locker in den Schatten.

Platz 13: King Kong (2005)

Originalfilm: King Kong und die weiße Frau (1933)
Regie Original: Merian C. Cooper, Ernest B. Schoedsack
Regie Remake: Peter Jackson

„King Kong und die weiße Frau“ gehört ohne jeden Zweifel zu den allergrößten Klassikern. Zahlreiche Filmschaffende haben ihre Liebe zum Kino dem Riesenaffen zu verdanken - beispielsweise Peter Jackson (Der Hobbit: Smaugs Einöde). 2005 kam sein Remake in die Kinos. Wie von Jackson gewohnt war „King Kong“ nicht nur ein plumper Monster-Actioner, sondern ein perfekt inszeniertes Abenteuer mit intelligentem Subtext. Jacksons „King Kong“ ist auf jden Fall besser als das erste Remake aus dem Jahr 1976 und dem Originalfilm mindestens ebenbürtig.

Platz 12: Ocean’s Eleven (2001)

Originalfilm: Frankie und seine Spießgesellen (1960)
Regie Original: Lewis Milestone
Regie Remake: Steven Soderbergh

Man muss Steven Soderbergh (Liberace - Zuviel des Guten ist wundervoll) dankbar sein, dass er Lewis Milestones Werk „Frankie und seine Spießgesellen“ neu verflimt hat, denn ohne „Ocean’s Eleven“ würde der Filmwelt tatsächlich etwas abgehen. In Sachen Besetzung ließ sich Soderbergh nicht lumpen und wartete mit einem Cast auf, der dem des Originals in nichts nachsteht: Während 1960 das „Rat Pack“ Frank Sinatra (Verdammt in alle Ewigkeit), Dean Martin (Rio Bravo) und Sammy Davis Jr. (Sieben gegen Chicago) die Strippen zog, sorgten 2001 die Superstars Brad Pitt (The Counselor), George Clooney (Gravity) und Matt Damon (Elysium) für Unterhaltung auf hohem Niveau.

Platz 11: 12 Monkeys (1995)

Originalfilm: Am Rande des Rollfelds (1962)
Regie Original: Chris Marker
Regie Remake: Terry Gilliam

Chris Markers (Sans Soleil - Unsichtbare Sonne) preisgekrönten Science-Fiction-Kurzfilm „Am Rande des Rollfelds“ kennen nur wenige Leute. Genauer gesagt war dieses Werk relativ unbekannt, bis „Monty Python“-Mitbegründer Terry Gilliam (The Zero Theorem) den Independentfilm als Vorlage für seinen Kultstreifen „12 Monkeys“ benutzte. Ab da geriet auch „Am Rande des Rollfelds“ stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Interessant: Marker ließ sich durch Alfred Hitchcoks Vertigo - Aus dem Reich der Toten inspirieren. Alles hängt eben irgendwie zusammen…

Platz 10: Kap der Angst (1991)

Originalfilm: Ein Köder für die Bestie (1962)
Regie Original: J. Lee Thompson
Regie Remake: Martin Scorsese

Schon der Schwarzweiß-Thriller „Ein Köder für die Bestie“ mit Gregory Peck (Moby Dick) als Anwalt und Robert Mitchum (Duell im Atlantik) als gemeingefährlichem Verbrecher setzte Maßstäbe. Martin Scorseses (The Wolf of Wall Street) Remake „Kap der Angst“ übertrumpfte den Klassiker aber noch. Vor allem Robert De Niros (Malavita - The Family) grandiose Darstellung des Psychopathen Max Cady ist in die Kinogeschichte eingegangen.

Platz 9: Die zehn Gebote (1956)

Originalfilm: Die Zehn Gebote (1923)
Regie Original: Cecil B. DeMille
Regie Remake: Cecil B. DeMille

Dass „Die zehn Gebote“ eine Neuverfilmung sein soll, erschließt sich nicht auf den ersten Blick, schließlich dient als Grundlage die Bibel. Aber Cecil B. DeMilles (Samson und Delilah) Epos ist tatsächlich keine neue Adaption, sondern ein Remake - und zwar seines eigenen Films. 1923 erschien der von ihm inszenierte Stummfilm „Die Zehn Gebote“. Für sein Remake nutzte Cecil B. DeMille sein früheres Werk, das er jedoch abänderte und erweiterte.

Platz 8: Die Fliege (1986)

Originalfilm: Die Fliege (1958)
Regie Original: Kurt Neumann
Regie Remake: David Cronenberg

Aus heutiger Sicht ist Kurt Neumanns (Lederstrumpf - Der Wildtöter) SciFi-Horrorfilm „Die Fliege“ eher niedlich denn gruselig. In Anbetracht des Produktionsjahrs muss jedoch mit anderem Maß gemessen werden. Der Film aus dem Jahr 1958 ist ein wichtiger Genre-Vertreter - und ohne ihn hätte es nie David Cronenbergs (Videodrome) fantastisches Remake gegeben. Der Meister des Body Horror schuf auf der Basis der Vorlage ein faszinierendes, ekliges und zeitloses Werk der Spitzenklasse.

Platz 7: Die glorreichen Sieben (1960)

Originalfilm: Die sieben Samurai (1954)
Regie Original: Akira Kurosawa
Regie Remake: John Sturges

Dass Akira Kurosawa fast nur Filmenthusiasten bekannt ist, kann getrost als Skandal bezeichnet werden. Der japanische Regisseur schuf Meisterwerke wie Rashomon - Das Lustwäldchen, Ran und Yojimbo - Der Leibwächter. Aber auch ohne der breiten Öffentlichkeit bekannt zu sein, hat Kurosawa großen Einfluss auf viele Menschen ausgeübt, denn seine Geschichten dienten einigen populären Filmen als Grundlage. Ohne Kurosawas „Die sieben Samurai“ hätte es beispielsweise nie den Kult-Western „Die glorreichen Sieben“ gegeben.

Platz 6: Das Ding aus einer anderen Welt (1982)

Originalfilm: Das Ding aus einer anderen Welt (1951)
Regie Original: Christian Nyby, Howard Hawks
Regie Remake: John Carpenter

Wenn einer den SciFi-Horrorklassiker „Das Ding aus einer anderen Welt“ neuverfilmen durfte, dann John Carpenter (Halloween - Die Nacht des Grauens). Der Genre-Experte nahm die bereits gute Vorlage, schüttelte sie ordentlich durch und was herauskam, war eine noch viel bessere Version des Stoffes. Die splatterige, ekelige und hochspannende Neuverfilmung war an den Kinokassen zwar kein Erfolg, wurde jedoch schnell zum Kultfilm.

Platz 5: Scarface (1983)

Originalfilm: Scarface (1932)
Regie Original: Howard Hawks
Regie Remake: Brian De Palma

Trotz Filmen wie Carrie - Des Satans jüngste Tochter, The Untouchables – Die Unbestechlichen oder Mission: Impossible ist „Scarface“ Brian De Palmas Opus magnum. Der Aufstieg und Fall des kubanischen Einwanderers Tony Montana - grandios gespielt von Al Pacino (An jedem verdammten Sonntag) - wurde von De Palma so intensiv (und auch brutal) dargestellt, dass Howard Hawks‘ Originalfilm vollkommen in Vergessenheit geriet.

Platz 4: Für eine Handvoll Dollar (1964)

Originalfilm: Yojimbo - Der Leibwächter (1961)
Regie Original: Akira Kurosawa
Regie Remake: Sergio Leone

Wenn jemand ein Remake eines Kurosawa-Films machen darf, dann Sergio Leone (Spiel mir das Lied vom Tod) - zumindest in Bezug auf das künstlerische Können. Rechtlich setzte Leone sich mit seiner Neuverfilmung von „Yojimbo - Der Leibwächter“ in die Nesseln. Akira Kurosawa wurde letztlich am Gewinn des Westerns mit Clint Eastwood (Gran Torino) in der Hauptrolle beteiligt. Für den japanischen Filmemacher war es aus finanzieller Sicht ein Segen, dass Sergio Leone eine solch starke Arbeit abgeliefert hat.

Platz 3: Departed - Unter Feinden (2006)

Originalfilm: Infernal Affairs (2002)
Regie Original: Wai-keung Lau, Alan Mak
Regie Remake: Martin Scorsese

Mittlerweile sollte es sich eigentlich herumgesprochen haben, dass „Departed - Unter Feinden“ ein Remake ist. Aber entweder hören einige Menschen einfach nicht zu, oder aber sie wollen es nicht wahrhaben, dass Martin Scorseses Meisterwerk auf einem anderen Film beruht. Dieses intensive, mit Matt Damon (Elysium), Leonardo DiCaprio (Der große Gatsby) und Jack Nicholson (Besser geht’s nicht) herausragend besetzte Thriller-Drama steht in Sachen Qualität dem Hongkonger Original in nichts nach.

Platz 2: Heat (1995)

Originalfilm: Showdown in L.A. (1989)
Regie Original: Michael Mann
Regie Remake: Michael Mann

Einen Großteil eines Drehbuchs übernommen und das auch noch freimütig zugegeben - so etwas erlebt man nicht oft. In diesem speziellen Fall kann von Diebstahl geistigen Eigentums aber nicht die Rede sein, denn Michael Mann hat sich bei sich selbst bedient. Für sein Krimidrama „Heat“ mit den beiden Superstars Robert De Niro und Al Pacino in den Hauptrollen hat der Miami Vice-Regisseur einfach seinen eigenen Fernsehfilm „Showdown in L.A.“ zweitverwertet. Gut, dass Mann das gemacht hat…

Platz 1: Ben Hur (1959)

Originalfilm: Ben Hur (1925)
Regie Original: Fred Niblo
Regie Remake: William Wyler

Schon der Monumentalfilm aus dem Jahr 1925 war ein Werk der Superlative, doch gegen das mit elf Oscars ausgezeichnete Epos sieht selbst der teuerste Stummfilm aller Zeiten mächtig alt aus. Dass die 1959er Version tatsächlich als Remake gewertet werden kann und nicht als weitere Adaption der Buchvorlage, liegt an Regisseur William Wyler (Weites Land). Der war 1925 als Regieassistent an „Ben Hur“ beteiligt und ließ sich für seine Fassung deutlich von dem 34 Jahre älteren Werk inspirieren. Das legendäre Wagenrennen übernahm Wyler beispielsweise eins zu eins aus dem von Fred Niblo (Das Zeichen des Zorro) inszenierten Original.