Old Dogs - Daddy oder Deal Poster

Fakten und Hintergründe zum Film "Old Dogs - Daddy oder Deal"

Kino.de Redaktion  

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Produktion: Die Besetzung

Man nehme Robin Williams und John Travolta, stecke sie in einen Film über zwei Junggesellen, die eine Sport Marketing-Agentur betreiben, und stelle ihnen einige von Hollywoods witzigsten Darstellern zur Seite. Was ergibt das? „Definitiv einen extrem witzigen Film mit jeder Menge Situationskomik“, antwortet Produzent Andrew Panay, „aber was noch entscheidender ist“, fährt er fort, „ist das Herz.“ „Selten habe ich so laut gelacht, wenn ich ein Drehbuch gelesen habe“, sagt Regisseur Walt Becker. „Hier stimmt einfach die Mischung aus Herz, Komödie und anrührenden Charakteren.“ „Ich liebe es, mit John zu arbeiten, er ist einfach toll. Er hat keine Angst davor, Sachen auszuprobieren. Und dann spielen in dem Film auch noch so viele andere tolle Leute mit. Es war wirklich unglaublich“, sagt Williams. „Kelly Preston, die fürchtet sich vor nichts. Seth Green, der hat’s drauf, ist echt witzig. Von Rita Wilson und Matt Dillon als Alphatier-Pfadfinder mal ganz zu schweigen.“

Die Entstehungsgeschichte des Films nahm ihren Lauf, als Produzent Andrew Panay sich, kurz nachdem er mit WEDDING CRASHERS („Die Hochzeits-Crasher“, 2005) einen Hit gelandet hatte, in einem populären Restaurant von Los Angeles mit den Drehbuchautoren David Diamond und David Weissman zum Essen traf. Die „old dogs“, die „alten Köter“, Mittfünfziger, seit langen Jahren gut miteinander befreundet und auch Geschäftspartner, führen ein Leben in eingefahrenen Bahnen. „Da erfährt einer der beiden Männer aus heiterem Himmel, dass er Vater zweieiiger Zwillinge ist – das Ergebnis einer eintägigen Hochzeit“, erklärt Drehbuchautor Weissman. „Nun sehen sich die beiden Männer, die nie selbst Kinder hatten, mit zwei Siebenjährigen konfrontiert.“

Die Filmemacher räumen freimütig ein, dass das Drehbuch bereits mit der Besetzung im Hinterkopf entwickelt und geschrieben wurde. „John Travolta und Robin Williams waren von Beginn an unsere erste Wahl. Es gibt nur wenige Schauspieler, die in diesen Film passen, und diese beiden tun das. Außerdem gehören sie zu den absoluten Spitzenkönnern ihrer Zunft. Machen wir uns doch nichts vor, viel besser als die zwei geht eigentlich nicht“, sagt Panay. „Es war uns eine Ehre und ein Vergnügen, diese beiden Leinwandlegenden in einem Film besetzen zu dürfen.“

Becker hatte mit Travolta schon beim Hit WILD HOGS („Born to Be Wild – Saumäßig unterwegs“, 2007) kooperiert und war begeistert, hier wieder mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen. „Es macht immer Spaß, mit John zu arbeiten. Er ist eines der nettesten Wesen auf unserem Planeten und als Schauspieler erhellt er jede Szene, in der er mitwirkt“, sagt Becker. „Wenn’s um den Instinkt geht, hat er immer Recht. Wir haben diesbezüglich gelernt, einander zu trauen. Er sagt, wie sich die Sache für ihn anfühlt, richtig oder falsch, und entsprechend drehen wir dann.“ Travolta sah seinen Part als einzigartige Möglichkeit, handfeste Komödie mit tiefgehenden Emotionen zu kombinieren. „Meine Figur, Charlie, mag es privat. Er liebt sein Leben, besitzt viele teure und schöne Sachen, bewohnt ein tolles Appartement und fährt ein cooles Auto. Eine eigene Familie zu gründen, ist ihm nie in den Sinn gekommen“, sagt Travolta. „Ich bin stets auf der Suche nach Rollen, mit denen ich was anfangen kann. So in der Art: ‚Kann ich zu dem Film etwas Spezielles beitragen, kann ich für den Regisseur von Nutzen sein?‘ Für mich ist es sehr wichtig, dass meine Interpretation der Rolle der Geschichte des Films zugute kommt.“

Robin Williams neben Travolta zu besetzen, war für die Filmemacher so etwas wie ein Dreamteam zusammenzustellen. Becker dazu: „Das könnte für lange Zeit eine der besten Comedy-Paarungen überhaupt sein.“ Becker beschreibt Williams als den idealen Schauspieler: „Er ist unglaublich. Wenn es um Witze geht, ist er eine wahre Enzyklopädie – und er ist obendrein ein begnadeter Darsteller. Allein mit seiner Mimik kann er verschiedenste Stimmungslagen glaubhaft darstellen, nur um im nächsten Augenblick wieder urkomisch zu sein.“

Williams porträtiert Dan, einen brillanten, wenn auch leicht verklemmten Manager, der zugleich eine romantische Seele besitzt. Wenn er impulsiv wird, gehen förmlich die Pferde mit ihm durch. Während er sich mit seinem Kumpel Charlie in South Beach aufhält, um über eine schwierige Scheidung hinwegzukommen, heiratet er spontan – nur um sich einen Tag später wieder spontan scheiden zu lassen. Was Dan nicht weiß: Er schwängert seine Ehefrau in dieser einen Nacht – mit Zwillingen. Williams sah in dieser Rolle die Möglichkeit, wieder alte Vatergefühle zu wecken: „Die Baby-Boomer-Generation ist in die Jahre gekommen. Wir brauchen viel mehr Zeit, unsere Dinge auf die Reihe zu bekommen. Wir sind wie unsere eigenen Eltern geworden. Es ist erschreckend. Es ist viel schwieriger für einen 50-Jährigen, mit Kindern klarzukommen, als für einen 30-Jährigen.“

Die Beziehung zwischen Travolta und Williams ist so echt, wie sie auf der Leinwand aussieht. „Ich kenne Robin jetztseit über 30 Jahren, ich sehe ihn als alten Freund an“, sagt Travolta. Und Williams: „Viel von dem gezeigten Humor ist physischer Natur. Er erfordert vollen Körpereinsatz. Und den gibt John. Darauf musste ich dann natürlich reagieren. Das machte die Arbeit schön – und auch einfacher. Es war toll.“

Kelly Preston spielt hier nicht nur Charlies Freundin, sondern ist auch Vicki, die Mutter von Dans Zwillingen. „Sie ist fantastisch“, sagt Panay. „Sie ist eine der besten Schauspielerinnen, die es gibt. Zudem hat es uns gefallen, sie als Robins Geliebte zu besetzen, nicht als die von John. Das war spannend, weil es die ganze Sache verkomplizierte.“ „Es ist ein echt cooler Part“, freut sich Preston. „Vicki ist eine tolle Figur. Sie ist ziemlich aufgekratzt, reichlich durchgeknallt – das hat mir Spaß gemacht. Und die Freundin von Robin zu spielen, war ein echter Trip. Wir hatten eine tolle Zeit zusammen.“ „Es war eine wirklich tolle Rolle und auch das Skript war gut“, fährt Preston fort. „Es war ein Traumjob, durfte ich doch an der Seite von meinem Mann und meiner Tochter, die hier ihr Kinodebüt gibt, spielen.“

Ella Bleu Travolta wurde als ein Zwilling besetzt, nachdem sie ihren Eltern gestanden hatte, dass sie sich als Schauspielerin versuchen wollte. „Und dann flatterte uns das Skript ins Haus und es schien auf sie geradezu maßgeschneidert“, erinnert sich Travolta. „Wie oft gibt es schon eine perfekte Rolle für eine Siebenjährige?“ Travolta erzählt, dass er zwar stets am Set anwesend war, sich aber nicht in die Arbeit seiner Tochter eingemischt hat. „Ich wusste, wie ich mich zu verhalten hatte, weil meine Mutter auch Schauspielerin und Regisseurin war. Sie hat stets darauf geachtet, das Familien- und das Berufsleben nicht miteinander zu vermengen. Ich bin zwar Ellas Papa, aber hier auch ihr Kollege. Ich habe mich nie in die Angelegenheiten des Regisseurs eingemischt.“ Die junge Darstellerin gibt vor, dass es einfach war, mit Walt Becker zu kooperieren. „Wenn ich Schwierigkeiten mit meinem Text hatte, hat er mir geholfen oder die Passagen umgeschrieben“, sagt sie. „Er ist echt süß. Er hat uns dauernd gesagt, wie toll wir seien, und uns dann abgeklatscht.“

Um den richtigen Darsteller für den zweiten Zwilling, Zach, zu finden, machte man sich weltweit auf die Suche. So stießen die Filmemacher auf Conner Rayburn. „Wir haben unter jeden Stein geschaut, aber es war kein Vergleichbarer zu finden“, sagt Panay. „Conner ist ein Vollprofi. Er ist fantastisch.“ Becker über die beiden Jungstars: „Die zwei sind kleine Profis. Sie haben genau den Ton getroffen, den wir wollten. Sie haben sogar eigene Änderungsvorschläge miteingebracht. Sie sind im Verlauf des Drehs zu richtigen Schauspielern geworden.“

Für den Part des Craig, des ambitionierten Newcomers in der Welt des Sport-Marketings, griffen die Filmemacher auf den vielseitigen Seth Green zurück. „Ich habe nach jemandem gesucht, der neben Robin Williams und John Travolta lustig aussehen würde. Als ich dann an Seth Green dachte, musste ich lachen“, sagt Becker. „Er ist einer der witzigsten Typen auf unserem Planeten. Er hat einen so trockenen Humor. Man konnte in jeder Szene auf ihn umschwenken und schon musste man lachen. Er war eine echte Offenbarung.“

Green wiederum zieht vor seinen Ko-Stars den Hut. „In allen meinen Szenen spiele ich an der Seite von Robin und John – das war sehr aufregend. Ich bin schon seit Jahren ein Fan von den beiden“, erzählt er. „Ich habe bereits in Filmen zusammen mit John gespielt, aber wir haben da bislang nie interagiert. Und Robin ist ohnehin einer meiner Helden. Zu ihm sehe ich auf, seitdem ich beschlossen habe, Schauspieler zu werden. Also kann man sich vorstellen, was es für mich bedeutete, neben ihm auftreten zu dürfen.“

Der jüngst verstorbene Bernie Mac wurde als Jimmy Lunchbox besetzt. Er spielt einen reichlich überkandidelten Kinderentertainer und Puppenspieler, der ganz nebenbei auch noch in Sachen Elektronik ein Genie ist. Lori Loughlin ist in die Rolle der Übersetzerin Amanda geschlüpft, die Charlie den Kopf verdreht. „Sie tritt auf den Plan, als Dan und Charlie versuchen, mit den japanischen Multis ins Geschäft zu kommen“, erklärt sie. „Sie und Charlie fühlen sich sofort zueinander hingezogen.“

Der hoch talentierte Matt Dillon verkörpert einen übereifrigen Pfadfinderführer, auf den Dan und Charlie im Boyscoutlager der Kinder treffen. „Ich spiele einen etwas zu pflichtbewussten Kerl“, merkt Dillon an. „Er nimmt das ganze Pfadfinderwesen doch etwas zu ernst. Ich liebe es, Komödie zu spielen, man bekommt da die Gelegenheit, richtig vom Leder zu ziehen. Ich finde, Komödie spielt man am besten ganz gerade, ganz ernst. So erzielt man die beste Wirkung. Man muss richtig spüren, was man tut.“

Produzent Panay fügt hinzu: „Matt bringt echte Komödie ins Spiel. Das kann er. Die Zuschauer liebten ihn in THERE’S SOMETHING ABOUT MARY („Verrückt nach Mary“, 1998). Da war er echt unglaublich witzig.“

Rita Wilson ist in den Part des Hand-Models Jenna geschlüpft, im Film Vickis beste Freundin. Sie war begeistert, neben ihrer „echten“ Freundin auftreten zu dürfen: „Ich liebe es, mit Kelly zu spielen. Wir kennen uns seit ungefähr 16 Jahren und da ist die Kommunikation auch in puncto Arbeit einfach mühelos. Dass wir uns so gut kennen, hat unser Zusammenspiel wirklich einfach gemacht.“

„Rita ist zum Schreien“, sagt Preston. „Sie versteht es, jedes Mal in ihrer Rolle voll aufzugehen.“ „Es ist einfach toll, wenn man zwei Stars wie Robin Williams und John Travolta am Set hat und dann noch all diese anderen formidablen Nebendarsteller“, sagt Becker. „Es gibt im Film keinen einzigen langweiligen Moment. Das Material war schon in seiner ursprünglichen Form süperb und dann haben es noch all diese guten Schauspieler aufgewertet.“

Produktion: Die Drehorte

Die Filmemacher entschieden sich, an berühmten Orten in Manhattan zu drehen, unter anderem im Central Park, im Top of the Rock auf dem Rockefeller Center, in der Grand Central Station, in der Radio Music Hall, im Shea Stadium und am Times Square. „Immer wenn man die Gelegenheit geboten bekommt, in New York zu drehen, greift man zu“, sagt Produzent Andrew Panay. „Dort zu arbeiten, ist in Sachen Menschenmengen und Verkehr zwar ein Alptraum, aber dafür bekommt man in puncto Energie und Atmosphäre einen echten Gegenwert.“ Walt Becker fügt lachend hinzu: „Da drückten Leute auf ihre Hupen und schrien, als sie Robin und John sahen. Mitten in den Takes. Aber all das war nebensächlich. Das Ergebnis hat alle entlohnt.“

Der Regisseur ist stolz darauf, dass man an Orten gedreht hat, die so noch nie im Kino zu sehen waren. „Wir drehten im Bloomberg Building, im Top of the Rock. Das gab’s noch nie auf der Leinwand. Wir haben New York auf ganz wunderbare und einzigartige Weise ’verkauft’.“ Becker lobt seinen Produktionsdesigner David Gropman besonders dafür, dass er einen ganz speziellen Look für den Film gefunden hat: „Ich verlangte von Gropman, dass man sich diesen Film ohne Ton ansehen können müsste und dennoch begeistert sein würde. Das hat er tatsächlich geschafft. Er hat wunderbare Arbeit geleistet.“

Einer der schwierigsten Drehtage war der im Shea Stadium, wo während eines richtigen Spiels gefilmt wurde. „Live während eines Spiels der Mets zu drehen, mag auf dem Papier wie eine gute Idee aussehen“, sagt Becker. „Aber der Dreh glich eher einem Gefecht. Wir hatten exakt 15 Minuten, um das Ganze zu drehen. Es fühlte sich wie eine Guerilla-Aktion an. Wir arbeiteten fieberhaft. Die Fans bewarfen uns mit Zeug, fotografierten uns. Ich glaube, ich bin noch nie so schnell gealtert wie in jenen 15 Minuten.“ „Es gab da noch eine andere absolut tapfere Aktion, die wir im Verlauf der Produktion umgesetzt haben“, fährt Becker fort. „Wir zeigen im Stadion unsere Schauspieler live auf dem Jumbotron, dieser riesigen LED-Leuchttafel. Es ist wirklich unglaublich, denn da sind plötzlich Dan und Charlie im Bild. Die Menge tobte. Die 40.000 Zuschauer gerieten richtig aus dem Häuschen, als sie Robin und John sahen. Und dann stand da auch noch ’Happy Grandparents Day’ (‚Fröhliche Großelterntage’) zu lesen. Es war sensationell – all das war nur dank der Hilfsbereitschaft der Verantwortlichen bei den Mets möglich.“

Nach zweiwöchiger Drehzeit in New York zog die Produktion nach Connecticut um. Einige Innenräume wurden dort aufgebaut, unter anderem Charlies New Yorker Junggesellenbude, wo Dan sich mit den Kindern einquartiert.

Produktionsdesigner David Gropman entwarf ein zweistöckiges, für Kinder völlig ungeeignetes Appartement in einem Studio in Stanford. „Wir bauten Treppen, verwendeten viel Glas, Stahl und bestückten die Räume mit zahlreichen Möbeln und Objekten mit scharfen Kanten“, erklärt er. „Vor dem großen Panoramafenster errichtete ich eine Riesenloggia. Der ausführende Produzent Garrett Grant sah sich mein Modell an und fragte: ’Warum gibt’s da eigentlich keinen Pool?’ Und so kam noch ein riesiger Swimmingpool auf die Dachterrasse dieses fünfstöckigen New Yorker Hauses. In Sachen ’gefährlich für Kinder’ war wirklich nicht mehr zu leisten.“

Zu den spektakulären Drehorten gehörte auch der historische Putnam Memorial State Park in Redding, Connecticut, wohin Dan und Charlie die Kinder ins Pfadfinderlager zum Jamboree begleiten.

Der Park stammt noch aus dem 19. Jahrhundert und dessen authentische Atmosphäre wollte Becker auf der Leinwand sichtbar machen. „Walt wollte diesen traditionellen Pfadfinderlager- Look“, sagt Gropman. Statt der modernen Zelte benutzten wir alte Segeltuchzelte verschiedener Größen. Das hat viel Spaß gemacht, zumal wir im Hintergrund noch das imposante Adirondack- Gebirge als Kulisse hatten.“

Produktion: Die Dreharbeiten

Produzent Andrew Panay erkennt bei Travolta und Williams zwei ganz unterschiedliche Herangehensweisen in puncto Improvisation. „John ist der kontrollierte Typ, er baut auf einem Witz auf, findet neue Pointen, verfeinert sie. Robin ist dagegen ein Maschinengewehr. Er schießt ohne Unterlass Witze ab. Das sind zwei grundsätzlich unterschiedliche Comedy-Ansätze. Beide sind unglaublich komisch.“

Die lockere Art von Walt Becker, Regie zu führen, kam seinen kreativen Schauspielern extrem entgegen. „Ich finde immer, wenn man Schauspieler sich nicht einbringen lässt, dann bekommt man von ihnen auch nichts“, sagt er. „Und ehrlich gesagt ist es mir auch ganz egal, wie ein Schauspieler eine Szene spielen will – und sei es auch, dass er sich dazu auf den Kopf stellt. So arbeite ich. Ich mache eine Einstellung, wie ich sie mir nach dem Skript vorstelle, den ganzen Rest darf dann der Darsteller bestimmen.“

Beckers Arbeitsmethode schätzten alle Beteiligten sehr. Travolta dazu: „Ich verlasse meinen Filmcharakter eigentlich nie. Denn so oft ich das bislang gemacht habe, bin ich Opfer der Schere des Cutters geworden. Wenn ich also improvisiere, dann achte ich immer darauf, dass auch meine Figur so handeln würde.“

Preston gefiel die Atmosphäre, die die Filmemacher kreierten: „Walt ist jemand, der weitestgehend alles mitmacht und durchgehen lässt. Man hält sich natürlich auch bei ihm ans Skript, aber er hat einen immer ermutigt, selbst etwas in den Part einzubringen oder zu improvisieren. Beispielsweise in der Szene, in der ich die Kinder in Dans Obhut gebe. Da habe ich mich einfach daran gehalten, wie ich das als Mutter mit meinen Kindern tue, weil ich gerade nicht anders kann und beruflich anderswo gefragt bin. Und Robin, den muss man zum Improvisieren erst gar nicht ermutigen“, erzählt Preston weiter. „Der zog ohnehin vom Leder und Walt ist ihm einfach gefolgt. Die längste Zeit hat er nicht ’Cut!’ gerufen. Das Ganze war wirklich ein einziger riesiger Spaß.“

Rita Wilson räumt ein, dass auch sie ihrer durchaus exzentrischen Figur noch mehr Leben einzuhauchen versucht hat. „Mir gefiel der Gedanke, ein Hand-Model zu spielen. Das ist ein Job, den man dauernd vor Augen geführt bekommt, aber nie wirklich wahrnimmt“, sagt sie. „Ich habe Jenna schielen lassen, ihr so ein auffälliges Gesicht gegeben. So stand es nicht im Drehbuch. Ich bin total froh, dass Walt mir das Schielen erlaubt hat.“

Der entspannte Umgang zwischen Crew und Darstellern sorgte am Set für gute Stimmung und viele Lacher. Besonders die beiden Stars waren für die lockere Atmosphäre verantwortlich. „John ist einer der witzigsten Menschen, die ich kenne. Er ist dauernd am Herumalbern und Späßchenmachen“, sagt Ehefrau Preston. „Und so ist mit John und Robin am Set immer die Hölle los. Manchmal war’s fast zu viel. Sie blödelten dauernd herum, ob in ihren Rollen oder in den Drehpausen. Wir hatten wirklich einen Mordsspaß.“ Tochter Ella wiederum erzählt, dass der ganze Spaß am Set ihr echte Probleme bereitet hat: „Es war wirklich schwierig, denn wenn Robin oder mein Vater in einer unserer gemeinsamen Szenen ihre Witze rissen, durften wir nicht lachen. Das war hart – aber es hat natürlich auch viel Spaß gemacht.“

Sowohl Travolta als auch Williams mussten aber nicht nur Witze machen, sondern auch physische Comedy abliefern. „Es ist doch recht aufregend, in meinem Alter noch einen Superhelden zu spielen, gut 20 Meter hoch in der Luft zu schweben und dabei einen Anzug zu tragen, in dem ich wie ein Steroid gestähltes Liberace-Stunt-Double aussehe“, lacht Williams. „Hey, wenn man von mir was Witziges will, warum lässt man mich nicht einfach gegen eine Mauer laufen?“

Eine der körperlich besonders herausfordernden Sequenzen war die während des Aufenthalts im Pfadfinderlager. Weil es auf Zachs „Papa-Wunschliste“ steht, begleiten Charlie und Dan den Jungen und dessen Schwester Emily ins Feriencamp. Und so müssen die beiden Freunde plötzlich Zelte aufstellen, Extrem-Frisbee spielen und Tontauben schießen. Vor allem aber müssen sie sich gegen den von Matt Dillon gespielten Pfadfinderführer Barry behaupten, der schon in der vierten Generation Pfadfinder ist und größten Wert auf Tradition und Regeln legt.

Für das Frisbee-Match ließ Becker eigenen Angaben zu Folge seinen Darstellern freie Hand. „Sie durften sich richtig austoben. Zur Musik von THE RIGHT STUFF („Der Stoff, aus dem die Helden sind“, 1983) treten John und Robin in Aktion“, erzählt der Regisseur. „Es war fantastisch mit anzusehen, wie dieses eigentlich körperlose Spiel zum Vollkontakt-Knastsport mutiert. Wir hatten sogar unsere Verletzten. Robin hat sich einen Muskel gezerrt, weil er sich so ins Zeug gelegt hat. Robin und John haben einen Großteil der Stunts selbst gemacht und mussten entsprechend Prügel einstecken. Ich glaube, die Szene funktioniert wirklich vorzüglich.“

Matt Dillon erzählt, dass ihm besonders die Tontaubenschießszene gefiel: „Laut Skript musste Barry nur ganz normal auf die Skeets schießen, Walt hatte aber die Idee, es doch in Cowboy- Manier aus der Hüfte zu versuchen. Ich glaube, dass besonders dieser Gag die Szene so albern macht.“

Seth Green schließlich findet, dass seine schauspielerischen Fähigkeiten besonders in der Karaoke-Szene in Japan gefragt waren. Seine Figur ist ein absoluter Ehrgeizling, der sich in allen Belangen mit der japanischen Kultur auseinandersetzt, um dann bestens vorbereitet Dans und Charlies Repräsentant im Land der aufgehenden Sonne zu sein. „An meinem zweiten Drehtag absolvierte ich diese schrille Karaoke-Szene vor 150 Komparsen. Ich habe gesungen, für sie getanzt und sie unterhalten – und glauben Sie mir, das ist nicht das, was ich normalerweise tue“, lacht er. „Ich sehe mit meinem Kimono, dem Lidschatten und diesen glitzernden Schuhen echt lächerlich aus. Doch damit nicht genug. Ich springe auch noch rum, intoniere Songs wie ’Mr. Roboto’ und ’House of Pain’.“

Wenn man über den Film spricht, darf man eine Figur keinesfalls vergessen – den vierbeinigen Ko-Star. Die Filmemacher verpflichteten den neunjährigen Hund Sebastian, um Charlies alternden Tiergefährten Lucky zu porträtieren. „Er musste aber nicht allzu viel tun, weil er mit einem Bein ja praktisch schon im Grab steht“, erzählt Tiertrainerin Dawn Barkin. „Er liegt viel mit John im Bett herum. Seinen großen Auftritt hat er, als er auf dem Weg zum Wasserlassen an der Topfpflanze inkontinent herumpinkelt.“

Barkin, die für eine Firma namens Paws for Affect arbeitet, trainiert Sebastian schon seit einigen Jahren. Sie erzählt, dass es recht einfach ist, einen in die Jahre gekommenen Hund dazu zu bringen, sein Bein zum Pinkeln zu heben. „Er hat den Dreh in eineinhalb Tagen herausgehabt. Das ist extrem schnell und er hat es geliebt. Er rennt nun zu den verschiedensten Dingen hin und hebt dort das Bein – so als wäre das die witzigste Sache der Welt. Das ist einfach ein angeborenes Verhalten, das er liebt.“

Die Filmemacher empfinden den ganzen Film, die gesamten Dreharbeiten rückblickend als angenehme und kurzweilige Erfahrung. Und sie glauben, dass man dies auch auf der Leinwand erkennt. „Ich meine, dass das Publikum sich auf kurzweilige 90 Minuten freuen darf“, sagt Becker. „Und zwar ganz egal, ob es sich im Film gerade um eine 90-jährige Oma, einen neunjährigen Jungen oder einen 20-jährigen Studenten handelt.“ Produzent Panay abschließend: „Ich verantworte gern Filme, die die Menschen glücklich machen, die sie zum Lachen bringen. Ich glaube, das ist uns mit DOGS – DADDY ODER DEAL gelungen.“

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