Ocean's Twelve Poster

Clooney nennt Oscars "dumm und peinlich"

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Lange Zeit galt Sean Penn als größter Oscar-Gegner. Doch dieser Job ist seit dessen letztjährigem Triumph mit „Mystic River“ frei.

George Clooney: Motzt er mit Hintergedanken? Bild: Warner

Nun tritt scheinbar George Clooney in die Fußstapfen des Mannes, der die Academy Awards einst als „fürchterliche, komplett durchgestylte Fernsehshow“ tituliert hatte. Clooney ging noch einen schritt weiter als Sean Penn und schimpfte:

„Preisverleihungen sind dann sinnvoll, wenn sie als Ansporn dienen, bessere Filme zu machen. Aber die Oscars sind doch nur gegenseitiges Promi-Schulterklopfen, deswegen war ich da auch noch nie. Ich gehe zu so was nur, wenn ich muss, weil ich nominiert bin. Ansonsten ist das einfach dumm und peinlich!“

Starker Tobak von Super-George, der dabei tatsächlich noch nie für einen Goldjungen nominiert war – obwohl er für „From Dusk till dawn„, „Solaris„, „O Brother, Where Art Thou?“ und „Geständnisse“ reihenweise Preise abgeräumt hat, darunter auch einen Golden Globe. Spötter unterstellen ihm nun, dass er schlicht beleidigt sei, weil er beim wichtigsten Filmpreis bisher außen vor blieb.

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Bitte, bitte, nominiert mich!

Aber vielleicht spekuliert Clooney auch einfach auf den Penn-Effekt. Denn treu dem Gebot „Wenn du deinen Feind nicht besiegen kannst, mach‘ ihn dir zum Freund!“ nominierte die Academy Sean Penn immer wieder aufs Neue, bis der Ausnahmemime letztes Jahr schließlich einlenkte – mit der Einschränkung, dass er das nur getan habe, um „Mystic River“ zu promoten, an dem ja so „unglaublich viele talentierte Leute mitgearbeitet“ hätten. Prompt gewann Penn den Oscar als bester Hauptdarsteller. Und Clooney hat mit „Ocean’s Twelve“ pünktlich zur Nominierungsphase einen vielversprechenden Kandidaten am Start.

Sollten die gestrengen Damen und Herren der Academy den ehemaligen TV-Star allerdings wieder übersehen, hat George auch schon die passende Erklärung parat: „Ich glaube sowieso nicht, dass man Kunst miteinander vergleichen und bewerten kann!“

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