O

  1. Ø 0
   2001
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Filmhandlung und Hintergrund

O: Sehr gut gespieltes Teenie-Drama, das Shakespeares "Othello" auf einen zeitgenössische Highschool-Campus verlegt.

Trotz schwarzer Hautfarbe ist Sportass Odin der beliebteste Schüler seiner Highschool und in Rektorentochter Desi verliebt. Nur dem Sohn von Coach Goulding, Hugo, ist Odin ein Dorn im Auge. Geschickt streut er Gerüchte, um einen perfiden Plan in die Tat umzusetzen. Tatsächlich fällt Odin auf die Intrige rein, eine Katastrophe bahnt sich an.

Der farbige Basketballspieler Odin „O“ James ist der Schwarm aller Mädchen auf der Elite-High-School Palmetto Grove. Er hat eine Beziehung mit dem hübschesten Mädchen der Schule und ist erklärter Liebling des Basketball-Coachs Duke Golding. Zerfressen von Neid beschließt dessen Sohn Hugo, den Rivalen zu vernichten. Nachdem er „O“ aus dem Freundeskreis isoliert hat, überzeugt er ihn davon, dass seine Freundin Desi eine Affäre mit Teamkollege Michael unterhält. Hugo überredet Odin zum Mord an Desi und dazu, Michael der Tat zu bezichtigen…

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Kritikerrezensionen

  • Wer hätte das gedacht, aber dieser Film war bereits abgedreht, als Josh Hartnett noch gar nicht ahnte, dass er sich Hair Extensions für die „Virgin Suicides“ zulegen muss und in „Pearl Harbor“ mit Ben Affleck um die Wette fliegen würde. Dieser Film war bereits abgedreht, als Julia Stiles ihre Hauptrollen in „Den einen oder keinen“ und „Save the Last Dance“ noch vor sich hatte. Nur Mekhi Phifers Karriere geriet etwas ins Stocken, als sich Miramax wegen der Welle der Gewalttaten an amerikanischen Schulen dazu entschloss, „O“ einstweilen auf Eis zu legen. Nachdem der Starttermin – u.a. wegen des Massakers in Columbine – mehrmals verschoben wurde, trat der Verleih 2000 die Rechte an Lions Gate ab. Das längst zum Politikum gewordene Teeniedrama kam knapp zwei Jahre nach Ende der Dreharbeiten endlich ins amerikanische Kino. Mit 6,9 Mio. Dollar angelaufen, zeigte sich das US-Publikum leider nur in Maßen interessiert. Offenbar hatte man Schwierigkeiten, den Mädchenschwarm Hartnett in der Rolle des grüblerischen Intriganten Hugo zu akzeptieren.

    Anders als Michael Almereydas „Hamlet“ (ebenfalls mit Julia Stiles) belastet sich „O“ nicht mit dem Originaltext Shakespeares. Auch ist die Story derart mitreißend erzählt, dass man erst gar nicht auf den Gedanken kommt, einen Stoff aus dem Jahre 1603 vor sich zu haben. Neben dem herrlich gegen den Strich besetzten Josh Hartnett hinterlässt Mekhi Phifer in der Rolle des farbigen Basketball-Talents Odin ‚O‘ James den wohl stärksten Eindruck. Odin ist der unbestrittene Star der Elite-Highschool Palmetto Grove, dazu noch mit dem hübschesten Mädchen zusammen und der Liebling von Coach Duke Goulding (Martin Sheen). Niemand scheint zu bemerken, wie sehr dessen Sohn Hugo (Josh Hartnett) darunter leidet, wie sehr er sich von seinem Vater zurückgesetzt fühlt. Zerfressen vor Neid missbraucht Hugo das Vertrauen und die Freundschaft, die ihm Odin entgegenbringt, und isoliert ihn nach und nach von seinen Mitschülern. Er lässt ihn glauben, seine Freundin Desi (Julia Stiles) habe eine heimliche Affäre mit seinem Teamkollegen Michael (Andrew Keegan). Hugo überzeugt Odin schließlich davon, Desi zu töten und den Mord Michael anzuhängen. Dass das tragische Ende „Othellos“ weitgehend bekannt ist, nimmt dem Film nichts von seiner Spannung, im Gegenteil. Während des blutigen Finales versteht man plötzlich, was die Kontroverse um „O“ auslöste. Regisseur Tim Blake Nelson macht genau dort ernst, wo sonst die Selbstironie des Teenhorrors wütet. Ein beklemmender, aber wichtiger Film. flex.

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