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No One Sleeps

Kinostart: 28.09.2000

Filmhandlung und Hintergrund

Milieuthriller um einen Ostberliner Medizinstudenten, der in San Francisco mit einer Serie mysteriöser Sexualmorde an Schwulen konfrontiert wird.

Der Ostberliner Medizinstudent Stefan reist zu einem Vortrag nach San Francisco. Dort wird er in der Schwulenszene mit einer Serie mysteriöser Sexualmorde konfrontiert. Die Opfer waren alle seit Jahren HIV-infiziert. Stefan versucht herauszufinden, was für ein Motiv der Mörder haben könnte. Bald kreuzen sich seine Wege mit den der ermittelnden Kommissarin Tolliver.

In San Francisco ereignen sich mysteriöse Morde an HIV-infizierten Schwulen. Stefan, Student aus Berlin, forscht nach den Motiven des Mörders und trifft dabei auf die Kommissarin Tolliver. Beeindruckend an diesem Thriller im Schwulen-Milieu ist die Verquickung der Handlung mit Auszügen aus der Puccini-Oper „Turandot“.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • No One Sleeps: Milieuthriller um einen Ostberliner Medizinstudenten, der in San Francisco mit einer Serie mysteriöser Sexualmorde an Schwulen konfrontiert wird.

    Eine Oper als Leitmotiv, eine spekulative These über den Ursprung des Aids-Virus, eine Krimi-Erzählstruktur und eine kleine Reise durch die schwule Szene von San Francisco gehen in Jochen Hicks Paranoia-Thriller eine lebhafte Verbindung ein, die jedoch in ihrer planvollen Auflösung mehr die Selbstfindung des Helden als die reine Spannungserzeugung im Blick hat. Ein Action-Krimi, wie es die Kritik formulierte, ist das nicht, vielmehr eine Nabelschau mit kriminalistischem Kick, für die Szene gedreht und mit offensivem Selbstverständnis gegenüber Aids und den Reaktionen auf die Krankheit konzipiert.

    Stefan, ein schwuler Medizinstudent aus Berlin, geht in San Francisco auf den Spuren seines gestorbenen Vaters, eines DDR-Mediziners, den Spuren einer These nach, derzufolge das HIV-Virus vom Pentagon bei der Entwicklung biologischer Waffen in US-Gefängnissen in den siebziger Jahren an Insassen ausprobiert wurde. Gleichzeitig bringt ein Serienkiller Männer um, die positiv waren, und hinterlässt Zeichen, die mit der bevorstehenden Aufführung von und hinterlässt Zeichen, die mit der bevorstehenden Aufführung von Puccinis Oper „Turandot“ zu tun haben. Stefan, der sich in der Szene austoben will, gerät an einen aggressiven Liebhaber, einen verdächtigen Mediziner und in Lebensgefahr, kommt aber davon.

    Regisseur Jochen Hicks kennt sich in der Szene aus, die er zuvor mit Dokumentarfilmen („Sex/Life in L.A) gefeiert hatte. Der Ton ist rauh, zänkisch, widersprüchlich wie die Realität des eingefangenen Milieus. Wirklich spannend wird es nicht, eher schwerelos durch die Oper „Turandot“, deren Arie „Nessun dorma“ (keiner schläft) die Erzählstränge und die zwiespältigen Charaktere zusammenhält. Am besten ist die wie die Autorin Susan Sontag aussehende resolute Irit Levi, die als Kommissarin mit Durchblick parallel zu dem von Tom Wlaschiha erkennbar freudig sein Sexleben genießender Stefan recherchiert. Für Programmkinos mit entsprechendem Interesse. ger.

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