Filmhandlung und Hintergrund

Virtual-Reality-Thriller mit einer Prise existenzialistischer Philosophie und in phänomenalem Design.

Computerspiele sind das Leben von Software-Designer Jimi. Seine neuste Kreation, „Nirvana“, wird durch einen Virus infiziert, wodurch in seinem Protagonisten Solo das Bewußtsein erwacht. Der sieht sich fortan in der virtuellen Welt gefangen und bittet Jimi, seine traurige Existenz zu löschen. Doch dazu braucht Jimi seine Hacker-Freunde Joystick und Naima.

Jimi arbeitet gerade an der Realisierung des Computerspiels „Nirvana“. Doch ehe er damit fertig ist, befällt ein hochinfektiöser Virus das gesamte System. Die Folge: Der Protagonist des Spiels wird sich bewußt, daß er nicht wirklich lebt und fordert deshalb seinen Herrn und Meister auf, das Spiel – und damit ihn selbst – zu vernichten. Doch die Macht über seine Schöpfung hat Jimi längst verloren, und so beginnt ein verwirrend-faszinierender Wettlauf zwischen Phantasie und Wirklichkeit, bei dem nicht abzusehen ist, wer am Ende der Sieger sein wird.

Virtual-Reality-Thriller mit einer Prise existenzialistischer Philosophie und in phänomenalem Design.

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    Kritikerrezensionen

    • Nirvana - Die Zukunft ist ein Spiel: Virtual-Reality-Thriller mit einer Prise existenzialistischer Philosophie und in phänomenalem Design.

      „Die Zukunft ist ein Spiel“, prophezeit der Untertitel zu „Nirvana“, mit dem sich Gabriele Salvatores, fünf Jahre nach dem Oscargewinn für „Mediterraneo“, wieder in den deutschen Kinos zurückmeldet. Doch in der Gegenwart erweist sich seine futuristische Reflexion über die Entmenschlichung der realen und Humanisierung der virtuellen Realität als nur müßig unterhaltsames Vergnügen, dem es zwar nicht an Ambition und Taktik, wohl aber am Spielerischen mangelt.

      „Sie müssen gefährlicher, komplexer werden, sonst langweilt sich der Spieler“, erklärt Programmierer Jimi (Christopher Lambert) seiner Schöpfung Solo (Diego Abatantuono) die Anforderungen an Computerspiele, die zu erfüllen auch „Nirvana“ genützt hätte. Komplex und nicht nur aufgrund moralischer Fragestellungen interessant ist die Ausgangsposition dieses Science-fiction-Dramas: der Dialog zwischen lebender und toter Materie, zwischen Schöpfer und Geschöpf, zwischen konkreter und vorgetäuschter Realität. Protagonist Jimi, der sich seit seiner Trennung von seiner großen Liebe (fast nur in kurzen Videostatements präsent: Emmanuelle Seigner) aus seiner eigenen Wirklichkeit zurückgezogen hat, muß binnen dreier Tage die Arbeit an dem neuen, satte Gewinne versprechenden Computerspiel Nirvana beenden. Als jedoch Solo, Nirvanas zentrale Figur, durch einen Virus ein Bewußtsein entwickelt, sich als nicht existent erkennt und seine Löschung fordert, entschließt sich Jimi, diesem Wunsch zu entsprechen und das Game aus der Datenbank seines Auftraggebers, eines japanischen Großkonzerns, zu entfernen. Ein Ziel, ein Auftrag, nur der Weg dorthin verspricht nur für Jimi Aufregung. In der Realität des Zuschauers aber stellt sich Spannung nicht ein, denn die sich an den hierarchischen Ebenen eines Computerspiels orientierende Struktur des Films, das Springen von Figur zu Figur, bis endlich der Problemlöser gefunden ist, ermüdet ohne echte Höhepunkte. Interessanter dagegen das nur von wenigen Computereffekten illustrierte virtuelle Niveau, auf dem die einzige Figur mit Bewußtsein Solo (nomen est omen!), andere vergeblich von ihrer Künstlichkeit zu überzeugen versucht, und der Unmöglichkeit, Nirvana zu erreichen, den Kreislauf Geburt-Tod-Wiedergeburt zu durchbrechen. Einflüsse asiatischer Religionen sind unübersehbar, wie auch die literarischen Entwürfe William Gibsons oder cineastische Vorbilder wie „Blade Runner“, der allerdings ungleich spannender und tiefgründiger verwandte Fragen humaner und moralischer Natur diskutierte. Auch in Atmosphäre und Ausstattung zeigt sich „Nirvana“ von Ridley Scotts Klassiker inspiriert, muß sich aber aufgrund sichtbarer Budgetgrenzen in den Bildausschnitten auf die kleine Lösung beschränken. Letztere mag sich auch an den Kinokassen abzeichnen, wo schon Enki Bilals „Tykho Moon“ scheiterte, der Ambition und Unterhaltung ebenfalls nicht harmonisieren konnte. kob.

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