Fakten und Hintergründe zum Film "Nick und Norah - Soundtrack einer Nacht"

Kino.de Redaktion |

Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Produktionsnotizen

New York City bei Nacht steckt voller Romantik und Abenteuer. Stets scheint alles möglich. In NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT brechen ein Junge und ein Mädchen auf in einen Abend voller Musik, den beide niemals vergessen werden.

Für Andrew Miano und Kerry Kohansky, die Produzenten dieser ungewöhnlich romantischen Komödie, war NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT eine Gelegenheit, eine jener Nächte noch einmal neu zu erleben, in der man sich keine Gedanken über Eltern und Schule macht, und die Nacht voller unendlicher Möglichkeiten zu stecken scheint. „Kerry und ich lasen das Buch vor etwa drei Jahren und wir sicherten uns die Rechte, weil wir die Story toll fanden“, erinnert sich Miano, der mit Kohansky davor an Filmen wie The Golden Compass (Der goldene Kompass, 2007) und American Dreamz (American Dreamz, 2006) gearbeitet hatte. „Wir haben selbst vergleichbare Nächte in unserer Highschool- oder Collegezeit erlebt. Wir waren überzeugt, dass es viele Menschen gibt, die etwas mit dieser Idee anfangen können – eine magische Nacht mit einer Person zu erleben, die man danach womöglich niemals wiedersieht.“

Bilderstrecke starten(24 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht

Wie die Hauptfiguren des Films wuchs auch Kohansky in einer Vorstadt auf und besuchte die nahe gelegene Stadt, um die heißesten neuen Bands und Jungs aufzustöbern. „Die meisten Leute können Geschichten von dieser einen unvergesslichen Nacht erzählen, die sie in ihrer Jugend erlebt haben“, fährt sie fort. „Es war völlig egal, wer man ist. Es war völlig egal, was der nächste Tag bringen würde. Es ging um diese eine Nacht, es ging darum, die Stunden gemeinsam zu verbringen, vielleicht einen Club zu besuchen oder Musik zu lauschen oder so etwas in der Art – ohne zu wissen, ob man die Person, mit der man diese Nacht erlebt, jemals wiedersehen wird. NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT dreht sich um diese Erinnerungen, die uns ein Leben lang nicht mehr verlassen werden. Ich glaube, dass das Publikum sich diesen Film ansehen wird und danach sagt: Ich verstehe, worum es geht..“

Miano sagt, dass es ihm wichtig war, das Gefühl heraufzubeschwören, das er hatte, als er eine Reihe der ikonischen Filme der Achtzigerjahre zum ersten Mal sah. „Es gibt Filme, mit denen ich groß geworden bin, wie die Filme von John Hughes oder Say Anything (Dream Lover, 1989), wo ich aus dem Kino kam und den Eindruck hatte, diese zwei Stunden gerade miterlebt zu haben“, erzählt der Produzent. „Man ließ sich voll und ganz auf die Geschichte und diese Figuren ein und am Ende war man emotional zufrieden. Man war glücklich, weil einem die Figuren so ans Herz gewachsen waren, dass man froh war, wenn sie zueinander fanden.“

„Das ist die Art von Erfahrung, die wir mit unserem Film erzielen wollten“, fährt er fort. „Wir wollen, dass die Menschen beim Verlassen des Kinos diesen Hauch Magie verspüren, weil sie glauben, dass genau diese Geschichte auch ihnen passieren könnte – oder sogar tatsächlich passiert ist. Das ist das Ziel. Die Menschen sollen ihren Freunden erzählen wollen, dass sie gerade etwas Besonderes im Kino erlebt haben.“

NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT basiert auf dem Roman „Nick & Norah’s Infinite Playlist“ von Rachel Cohn und David Levithan. Cohn ist bekannt für ihre realistischen und einfühlsamen Porträts von Mädchen im Teenageralter, während Levithan sich einen Namen als Pionier im Genre der Jugendliteratur gemacht hat. In ihrer ersten gemeinsamen Arbeit beschwören die Autoren eine geheimnisvolle, magische New Yorker Nacht herauf, die zwei zögerliche Romantiker zusammenführt, die wie füreinander geschaffen sind.

Der Roman erwies sich für die Filmemacher als reichhaltige Quelle, die sich wunderbar als Grundlage für den Film eignete. „Nick und Norah sind als Figuren ungemein komplex“, sagt Kohansky. „Ihre Stimmen haben wir direkt aus dem Buch übernommen. Alles Nötige war bereits vorhanden. Unsere einzige Aufgabe war es, die Konflikte ein wenig zu verschärfen, indem wir die Tatsache heraufbeschworen, dass Norahs Freundin Caroline verschwindet.“

„Anfangs überlegten wir uns, ob man den Text des Romans nicht sogar als Erzählung aus dem Off übernehmen könnte, aber dann haben wir uns doch dagegen entschieden“, überlegt die Produzentin. „Die Stimmen der Figuren im Buch und im Drehbuch waren so stark, dass uns schnell bewusst wurde, dass man keinen Off-Kommentar brauchte. Als Norah Nick in dem Club erstmals sieht und beschließt, dass er der Typ ist, auf den sie zugehen und den sie küssen wird, weiß man genau, was sie denkt.“

Die Produzenten wandten sich an Peter Sollett, einen aufstrebenden Regisseur, der bereits bei den Filmfestivals in Deauville und Cannes geehrt worden war. „Es gab nur eine kurze Liste von Leuten, mit denen wir unbedingt arbeiten wollten, und Pete gehörte dazu“, sagt Miano. „Als wir ihm die Geschichte beschrieben, fand er sie sofort toll – New York, Musik, all das. Er rief uns sofort zurück und sagte, dass er mit an Bord wäre.“

Kohansky hatte die NYU mit Sollett besucht. Sie nennt die Entscheidung, ihn als Regisseur zu wählen, einen „No-Brainer“ – eine Selbstverständlichkeit. Sein vorangegangener Film Raising Victor Vargas (Long Way Home – Sommer in New York, 2002) war ein Erfolg bei der Kritik und ein Lieblingsfilm beider Produzenten. „Und es ging um einen Jungen und ein Mädchen aus der Lower East Side, die sich ineinander verlieben“, merkt sie an. „In unserer Geschichte haben wir diese beiden Kids von außerhalb, die in die Stadt fahren und es sich richtig gut gehen lassen. Wir wussten einfach, dass er diese Welt kennt und eine Art hat, dass man sich unweigerlich in die Figuren verliebt, was ihn perfekt für diesen Job machte. Pete leistete phänomenale Arbeit. Er steht total auf Musik, was es ihm ermöglicht, all die richtigen Lieder auszusuchen, die genau in den Film passten.“

Sollett fühlte sich sofort von dem Drehbuch angesprochen, sagt er, weil es ihn daran erinnerte, wie er selbst seine Zeit in New York verbracht hatte. „Ich steckte mitten zwischen zwei Filmen“, erzählt der Regisseur. „Ich musste morgens nicht pünktlich aufstehen. Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich wirklich ausnutzen, was das Nachtleben in New York zu bieten hatte. Ich habe eine Reihe der Orte sofort wiedererkannt, die Erfahrungen deckten sich mit denen, die ich damals machen konnte.“

Aber das Drehbuch sprach den Filmemacher auch auf einer persönlicheren Ebene direkt an. „Ein Aspekt des Films ist es zu erzählen, wie es sich anfühlt, wenn man 18 Jahre alt ist und sich verliebt“, sagt er. „Das sprach mich sofort an. Als ich damals im College war, lernte auch ich jemanden kennen, den ich wirklich sehr gern mochte. Zu der Zeit war ich ein typisches Bridge-and-Tunnel-Kid, das außerhalb lebte und zur Schule in die Stadt fahren musste. Sie lebte in Manhattan. Ich habe sie jede Nacht besucht und blieb bis zwei oder drei Uhr morgens bei ihr. Doch dann musste ich aus Manhattan raus, um nach Hause zu kommen. Eines der Themen des Drehbuchs ist es, dass man so viel wie möglich aus jeder Stunde dieser langen Nächte herausholen muss.“

Im Verlauf eines Abends lassen sich Nick und Norah durch die Straßen von New York treiben. Erst folgen sie den Hinweisen, die sie zu dem Ort führen, an dem Where’s Fluffy auftreten. Dann versuchen sie Norahs verschwundene Freundin Caroline zu finden. „Man könnte es als magische Reise durch New York City beschreiben“, sagt Miano. „Im Verlauf dieser einen Nacht machen sich die beiden Kids auf die Suche nach ihrer Lieblingsband und sie verlieben sich auch ineinander. Aber es ist, als hätte sich die Nacht gegen sie verschworen, als hätte sie etwas dagegen, dass sie zusammenkommen. Es gibt all diese Hindernisse zu überwinden. Das Abenteuer beginnt eigentlich erst so richtig, als sich die Jungs bereit erklären, Caroline nach Hause zu bringen.“

„Das Geheimnis, die Geschichte funktionieren zu lassen, ist einfach: Wir mussten einfach nur Figuren erschaffen, die dem Publikum nahestehen“, sagt Sollett. „Es ist nicht übermäßig schwierig, Szenarios zu skizzieren, in die sich die Zuschauer hineinversetzen können. Wenn sich nur eine Figur in einer Szene anfühlt wie man selbst oder sie sich in Situationen befinden, wie man sie selbst kennt, dann wird das mit einem Mal witzig und pfiffig.“

Er erzählt: „Ein Beispiel: Wenn Nick und Norah sich auf einmal allein im Auto befinden und feststellen, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen, dann ist das eine nachvollziehbare Situation, vergleichbar mit einem Blind Date. Der Film hat eine ganz simple Botschaft: Wenn man den Mut aufbringt, sich anderen als die Person zu zeigen, die man wirklich ist, dann hat man gute Chancen herauszufinden, was man mit anderen Menschen gemeinsam hat.“

„Was Nick und Norah verbindet, ist eine gewisse Hingabe, das Schutzschild, das sie um sich errichtet haben, aufrechtzuerhalten“, fährt der Regisseur fort. „Während dieser Nacht sorgen sie dafür, dass ihre jeweiligen Fassaden immer mehr Risse bekommen. Und diese kleinen Risse führen zu einer nicht-traditionellen Liebesszene, in der sie den Mut aufbringen, das Schutzschild, das sie um sich errichtet haben, aufzubrechen. Das ist die emotionale Reise, die Nick und Norah in dieser Nacht unternehmen.“

Produktion: Die Besetzung

NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT weist ein Ensemble vor, das sich aus den heißesten aufstrebenden Jungstars Hollywoods und einigen wenigen überaus vertrauten Gesichtern zusammensetzt. „Wir hatten wirklich Glück, solch eine tolle Besetzung auf die Beine stellen zu können“, sagt Andrew Miano. „Unsere Darsteller sind nicht nur enorm talentiert, sie sind obendrein auch allesamt irgendwie ganz normale, wahrhaftige Menschen. Sie sind nicht wie die Hollywood-Version von irgendwas.“

Michael Cera, der im vergangenen Jahr mit Superbad (Superbad, 2008) und Juno (Juno, 2008) zwei große Hits in Folge landen konnte, spielt Nick, den beseelten jungen Bassisten, dessen lexikalisches Wissen über Musik sofort Norahs Herz gewinnen kann. „Als wir das Buch vor vier Jahren kauften, gab es eine ganz andere Gruppe Achtzehnjähriger, die für Rollen in dem Film in Frage gekommen wären“, meint Miano. „Ich weiß gar nicht mehr, wen wir uns damals als Idealbesetzung vorgestellt hatten, kann mich aber erinnern, dass Michael damals eine kleine Rolle bekommen sollte. Wir kannten ihn aus der Serie ,Arrested Development‘, also lange vor Superbad. Dann stimmte einfach das Timing und Michael rückte in die erste Reihe vor.“

„Er ist witzig und charmant und in diesem Film verliebt man sich einfach in ihn“, sagt Produzentin Kerry Kohansky. „Er zeigt seine Gefühle nicht, aber man fühlt sich auch nicht von ihm eingeschüchtert. Dafür ist man von seinem Charme hingerissen.“

Cera berichtet, dass für ihn die Dialoge des Drehbuchs und die Geschichte die ausschlaggebenden Gründe für seine Beteiligung waren: „Und nicht zu vergessen: die Struktur. Es hatte all die Elemente, die ein Drehbuch benötigt, und das packte mich.“

„Ich las das Buch, um eine Vorstellung von der Tonalität des Films zu bekommen und ich stellte Pete jede Menge Fragen“, erinnert sich Cera. „Wir probten ein bisschen und alles lief einfach wunderbar, als wir uns beim Dreh trafen. Es ging weniger darum zu improvisieren oder die richtigen Witze in den jeweiligen Szenen zu finden. Wir wollten der Wahrheit auf die Spur kommen, was in der Geschichte vor sich geht.“

„Michael ist das absolute Gegenteil zu dem Typen, mit dem sich Norah zuletzt abgegeben hat“, meint Peter Sollett. „Ihr Ex ist ein ziemlich abstoßender Musiker, der sie nach Strich und Faden ausnutzt und mit ihrer Hilfe an ihren Vater herankommen will, der beste Verbindungen ins Musikgeschäft hat. Michael ist das absolute Gegenteil zu dieser Unehrlichkeit und Manipulation, weil er einfach ehrlich und aufrichtig ist, sehr charmant und in keinster Weise bedrohlich für jemanden, der, wie Norah, mit einer Trennung fertig werden muss.“

Für die Rolle der Norah fiel die Wahl der Filmemacher auf Kat Dennings, die in The 40-Year-Old Virgin (Jungfrau (40), männlich, sucht…, 2005) die Tochter von Catherine Keener gespielt hatte. „Wir arbeiteten eng mit dem Casting-Director Joseph Middleton zusammen“, erzählt Miano. „Er ist bekannt dafür, ein gutes Händchen für tolle und talentierte junge Leute zu haben. Er steckte hinter der Besetzung von Go (Go, 1998) und American Pie (American Pie, 1999). Er kannte Kat und stellte sie uns vor. Sie ist bildhübsch und sehr bodenständig, was man auf der Leinwand sofort erkennen kann.“

„Michael braucht jemanden, der ihm das Leben schwer macht, damit seine Figur auf der Leinwand erfolgreich funktioniert“, erklärt der Produzent. „Die Figur funktioniert nur dann, wenn die Frau, in die er sich verliebt, knallhart mit ihm umspringt. Und Kat macht das ganz ausgezeichnet.“

„Als ich den Film zum ersten Mal sah, drehte ich mich zu Pete um und sagte zu ihm: ,Kat erinnert mich an Julia Roberts in Mystic Pizza (Pizza, Pizza, 1988)“, erinnert sich Kerry Kohansky. „Sie hat ebenfalls dieses große, gewinnende Lächeln und wenn sie es aufblitzen lässt, wird einem richtig warm ums Herz. Und man fühlt sich, als könnte man ihre Gedanken lesen.“

Der Regisseur bezeichnet Dennings als „überragende Schauspielerin. Sie ist ein ganz eigener Typ und sie hat keine Angst, ihre Ansichten mitzuteilen und ihre absolut einzigartige Persönlichkeit zu zeigen. Es gibt nicht viele junge Schauspieler, die sich trauen, auf der Leinwand einfach nur sie selbst zu sein. Und sie ist einfach hinreißend schön. Auf der Suche nach dem richtigen Mädchen, das Nick nach seiner schrecklichen Trennung wieder aufrichten kann, schien mir jemand mit der unwiderstehlichen Frische von Kat absolut perfekt.“

Obwohl Kat Dennings bereitwillig zugibt, selbst niemals eine solche Nacht erlebt zu haben, wie es bei NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT der Fall ist, findet sie, dass ihr von all den Figuren, die sie bisher gespielt hat, keine näher steht als Norah. „Offensichtlich bin ich nicht genauso wie Norah im Buch“, meint sie. „Man muss sich ein paar Freiheiten nehmen, wenn man ein Buch als Film adaptiert. Beispielsweise redet sie im Film nicht so unflätig, weil wir etwas machen wollten, das jeden anspricht.“

Lange Zeit ist es im Film Norahs Geheimnis, dass sie die Tochter eines enorm erfolgreichen Musikproduzenten ist. „Sie hat panische Angst, sie könne nur deshalb gemocht werden, damit sie ihrem Vater später eine CD in die Hand drücken kann oder weil man sich Gefälligkeiten von ihr erwartet“, sagt die Schauspielerin. „Deshalb ist sie erst einmal zurückhaltend, als sie Nick kennenlernt. Erst ganz am Ende des Films verrät sie ihm, wer ihr Vater ist.“

Diese Offenbarung ist eine ihrer Lieblingsszenen des ganzen Films und spielt in einem legendären New Yorker Musikstudio. „Electric Ladyland? Ich wäre fast in Ohnmacht gefallen. David Bowie ist durch dieselben Gänge geschritten wie ich. Jimi Hendrix’ Puffärmelhemd hängt an der Wand. Ich habe auf dem weißen Steinway gespielt. Ich war so aufgeregt, dass ich weinen musste.“

Dennings freundete sich mit der Schauspielerin an, die im Film ihren besten Kumpel spielt. „Ari Graynor ist meine beste Freundin, meine allerbeste Freundin, auf immer und ewig“, berichtet sie. „Sie spielt Caroline, die beste Freundin von Norah. Caroline ist immer betrunken. Auf eine komische Weise spielt Norah immer die Rolle ihrer Mutter, sie kümmert sich immer um sie.“

Ari Graynor, die man aus Rollen in Film und Fernsehen kennt, ist der Katalysator für das Abenteuer, das die beiden Helden durch die Nacht treibt. Es ist Caroline, die Norah ermutigt, Nick anzusprechen. Und sie ist es, die das Geheimnis um Where’s Fluffy lüftet. Sie ist außerdem das Objekt einer stadtweiten Schnitzeljagd, als sich die Bandkollegen von Nick bereit erklären, sie nach Hause zu bringen, sie dann aber irgendwie abhanden kommt.

„Ich glaube, jeder hat während seiner Schulzeit auch einmal eine Caroline kennengelernt“, sagt Kerry Kohansky. „Jeder kennt diese Stimmungskanone, die auf einmal spurlos verschwindet oder mitten in der Bar aufsteht und ein Lied zu schmettern beginnt oder sonst irgendwie auffällt.“

Obwohl Ari Graynors Darstellung eines beschwipsten Teenagers, der in der großen Stadt auf die Pauke haut, oftmals für den befreienden Humor im Film zuständig ist, berührten sie die tieferen emotionalen Momente sehr. „Der Film spricht Dinge an, die uns allen durch den Kopf gehen“, erklärt sie. „Norah sagt zu Nick etwas über Einsamkeit, wenn man mit jemandem zusammen ist und wie sich diese Einsamkeit davon unterscheidet, wenn man allein ist. Ich kenne dieses Gefühl. Ich glaube, dass ich das im Drehbuch allerdings zum ersten Mal gelesen habe und beeindruckt war, dass sich zwei 18-Jährige diese Dinge erzählen.“

Die Arbeit mit Michael Cera war ein Höhepunkt für die Schauspielerin. „Michael ist ein absolutes Genie“, begeistert sie sich. „Ich war schon davor ein Riesenfan von ihm, jetzt mit ihm zu arbeiten, war einfach unglaublich. Er ist so flink, und sein Timing ist hervorragend.“

Dev und Thom, die schwulen Mitglieder ihrer Queercore-Band und Nicks beste Freunde, werden von Rafi Gavron und Aaron Yoo gespielt. „Als sich Rafi und Aaron zum Vorsprechen meldeten, war es, als würden sich alte Kumpels treffen“, erinnert sich Miano. „Für die Band hat das wunderbar gepasst. Sie spielen Jungs, die wohl früher mal etwas miteinander hatten, mittlerweile aber einfach beste Freunde sind. Sie kennen einander in- und auswendig und können sich deshalb ständig auf den Arm nehmen. Diese Dynamik hat Spaß gemacht und war sehr interessant.“

Eine realistische Balance für die Freundschaft zwischen Thom, Dev und Nick zu finden, war den Filmemachern ebenfalls sehr wichtig. „Das Schöne an dem Film ist: Er ist absolut ehrlich, wenn es um Freundschaft und Liebe geht, besonders wenn es um die Freundschaft zwischen Heteros und Schwulen geht“, sagt Yoo. „Es gibt nur ein paar wenige Momente in dem Film, in denen es wichtig war zu betonen, dass Dev und Thom schwul sind und Nick nicht. Genauso verhält es sich im wahren Leben. Das ist eine dieser Sachen, über die man überhaupt nicht nachdenkt.“

„Es gibt nicht viele Drehbücher, die so gut sind wie dieses“, findet Gavron. „Es trifft den Nagel in ganz vielen Belangen genau auf den Kopf. Es ist die erste Komödie, in der ich mitspiele, und ich musste viel lachen. Das war nett. Lachen ist eine gesunde Sache.“

Yoos Figur Thom ist die etwas weniger auffällige, mitfühlendere der beiden. „Devi ist eindeutig der Sänger“, sagt er. „Er ist es, der immer im Mittelpunkt steht. Nick ist ein Typ, der seine Freunde immer unterstützt und nicht viel Platz für sich selbst beansprucht. Und Thom war für mich immer so etwas wie die Farbe im Gemälde. Er ist sehr emotional. Ihm ist Liebe sehr wichtig, ihm geht es um Erfahrungen und das Genießen des Moments.“

Jay Baruchel, den man gerade erst in Tropic Thunder (Tropic Thunder, 2008) sehen konnte, spielt Norahs verachtenswerten Boyfriend Tal. „Es hat viel Spaß gemacht, so einen miesen Typen zu spielen“, lacht Baruchel. „Man kann viel Freiheit genießen, wenn man sich immer nur um sich selbst kümmert. Einen angeberischen Poser zu spielen, war so etwas wie meine persönliche Rache. Ich habe in meinem Leben viele Poser getroffen, die mir das Leben schwer gemacht haben, also konnte ich mich jetzt endlich für all den Ärger und die Unannehmlichkeiten revanchieren.“

„Das Drehbuch war so ungefähr das coolste, das ich jemals gelesen habe“, so Baruchel weiter. „Bei diesem Film mit dabei zu sein, war etwa so, wie in der Pause in der Schulcafeteria bei den coolen Kids am Tisch sitzen zu dürfen. Ich wusste gleich von Anfang an, dass ich es nur mit Topleuten zu tun bekommen würde.“

Zu den besonderen Reizen von NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT gehört eine Reihe von witzigen Gastauftritten. „Wir hatten viel Glück, was die Cameos anbetrifft“, findet Miano. „Wir haben Seth Meyers aus ,Saturday Night Live‘, Eddie Kaye Thomas aus American Pie (American Pie, 1999) schaute vorbei und spielte Jesus. John Cho, den man als Harold aus den Harold and Kumar-Filmen kennt, gehört bei unseren Filmen zum Stammpersonal. Und da es ja auch ein Film über Musik ist, war es sehr cool, dass wir Devendra Banhart, einen wirklich umwerfender Sänger und Musiker, überreden konnten.“

Kat Dennings kann dem nur zustimmen: „Als Pete mir zu Beginn des Drehs erzählte, dass Devendra Banhart mitmachen würde, schrie ich: ,Sei ruhig!‘ Ich konnte es einfach nicht glauben.“

Regisseur Peter Sollett schreibt seinem Darstellerensemble zu, dass der Film von einer Welle jugendlicher Energie getragen wird: „Wir hatten ein Ensemble wunderbarer, charismatischer, 18- bis 20-jähriger Schauspieler, die ausnahmsweise glücklich waren, während der Nacht zu drehen. Viele von ihnen sehen sich selbst als Nachteulen. Unsere Schauspieler wussten, dass sie Teil von etwas Besonderem sind. Und ich glaube, dass sie das zu schätzen wussten. Eine Filmproduktion kann niemals so spontan und aufregend und turbulent sein, wie es solche Nächte sind. Aber man tut, was man kann, dass es sich für alle Beteiligten so anfühlt, als würde man alles gerade zum ersten Mal machen.“

Ari Graynor sagt: „Peter gibt einem genug Führung, dass man weiß, wohin man geht, und er holt einen auch zurück, wenn es nötig ist. Ich bin so unglaublich dankbar und beeindruckt, wie er uns einfach unsere Sache machen ließ und wie aufmerksam er unseren Vorschlägen und Anregungen lauschte. Er ist außerdem der tollste Kerl überhaupt. Und er war es, der diese unglaubliche Gruppe von Leuten zusammenbrachte.“

Die Schauspieler erzählen, dass sie schnell enge Bande miteinander knüpften. „Alle in der Besetzung kamen gut miteinander aus und hatten viel Spaß bei der Arbeit“, sagt Michael Cera. „Wir haben zusammen Mittag gegessen, hingen zusammen im Wohnwagen herum und spielten Videogames.“

„Wir sind mittlerweile richtig gute Freunde geworden“, sagt Kat Dennings. „Wenn ich mich mit den anderen treffe, fühle ich mich gleich wieder an die Dreharbeiten erinnert.“

Wie die meisten Schauspieler hatte auch Gavron noch nie mit so vielen Darstellern in seiner Altersklasse gearbeitet. „Ich kann nicht sagen, warum die Chemie so ausgezeichnet war. Aber ich kann berichten, dass wir auch nach Drehschluss bestens miteinander auskamen“, erzählt er. „Am Set verbrachten wir die meiste Zeit in Michaels Wohnwagen und spielten auf der PlayStation 3 das Tiger-Woods-Golfspiel. Meistens gibt es bei einer Produktion immer ein paar Spannungen, aber hier war alles harmonisch. Wir haben einander ins Herz geschlossen und hatten gemeinsam eine absurd gute Zeit.“

Produktion: Playlist

NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT spielt in einer Reihe der angesagtesten Clubs von New York. Unter anderem gibt es Musik von Bands zu hören wie Vampire Weekend, Band of Horses, Bishop Allen, Devendra Banhart, The Real Tuesday Weld, Shout Out Louds und We Are Scientists. Produzent Andrew Miano sagt, dass man bei der Zusammenstellung des Soundtracks gezielt Ausschau hielt nach „der besten Musik, die man noch nie gehört hat“.

„Unsere Musikberaterin Linda Cohen hatte einen schwierigen Job zu erledigen“, sagt der Produzent. „Sie musste Pete und mir und einer Reihe anderer Leute wie dem Cutter Myron Kerstein ständig neue Vorschläge machen – und wir bezeichnen uns allesamt als Musikfreaks. Aber es war auch eines der Elemente, das am meisten Spaß machte. Und was die Bands anbetrifft, die wir für den Film gewinnen wollten, da gab es eine ganze Reihe großartiger aufstrebender New Yorker Bands, von denen Pete ein Fan war.“

Sollett sagt, dass er bei den Liedern im Film nach zwei Dingen suchte. „Man könnte sagen, dass wir dem Publikum des Films unsere eigene Playlist, mit der wir unsere Gefühle ausdrücken, überlassen. Es war wichtig, tolle Lieder zu finden, die einem Großteil der Zuschauer nicht bereits bekannt waren. Auf einer anderen Ebene wollten wir Lieder finden, die genau den Emotionen der Figuren in den jeweiligen Szenen entsprechen.“

Nicks Playlisten sind sorgfältig gestaltete Schöpfungen, die dem Zuhörer Hinweise auf sein Innenleben geben. Sie sind auch der Grund, warum sich Norah in ihn verliebt, ohne ihn jemals getroffen zu haben. Eine Playlist zu erstellen, so Sollett, kann eine oberflächliche Angelegenheit sein, aber auch ein Weg, sich durch die Worte und Musik anderer zu offenbaren. „Man kann einfach nur Musik mit anderen teilen. Aber es gibt auch einen pointierteren Weg, Playlisten zu machen. Die Auswahl der Lieder und ihre Anordnung erzählen eine Geschichte. Für viele Menschen, und dazu zähle ich mich auch, kann man sich perfekt ausdrücken, wenn einem die nötigen Worte fehlen, indem man eine Sammlung von Liedern zusammenstellt und sie mit jemandem teilt.“

Die Darsteller haben ihre eigenen Erfahrungen mit Playlisten gemacht. Kat Dennings gesteht sogar, für ihren Freund eine eigene Halloween-Playlist erstellt zu haben. „Ich habe ein paar Halloween-Lieder mit dem Programm Garage Band für ihn aufgenommen“, sagt sie. „Ich habe die Instrumente mit meiner Stimme imitiert, ich habe alles selbst gemacht. Ich habe ,Monster Mash‘ eigens für ihn neu aufgenommen, mit seinem Namen, der im Lied auftaucht.“

Rafi Gavron sagt, dass seine persönliche Playlist aus Stücken von Bob Marley, Al Green, Otis Redding, Marvin Gaye, Erykah Badu, Q Tip und Nas bestehen würde. „Ich liebe den Sound von bevor 1998, als Hip-Hop starb. Ich bin nicht wählerisch. Wenn ein Lied gut ist, dann höre ich es mir an.“

Schauspieler Jay Baruchel sucht nach einem Mädchen, das seine Begeisterung für My Bloody Valentine teilt. „Das wäre für mich, als wenn sich die Wolken teilen und das Gesicht Gottes sich mir offenbaren würde“, sagt er. „Wenn ich jemals ein Mädchen finde, das in seiner Playlist My Bloody Valentine, New Order, Joy Division und Godspeed You Black Emperor führt, dann wird mich niemand davon abhalten können, sie zu heiraten.“

Produzentin Kerry Kohansky sagt, dass es genau dieses vom Herzen kommende Gefühl sei, das NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT auszeichne: „Es geht um Musik, welche Wirkung sie auf Menschen hat, wie sie uns einander nahebringt, die Erinnerungen, die sie in uns wachruft. Nick und Norah sind musikalische Seelenverwandte. Ihre Liebe zur Musik bringt sie zusammen. Musik lässt sie sich ineinander verlieben.“

Die erste Szene des Films beinhaltet eine Liveperformance von „Screw the Man“, die Erkennungsmelodie von The Jerk-Offs. „Ich hatte Glück, dass meine Schauspieler der Musik so nahestehen“, meint Peter Sollett. „Viele von ihnen haben eigene Erfahrungen als Musiker gemacht. Michael ist ein vollendeter Gitarrist. Er spielt sehr gut und singt mit einer sehr, sehr liebenswerten Stimme.“

Nun ist Cera vielleicht ein guter Gitarrist. Für den Bass musste er allerdings ein bisschen üben. „Das hat mir anfangs etwas Angst gemacht“, gesteht er. „Wir haben nur ein paar Tage vor anderen Leuten gedreht, während wir Musik gespielt haben. Aber das war gleich die allererste Szene. Schließlich hat es aber ziemlich viel Spaß gemacht, da oben auf der Bühne zu stehen.“

Rafi Gavron hatte noch nie davor gesungen, aber Sollett betont, dass er ein Naturtalent sei. „Als Musiker im Studio und auf der Bühne war er fantastisch“, meint der Regisseur. „Vielleicht hat er seine ganz persönliche Rock’n’Roll-Fantasie ausgelebt. Oder vielleicht hat er eine geheime Vergangenheit als Musiker. Ich weiß nicht.“

Gavron erinnert sich, dass der erste Tag ungeheuer chaotisch war. „Ich hatte richtig Angst. Ich musste die ganze Zeit denken: ,Wie mache ich das nur?’ Ich stehe da auf der Bühne und brülle mir die Seele aus dem Leib vor 100 Statisten, die ihre Sache wirklich toll machten. Ich habe ihre Energie absolut gespürt. Sie machten einfach alles mit und ließen sich voll auf die Musik ein, dass man gar nicht anders konnte, als sich auf der Bühne wohl zu fühlen. Ich stellte überrascht fest, dass ich mich mit dem Mikro in all diese absurden Posen warf und mir das Shirt vom Leib riss. Ein paar wunderbare schwule Jungs standen direkt vor mir und machten mir Mut. Ich hätte niemals geahnt, dass ich so viel Spaß haben könnte.“

Aaron Yoo hat von Kindesbeinen an Musik gemacht, sich aber nie an der Gitarre versucht. „Ich habe ein paar Stunden Unterricht genommen“, erzählt er. „Ich habe in der ersten Woche so viel geübt, dass ich mir die Haut von den Fingern fetzte. Ich wusste ja nicht, wie man die Saiten richtig anschlägt. Ich habe mich Stunden mit diesen Riffs abgeplagt und dann war da noch die Herausforderung, all das Gelernte in einen richtigen Auftritt in einem richtigen Club zu übersetzen.“

Er sagt, dass er den Auftritt sehr ernst nahm. „Wir alle sind mit unterschiedlichen Ansätzen an die Sache rangegangen. Ich habe ein paar Freunde, die in Bands spielen, bei denen habe ich mir ein paar Sachen abgeschaut. Für den ersten Drehtag war es ganz schön intensiv. Aber es war auch ein großartiger Auftakt, ein richtiger Paukenschlag.“

Die Ko-Stars des Trios sind voll des Lobes für ihre Bandleistungen. „Sie sind eine richtig gute Band“, behauptet Kat Dennings. „Am Ende der Nacht sangen die Statisten jede Zeile des Textes mit, alle waren begeistert. Ich finde, das sollte man sofort im Radio spielen.“

Der Song, „Screw the Man“, wird im Buch erwähnt, wurde aber eigens für den Film geschrieben. „Wir mussten den Film einfach mit diesem Song eröffnen“, sagt Miano. „Als Rafi im Studio den ersten Ton sang, wussten wir, dass wir auf dem richtigen Weg waren.“

„,Screw the Man’ ist ein toller Song“, sagt Ari Graynor. „Man kriegt ihn nicht mehr aus dem Kopf, ein richtiger Ohrwurm.“

Atlantic Records wird den Soundtrack von NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT am 23. September 2008 auf den Markt bringen.

Produktion: Eine Fahrt durch New York

Die Drehorte von NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT sind so etwas wie ein Reiseführer des Lebens von New York City, von ganz oben bis ganz unten, vom berühmten Downtown-Punkclub Crash Mansion über die Grace Church, das Electric Ladyland Studio und dem Port Authority Bus Terminal hin zum Veselka-Coffe-Shop im East Village und Gray’s Papaya, wo es alle die hintreibt, die spät nachts noch einen ordentlichen Hot Dog essen wollen. Von den richtigen Locations hing das Gelingen des Films ab, auch wenn es womöglich preiswerter und logistisch weniger problematisch gewesen wäre, nach Toronto zu gehen und die kanadische Metropole wie New York aussehen zu lassen.

Doch für Produzent Andrew Miano stand immer fest, dass dieser Film in Manhattan gedreht werden musste. „Uns ist es zunächst als Firma wichtig, unsere Filme hier anzusiedeln, anstatt ins Ausland zu gehen“, berichtet er. „Vor allem aber hat diese Stadt einen ganz eigenen Puls, ob man nun das Empire State Building im Hintergrund sieht oder man sich durch den Verkehr navigiert oder andere Dinge macht, die man nur hier machen kann.“

Dennoch erwies sich jede Nacht wieder als neue Herausforderung, erzählt Kerry Kohansky: „Wenn man mit einem überschaubaren Budget arbeitet und einer entsprechend klar eingegrenzten Zeit jede Nacht, dann hat man oft nur eine Gelegenheit, die gewünschte Aufnahme zu bekommen. Aber New York hat einfach eine frenetische Energie, die zu diesem Film wie die Faust aufs Auge passt. Das ist es, worum es in der Nacht von Nick und Norah geht.“

„Wir drehten um vier Uhr morgens in der Lower East Side“, erinnert sie sich. „Die Menschen kamen aus den Bars und liefen einfach nur in der Gegend herum. Wir hatten Statisten angeheuert, das wäre aber gar nicht nötig gewesen, denn um uns herum gab es all diese verrückte Energie, die uns antrieb. Wenn wir um sechs Uhr die letzte Klappe hatten, fühlte es sich an, als wäre die Nacht gerade erst vorbei. Genauso fühlt man sich, wenn man selbst nachts in New York City auf die Pauke haut.“

Ari Graynor fand die Erfahrung, mitten auf den Straßen der Stadt zu drehen, aufregend. „New York ist was ganz Besonderes“, meint sie. „Es ist meine Lieblingsstadt auf der ganzen Welt. Diese Energie findet man sonst nirgends. Dass wir nun mittendrin steckten und der Welt zeigen, wie sich New York bei Nacht anfühlt, ist ziemlich unglaublich.“

„Ich glaube nicht, dass es anderswo genauso viel Spaß gemacht hätte, denn in anderen Städten würde einfach irgendwann der Stecker gezogen werden“, berichtet Michael Cera. „In New York sind die Menschen tatsächlich putzmunter, wenn man mitten in der Nacht filmt.“

Die Stadt verlieh dem Film einen ganz besonderen „Glanz“, gerade was die Kameraarbeit anbetrifft. „Das meiste haben wir mit Handkamera gedreht“, sagt Peter Sollett. „Fast alles wurde mit langen Objektiven abgewickelt, womit man ein Cinema-verité-Feeling erhält. Gerade bei Nacht ist es bei diesen Objektiven so, dass man eine sehr flache Raumtiefe hat und Lichter diffus aussehen. Die Dinge sehen sehr romantisch aus, haben eine richtig warme Atmosphäre.“

Er fährt fort: „Da gibt es eine Szene, in der Nick einen Anruf erhält. Er legt das Telefon auf und sieht in Richtung Norah, die am Eck steht und ein Taxi anzuhalten versucht. Die Einstellung sah irgendwie abstrakt und farbenfroh aus. Es sieht so aus, als würden viele Lichter um Norahs Kopf herumschwirren. Das sind tatsächlich einfach nur ganz normale New Yorker Ampeln und Straßenlichter. Aber mit diesen Objektiven sieht alles wunderbar glanzvoll aus.“

Nick und Norah fahren durch New York in Nicks Yugo aus den Achtzigern, ein hellgelbes Gefährt von fragwürdiger Verlässlichkeit. „Der Yugo ist ein seltenes jugoslawisches Billigautomobil aus den späten Achtzigerjahren“, sagt Sollett. „Er wird längst nicht mehr hergestellt. Und es ist alles andere als einfach, in einem dermaßen engen Auto zu filmen. Die Crew war gezwungen, schnell dazuzulernen. Bei den Fahrszenen pflanzten wir den Yugo meistens auf die Ladefläche eines Lastwagens und stellten rundherum unsere Kameras auf. Aber es gab auch Einstellungen, die wir unbedingt im Auto selbst drehen mussten. In der Szene, in der sich Caroline im Auto einschließt, wollten wir das aus ihrer Sicht aufnehmen. Das war eine ziemliche Leistung.“

Er fährt fort: „Es ist ein wirklich sehr, sehr kleines Auto. Da sich Michael und Kat gerade erst kennenlernen, kann man sagen, dass Vieles, was sie in diesen engen Umständen erleben, ein Spiegel dessen ist, was die Figuren durchmachen. Sie stecken unversehens in einer angespannten Situation in diesem winzigen Auto, wo sie gezwungen sind, miteinander zurechtzukommen. Das alles entwickelt sich ein bisschen zu schnell, als dass es irgendwie bequem sein könnte. Man kann also sagen, dass die Herausforderung an die Schauspieler im Grunde der Herausforderung der Figuren entspricht.“

Zu den Kommentaren

News und Stories

  • Sky: Die Film-Neustarts dieser Woche

    Das Pay-TV-Unternehmen Sky hat auch diese Woche wieder einige Film-Neustarts zu vermelden, die auf dem Sender Sky Cinema starten. Den Anfang macht am Mittwoch, 24. März 2010 um 20.15 Uhr, die Romanze “Nick and Norah - Soundtrack einer Nacht“. Der Film erzählt die Geschichte von dem 18-jährigen Musikfan Nick, der unter der Trennung von sexy Highschool-Biest Tris leidet. Bei einem Rockkonzert in New York trifft er deren...

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • "Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht" ab 12. Februar

    Die musikalische Romanze „Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht“ wird am 12. Februar in die deutschen Kinos kommen. Michael Cera („Juno“) und Kat Dennings („House Bunny“) spielen die beiden Hauptfiguren, die sich in New York über den Weg laufen und entdecken, dass sie die gleiche Lieblingsband haben. Sie suchen gemeinsam in der Stadt nach dem geheimen Konzert der Band, das irgendwo stattfinden soll und erleben eine Nacht...

    Ehemalige BEM-Accounts  

Kommentare

  1. Startseite
  2. News
  3. Film-News
  4. Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht
  5. Fakten und Hintergründe zum Film "Nick und Norah - Soundtrack einer Nacht"