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Nicht von dieser Welt

Kinostart: 27.12.2001

Filmhandlung und Hintergrund

Ganz normale Menschen Warmherzige, humane und charmante Dramödie, in der zwei Menschen durch ein Findelkind dazu gebracht werden über sich hinauszuwachsen.

Die junge Mailänder Schwester Caterina träumt von Missionsarbeit in einem fremden Land. Doch als ihr ein Mann ein Neugeborenes in den Arm legt, sieht sie ihre Mission darin, die Mutter des Kindes ausfindig zu machen. Bei ihrer Suche trifft sie auch den einsamen Geschäftsmann Ernesto, der sich als möglicher Vater des Kindes herausstellt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nicht von dieser Welt: Ganz normale Menschen Warmherzige, humane und charmante Dramödie, in der zwei Menschen durch ein Findelkind dazu gebracht werden über sich hinauszuwachsen.

    Italienische Filme haben es zur Zeit gut in Deutschland - nach „Brot und Tulpen“ und „Das Zimmer meines Sohnes“ folgt nun Giuseppe Piccionis „Nicht von dieser Welt“. Ausgezeichnet mit fünf David di Donatello, vier Festivalpreisen in Taormina, preisgekrönt außerdem bei den Festivals in Montreal, Chicago und Los Angeles und schließlich für den Oscar 2000 nominiert, ist diese sanfte Komödie über die Liebe und ihre wichtigsten Entscheidungen etwas Besonderes nicht nur für ein großes Arthouse-Publikum.

    Alltag in der Großstadt Mailand, die vor einem halben Jahrhundert Szenerie für ein neorealistisches Meisterwerk war: Vittorio de Sicas „Wunder von Mailand“. Giuseppe Piccioni, der drei Jahre nach der de-Sica-Premiere geboren wurde, scheint mit dem großen Neorealisten verbunden: Premio de Sica ist der erste große Preis, den er für seinen ersten Spielfilm „Der große Blek“ 1988 bekam. Ganz offenbar hat Piccioni da ein Erbe angetreten, das auch in seinem bisher erfolgreichsten Film erzählerisch und stilistisch erfolgreich erkennbar ist. Die unauffälligen kleinen Leute, die Jedermanns, interessieren ihn. Hier sind es die junge Catarina (Margherita Buy), die Ordensschwester werden will, der Single und Wäschereibesitzer Ernesto (Silvio Orlando), der einsam und planlos durchs Leben treibt, die ziellose Teresa und der ordentliche Polizist. Eigentlich haben diese vier Menschen nichts miteinander zu tun. Piccioni entwirft vier unterschiedliche Existenzformen, beschreibt Charaktere und lässt sie sich entwickeln durch Ereignisse, die von einem Zufall ausgelöst werden, der schönsten und aufregendsten Motivation für eine gute Kinogeschichte. Catarina findet im Park ein ausgesetztes Baby und macht sich auf die Suche nach dessen Mutter. Ihr so klar auf ein Ziel hin geplantes Leben wird ziemlich heftig durchgeschüttelt, weil sie bei ihrer detektivischen Beschäftigung mit Erfahrungen konfrontiert wird, die sie bisher nicht kannte. Ihre Nachforschungen führen sie zu Ernesto und reißen ihn aus seiner Lethargie, machen ihn erst angst-, dann hoffnungsvoll. Es geht in Piccionis Film, der auch Melodram und augenblicksweise fast Drama ist, um Erfahrungen von Leben, von Bewegung und Veränderung. Nicht Stillstand, weder planvoll noch ziellos, kann das eigentliche Leben sein, sondern immer wieder etwas Neues, das den Menschen fordert, ob positiv oder negativ. Nicht von dieser Welt zu sein, hat immer etwas von Flucht, von Frust vielleicht auch - Piccionis Film zeigt, wie man Lust aufs Leben bekommt. fh.

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