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Nicht tot zu kriegen

  

Filmhandlung und Hintergrund

Krimi-Hommage an Iris Berben als alternde Diva, die von einem Stalker verfolgt wird und eine besondere Beziehung zu ihrem Bodyguard entwickelt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nicht tot zu kriegen: Krimi-Hommage an Iris Berben als alternde Diva, die von einem Stalker verfolgt wird und eine besondere Beziehung zu ihrem Bodyguard entwickelt.

    Krimi-Hommage an Iris Berben als alternde Diva, die von einem Stalker verfolgt wird und eine besondere Beziehung zu ihrem Bodyguard entwickelt.

    Das ZDF hat sich anlässlich von Iris Berbens rundem Geburtstag etwas Besonderes einfallen lassen. Das Drehbuch von Regisseurin Nina Grosse basiert auf Franz Doblers Kriminalroman „Ein Schlag ins Gesicht“, in dem ein abgewrackter Ex-Kommissar zum Leibwächter einer alternden Filmdiva wird. Grosse hat einige nicht unwesentliche Änderungen vorgenommen (die Heldin der Vorlage ist ein früherer Porno-Star), den Film jedoch mit einer Vielzahl popkultureller Hinweise gespickt. Dank dieser Zitate sowie den Verbeugungen vor dem München der Siebzigerjahre ist „Nicht tot zu kriegen“ ein großer Spaß und natürlich auch eine Hommage an Berben, auf deren Leben und Schaffen Grosse mit Hilfe diverser Fotografien und Ausschnitte fleißig verweist.

    Die Geschichte ist ebenfalls interessant: Die Erfolge von Schauspielerin und Sängerin Simone Mankus liegen schon eine Weile zurück; derzeit verhandelt ihr Sohn und Agent Jonas (Barnaby Metschurat) mit einem TV-Sender, um die Mutter in einem Reality-Format à la „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ unterzubringen. Immerhin gibt es die Anfrage einer weiblichen jungen Rock-Combo (verkörpert von der Band Gurr) für einen gemeinsamen Auftritt, und demnächst sollen Mankus‘ Memoiren erscheinen. Ausgerechnet jetzt, wo das Comeback zum Greifen nah scheint, wird sie von einem Stalker bedroht, der ihr regelmäßig bedrohliche Präsente macht und sie auffordert, der Welt den Anblick ihres gealterten Gesichts zu ersparen. Sie wendet sich an eine Sicherheitsfirma, die ihr einen Schutzengel schickt. Polizist Robert Fallner (Murathan Muslu) ist vorübergehend suspendiert, weil er bei einer Razzia einen angeblich unbewaffneten jungen Dealer erschossen hat. Außerdem leidet er unter der Trennung von seiner Freundin. Mit der Glitzerwelt von Simone Mankus kann er ohnehin nichts anfangen; gegen ihre verblühten Reize ist er ebenfalls immun. Seinen Job nimmt er jedoch äußerst ernst, und in dieser Konstellation liegt der eigentliche Reiz: hier die Diva, die den alten Zeiten nachtrauert, dort der verschlossene Personenschützer, der in diesen alten Zeiten herumstochert, weil er überzeugt ist, dass der Stalker einer von Simones verflossenen Liebhabern ist.

    Iris Berben bietet die Rolle des Ex-Stars dank des Facettenreichtums der Figur ein umfangreiches Spektrum, das sie voll auskostet, zumal Simone ein emotionales Wechselbad erlebt. Das gilt auch für ihr mal verhärmtes, mal mondänes Erscheinungsbild. Dass ihr Stern so hell leuchten kann, liegt nicht zuletzt an Murathan Muslu. Es gibt nur wenige deutschsprachige Schauspieler mit seiner geballten physischen Präsenz, die hier noch stärker als sonst zum Tragen kommt, weil der gebürtige Wiener dem Adjektiv wortkarg eine ganz neue Bedeutung verleiht. Dass auch Fallner verletzt und verletzlich ist, gibt Muslus Spiel eine besondere Note: Der Polizist hat regelmäßig Erscheinungen seines Opfers (Mohamed Issa).

    Die Krimiebene lebt natürlich von der Frage, wer der Urheber des Psychoterrors ist. Die Fährten, die Grosse legt, sind jedoch derart falsch, dass die Auflösung ziemlich aus dem Hut gezaubert wirkt. Der Film kann sich ohnehin nicht recht entscheiden, ob er eher komisch oder eher spannend sein soll, aber Muslu und Berben sind eine ausgezeichnete Kombination. tpg.
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