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News From Home

Kinostart: 07.09.2006

Filmhandlung und Hintergrund

Doku über die wechselvolle Geschichte eines Haus in Jerusalem und seiner jüdischen und palästinensischen Bewohner.

In den 40er Jahren gehörte das Haus in Jerusalem der palästinensischen Arztfamilie Dajani. Als 1948 der Staat Israel deklariert wurde, packten die Dajanis wie so viele Araber ihre Koffer, und die israelische Armee annektierte das Haus. In den späten 50ern dann diente es als Heimstatt für jüdische Flüchtlinge aus Algerien, dann verwandelte es ein wohlhabender Universitätsprofessor in eine feine Villa. Nun wohnt eine liberale Dame in dem Haus, und macht sich, selbst in Istanbul geboren und aufgewachsen, so ihre eigenen Gedanken über Dinge wie Heimat und Exil.

In den frühen 80ern berichtete der israelische Regisseur Amos Gitai zum ersten mal von dem Haus, in dem sich die Geschichte wiederspiegelt. Nun kehrt er zurück, besucht ehemalige Bewohner und vollendet seine Trilogie.

Ein palästinensischer Steinmetz und dessen Familie im Westjordanland, in Jordanien verstreute Angehörige der 1948 vertriebenen palästinensischen Besitzer sowie jetzige jüdische Bewohner einer Villa in Jerusalem erzählen ihre Lebensgeschichte, die meistens auch eine Vertriebenengeschichte ist.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • News From Home: Doku über die wechselvolle Geschichte eines Haus in Jerusalem und seiner jüdischen und palästinensischen Bewohner.

    Mit viel Geduld und einem fast schon naiven Spürsinn folgt der israelische Regisseur Amos Gitai in diesem Dokumentarfilm den Lebensspuren der alten und neuen Bewohner einer Jerusalemer Villa.

    Die ruhig gehaltene, von Amos Gitai aus dem Off kommentierte Mini-Budget-Doku „News from Home“ bildet den Abschluss einer 1980 begonnenen und 1998 fortgesetzten filmischen Trilogie über eine Alt-Jerusalemer Immobilie und ihre wechselnden jüdisch-arabischen Bewohner. Im Jahr 2005 hat sich der streitbare Gitai, der in Deutschland vor allem durch seine Spielfilme wie „Kadosh“ oder „Free Zone“ bekannt ist, erneut auf die Suche nach noch lebenden Zeitgenossen oder ihren Verwandten gemacht, die auf die eine oder andere Art mit diesem Haus in Verbindung stehen. Dabei traf der ehemalige Architekturstudent auf Menschen mit unterschiedlichen Biografien: der alte, bereits 1980 porträtierte palästinensische Steinmetz und dessen Familie im Westjordanland, in Jordanien verstreute Angehörige der eigentlichen - 1948 vertriebenen - palästinensischen Besitzer sowie etliche der jetzigen jüdischen Bewohner, die ihrerseits auf ganz private Vertriebenengeschichten zurückblicken.

    Ohne anzuklagen, fast schon naiv lässt Gitai diese Menschen ihre Lebensgeschichte erzählen, lässt sie in alten Fotografien stöbern oder sehnsüchtige Lieder zum Besten geben. Die Alt-Jerusalemer Villa bildet dabei nur eine Metapher für das heutige Jerusalem, ja eigentlich für die Region Israel-Palästina, an der wie an diesem Haus ständig gewerkelt und umgebaut wird. Aus juristischen Fakten wie Eigentum und Geburtsrecht werden so im Laufe der Jahre Historie und Legende - und das problembehaftete „Recht auf Rückkehr“ entwickelt sich zu einem nebulösen Mythos. Am Schluss wird der Jude Gitai von einem jungen Palästinenser gefragt, ob die ehemaligen (arabischen) Besitzer, wenn sie denn zurückkehren dürften, ihr Eigentum auch wieder in Besitz nehmen könnten. „Nein“, antwortet Gitai kurz und knapp, weniger bedauernd als vielmehr erschrocken ob der harten Realität.

    Die israelisch-belgisch-französische Koproduktion „News from Home“ ist definitiv ein so genanntes Special-Interest-Kino. Aber in Zeiten pseudo-neutraler Berichterstattung aus dem „Nahen Osten“ tut solch eine behutsam und geruhsam gestaltete Filmstudie über „Besitzstandswahrungen“ sehr gut. aw.

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