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Fakten und Hintergründe zum Film "New in Town"

Fakten und Hintergründe zum Film "New in Town"
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Über die Produktion

In der Komödie NEW IN TOWN kehrt Renée Zellweger zu dem Genre zurück, das sie weltweit populär gemacht hat: die romantische Komödie. In ihrer Rolle als zielstrebige, materialistisch orientierte Karrierefrau Lucy Hill muss sie sich aus heiterem Himmel mit frostigen Temperaturen, einer kleinstädtischen Mentalität und unerwarteten Gefühlen für einen Mann, den sie nicht einmal leiden kann, herum schlagen. Auf diesem Weg entdeckt Lucy ihr besseres Ich und stellt sich der Herausforderung, sich auf eine echte, positive Veränderung in ihrem Leben einzulassen.

„Lucy ist eine hartnäckige, entschlossene, selbstbewusste und versierte Aktrice im amerikanischen Geschäftsleben“, erläutert Zellweger. „Sie lebt in Miami und wird von ihrer Firma nach Minnesota versetzt, um dort eine Fabrikanlage ihres Unternehmens neu zu gestalten. Dort ist sie wie ein Fisch auf dem Trocknen. Sie erwartet nicht, dass sie vom Charme dieses Ortes eingenommen sein wird oder sich mit irgendjemandem in dieser Stadt anfreunden kann. Sie denkt, sie kommt und kann wieder gehen, ohne dass ihr Mangel an Menschlichkeit davon beeinflusst wird.“

Zellweger, die für UNTERWEGS NACH COLD MOUNTAIN („Cold Mountain“, 2003) mit dem Oscar® als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde und zu den vielseitigsten Schauspielerinnen ihrer Generation zählt, war geradezu begierig darauf, wieder einmal eine traditionelle romantische Komödie zu spielen. „Ich habe damals gerade EIN VERLOCKENDES SPIEL („Leatherheads“, 2008) gedreht. An einem Tag waren wir recht früh mit den Dreharbeiten fertig und ich schaute mir MITTEN INS HERZ – EIN SONG FÜR DICH („Music and Lyrics“, 2007) an, weil ich Hugh Grant so toll finde. Ich habe den Film geliebt und er hat mich daran erinnert, welchen Stellenwert Romanzen im Lexikon unserer Popkultur einnehmen. Kurz danach bekam ich das Drehbuch von NEW IN TOWN und es hat mich prompt an einen anderen Ort entführt. Ich dachte: Das ist es!“ Produzent Paul Brooks dazu: „Dieses Skript erzählt eine erfrischend romantische Komödie, die in einer Gemeinde mit einem großen Herz und wunderbaren altmodischen Werten spielt und Renée war unsere erste Wahl für die Rolle von Lucy Hill!“

Zellweger nutzte die Gelegenheit, ihr Talent als Komödiantin zu zeigen und stürzte sich mit vollem Körpereinsatz in die Rolle der Perfektionistin Lucy. Natürlich stellte man ihr eine Stuntfrau zur Verfügung, aber schon am ersten Tag der Dreharbeiten entschloss sich Zellweger, ihre eigenen Stunts zu machen – auch wenn sie dabei immer wieder auf den kalten, harten und vereisten Boden aufschlagen musste. „Aber genau das macht ja so viel Spaß“, erklärt sie begeistert. „Es macht Spaß, den Trottel im Schnee zu spielen, dabei Grimassen zu schneiden, kreativ mit der Situation umzugehen und sich lächerlich zu machen. Keine Chance, dass ich darauf verzichtet hätte. Niemals! Ich habe mir oft genug den Bauch gehalten vor Lachen, als ich hinterher sah, was für ein Idiot ich sein kann. Und es ist besonders witzig, weil es Lucy so wichtig ist, perfekt zu sein.“ „Egal, ob es sich um ein Drama oder eine Komödie handelt – Renée gibt sich völlig ihrer Rolle hin“, ergänzt Brooks. „Sie ist ein echtes Naturtalent, eine unglaublich begabte Komödiantin. Wenn sie einen albernen Moment hat, dann hat das auch seinen Grund – und das nutzt sie.“

Zellweger legte Wert darauf, dass sie auch den weniger ansprechenden Wesenszügen ihrer Figur genug Raum geben konnte. Lucy beginnt als sehr materialistische, hoch ambitionierte Geschäftsfrau und lernt erst langsam durch die Beziehungen zu den Bewohnern von New Ulm die Vorzüge von Gemeinschaft, Loyalität, echter Freundschaft und einem einfacheren, geerdeten Lebensstil zu schätzen. Diese Wandlung vollzieht Zellweger, ohne je die Sympathie der Zuschauer zu verlieren – ein Zeugnis ihres unverwechselbaren Charismas. „Renée verfügt über diese sehr gewinnende Art, die einen dazu bringt, für sie zu jubeln. Egal, in welcher Situation ihre Figur gerade ist“, sagt die Produzentin Tracey Edmonds. „Lucy will sich beweisen. Sie ist in mancherlei Hinsicht noch sehr unsicher und Renée schafft es, diese Facetten ihres Charakters zu zeigen und sie trotz ihrer Makel als liebenswerte Person zu porträtieren“, ergänzt Edmonds.

Die größte Herausforderung, der sich Lucy stellen muss, personifiziert sich in Ted, dem Gewerkschaftsführer der Fabrik, die sie umstrukturieren soll. Ted wird von dem Musiker und Schauspieler Harry Connick, Jr. verkörpert und ist ein hemdsärmeliger Arbeiter, dem seine Gemeinde und das Wohl seiner Kollegen, deren Jobs hier auf dem Spiel stehen, sehr am Herzen liegen. Natürlich ist es Lucy und Ted vorherbestimmt, dass sie in herzlicher Abneigung einander verbunden sind – und dies resultiert in witzigen Wortgefechten, die seit den Tagen von Katharine Hepburn und Spencer Tracy das Salz in der Suppe einer romantischen Komödie sind.

„Ich vertrete die Arbeiter“, bringt Connick, Jr. seine Figur auf den Punkt. „Und Lucy will uns nicht nur die Butter vom Brot nehmen, sondern uns allen auch den Job streichen. Also hält sich meine Sympathie zunächst sehr in Grenzen. Ich sehe meilenweit voraus, was sie plant, und ich bin sehr leicht reizbar, wenn sie in der Nähe ist.“ „Dieser Konflikt macht sehr viel Spaß und man interessiert sich schnell dafür, was wohl passieren mag, wenn man es nicht gerade leicht miteinander hat“, fährt Zellweger fort. „Wenn dieser Typ, den sie kennen lernt, nicht sonderlich interessiert ist, sich schroff verhält oder wenn es sogar fast unmöglich erscheint, dass diese beiden ein Paar werden – dann macht es erst richtig Spaß!“

„Harry ist ein toller Schauspieler und er verfügt ebenfalls über ein enormes Charisma“, sagt Edmonds. „Er hat eine wundervolle Südstaaten Mentalität und den Charme eines netten Kerls von nebenan, den man für eine Figur wie Ted unbedingt braucht. Und das schafft die perfekte Chemie zusammen mit dem sehr verspannten Charakter von Renées Figur.“

So wie seine Kollegin fand auch Connick, Jr. den leichten, komödiantischen Ton von NEW IN TOWN sehr ansprechend, aber der größte Reiz war für ihn die Aussicht, mit seinem Co-Star zusammen zu arbeiten. „Meine Aufmerksamkeit wurde zuerst von der Tatsache erregt, dass Renée die Hauptrolle spielt“, gibt er zu. „Ich bin schon ewig ein Fan von ihr und habe mich sehr darauf gefreut, mit ihr zu arbeiten.“ Die daraus resultierende Arbeitsbeziehung ergab eine spürbare Leinwand-Chemie zwischen den beiden Stars – und eine dicke Freundschaft jenseits der Kamera. „Der größte Unterschied zwischen unseren Figuren und uns selbst besteht wohl darin, dass ich mich im wahren Leben auf Anhieb hervorragend mit Renée verstand“, sagt Connick, Jr. „Sie ist einfach eine einzigartige Person. Sie ist brillant, geradezu magnetisch. Und wenn die Kamera läuft, ist ihre meisterhafte Kunst klar und deutlich. Glücklicherweise haben wir den gleichen Sinn für Humor, also haben wir unsere gemeinsame Zeit sehr genossen. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich sie jetzt zu meinen guten Freunden zählen kann.“

Renée Zellweger gibt die Komplimente zurück: „Harry ist ein sehr großzügiger Mensch und er ist sehr gut bei allem, was er tut. Es ist schön, ihn um sich zu haben, er hat eine sehr positive Ausstrahlung und unterstützt jeden am Set nach Kräften. Dieser Mann erscheint – und der Tag wird automatisch schöner. Wenn irgendwo am Set eine Gitarre herum steht, schnappt er sie sich und singt ein Lied über jedes Crew-Mitglied.“

Nachdem Zellweger für die Hauptrolle zugesagt hatte, begann der Produzent Paul Brooks mit der Suche nach einem geeigneten Regisseur. Den fand er in dem aufstrebenden dänischen Filmemacher Jonas Elmer, nachdem Brooks dessen Debütfilm NYNNE (2005) gesehen hatte. „Ich mochte diesen Film sehr und ich dachte, dieser Mann wäre eine sehr interessante Wahl“, erinnert sich Brooks. „Sein Film hatte eine wunderbare Energie, großartige Charaktere und war unfassbar witzig.“

Elmer reagierte prompt auf das Drehbuch von Kenneth Rance und C. Jay Cox. „Um ehrlich zu sein: Das einzige, was mich an einem Film interessiert, sind die Charaktere“, bekennt er. „Ich bemerkte, dass die Figuren hier sehr dreidimensional sind und habe mich auf Anhieb in sie verliebt. Und die Comedy in dem Skript kommt aus den Charakteren. Es gibt darin keine Komik, die gezwungen oder verkrampft erscheint.“ „Jonas hat einen sehr starken Sinn für Humor, er weiß eine gute Geschichte und echte Charaktere zu schätzen, und er hat sich sehr für das Projekt ins Zeug gelegt“, ergänzt Brooks.

Auch Elmer und Zellweger entdeckten schnell ihren gemeinsamen Sinn für Humor. Zu ihrer Vorbereitung gehörte eine ausgiebige Beschäftigung mit komödiantischen Vorbildern wie Peter Sellers, Carol Burnett und Imogene Coca. „Jonas mag das Unvorhersehbare und alles, was ihm unredlich erscheint, wird sofort eliminiert“, sagt Zellweger. „Ich habe mich mit ihm zusammen gesetzt und Vertrauen gefasst, weil ich seinen Ausführungen zuhörte, was in seinen Augen einen guten FiIm ausmacht.“ Jonas wiederum war tief beeindruckt von Zellwegers Professionalität und ihrer enormen Erfahrung vor der Kamera. „Sie ist bei einer Nahaufnahme unglaublich stark. Und sie weiß auch genau, was sie an physischer Comedy bei einer Halbtotalen und einer Totalen tun muss“, sagt der Regisseur. „Wir haben im Schneideraum so viele Möglichkeiten gehabt – das ist ein echtes Geschenk von einem Schauspieler. Und es war einfach fantastisch, sie in diesen Szenen zu sehen. Sie ist überhaupt nicht eitel und gibt sich voll und ganz ihrer Szene hin.“

Die Dreharbeiten fanden in Miami, Florida, und im kanadischen Winnipeg statt, das als Location für das Städtchen New Ulm in Minnesota gewählt wurde. Bereits bei der Vorproduktion legte Jonas Elmer Wert darauf, dass New Ulm im Film eine zentrale Rolle spielt. Also besuchte er die Stadt, um aus erster Hand Erfahrungen in diesem abgelegenen Vorposten am Rande Minnesotas zu sammeln. „Meine Erfahrungen glichen denen von Lucy, als ich in New Ulm ankam“, gibt der Regisseur zu. „Ich fühlte mich wie ein Fisch auf dem Trocknen. Es war also sehr hilfreich, dass ich diese Reise unternommen hatte.“

Der Drehbuchautor Kenneth Rance entschied sich, seine Geschichte in New Ulm spielen zu lassen – nicht aus einer Laune heraus, sondern weil er einer wahren Geschichte seine Reverenz erweisen wollte, die ihn zu dem Skript inspiriert hatte. Rance, der in Minneapolis, Minnesota geboren und aufgewachsen war, lernte eines Nachts in einem Club seiner Heimatstadt auf der Tanzfläche eine attraktive Frau kennen, die definitiv keine Einheimische war. Nachdem er ihr einen Drink spendiert hatte, erfuhr er, dass sie aus North Carolina stammt, aber in New Ulm lebt und dort als Managerin einer lokalen Lebensmittelfabrik arbeitete. Sie erzählte ihm vom Druck beim Aufstieg auf der Karriereleiter, ihrem Umgang mit den Einheimischen, dem Versuch, deren Respekt zu gewinnen und der Einsamkeit, die man als Neue in diesem Städtchen verspürt. „In diesem Moment wusste ich: Diese Geschichte lieferte mir den Stoff für einen Film“, sagt Rance. „Ich habe zwar nicht sofort angefangen, an dem Skript zu schreiben, aber ich habe die Story stets mit mir herum getragen und immer daran geglaubt, dass die besten Geschichten die wahren Geschichten sind.“

Eines der Ziele des Autoren war es, in dem Drehbuch akkurat die sehr freundlichen, warmherzigen und auf tiefem christlichen Glauben basierenden Werte der Gemeinde von New Ulm – Bevölkerung: 13.593 – einzufangen. Die meisten Bewohner stammen von deutschen und schwedischen Vorfahren ab, und die Stadt gilt als „deutscheste“ in den USA. „Ich wollte, dass die Geschichte authentisch und organisch ist, inklusive des lokalen Akzents, der Kultur und der Sprache. Wenn ein Bewohner von New Ulm diesen Film sieht, soll er sagen: Die haben es genau getroffen!“, sagt Rance.

Nachdem er das Drehbuch fertig gestellt hatte, tat sich Rance mit dem Produzenten Darryl Taja zusammen, der wiederum Tracey Edmonds an Bord holte, die bei der Produktion mithelfen sollte. Edmonds reizte besonders die weibliche Perspektive der Geschichte: „Es geht um eine Lady, die in ihrem Büro in einem Netzwerk von alten Jungs gefangen ist und die versucht, die Karriereleiter herauf zu klettern und sich zu beweisen. Darum nimmt sie diesen Auftrag an, den keiner haben will. Ich wusste: Das ist eine Geschichte, mit der viele arbeitende Frauen etwas anfangen können.“

Schließlich erwarb Paul Brooks, der Produzent von MY BIG FAT GREEK WEDDING – HOCHZEIT AUF GRIECHISCH („My Big Fat Greek Wedding“, 2002), WEDDING DATE („The Wedding Date“, 2005) und VON FRAU ZU FRAU („Because I Said So“, 2007) die Rechte an dem Projekt und zog den Drehbuchautoren C. Jay Cox hinzu, der die Geschichte noch weiter entwickelte. So wie Rance baute er besonders die komödiantischen Möglichkeiten aus, wenn Lucy auf den kleinstädtisch-bäuerlichen Lebensstil von New Ulm prallt. „Die drastischen Veränderungen, denen sie zwischen Miami und New Ulm ausgesetzt ist, machten die Möglichkeiten für eine Comedy schier endlos“, grinst Cox.

In der Hoffnung, die authentische Atmosphäre von New Ulm rekonstruieren zu können, arbeiteten die Filmemacher hart daran, ein passendes Ensemble von Nebendarstellern zu finden. Das führte sie zu der Besetzung von J.K. Simmons, Frances Conroy und Siobhan Fallon Hogan in den zentralen Nebenrollen. Simmons, weltweit bekannt für seinen Part als Vater eines schwangeren Teenagers in dem Independent-Hit JUNO („Juno“, 2007), nahm für die Rolle des Stu Kopenhafer, einem aufrichtigen, geradlinigen Arbeiter aus New Ulm, der mit dem Geschäftsgebaren von Lucy reichlich wenig anfangen kann, 35 Pfund zu. Hogan spielt die Schlüsselrolle der Blanche Gunderson, einer Figur, die den warmherzigen Geist der Gemeinde verkörpert und eine ungewöhnliche Freundschaft mit Lucy aufbaut.

Eine beachtliche Herausforderung wartete auf das Team, als die Dreharbeiten in Winnipeg beginnen sollten: Die Produktion fand sich inmitten von rekordverdächtigen Wintertemperaturen von -47 Grad Celsius wieder. „Es war ungefähr so, als hätten wir auf dem Mond gedreht“, erinnert sich Renée Zellweger. „Die meisten Menschen wissen nicht mal, wie sich eine solche Temperatur anfühlt. Man kann innerhalb von zwei Minuten zu Tode erfrieren. Alles, was den Elementen direkt ausgesetzt wird, kann man abschreiben.“ So fror ständig das technische Equipment ein und legte die Dreharbeiten lahm. Wenn gefilmt werden konnte, konnten die Kameras selten länger als eine Minute laufen, weil die von ihnen erzeugte Wärme die Linsen beschlagen ließ.

„Wir haben ein völlig neues Vokabular erfunden“, fährt Zellweger fort. „Dein Gesicht ist so steifgefroren, dass du beim Filmen nicht weißt, dass deine Augen tränen…bis deine Augenlider zusammen frieren. Dann bekommst du Lid-Zapfen. Die Jungs hatten Bart-Zapfen. Am besten fand ich den Zustand, wenn dein Mund taub wird und du kaum sprechen kannst. Dann hast du jedes Empfinden verloren, und du bekommst Nasen-Zapfen. Die sind echt sexy.“

In einer unvergesslichen Szene musste sich Zellweger tapfer diesen schlimmen Temperaturen stellen – mit einem Minimum an Kleidung und zwar in der Szene, als Lucy aus Miami in Minnesota ankommt und absolut unvorbereitet auf das kalte Wetter trifft. „Während Renées Szene standen überall außerhalb des Bildausschnitts beheizbare Zelte und Leute mit warmen Jacken“, erinnert sich Elmer. „Es war unfassbar kalt für sie, aber sie hat sich nicht ein einziges Mal beschwert. Es war einfach fantastisch, mit ihr zu arbeiten. Danach war sie anderthalb Wochen richtig erkältet und hatte Fieber…und selbst da hat sie sich nicht beklagt.“

Natürlich wurden nicht alle Szenen draußen gefilmt. Eine der denkwürdigsten Szenen während der Dreharbeiten war der „Tapioka-Kampf“, in dem sechs Charaktere in eine leidenschaftliche Essensschlacht verwickelt werden. Darin spielen große Klumpen von klebrigem Tapioka-Pudding eine zentrale Rolle. Weil ein wiederholtes Aufwischen von Tapioka-Spritzern zu zeitraubend gewesen wäre, entschied sich Elmer, die komplette Szene in einem Take zu drehen und stellte mehrere Kameras auf. Die Schauspieler nutzten die Möglichkeit zur Improvisation, und was folgte, war ein wahrer Schneesturm aus Tapioka. „Alle hatten einen Heidenspaß bei dieser Szene, denn sie war fast wie ein Art Exorzismus, der die Kälte vertreiben sollte“, erläutert Brooks. „Alles, was man in dieser Szene sieht, ist spontanes Gelächter und authentischer Spaß.“ Und er fährt fort: „Ich hoffe, dass in der heutigen, unruhigen Zeit der mitreißende Optimismus dieser Gemeinde die andere Seite der kulturellen Medaille zeigen kann.“

Diese von ungezügelter Freude getragene Stimmung erhoffen sich die Filmemacher auch bei den Zuschauern, wenn NEW IN TOWN in den Kinos startet. „Ich glaube, jeder von uns kann mit den simplen Bedürfnissen und Hoffnungen dieser Charaktere etwas anfangen –hoffentlich auf eine sehr witzige und unterhaltsame Weise“, sagt Elmer. „Es ist eine Geschichte über Menschen, die ihre Differenzen aus der Welt schaffen und lernen, sich gerade wegen ihrer Unterschiede zu lieben“, ergänzt Brooks. „Ich hoffe, dass unsere Zuschauer es genießen, dieses Gemeinschaftsgefühl zu spüren, das es in diesen liebenswerten Orten der USA tatsächlich gibt – wo die Menschen an einem Strang ziehen und das Beste für den Anderen ebenso erreichen wollen wie das Beste für die ganze Welt.“

Renée Zellweger bringt es lächelnd auf den Punkt: „Ich hoffe, dass die Zuschauer am Ende froh sein werden, dass sie den Film gesehen haben. Und ich hoffe, dass sie lachen werden.“

Rezept für Tapioka Pudding

Zutaten:

80g Tapioka (Maniokwurzel)

1/2 Liter Milch

30g Zucker

2 Eier

2 Eiweiß

Salz

1 Vanilleschote

Zubereitung:

In die kochende Milch die aufgeritzte Vanilleschote mit etwas Salz und 2 ganze Eier geben und das ganze dann mit einem schneebesen verrühren. Danach Tapioka in die Milch einrühren und etwa 20 Min. kochen lassen, bis die Tapiokakörner weichgekocht sind (Sie sollen aber noch etwas bissfest sein).

Während des Kochens den Zucker dazu geben. Wenn das Ganze eine feste Konsistenz hat, den Topf vom Herd nehmen. Dann Das Eiweiß schlagen und portionsweise unter die Creme heben. Entweder warm als süße Hauptspeise genießen oder kaltstellen und als Nachtisch servieren.