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Fakten und Hintergründe zum Film "Nachts im Museum 2 "

Kino.de Redaktion |

Nachts im Museum 2 Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Produktion: Größeres Museum, noch mehr

Der Kinohit „Nachts im Museum“, 2006 beantwortete die brennende Frage, die sich jeder Museumsbesucher schon einmal gestellt haben dürfte: Was passiert eigentlich mit den Ausstellungsstücken, wenn im Museum die Lichter ausgehen und alle Besucher längst zuhause sind? Die herrlich phantasievolle Antwort war: Sie werden lebendig! Die Komödie wimmelte vor respektlos witzigen, cleveren und liebenswerten Figuren aus der ganzen Weltgeschichte. Ein Abenteuer mit Neanderthalern, Cowboys, US-Präsidenten, Dinosauriern und Steinköpfen von den Osterinseln. Und mittendrin die Hauptfigur: Ein Nachtwächter, der die Macht des Wissens entdeckt, unerwartete Freunde findet und dadurch zum ersten Mal über sein bis dato tristes Leben triumphiert.

Was sollte danach noch kommen? Den Filmemachern war klar: Die Fortsetzung musste ein riesiger Schritt nach vorn sein – größer, abenteuerlicher, und für Larry müsste noch mehr auf dem Spiel stehen. Aber womit sollte man das gigantische New York’s Museum of Natural History toppen? Welches Museum ist noch gewaltiger, zeigt noch spektakulärere Exponate – von prähistorischen Kreaturen über mittelalterliche Kunstgegenstände bis zu Weltraumraketen? Welches Museum verspricht noch mehr Spannung und Spaß, wenn es plötzlich zum Leben erwachen und Larrys Tapferkeit und Loyalität auf die ultimative Probe stellen würde?

Darauf gab es nur eine Antwort: Das großartige Smithsonian in Washington, D.C.

„Alles aus dem ersten Film sollte in der Fortsetzung nicht nur größer, sondern auch noch besser werden“, erklärt Shawn Levy, Regisseur beider Filme. „Larrys neues Abenteuer sollte noch mitreißender werden, es sollte sein besseres Ich, von dem er in NIGHT AT THE MUSEUM schon eine Ahnung hatte, wieder zum Vorschein bringen. Ben Stiller und ich wollten die Geschichte nur bei einer wirklich guten Story fortsetzen. Als die Idee aufkam, Larry und seine Freunde ins Smithsonian zu verfrachten, waren wir wie elektrisiert und wussten: Das ist es!“

Das Smithsonian ist ein atemberaubender Museumskomplex, eine weltweit bekannte Stätte der Kultur, Bildung und Forschung. Es wurde 1846 mittels eines geheimnisvollen 500-000-Dollar-Vermächtnisses des britischen Wissenschaftlers James Smithson gegründet. Der hatte Amerika zwar nie betreten, wollte dem Land aber einen Ort schenken, der sich der „Erhöhung und Verbreitung des Wissens“ widmen sollte. Über 150 Jahre später ist das Smithsonian längst das Prunkstück der US-Hauptstadt, das größte Museum der Welt, in dem man alles besichtigen kann, von urzeitlichen Knochen über historische US-Dokumente bis zu Kulturschätzen wie Archie Bunkers Stuhl aus der Fernsehserie „All in the Family“. Rund 25 Millionen begeisterte Besucher bewundern die Gemälde in der National Gallery oder die Oldtimer-Flugzeuge im National Air & Space Museum jährlich.

Die Filmemacher fühlten sich bei der bloßen Vorstellung, das Smithsonian als Kulisse für ihr großartiges Comedy-Abenteuer nutzen zu dürfen, wie Kinder im Süßigkeitenladen. Das gesamte Originalteam war sofort Feuer und Flamme, darunter die Drehbuchautoren Thomas Lennon und Robert Ben Garant, die Milan Trencs populäres Kinderbuch „Nachts im Museum“ bereits für den ersten Film adaptiert und mit ihrem eigenen Humor angereichert hatten.

Für Lennon und Garant galt: Je größer das Museum, umso mehr Gelegenheiten für magische Begegnungen, überraschende Schlachten und eine unwiderstehliche Geschichte. „Anders als beim Museum of Natural History, befindet sich das Smithsonian nicht unter einem Dach, sondern erstreckt sich über die ganze National Mall“, sagt Garant. „Wir mussten uns also eine Geschichte ausdenken, die durch den ganzen Komplex führt, sich aber trotzdem nicht in einer Nonstop-Verfolgungsjagd erschöpft.“

Letztlich beschränkte sich das Autorenteam größtenteils auf einige der eindrucksvollsten Teile des Smithsonian: Das National Air & Space Museum (das meistbesuchte Museum der Welt), das Smithsonian Castle und das Lincoln Memorial.

Aber warum sollte ein eingefleischter New Yorker wie Larry überhaupt freiwillig nach Washington, D.C. gehen? Erst recht, wo er doch im ersten Film endlich etwas aus seinem Leben gemacht hatte.

Schließlich wusste er als Nachtwache über das Museum of Natural History Dinge, die sich andere nicht einmal in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnten. Lennon und Garant dachten darüber nach, wie es mit Larry weitergegangen sein könnte und beschlossen, dass er als Erfinder von Daley Devices zwar noch viel erfolgreicher geworden ist, sich aber verlorener und einsamer fühlt, als jemals zuvor. Er hat zwar Ruhm und Geld, aber seine alten Freunde sind weg, er hat keinen Spaß und keine Ziele mehr. Doch die lebendigen Ausstellungsstücke, die er im Museum zurückgelassen hat, stehen ebenfalls unter einem schlechten Stern. Einst von Kindern aus der ganzen Welt geliebt und bewundert, wurden sie in der Beliebtheitsskala mittlerweile längst von High-Tech-Hologrammen abgelöst. Larry muss feststellen, dass die Exponate in Kisten verpackt darauf warten, im Archiv des Smithsonian auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden.

Dieses Szenario war der Grundgedanke der Geschichte. Anschließend ließen sich die Autoren vom Smithsonian selbst inspirieren, das sie Tag für Tag, Halle für Halle wie detailbesessene Touristen durchforschten. Dazu Lennon: „Als wir NIGHT AT THE MUSEUM schrieben, wollten wir einen vergnüglichen, actionreichen Filmspaß für die ganze Familie schaffen. Der Ansatz bei NACHTS IM MUSEUM 2 ist derselbe geblieben, nur dass wir diesmal das Smithsonian so vorteilhaft wie möglich in die Story integrieren wollten.“

Einige der populärsten Ausstellungen des Smithsonian brachten die Autoren auf völlig neue Ideen. Die Hommage des National Air & Space Museums an die Flugpionierin und Abenteurerin Amelia Earhart und ihre kirschrote Lockheed Vega (mit der sie ihren Rekordflug über den Atlantik durchführte) lockte die Autoren – und schließlich Larry – geradewegs in eine unvorhergesehene Romanze. Als Amelias Statue erwacht, wird sie Larrys kluge Begleiterin und weckt mit ihrer romantischen Ader seine Lebensgeister. „Wir wussten in dem Moment, als wir die Amelia-Earhart-Statue im Museum sahen: Das wird die weibliche Hauptfigur, die Larry hilft, nach Hause zu finden, buchstäblich wie auch metaphorisch“, sagt Lennon.

Garant und Lennon bereitete es großes Vergnügen, sich Amelias energiegeladene Ausdrucksweise voller scharfzüngiger, altmodischer Phrasen auszudenken. „Sie sollte so ähnlich sprechen wie Katharine Hepburn in einem Howard-Hawks-Film“, erklärt Garant. „Es brachte einen Riesenspaß, Dialoge zu schreiben, die aus den großartigen Filmen dieser Epoche hätten stammen können.“

Amelia wird schnell zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Denn sie gibt Larrys Leben in einer einzigen, unvergesslichen Nacht eine ganz neue Richtung, wobei von vornherein klar ist, dass ihre Beziehung nicht dauerhaft sein kann, so nah sie sich in der Nacht auch kommen. Dazu Regisseur/Produzent Shawn Levy: „Die neue Geschichte hat alles, was die Zuschauer bereits am ersten Film mochten – sie ist witzig, warmherzig und spektakulär. Doch darüber hinaus bieten wir auch etwas völlig Neues. Diesmal geht es nicht nur um einen Typen, der vor lebendig gewordenen Ausstellungsstücken davonläuft. Die Love-Story zwischen Larry und Amelia sorgt für emotionale Tiefe. Sie ist das Herzstück des Films. Unser Ziel war es, die Fortsetzung noch atemberaubender und abenteuerlicher zu gestalten, aber eben auch mit intensiveren Beziehungen und echten Gefühlen. Das ist uns mit dem Drehbuch gelungen. Amelia und Larry haben eine wundervolle Romanze miteinander, die bittersüß sein muss. Denn sie wissen ja, dass Amelia bei Tagesanbruch wieder zu Wachs erstarren wird.“

Für die Filmemacher war es außerdem ein großes Vergnügen, einige der genialsten Denker und tapfersten Abenteurer der Geschichte aufeinander treffen zu lassen. „Wir geben den legendären Tuskegee Airmen die Gelegenheit, sich bei Amelia Earhart zu bedanken, dass sie die Vorurteile in der Fliegerei eingerissen hat“, sagt Levy. „Solche Begegnungen, die im wirklichen Leben nie hätten geschehen können, bergen großes komödiantisches Potential, und auch ein wenig historische Inspiration.“

Eine Partnerin mit navigatorischen Fähigkeiten kommt Larry gerade recht, wo doch alles – und jeder – in seiner Umgebung plötzlich lebendig werden kann, wenn er um die Ecke kommt. An laufende Statuen und Modelle hat er sich ja schon gewöhnt, aber plötzlich befindet er sich auch noch mitten in berühmten Gemälden und Fotografien. „Für mich als Kunstliebhaber war dieses neue Element der lebenden Bilder natürlich besonders aufregend“, sagt Levy. „Die Palette erstreckte sich von Grant Woods ’American Gothic’ über Edward Hoppers ’Nighthawks’ bis zu Alfred Eisenstaedts Kuss-Foto von der Siegesparade 1945. Die reale Welt zu verlassen und in die virtuelle Welt abzutauchen – in einige meiner Lieblingskunstwerke – das war wirklich umwerfend. Dazu kommen noch einige weltberühmte Skulpturen: ’Der Denker’ von Rodin, Degas’ ’Balletttänzerin’ und viele andere Lebewesen, darunter ein riesiger Tintenfisch.“

Eine ganze Reihe neuer Museumsbewohner ziehen, unterstützt von alten Bekannten aus dem ersten Film, in die Schlacht ums Smithsonian. Ihr Anführer ist der schrecklichste Bösewicht, dem Larry jemals begegnet ist: Der ägyptische Pharao Kahmunrah (Hank Azaria), der ältere und gemeinere Bruder von Ahkmenrah des ersten Teils. Der teuflische Pharao beabsichtigt, das Smithsonian zum Aufmarschgebiet seiner Unterweltarmee zu machen, mit der er die Welt erobern will – seine eigene „Achse des Bösen“ aus ganz unterschiedlichen Epochen. Dazu gehören Iwan der Schreckliche, der berühmt-berüchtigte russische Zar, der glaubt, dass er immer schrecklich missverstanden wurde, Napoleon Bonaparte, der ein bisschen unter seiner Körpergröße leidet und Al Capone, der jugendliche US-Gangster mit dem nervösen Zeigefinger.

Ein weiterer Neuzugang ist der unglückselige General Custer. Seit er bei der Schlacht am Little Big Horn besiegt wurde, leidet er massiv unter mangelndem Selbstwertgefühl. „Custer haben wir quasi als Anti-Teddy-Roosevelt ausgewählt“, sagt Lennon, „jemand, der schreckliche Ratschläge erteilt, und – trotz bester Absichten – überhaupt nicht hilfreich ist!“

Mit solchen charismatischen Männern und dem Smithsonian als Spielwiese konnten Garant, Lennon und Levy ihrer Phantasie freien Lauf lassen. „Das Smithsonian inspirierte uns zu unendlich vielen verrückten Ideen“, sagt Levy. „Im National Air & Space Museum erwacht jedes Flugzeug, jedes Modell und jede Rakete zum Leben und will mit einem Knall verschwinden. Es gibt eine Verfolgungsjagd in einer Fotografie. In einer Szene stiehlt Amelia das Flugzeug der Gebrüder Wright, fliegt aus dem Museum und kracht in das Smithsonian Castle. Und dann, als Höhepunkt kommt die Schlacht um das Smithsonian mit allen Beteiligten – die gute Armee, bestehend aus Larry, Amelia, Attila dem Hunnen, Sacajawea, dem Denker, Venus, General Custer und den Tuskegee Airmen, gegen Kahmunrah, Iwan, Napoleon, Capone und die Schurkenarmee!“

Levy stellt fest: „Das war die Art von Geschichte, die wir im Hinterkopf hatten, als wir uns über Larry Daleys Zukunft unterhielten. Eine smarte, scharfsinnige Komödie mit toller Action und viel Herz – nun brauchten wir nur noch die besten Darsteller und Filmschaffenden, um diese Geschichte zu erzählen. Neben Ben Stiller und Amy Adams entfachen Schauspieler wie Owen Wilson, Robin Williams, Hank Azaria, Christopher Guest, Bill Hader und Ricky Gervais – alles brillante Improvisationskünstler, Comedy-Autoren und Meister ihres Fachs – ein kreatives Feuerwerk, und hinter der Kamera standen kreative Künstler der Extraklasse. Das macht den Film zu etwas ganz besonderem.“

Produktion: Ben Stiller ist Larry Daley

In „Night at the Museum“ verkörperte Ben Stiller einen Nachtwächter, der im Museum of Natural History einen neuen Job antritt. Als die Exponate plötzlich zum Leben erwachen und ihm ans Leder wollen, mobilisiert er ungeahnte Kräfte und Fähigkeiten bei dem Versuch, die Nacht im Museum zu überstehen. NACHTS IM MUSEUM 2 zeigt einen ganz neuen Larry. Er ist zu Ruhm und Reichtum gekommen, aber irgendetwas fehlt ihm, das er gar nicht wirklich benennen kann. Das ändert sich, sobald er in dieses neue Abenteuer im Smithsonian gerät, das sein Leben für immer verändert. Es erinnert ihn daran, wie wichtig Freunde sind und wie großartig es sein kann, seinen wildesten Einfällen nachzugeben.

Shawn Levy wusste, dass die Glaubwürdigkeit von Larrys zweitem Abenteuer wieder ganz von Stiller abhängen würde. Und der war nach seinem nicht jugendfreien Comedy-Hit TROPIC THUNDER („Tropic Thunder“, 2008) nur zu gern bereit, in die etwas unschuldigere Welt des Museums zurückzukehren.

„Beim ersten Film kannten wir uns kaum“, sagt Levy, „doch jetzt ist das Vertrauen und die Zuneigung groß, was einem mehr Freiheiten gibt. Wir spürten beide, dass große Aufgaben auf uns warten. Ben verfügt über eine brillante komödiantische Auffassungsgabe. Man kann sicher sein, dass er eine witzige Schote nach der anderen bringt.“

Für Stiller ging mit NACHTS IM MUSEUM 2 ein Kindheitstraum in Erfüllung. „Das Smithsonian war immer mein Lieblingsmuseum“, sagt er. „Ich erinnere mich noch, wie ich mir als Kind dort immer Raumschiff Enterprise aus ’Star Trek’ ansah.“

Diesmal muss Larry seine Freunde aus den Klauen des altertümlichen Bösen befreien. „Dabei überrascht es ihn nun natürlich nicht mehr, dass die Museumsstücke zum Leben erwachen“, sagt Stiller. „Er weiß jetzt, wie man mit diesen seltsamen Kreaturen und Figuren umgehen muss.“

Neu ist für ihn allerdings die Liebesbeziehung zu einer der eindrucks- und geheimnisvollsten Frauen in der amerikanischen Geschichte: Amelia Earhart. „Im ersten Film war er einsam. Da hieß es: Larry gegen die Exponate“, sagt Stiller. „Diesmal sind sie zu zweit, was natürlich viel mehr Spaß bringt.“

Das einzige, worauf sich Stiller ganz und gar nicht freute, war das Wiedersehen mit dem Kapuziner-Äffchen, das sich im ersten Film als so lästig – und gefährlich für seine Nase – herausstellte. „Für die Rückkehr der Affen konnte ich mich nicht wirklich begeistern, denn an die erste Begegnung habe ich traumatische Erinnerungen“, scherzt Stiller. „Andererseits stelle ich es mir so vor, ein Kind zur Welt zu bringen. Die Schmerzen sind vergessen und man würde es jederzeit wieder tun. Was ich damit sagen will: Crystal ist höchst professionell, aber sie weiß einfach nicht, wie man einen Schlag einfach nur vortäuscht.“

Trotzdem freute Stiller sich auf die zweite Runde, denn den ersten Film und die damit verbundenen Erfahrungen hatte er in bester Erinnerung. „Ich fand es klasse, dass viele Leute danach einfach mal wieder ins Museum gehen wollten und sich auch Kinder dafür begeisterten, wo es doch heutzutage an jeder Ecke so viele andere Ablenkungen gibt“, sagt er.

Produktion: Amy Adams ist Amelia Earhart

Kaum eine Frau symbolisiert die pure Abenteuerlust so sehr wie Amelia Earhart, die durch ihre Solo-Flüge mit sämtlichen Klischees aufräumte, eine Lanze für Frauen in der Luftfahrt brach und damit Generationen von Frauen beeinflusste. Sie war für ihre Klugheit, ihren Esprit und ihre entschlossene Unabhängigkeit ebenso berühmt wie für ihre wagemutigen Flugkünste. Nachdem sie als erste Frau über den Atlantik geflogen war, wurde sie als „Lady Lindy“ bekannt. Auf der Höhe ihres Ruhmes verschwand sie 1937 spurlos über dem Pazifik, ist aber bis heute auf der ganzen Welt eine geliebte Heldin geblieben…auch im Smithsonian.

Für Larry gewinnt sie an Bedeutung, als sie ganz überraschend sein Herzen erobert. Shawn Levy wusste, für die stilvolle Rolle benötigte man eine Schauspielerin mit großer Ausstrahlung und Klasse. Er fand sie in dem populären Jungstar Amy Adams, die für John Patrick Shanleys DOUBT („Glaubensfrage“, 2008) vor kurzem ihre zweite Oscar®-Nominierung erhalten hat.

„Amy verkörperte Amelia Earhart mit dem nötigen Scharfsinn und viel Lebensfreude“, sagt Levy. „Sie bietet eine der coolsten, stärksten Frauenrollen seit langer Zeit.“ Stiller ergänzt: „Außerdem schmückt sie den Film mit ihrer Schönheit.“

Adams wollte sich die Chance nicht entgehen lassen, eine echte historische Heldin darzustellen. „Mit ihrem Mut und ihrer Stärke ist Amelia Earhart eine wahre Inspirationsquelle. Und sie ist das passende Gegenstück zu Larry, weil sie ihn stets daran erinnert, worauf es ankommt, wer er ist, und dass er seine Möglichkeiten ausschöpfen sollte“, sagt sie. „Die Recherche zu Amelia hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber dies ist definitiv kein Biopic! Ich spiele eher eine aufgepeppte Version von Amelia und betone ihre coolen Eigenschaften.“

Sie fügt an: „Amelia ist den meisten als die Frau in Erinnerung geblieben, die tragischerweise über dem Pazifik abgestürzt ist. Aber sie war so viel mehr! In einer Zeit, in der die Menschen etwas brauchten, woran sie glauben konnten, verkörperte sie die Hoffnung der Nation. Sie repräsentierte enormen Optimismus und übte damit eine große Wirkung auf die Leute aus – und jetzt wiederholt sie es mit Larry.“

Amelia fleht Larry ständig an, sein „Moxie“ zu finden. Was das ist? Adams beschreibt es als ‚den Mut, mit vollständiger Überzeugung alles zu geben – egal, was auch passiert’“.

Außerdem hat Amelia ihre eigenen Gründe, Larry bei seiner gefährlichen Aufgabe zu helfen, seine Museumsfreunde zu befreien. „Sie sucht das Abenteuer und will diese eine Nacht, die ihr bleibt, in vollen Zügen genießen“, erklärt Adams.

Für die Flugszenen mit den Oldtimern musste Amy Adams ihren ganzen Mut zusammennehmen.

„Ironischerweise habe ich Angst vorm Fliegen“, lacht sie. „Aber die Szene, in der wir auf den Flügeln des Wright-Flugzeugs herumlaufen, hat mir viel Spaß gemacht. Ich bin vielleicht nicht so abenteuerlustig wie Amelia, aber das heißt noch lange nicht, dass ich im Leben nichts riskiere.“

So wie Amelia diese einzige Nacht bis zur letzten Minute auskostet, genoss Adams die ausgesprochen fröhliche Produktion. „Ich hatte einen Mordsspaß“, sagt sie. „Ich habe Jitterbug getanzt, mit Degas’ ’Ballerina’ getanzt, war dabei, als Abraham Lincoln zum Leben erweckt wird. Ich habe mit großartigen Kollegen zusammen gespielt. Besser geht’s nicht.“

Produktion: Hank Azaria ist Kahmunrah

Das Riesenschlamassel im Smithsonian beginnt, als die magische Tafel die den Exponaten Leben einhaucht, auch Kahmunrah erweckt. Das ist der aufgeblasene, eingebildete und verbitterte Bruder von Pharao Akhmenrah, mit dem sich Larry im New Yorker Museum of Natural History angefreundet hat. Nach seinem dreitausendjährigen Schlaf brennt Kahmunrah darauf, endlich seinen Lebenstraum umzusetzen: Er will die Tore der Unterwelt öffnen und die Armeen der Finsternis auf die Menschheit loslassen – auch wenn er dafür in etwas herumlaufen muss, was einige Unwissende allen Ernstes als…Rock bezeichnen würden.

Für die Rolle des Kahmunrah wählte Shawn Levy den preisgekrönten Schauspieler Hank Azaria aus, der problemlos in die unterschiedlichsten Figuren schlüpft, ob auf der Bühne, im Fernsehen oder der Leinwand, und der in der Originalversion der Zeichentrickserie „Die Simpsons“ eine ganze Reihe der Hauptfiguren spricht. Mit Ben Stiller spielte er nach ALONG CAME POLLY („…und dann kam Polly“, 2004), DODGEBALL: A TRUE UNDERDOG STORY („Voll auf die Nüsse“, 2004) und MYSTERY MEN („Mystery Men“, 1999) bereits zum vierten Mal zusammen. Dazu Stiller: „Hank kann mit Stimmen und seinem Sinn für die Persönlichkeit einer Figur so ziemlich alles machen. Kahmunrah wird durch ihn zu einer perfekten Mischung aus echtem Bösewicht und einer Witzfigur.“

Azaria fasst ihn folgendermaßen zusammen: „Kahmunrah ist ein Typ, den man lieber hätte nicht aufwecken sollen, ein altertümlicher Schurke, der auf die Weltherrschaft aus ist. Weil ihm seinerzeit der Thron versagt geblieben ist und es in seinem vorherigen Leben auch sonst nicht besonders gut lief, giert er auf eine zweite Chance, Schrecken zu verbreiten.“

Und weiter: „Es machte viel Spaß, ihn zu spielen, weil er so gerissen und böse ist und immer diese unendlich langen Ankündigungen macht. Er gibt alles, um richtig schrecklich rüber zu kommen, stellt sich dabei aber ziemlich Boris-Karloff-mäßig an, was heutzutage eher unfreiwillig komisch wirkt. Der Trick bestand darin, Furcht erregend und gleichzeitig dümmlich zu sein.“

Herausgeputzt mit einem prunkvollen Weltherrscher-Outfit, inklusive eines gewaltiges Kopfschmucks, der Azaria ziemlich aus dem Gleichgewicht brachte, eines mit Edelsteinen geschmückten Halsschildes und Kahmunrahs berühmt-berüchtigter Tunika (es ist KEIN Rock!), war es für Azaria ein einziges Vergnügen, Stiller auflaufen zu lassen. „Ich habe immer versucht, Ben während der Aufnahmen zum Lachen zu bringen“, sagt Azaria, „weil ich wusste, wenn mir das gelingt, komme ich im Film auch gut weg. Ben ist so ein witziger Typ. Ein Großteil des Charmes von NACHTS IM MUSEUM 2 beruht darauf, ihm einfach nur zuzusehen, wie er auf diese ganzen historischen Figuren reagiert, die um ihn herum so sensationell zum Leben erweckt wurden.“

Produktion: Die Schurken

Kahmunrah rekrutiert aus den Exponaten des Museums ein prominentes Terror-Trio, das ihn bei seinem Vorhaben, das Smithsonian und danach die freie Welt in seine Gewalt zu bringen, unterstützen soll: Iwan der Schreckliche, Napoleon Bonaparte und Al Capone. So unheilvoll diese Drei für die Welt auch waren, wollte Shawn Levy bei ihnen eher das komödiantische Potential ausschöpfen und ihre Fehler und Schwächen betonen, weshalb er die Rollen mit drei hochtalentierten Komikern besetzte. Die Drei mögen einst das pure Böse verkörpert haben, doch nach Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten als Statue, Gemälde und Fotografie, ist auch ihre Unbarmherzigkeit ziemlich eingerostet.

Christopher Guest schwört als Iwan der Schreckliche, dass sein Name stets falsch interpretiert wurde. Das ehemalige „Saturday Night Live“-Mitglied und Star von THIS IS SPINAL TAP („This is Spinal Tap“, 1984) wurde als Meister gefälschter Dokumentarfilme – mockumentarys – berühmt. Schließlich hat er die großartigen Komödien WAITING FOR GUFFMAN („Wenn Guffman kommt“, 1997), BEST IN SHOW („Best in Show“, 2000), A MIGHTY WIND (2003) und FOR YOUR CONSIDERATION (2006) geschrieben, inszeniert und in ihnen Hauptrollen übernommen. Er hat schon viele aberwitzige Figuren gespielt, aber noch niemanden wie Iwan, dem sein Tyrannen-Image tierisch auf die Nerven geht.

„Er war natürlich ein übler Bursche“, sagt Guest, „aber ich spiele ihn mit Humor, als überlebensgroßen, psychotisch verrückten Russen, der ständig Leute anbrüllt. So was war absolut neu für mich, deshalb hat es auch so einen Riesenspaß gebracht, diesem größenwahnsinnigen Quartett mit Capone, Napoleon und Kahmunrah beizutreten.“

Hank Azaria sagt, Guest brauchte nur den Mund aufzumachen, und er konnte sich vor Lachen nicht mehr halten. „Ich glaube, es lag an seinem Akzent. Er betont sehr akkurat, ausgesprochen bedrohlich und gleichzeitig völlig lächerlich“, so Azaria. „Ich habe viele Takes ruiniert, weil ich ständig los prusten musste.“

Alain Chabat, einer der beliebtesten Comedy-Stars Frankreichs und hochgeschätzter Autor, Regisseur und Produzent, ist als kleiner Napoleon ebenfalls sehr komisch. „In Frankreich ist Alain ein Superstar. Trotzdem kam er nach L.A. und kämpfte für diese Rolle“, erinnert sich Levy. „Es war natürlich großartig, dass wir Napoleon mit einem echten Franzosen besetzen konnten.“

Chabat nimmt seinen legendären Landsmann herrlich auf den Arm: Als Kaiser Frankreichs mit einem dermaßen großen Minderwertigkeitskomplex, der ihn zu einem der machthungrigsten Eroberer Europas werden ließ. „Ich spiele Napoleon als aufbrausenden, ziemlich nervösen, sehr lauten, kleinen Mann“, lacht Chabat, „mit einem riesigen Hut und Größenproblemen. Alle drei Bösewichte haben Mega-Egos und miese Manieren.“

Chabat konnte die Dreharbeiten kaum abwarten. „Das Skript war großartig. Auf jeder Seite passiert so viel, eine witzige Szene jagt die nächste“, sagt er. „Als der Dreh dann endlich los ging, war es umwerfend mitzuerleben, wie der Film Gestalt annahm. Es gab diese riesigen Sets und fantastischen Figuren und diese tollen Komiker, und dann noch die Spezialeffekte – das volle Programm, wie man so schön sagt. Shawn Levy war so energiegeladen und steckte ständig voller neuer Ideen. Er ist ein wunderbarer Kerl, der, glaube ich, während der Dauer der gesamten Dreharbeiten nie geschlafen hat!“

Vervollständigt wird das Trio von dem jungen Shootingstar Jon Bernthal, bestens bekannt aus der Emmy®-preisgekrönten Sitcom „The Class“. Als berüchtigter Chicagoer Gangsterboss Al Capone springt Bernthal aus einem Foto und gibt vor, ein größerer Draufgänger zu sein, als er tatsächlich ist.

„Ben und ich waren von Jons Vorsprechen begeistert“, sagt Levy. „Er hat wahnsinnige Ausstrahlung, ein tolles Gesicht und verfügt über die richtige Mischung aus Härte und Comedy.“

Obwohl Capone schon oft in Filmen dargestellt wurde, ging Bernthal ganz unbelastet an die Rolle heran. „Diese Story ist so anders als die anderen. Außerdem wollte ich die komische Seite von Al zeigen“, erklärt er. „Ich wollte mit der reizvollen Vorstellung spielen, dass Al ein ausgesprochen heftiger Typ ist, der sich selbst viel zu ernst nimmt. Außerdem soll Capone bei uns nicht wie in anderen Filmen statuenhaft oder wie eine Skulptur erscheinen. Er entstammt einer Fotografie im Museum, deshalb wirken seine Bewegungen absichtlich etwas posierend.“

Seine „bösen“ Kollegen hatten es Bernthal besonders angetan. Er fasst zusammen: „Das Beste am Film waren die Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte. Shawn und Ben sind großartige Künstler. Christopher Guest und Hank Azaria sind sowieso zwei meiner Lieblingsschauspieler. Alain Chabat, den ich vorher nicht kannte, entpuppte sich als Genie. Dann kommt noch hinzu, dass der Film nicht nur unglaublich komisch ist, sondern auch noch eine inspirierende Geschichte hat. Mit NACHTS IM MUSEUM 2 ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen.“

Produktion: Bill Hader ist General Custer

Im Smithsonian macht sich Larry Daley nicht nur Feinde, auch Freunde. Einer von ihnen ist ein Mann, der vor allem durch seine größte Niederlage bekannt geblieben ist: General Custer, Militärführer im amerikanischen Bürgerkrieg, der in der Indianerschlacht am Little Big Horn unterging. Ein Ereignis, das als „Custer’s Last Stand“ (Custers letztes Gefecht) Geschichte schrieb. Im Film versucht er, an seine glorreiche Zeit davor anzuknüpfen, verkörpert von einem der größten Comedy-Talente der Gegenwart: Bill Hader, aktuelles Ensemble-Mitglied von „Saturday Night Live“ und Star vieler Komödien, darunter Ben Stillers TROPIC THUNDER („Tropic Thunder“, 2008).

„Nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, wollte ich unbedingt mitspielen“, sagt Hader. „NACHTS IM MUSEUM 2 ist wie der erste Teil – mal tausend! Einfach klasse. Das Beste daran ist, dass die historischen Figuren nicht als reine Karikaturen angelegt sind. Sie machen alle eine Entwicklung durch und jeder, auch General Custer, sieht die Welt am Ende des Films in einem ganz neuen Licht.“

Hader recherchierte Custers Leben akribisch – von seiner Ausbildung in West Point bis zu den Auseinandersetzungen mit den Lakota-Indianern – und legte die Figur überlebensgroß an. „Ich wollte ihn schon einigermaßen realistisch darstellen, andererseits sollten auch Humor und Leichtigkeit nicht zu kurz kommen. Man kann keinen so albernen Schnurrbart tragen und sich gleichzeitig bierernst nehmen“, fügt er an. „In Wirklichkeit war Custer ein krankhaft eitler Geck. Deshalb macht ihm hier sein Untergang natürlich schwer zu schaffen. Das Gute ist, dass ihm Larry schließlich hilft, darüber hinwegzukommen.“

General Custers Pferd bereitete Hader die größten Schwierigkeiten. „Als ich zum letzten Mal geritten bin, war ich elf“, gesteht er. „Ironischerweise hieß das Pferd auch noch Ben. Als ich erstmals auf ihm reiten sollte, wuselten Höhlenmenschen, Hunnen und Tuskegee Airmen um uns herum, was dem Pferd überhaupt nicht gefiel. Gott sei dank sorgten die Trainer dafür, dass wir uns beide entspannen konnten.“

Besonders die Zusammenarbeit mit so vielen großartigen Comedians begeisterte Hader. „Leuten wie Hank Azaria und Christopher Guest bei der Arbeit zusehen zu können, ist der Wunschtraum jedes Comedy-Fans“, erklärt er.

Produktion: Sie sind zurück - Owen Wilson, Ro

„Es ist ein tolles Gefühl, wieder dabei zu sein“, sagt Owen Wilson, einer der vielen Originalstars von NIGHT AT THE MUSEUM. Er verkörpert einmal mehr den Miniatur-Cowboy aus dem Museum of Natural History, Jedediah – und diesmal wird er im Smithsonian gefangen gehalten.

Wilson ergänzt: „Wir hatten beim ersten Teil so viel Spaß mit diesen wundervollen Charakteren und haben uns alle miteinander angefreundet. Außerdem war es spannend zu sehen, wie gut der Film beim Publikum angekommen ist. Keine Frage, dass ich wieder dabei sein wollte. Dazu kommt, dass sich die Figuren alle weiterentwickelt haben, NACHTS IM MUSEUM 2 noch größer geworden ist, und Shawn Levy sein Regietalent vervollkommnen konnte.“

Außerdem gibt Wilson zu, dass ihm der winzige Wildwest-Draufgänger ans Herz gewachsen ist. „Er ist ein Mini-Cowboy, der aus Leibeskräften gegen die Ungerechtigkeit in der Welt anschreit, aber kaum gehört wird“, sagt Wilson über Jedediah. „Außerdem gefiel es mir, dass man bei einer Mini-Figur wie ihm gar nicht genug übertreiben kann.“

Auch der römische General Octavius, mit dem sich Jedediah im ersten Teil gehässige Wortgefechte lieferte, ist wieder mit dabei, erneut gespielt von dem britischen Starkomiker Steve Coogan. „Im ersten Teil haben Owen und ich diese Zickereien entwickelt, die wir jetzt noch einmal kräftig auf die Spitze treiben“, sagt er. „Außerdem sind unsere Figuren diesmal häufiger an der Action beteiligt und spielen eine ganz entscheidende Rolle in der Schlacht gegen Kahmunrah. Shawn Levy ließ Owen und mir viele Improvisationsmöglichkeiten und Raum für eigene, witzige Ideen.“

Eines der verrücktesten Abenteuer muss Octavius bestehen, als er auf ein Eichhörnchen trifft, das auf den Mini-Feldherrn wie ein gigantischer Drache wirkt. „Octavius hält das Eichhörnchen für einen riesigen, behaarten Dinosaurier! Aber er wird bestens mit der Situation fertig“, sagt Coogan.

Auch Teddy Roosevelt durfte bei dem zweiten Abenteuer auf keinen Fall fehlen, fand Regisseur Shawn Levy. Robin Williams spielt ihn einmal mehr mit unvergleichlichem komödiantischem Elan. Diesmal taucht der 26. Präsident der Vereinigten Staaten in den unterschiedlichsten Inkarnationen auf, von einer Wachsstatue aus New York bis zur übergroßen Büste in Washington.

„Es ist toll, als Teddy zurückzukehren“, sagt Williams. „Ich war noch nie bei einem Sequel dabei und betrachte es als großes Geschenk, diesen außergewöhnlichen Mann noch einmal spielen zu können. Es hat so etwas Erhabenes und Anregendes, wenn man jemanden verkörpert, der nicht nur US-Präsident und ein feiner Mensch, sondern auch noch Botaniker, Naturalist, Jäger, Schriftsteller, ein toller Koch und – wie seine Frau sagte – ein ziemlich guter Küsser war.“

Er ergänzt: „Ich interessiere mich sehr für Geschichte und fände es großartig, wenn Kinder durch den Film so ehrenwerte und faszinierende Persönlichkeiten wie Amelia Earhart und Teddy Roosevelt entdecken würden und begreifen, dass sie nicht nur Statuen in Museen sind.“

Der neue Drehort begeisterte Williams ebenfalls. „Das Smithsonian ist die Königsklasse“, sagt er. „Die ganzen Ausstellungsstücke zum Leben zu erwecken, von den Gemälden in der Art Gallery bis zu den Flugzeugen im National Air & Space Museum, bot unendliche Möglichkeiten.“

Mizuo Peck kehrt als Sacajawea zurück, eine Shoshonin, die Lewis und Clark bei ihrer berühmten Expedition als Kundschafterin diente. Sie sagt: „Diesmal gab es einen großen Unterschied: Wir sind die Guten, die die Bösen im Smithsonian bekämpfen“, erklärt sie. „Außerdem darf Sacajewea mit Pfeil und Bogen anständig mitmischen. Das hat mir sehr gefallen, genauso wie die vielen großartigen, neuen Figuren und Darsteller.“

Auch Patrick Gallagher konnte es gar nicht abwarten, wieder in das Kostüm von Attila dem Hunnen zu schlüpfen, auch wenn es aus rund 20 kg Yak-Fell, Leder und Metall bestand. „Ich hatte unglaublich viel Spaß beim ersten Teil“, sagt er. „Der war schon riesig, aber NACHTS IM MUSEUM 2 ist gigantisch. Ich fand es klasse, dass die Hunnen in einer der größten Schlachten im Smithsonian zu den Helden gehören.“

Auf ein Wiedersehen hätte Larry Daley dagegen gern verzichtet: auch sein früherer Boss, der steife und nervtötende Museumsdirektor Dr. McPhee, ist wieder mit von der Partie, erneut gespielt von Ricky Gervais, der unangenehme und peinliche Charaktere darstellen kann wie niemand sonst. „Dr. McPhee hat wieder einmal keine Ahnung, was nachts in dem Museum vor sich geht, von seinem eigenen Leben ganz zu schweigen. Er ist völlig humorlos, obwohl er selbst meint, witzig zu sein“, erklärt Gervais. „Ich finde ihn diesmal sogar noch seltsamer und habe ihn deshalb noch lieber gespielt.“

Und weiter: „Als Dr. McPhee habe ich mich so merkwürdig wie nur irgend möglich verhalten, um Ben Stiller aus der Fassung zu bringen. Das war für mich das größte Vergnügen. Mein großes Ziel bestand darin, Ben Stiller ein ’Das ist doch lächerlich’ zu entlocken. Doch ganz tief drinnen mag Dr. McPhee Larry natürlich. Er glaubt, dass sie sich langsam anfreunden, wahrscheinlich, weil Larry der Einzige ist, der seine Skurrilitäten toleriert.“

Auch das Kapuzineräffchen Dexter ist in NACHTS IM MUSEUM 2 wieder dabei, um Larry zu quälen. Der brasilianische Primat wird wieder von den Affenstars Squirt und Crystal unter Leitung ihrer Tiertrainer Tom Gunderson und Anthony Suffredini gespielt. Levy sagt, dass ihn die Primaten immer wieder aufs Neue verblüffen. „Ich halte Crystal für die großartigste Affenschauspielerin der Welt. Sie spielt gleich zwei Rollen bei uns – Dexter, den Affen aus New York, und Able, den Raumfahreraffen aus dem Smithsonian. Sie wurde schauspielerisch also genauso gefordert wie alle anderen!“

Produktion: Das Smithsonian

Als die Filmemacher NACHTS IM MUSEUM 2 entwickelten, war ihnen sofort klar, dass die erste Riesenhürde sein würde, Zugang zum Smithsonian zu bekommen. Der Museumskomplex, ein Teil des schwer bewachten Kapitols in Washington, hat noch nie einer Spielfilmproduktion eine Drehgenehmigung erteilt.

Unerwarteterweise erhielt die Crew schließlich doch die Erlaubnis. Ein absoluter Präzedenzfall – unter einer Bedingung: Die Dreharbeiten mussten während der normalen Öffnungszeiten stattfinden, da das Smithsonian für nichts und niemanden extra die Pforten schließt. „Wir fühlten uns ein bisschen wie am Theater“, lacht Levy, „weil Hunderte von Menschen zusahen, wenn Ben seine Szenen spielte.“ Dazu Stiller: „Ich fand es klasse, wie eine Live-Show in einem Vergnügungspark.“

Es war schön und gut, im Smithsonian zu drehen. Aber um das gewaltige Chaos anrichten zu können, das den Filmemachern vorschwebte, inklusive zerstörerischer Schlachten und Flugzeugen, die durch das Museum fliegen sollten, benötigte man zusätzlich einen viel flexibleren Drehort, der nicht so anfällig war. Im Klartext hieß das: Ein voll funktionsfähiger Nachbau des National Air & Space Museums und des Castles mussten errichtet werden; Orte, die über den Zeitraum eines ganzen Jahrhunderts entstanden waren, mussten in ein nur wenigen Monaten gebaut werden.

Mit dieser nahezu unmöglichen Aufgabe wandte sich Levy erneut an den Produktionsdesigner Claude Paré, der im ersten Teil das New Yorker Museum of Natural History so majestätisch zum Leben erweckt hatte. „Claude hat für den ersten Film Unglaubliches geleistet. Da konnten wir uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass er sich jetzt noch einmal steigern würde“, sagt Levy.

Die Ausmaße des Vorhabens waren so gigantisch, dass es allein schon ein Problem war, einen geeigneten Ort für die Sets zu finden. „Am Set des National Air & Space Museums mussten richtige Raketen stehen können, weil ich keine computeranimierten haben wollte“, erklärt Levy. „Eine Bühne wäre also zu klein gewesen. Deshalb mieteten wir eine Schiffswerft, weil das der einzige Ort war, der einige der größten Filmsets aller Zeiten aufnehmen konnte.“

Er ergänzt: „Claudes Team baute absolut alles nach, von der Mondoberfläche über die Mondfahrzeuge der Apollo bis zu Amelia Earharts Lockheed Vega und dem Flugzeug der Gebrüder Wright. Alles im Maßstab 1:1 und vom Original kaum zu unterscheiden, von der Farbe der Teppiche bis zur Beleuchtung. Claude errichtete auch das National-Mall-Wahrzeichen Smithsonian Castle, das unseren Bösewichten als Versteck dient, und er baute unsere eigene Version des Lincoln Memorial. Pompöser geht’s wohl kaum.“

Auch die Schauspieler waren von den Dimensionen der fantastischen Nachbauten schlicht überwältigt. „Die Sets waren unglaublich“, sagt Amy Adams“, so riesig und voller Details und so cool. Es ist großartig für einen Schauspieler, unter solchen Bedingungen zu arbeiten. Christopher Guest ergänzt: „Ich habe die ersten Tage nicht einmal bemerkt, dass wir uns an einem Set befanden. Ich dachte die ganze Zeit, wir wären im Museum!“

Trotzdem war Paré von der Aufgabe anfangs ziemlich eingeschüchtert. „Die schiere Größe des Projekts und was wir alles reproduzieren mussten, hat mich gelähmt“, gibt er zu. „Aber ich wusste, so eine Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder.“ Am Anfang gönnte sich Paré eine erschöpfende Museumstour – eine volle Woche verbrachte er hinter den Kulissen des Smithsonian, machte sich akribische Notizen und ließ seiner Phantasie freien Lauf. „Die ganze Weltgeschichte entfaltete sich vor meinen Augen“, sagt er. „Alle Zivilisationen, Epochen und Artefakte, und alles wurde so respektvoll behandelt. Ich durfte mir sogar die Archive des Museums ansehen, mit Regalen voller Artefakte, die nie ausgestellt werden. Eine Masse, für die man zehn Football-Felder bräuchte. Ich habe die Raumanzüge und das technische Equipment der ersten Mondlandung gesehen. Die ganze Recherche war überwältigend.“

Paré wusste von Anfang an, dass das National Air & Space Museum der Knackpunkt war, eines der größten Sets, die jemals für einen Film gebaut wurden: Zweistöckig, rund 25m hoch, fast 110m lang, ein exakter Nachbau der spektakulären Stahl-und-Glas-Architektur des Originals. Viele der Ausstellungen darin wurden komplett nachgebaut, einige wurden jedoch auch mit echten historischen Flugzeugen ausgestattet, inklusive eines F-104-Kampfflugzeugs, das für den Transport demontiert und am Set wieder zusammengebaut wurde.

Ausstatterin Lin Macdonald arbeitete bei den historischen Flugzeugen eng mit Paré zusammen. Das Flugzeug der Gebrüder Wright beeindruckte sie besonders. „Es besteht ausschließlich aus Stoff und sehr dünnem Holz“, erklärt sie. „was zwar großartig ist, es aber unmöglich macht, über die Tragflächen zu laufen. Deshalb haben wir es aus Fiberglas nachgebaut und mit Stoff bezogen. Darunter war es hart wie Stahl.“

Die Zerbrechlichkeit von Amelia Earharts berühmter roter Lockheed Vega überraschte Macdonald genauso. „Sie besteht aus Sperrholz! Da wird einem ganz anders, wenn man daran denkt, dass sie damit über den Atlantik geflogen ist! Wir versuchten, dem Original anhand von Modellen und Fotos so nah wie möglich zu kommen“, sagt Mcdonald und Paré ergänzt: „Amelias Vega ist prächtig geworden. Das Armaturenbrett ist akkurat, der Propeller dreht sich wirklich. Das einzige, was Fachkenner bemängeln könnten, ist, dass sich die Tür zur falschen Seite öffnet. Doch das war für die Lande-Szenen im Central Park notwendig.“

In der Kunsthalle warteten weitere Herausforderungen auf Paré. Schließlich sollten dort Gemälde und Fotos zum Leben erweckt werden, darunter Alfred Eisenstaedts weltberühmtes Foto von der New Yorker Siegesparade 1945, der den Freudenkuss zwischen einem Seemann und einer Krankenschwester zeigt. Per Computergrafik tanzt und feiert die Welt um sie herum so ausgelassen wie damals. Paré erläutert: „Wir verwendeten Storyboards, Computeranimationen und arbeiteten eng mit dem Visual-Effects-Team zusammen. So konnten wir exakt bestimmen, was wir bauen mussten und wo genügend Platz für die Kameras und Motion-Control-Schienen gelassen werden mussten, da die meisten dieser Szenen im Computer entstanden.“

Das Castle war wegen der intensiven Ausstrahlung Parés persönliches Lieblings-Set. „Es sollte prachtvoll und bedeutend aussehen. Wir sind bei der Gestaltung des Smithsonian Castle deshalb etwas freier vorgegangen. Wir haben viel ausprobiert und echten Dachschiefer mit einer sepiafarbenen Glasur verwendet, die zu der gotischen Architektur des Gebäudes passte“, erklärt er.

Zu guter Letzt musste Paré schließlich die Haupthalle des Museum of Natural History aus dem ersten Film nachbauen –ein Déjà-vu-Erlebnis für den Produktionsdesigner. „Obwohl alles komplett neu war, fühlten wir uns wieder ganz wie zuhause, sobald Sacajawea, Teddy Roosevelt und alle anderen Figuren am Set eintrafen“, sagt Paré.

Denn eines war Paré bewusst: Seine Sets und das Museum erwachen nur zum Leben, wenn der magische Funke überspringt. „Ohne die Schauspieler ist ein Set bloß eine Konstruktion“, sagt er. „Erst Ben Stiller und seine großartigen Co-Stars bringen das nötige Leben in die Bude. Durch sie werden die Bauten real und echt.“

Kameramann John Schwartzman fiel die anspruchsvolle Aufgabe zu, alles gleichermaßen brillant einzufangen: Die riesigen Sets, das Tempo des Films, die Computereffekte nicht zu vergessen, die sich nahtlos in das Geschehen einfügen sollten. Schwartzman, Oscar®-nominiert für SEABISCUIT („Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg“, 2003), konnte seine Abenteuerlust bereits mit NATIONAL TREASURE: BOOK OF SECRETS („Das Vermächtnis des geheimen Buches“, 2007) beweisen und war sofort hingerissen von NACHTS IM MUSEUM 2: So viel Platz, der mit so viel Action gefüllt werden wollte! „Die Ausmaße des Films stellten eine grandiose Herausforderung dar“, sagt er. „Und dann war das Ganze noch eine Mischung aus Live-Action-Charakteren, digitalen Figuren und Schauspielern, die man auf einen Bruchteil ihrer wahren Größe zusammenschrumpfte! Das war alles höchst interessant und hat Spaß gemacht.“

Sein Erfolgsgeheimnis: Bestens vorbereitet zur Arbeit kommen… und dann alles vergessen und der Spontaneität Tor und Tür öffnen, so Schwartzman. „Comedy ist schwer greifbar und lässt sich nicht immer einfach so wiederholen. Deshalb lässt man die Kameras am besten einfach laufen, damit man nichts verpasst, wenn die Schauspieler plötzlich ihre Geistesblitze abfeuern. Unsere Infrastruktur ermöglichte es uns, schnell von Drehort zu Drehort zu gelangen. Das hat sich in höchstem Maße bezahlt gemacht.“

Eine der spektakulärsten Live-Action-Szenen, die Schwartzman zu bewältigen hatte, war Amelia Earharts Landung im New Yorker Central Park, die direkt vor dem Eingang des Museum of Natural History endet. „Die Zuschauer sollen wissen, dass das kein Computertrick ist“, sagt Shawn Levy. „Wir transportierten unseren originalgetreuen Nachbau der Lockheed Vega nach New York, ließen den Central Park für eine Nacht absperren, und Johns Team beleuchtete die ganze Szenerie, so dass Bilder zustande kamen, wie es sie im wirklichen Leben noch nie gegeben hat. Diese Nacht zählt für mich zu den magischsten Filmmomenten meiner ganzen Karriere.“

Produktion: Die Kostüme

Man stelle sich eine Zeitreise vor, die in Sekundenbruchteilen vom Chicago der Prohibitionszeit über das alte Ägypten ins Russland des 16. Jahrhunderts und schließlich in ein NASA-Raumschiff aus den 1960er Jahren führt. Dann bekommt man eine winzige Vorstellung davon, welchen gewaltigen Anforderungen sich Kostümbildnerin Marlene Stewart bei NACHTS IM MUSEUM 2 ausgesetzt sah. Anders als bei anderen Filmen, die üblicherweise nur eine oder höchstens ein paar Epochen abdecken, sah sich Stewart einer schier endlosen Kostüm-Menge aus der ganzen Menschheitsgeschichte gegenüber. Da Stewart Geschichte studiert hat, war sie von der Aufgabe begeistert.

Vorher hatte sie mit Ben Stiller bereits an TROPIC THUNDER („Tropic Thunder“, 2008) zusammengearbeitet, der sie daraufhin für NACHTS IM MUSEUM 2 empfahl. „Ich freute mich wahnsinnig darauf, wieder mit Ben zu arbeiten“, erinnert sie sich. „Für mich bietet der Film die Gelegenheit, mal etwas komplett anderes zu machen, eine phantasievolle Herangehensweise an semi-historische Kostüme. Ich recherchierte die verschiedenen Epochen und ihre unterschiedlichen Textilien – und verpasste ihnen dann unseren persönlichen Stempel.“

Stewart stimmte die Kostüme auf die Vorschläge und Persönlichkeiten jedes einzelnen Schauspielers ab. „Mein Job besteht nicht bloß darin, mich nach den Wünschen des Regisseurs und den Sets des Produktionsdesigners zu richten. Es ist ebenso wichtig, wie der Schauspieler an seine Rolle herangeht“, sagt sie.

Bestes Beispiel für Stewarts Talente als Kostümdesignerin ist das großartige, völlig überzogene Outfit des fiktionalen Pharaos Kahmunrah. Um das Kostüm direkt auf Hank Azaria abzustimmen, ließ sie seinen Körper einscannen und danach den Panzer bauen. Ein Vorgang, der Monate in Anspruch nahm. „Das ist so ziemlich mein liebstes Kostüm von allen“, sagt sie. „Ich habe mich dabei auf viele reale Elemente gestützt – die typischen Formen für einen Pharao, einen Panzer, der zu der Zeit tatsächlich bei Zeremonien getragen wurde, mythische ägyptische Lebewesen wie Horus. Anschließend fügte ich alles zusammen, so dass ich den Eindruck hatte, es ist immer noch historisch genug und erfüllt gleichzeitig die Erwartungen des Publikums an einen zeitgenössischen Film“, erklärt Stewart. „Ein Mix aus vielen Details und Schauwerten. Mit dem Kopfschmuck musste Hank lange herumbalancieren, damit er ihm nicht plötzlich herunterkippte!“

Auch für die Zeitreise in die jüngere amerikanische Geschichte konnte sich Stewart begeistern, besonders Amelia Earharts klassisches Piloten-Outfit, bestehend aus einer Reithose und einer Lammfelljacke, und die Sequenzen, die in Alfred Eisenstaedts berühmter Fotografie von der Siegerparade am Times Square 1945 spielen. „Ich bin wirklich ein Fan von Kleidern aus den 1930er und 1940er Jahren“, sagt sie“, „und wir haben die Kostümhäuser in ganz Los Angeles durchwühlt, um wahre Schätze zu finden.“

Auch bei Iwan dem Schrecklichen richtete sie sich nach historischen Vorbildern. „Wir sahen uns Drucke in Büchern an und einige Gemälde, die allerdings erst im 19. Jahrhundert entstanden sind, und hielten uns an das klassische, mittelalterliche Kostüm“, sagt sie. „Andererseits stellten wir auch Umhänge, die aus Hunderten Nagelköpfen bestanden, her – so eine Art modische Annäherung an Iwan den Schrecklichen!“

Aber das wichtigste Kostüm von allen war Larrys schlichtes Nachtwächter-Outfit, wie sie sagt, denn mit ihm beginnt schließlich alles. „Es ist eine sehr simple Uniform, und dennoch passt das Design perfekt zu seiner Persönlichkeit“, stellt Stewart fest. „Wenn Larry sie wieder überstreift, ist das ein klassischer Moment.“

Produktion: Special Effekte

Nachdem die magische Tafel aus dem Museum of National History im Smithsonian ankommt, beginnt auch dort das Chaos: Das Museum, bzw. die Ausstellungstücke erwachen zum Leben. Ermöglicht haben das die meisterhaften Digital-Zauberer und Visual-Effects-Künstler unter Leitung von Visual Effects Supervisor Dan Deleeuw (der u. a. bereits für den computeranimierten Saurier „Rexy“ aus NACHTS IM MUSEUM verantwortlich war), sowie die preisgekrönte Effektschmiede Rhythm & Hues.

Gemeinsam schufen sie eine total verrückte Welt, in der Marmorstatuen sprinten, ein hundert Jahre altes Sperrholz-Flugzeug in die Lüfte steigt, Nationaldenkmäler sprechen und die ägyptische Unterwelt im Smithsonian Castle ausbricht.

Obwohl er bereits an Larry Daleys erstem Abenteuer mitwirkte, war Deleeuw von der Menge an Effekten, die für NACHTS IM MUSEUM 2 benötigt wurden, schier überwältigt. „Meine erste Reaktion war: Das wird ein riesiges Projekt“, sagt er. „Dann sah ich mich im Smithsonian um und mir wurde klar, dass die Möglichkeiten für diesen Film schier unerschöpflich und grenzenlos waren. In der National Mall und beim Lincoln Memorial fühlte ich geradezu Lincolns Einfluss auf das Land und war von der Vorstellung, das alles wieder zum Leben zu erwecken, sehr bewegt.“

Er fügt an: „Abgesehen von den schieren Proportionen des Films, unterscheidet ihn aber noch etwas vom ersten Teil: Ein größerer Fantasy-Aspekt. Es erwachen nicht nur die Exponate zum Leben, sondern die Tore der Unterwelt öffnen sich, was uns die Gelegenheit gab, jede Menge supercoole Elemente in den Film einzubauen, beispielsweise Krieger mit dem Kopf eines Falken. Die unglaubliche Bandbreite an Effekten, die für den Film benötigt wurden, unterscheidet ihn wirklich von allem was es bisher gab. Im Großen gibt es das Lincoln Memorial, das komplett im Computer entstanden ist, und im Kleinen den niedlichen Wackelkopf-Einstein, die putzigste und klügste Filmfigur aller Zeiten. Der Film steckte voller aufregender Aufgaben.“

Was Regisseur Shawn Levy betraf, war es für ihn eine Herzensangelegenheit, berühmte Gemälde tricktechnisch zum Leben erwecken zu lassen – von dem cartoonhaften Universum eines Roy Lichtenstein bis zu den Americana-Gemälden von Edward Hopper. „Shawn ist ein großer Kunstliebhaber. Im Vorfeld haben wir lange darüber nachgedacht, welche Kunstwerke wir verwenden wollten“, erzählt Deleeuw.

„Anschließend entwickelten wir verschiedene Computertechniken für die unterschiedlichen Gestaltungsformen. Ein Aquarell erfordert eine andere CG-Technik als ein Ölgemälde usw. Im Grunde haben wir die Pinselstriche in Bewegung versetzt und versucht, die Intention des jeweiligen Künstlers lebendig zu machen. Das war aufregend, vor allem, wenn man sich vorstellt, dass das Publikum diese großartigen Kunstwerke auf diese Weise neu kennen lernt.“

Noch komplizierter war es, die unterschiedlichen Skulpturen wie den „Denker“, die „Venus“ und die fast 6m hohe Statue von US-Präsident Abraham Lincoln zum Leben zu erwecken. „Sie wurden buchstäblich vom Sockel geholt – in die wirkliche Welt. „Und das war verdammt schwierig“, wie Deleeuw erklärt. „Die Statuen sollten nach Marmor und Bronze aussehen, sich aber gleichzeitig glaubwürdig bewegen. Da sich aber Stein nun mal nicht wirklich dehnt wie Haut, war es problematisch, die Bewegungen natürlich wirken zu lassen. Ironischerweise hat man die letzten zehn Jahre in der Computeranimation nach Möglichkeiten gesucht, Haut weniger nach Stein aussehen zu lassen. Und wir mussten nun den komplett gegengesetzlichen Weg gehen und daran tüfteln, Stein wie Haut funktionieren zu lassen!“

Das National Air & Space Museum bot ebenfalls unendliche Möglichkeiten für irre Ideen. „Shawn wollte unbedingt, dass alle Raketen ‚erwachten’ und startbereit aussahen. Deshalb erzeugten wir mit flüssigem Stickstoff Flammen, die aus den Raketen und Triebwerken schießen“, sagt Deleeuw. „Als Larry und Amelia mit dem Oldtimer der Gebrüder Wright abheben sollten, kam uns die Idee, sie wilde Akrobatik-Manöver durch die Halle fliegen zu lassen. Aber das konnten wir natürlich nicht im echten Smithsonian drehen, weshalb wir mit Modellen und einem animierten National Air & Space Museum arbeiteten. Für die finale Sequenz verwendeten wir ein originalgetreues Flugzeug auf einer Motion-Base-Vorrichtung, mit der wir Flugmanöver simulieren konnten, kombiniert mit Modellen und digitalen Versionen von Ben Stiller und Amy Adams. Das war ein ziemlich cooler Mix aus alter und neuer Schule der Tricktechnik.“

So viele computergenerierte Figuren wie hier berücksichtigen zu müssen, brachte Levy ganz schön ins Schwitzen. „Manchmal drehte ich eine Szene, in der die Hälfte von dem, was später im Bildausschnitt vorkam, nicht zu sehen war!“, sagt er. „Da bestimmt man eine Kameraposition oder gibt einem Schauspieler Anweisungen, und das alles in einer völligen Leere. Am schwierigsten waren die Szenen, in denen sich Larry und Amelia mit Lincoln unterhalten. Amy und Ben mussten fünf Drehbuchseiten lang auf einen Tennisball starren, der in die Luft gehalten wurde, ich war am Mikrofon und versuchte zu sprechen, wie Lincoln gesprochen haben könnte. Aber die Abschlussschlacht war die Krönung. Darin wuseln ägyptische Krieger mit Falkenköpfen herum, Lincoln, die „Denker“- und die „Venus“-Skulptur, nicht zu vergessen ein gigantischer Tintenfisch. Der ganze Raum war voller Dinge, die überhaupt nicht existierten!“

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