Nachtasyl

  1. Ø 4
   2005
Nachtasyl Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Nachtasyl: Theaterfilm nach dem Stück von Maxim Gorki.

Eine bunte Mischung aus gescheiterten Existenzen fristet das, was vom Leben übrig bleibt, in einem Nachtasyl. Ziellos wie es scheint, nicht mehr daran interessiert aus dem Elend, in das man verschuldet oder unverschuldet geraten ist heraus zu gelangen. Der Tagesablauf wird bestimmt von Repressalien durch die Betreiber des Nachtasyls und betäubenden Ausschweifungen in bezahlten oder unbezahlten, freudlosen Sex und Besäufnissen. Maxim Gorki hat in seinem 1902 entstandenen Stück die unterste Schicht der zaristischen Gesellschaft versammelt und damit den größten Erfolg seiner Karriere erzielt. Seine Protagonisten wollen kein Mitleid oder Almosen, sondern ein menschenwürdiges Leben in einer gerechten Gesellschaft.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Da bis heute diese gerechte Gesellschaft nicht entstanden ist, hat „Nachtasyl“ eigentlich nichts von seiner Brisanz verloren. Doch heute, in einer hedonistischen Welt muss gefragt werden, ob diese Darstellung noch wirksam ist. Zu abstoßend erscheinen die Protagonisten, als dass irgend eine Art von Empathie entstehen könnte. Regisseur Hardi Sturm, der das Stück auch bearbeitete, legt großen Wert auf eine wohl durchdachte Ästhetik des Verfalls – gedreht wurde in einer verlassenen russischen Kaserne, was dem Film einen durchgehend einen perfekt getroffenen „Sowjetlook“ verleiht. Die Personen bleiben abstoßend und unsympathisch, was jedoch im Stück begründet liegt. Trotz der unbestritten hervorragenden Leistungen von Besetzung und Regie dürfte es schwer fallen, die Verfilmung einem Publikum jenseits der Gorki-Anhängerschaft zu erschließen.

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