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Fakten und Hintergründe zum Film "My Big Fat Greek Summer"

Fakten und Hintergründe zum Film "My Big Fat Greek Summer"

Das bringt der Serienherbst auf Disney+
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Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Produktionsnotizen

Das Drehbuch zu MY LIFE IN RUINS von Mike Reiss zog Nia Vardalos sofort in seinen Bann. Für die griechisch-stämmige Schauspielerin war es nicht nur sehr verlockend, einen Film in Griechenland zu drehen, vor allem die Rolle der Georgia hatte es ihr besonders angetan. „Ich habe der Rolle noch einen Aspekt hinzugefügt: sie ist so ein Kontrollfreak und muss lernen los zu lassen. Mir wurde immer gesagt: arbeite hart, dann kannst Du alles erreichen. Leider stimmt das nicht so ganz. Manchmal muss man einfach loslassen und lachen – oder tanzen!“ Obwohl ihre Rolle als Reiseleiterin für viele Menschen einem Traumjob wäre, sieht Vardalos es anders: „Sie kann sich für den Zauber nicht öffnen, weil sie die Enttäuschungen in ihrem Leben nicht hinter sich lassen will. Sie muss ihre Einstellung zum Leben ändern. Und das betrifft nicht nur Georgia, sondern auch die anderen Rollen.“ Vardalos, die für ihr erstes Drehbuch „My Big Fat Greek Wedding“ eine Oscar-Nominierung erhielt, gibt Georgia ihren ganz persönlichen komischen Stil. „Dahinter steht der Gedanke, dass man die eingefahrenen Wege verlassen muss, damit das Leben wieder seinen Zauber entfaltet.“

Donald Petrie, der in den letzten zwanzig Jahren einige sehr erfolgreiche romantische Komödien gedreht hat, wurde für die Regie gewonnen. „Wenn ich beim Lesen eines Drehbuchs lauthals lachen muss weiß ich, dass ich den Film machen will,“ sagt Petrie. „Und bei diesem Buch musste ich laut loslachen. Wir haben den dramatischen Spannungsbogen etwas verfeinert, damit Georgias Veränderung während des fünftägigen Trips richtig deutlich wird.“ Aus Petries Sicht hat Georgia die Leidenschaft für ihren Job verloren, weil sie die Touristen nur noch als Stereotypen wahrnimmt und nicht als Personen. Ihre ‚Alptraum-Reisegruppe’ wirkt nur so auf sie, weil sie ihren Job nicht richtig macht,“ erklärt er. „Sie findet, dass alle das gleiche brennende Interesse an der griechischen Geschichte haben müssten wie sie. Und wenn ihre Erwartungen enttäuscht werden, lehnt sie die Menschen ab.“ Im Laufe des Films hilft ihr die Reisegruppe ihren „Kefi“, ihre Lebenslust wieder zu finden, in dem sie ihr zeigen, dass es völlig in Ordnung ist anders zu sein und sich zu geben, wie man ist.“

Petrie erklärt, dass seine Hauptdarstellerin eine große Hilfe war. „Nia und ich vollenden gegenseitig unsere Sätze. Wir waren auf der gleichen Wellenlänge und entwi­ckelten ständig neue Idee, die wir uns dann zuspielten.“

Petrie hatte noch nie zuvor Griechenland besucht und hatte vor allem noch keinen Film dort gedreht. „Als die Produzenten mich fragten, ob ich den Film für das Budget in Griechenland realisieren könnte, hatte ich keine Ahnung“ gibt er zu. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich den Film in New York drehen könnte, wäre die Antwort Ja oder Nein. Ich kenne die Kosten in New York, Kanada und sogar in Louisiana. Von Griechenland hatte ich keinen Schimmer. Gibt es Filmcrews in Griechenland? Wie sieht es mit ihrer Verfügbarkeit aus? Wie weit sind die Drehorte von einander entfernt? Ich hatte natürlich über Olympia, Delphi und die Akropolis und die ganzen anderen Orte gelesen. Aber selbst wenn man es sich auf der Karte anschaut, muss man erst einmal da gewesen sein, um wirklich Bescheid zu wissen. Also fuhr ich hin und verliebte mich nur noch mehr in das Projekt und auch in Griechenland. Und stellte fest, ‚Ja, ich denke, das lässt sich machen.’“ Die Reise bot Petrie außerdem die Gelegenheit die wichtigsten Momente im Film schon vorab für sich zu visualisieren. Nachdem er die beeindruckenden Stätten besucht hatte, vor denen der Film spielt, entschied Petrie, die Schlüsselszene an einen anderen Ort zu verlegen. „Im Drehbuch beginnt die Busreise an der Akropolis und alle fragen nur ‚Wo gibst das nächste Eis?’ Ich war mir sehr sicher, dass es eigentlich umgekehrt sein müsste. Die Akropolis ist einer der Höhepunkte des Landes und sie durfte erst am Ende des Films auftauchen, nachdem wir uns alle in Griechenland verliebt haben.“

Produktion: Eine Reise durch Griechenland

MY LIFE IN RUINS ist wie eine richtige organisierte Rundreise durch Griechenland aufgebaut. Dementsprechend finden die meisten Szenen im Reisebus oder an den Sehenswürdigkeiten statt, die von Griechenlandreisenden gern besucht werden. Die Dreharbeiten während der Hauptreisezeit brachten einige Schwierigkeiten mit sich. „Einmal drehten wir mitten in der Plaka auf dem Hauptplatz von Athen, ähnlich dem Times Square“ erzählt Nia Vardalos. „Mitten in einer Szene hörte ich einige Leute sagen ‚Hey, das ist das Mädchen aus My Big Fat Greek Wedding!’ und sie liefen direkt vor die Kamera und gaben mir einen Kuss auf die Wange.“ Die Dreharbeiten an den historischen Wahrzeichen verursachten zusätzlich logistische Probleme. Die Filmcrew musste sich die Sehenswürdigkeiten mit echten Touristen-Gruppen teilen. „Wir konnten die Ruinen schließlich nicht einfach für unsere Dreharbeiten absperren“ erklärt Petrie. „Während ich meine Reisegruppe mit dem Schild Gruppe B durch die Ruinen führte,“ fügt Vardalos hinzu „kamen wir häufig an einer echten Reisegruppe vorbei und der Führer und ich schauten uns nur an. Und eine Reiseführerin hat mir tatsächlich zugezwinkert. Und ich dachte, genau! Harter Job.“

Zusätzlich mussten für fast alle Szenen alle Darsteller nahezu jeden Tag am Set sein. „Eine Szene war vielleicht nur eine Seite lang, aber es waren zwanzig Rollen darin, die alle auf der Leinwand auftauchen müssten“ erzählt der Regisseur. Das schafft Zeitprobleme, wenn gleich zu Beginn des Drehtages alle Schauspieler in Maske und Kostüm bereit stehen sollen.“ Oft lieferte das Drehbuch nur eine grobe Vorgabe für eine größere Szene. „Wir haben viel Zeit darauf verwendet, um Schauspieler mit besonderem Improvisationstalent zu finden“ sagt Petrie. „Oft hatten die Schauspieler nicht eine einzige Zeile Text zu sprechen, aber ich brauchte Reaktionen von jedem Einzelnen und die mussten sie aus ihrer Rolle heraus entwickeln.“

Die Tatsache, dass alle Schauspieler improvisieren mussten, hielt Donald Petrie ganz schön auf Trapp. „Wir drehten eine Szene aus einem Blickwinkel und plötzlich improvisierte jemand etwas Tolles während die Kamera schon einen anderen Abschnitt im Fokus hatte. Das bedeutete, dass ich dasselbe noch einmal aus der ersten Richtung drehen musste, um die neue Idee einbauen zu können.“ Aber Petrie wusste, dass die improvisierten Passagen, trotz der logistischen Probleme, den Film besser und lustiger machen würden. „Wir drehten ganz unbemerkt eine Einkaufsszene mit Handkameras in einem griechischen Laden“ erzählt er. „Die Schauspieler schlüpften in ihre Rolle und los ging’s, fast wie beim Reality-TV. Eine der Rollen, Dorcas, ist eine Kleptomanin. Sie ist diese kleine, nette, alte Dame, der Du niemals zutrauen würdest, dass sie irgendetwas klaut. Die Schauspielerin hatte sich zu einer recht versierten Diebin gemausert. Hinterher mussten wir immer zurück und alles bezahlen!“

Produktion: Die Besetzung

Um das große und sehr unterschiedliche Schauspieler-Ensemble für MY LIFE IN RUINS zu finden, mussten Castings in Los Angeles und Europa durchgeführt werden. Die Anforderungen, die die Filmemacher sich setzten, waren hoch. Sie suchten einen internationalen Mix aus Schauspielern, die die Fähigkeit besitzen, auch in vermeintlich kleinen Rollen groß rauszukommen und die so gut improvisieren können, dass Lacher garantiert sind. „Es ist eine Sache, einen Film mit einem Jungen und einem Mädchen zu besetzen und beide haben noch einen besten Freund oder Freundin“ sagt Donald Petrie. „Hier war es viel komplizierter. Ursprünglich sah das Drehbuch eine Gruppe amerikanischer Touristen vor. Aber so funktionieren diese Rundfahrten nicht wirklich. Und ich wollte auch nicht Menschen, die sich zu sehr ähneln, damit das Publikum nicht durcheinander kommt. Deshalb habe ich mich für eine internationale Gruppe entschieden. Da Georgia in ihren Kunden nur als Stereotypen wahrnimmt, brauchte ich Darsteller, die zwar den Klischeevorstellungen entsprechen, aber am Ende zu echten Persönlichkeiten werden“ sagt er. „Von den zwanzig Rollen sind drei als Hauptrollen definiert und der Rest sind alles Nebenrollen.“

Den Filmemachern gelang eine sehr amüsante und ansprechende Mischung von Charakteren – angesäuselte Australier, verliebte Frischverheiratete, zänkische Familien, Geschiedene auf Männerjagd und unbedarfte Single-Männer. Und mitten in diesem genialen Wahnsinn ist da noch Irv, gespielt von Richard Dreyfuss.

„Irv ist ein bisschen rätselhaft“ sagt Petrie. „Er taucht einfach auf. Wie Georgia sagen würde, es gibt immer einen, der den Gruppenclown macht, der dauernd Witze reißt, die nicht komisch sind. So ein Typ ist Irv. Und Georgia weiß, dass sie ihn die nächsten sechs Tage ertragen muss.“ Aber Irv entwickelt sich zu einem fast engelsgleichen Ratgeber, der Georgia hilft ihr Leben, sowohl beruflich als auch in der Liebe, in eine bessere Richtung zu lenken. „Richard ist perfekt für die Rolle“ sagt der Regisseur. Er besitzt nicht nur die notwendige Herzlichkeit, die Wärme und einen herrlich schrulligen, unkonventionellen Humor, er ist auch ein hervorragender Schauspieler. Und die Tatsache, dass er kein Comedian ist, gibt der Rolle mehr Gehalt und macht sie realer. Alles beruht auf seiner Leidenschaft.“ Laut Dreyfuss „ist Irv die treibende Kraft hinter den Veränderungen der anderen Charaktere. Er ist der Grund dafür, dass Dinge geschehen und Menschen sich verändern. Irv hat Georgia durchschaut. Er kennt ihr Geheimnis. Er ist unerlässlich für alles.“ Ohne dass die anderen Reiseteilnehmer es bemerken, bringt Irv sie dazu, sich und die anderen besser zu verstehen. „Oft tun wir Wahrheiten als Platitüden ab und ignorieren sie“ sagt der Schauspieler. „Wie zum Beispiel ‚Weisheit kommt mit dem Alter.’ oder ‚Lebenserfahrung bedeutet etwas.’ Oder ‚Woran wirst du dich auf deinem Sterbebett tatsächlich erinnern?’ Irv weiß darüber Bescheid. Er erfüllt keine Mission, aber es gehört zu seinem Wesen, den Menschen kleine Hilfen zu geben, damit sie ihren Weg finden. Ich habe meinen Kindern immer gesagt, dass es mehr auf der Welt gibt, als man sehen, berühren, fühlen oder schmecken kann,“ fährt er fort. „Und Irv lebt in diesem Wissen. Er kennt die Magie des Lebens und den Zauber wahrer Liebe, die niemals endet. Georgia ist auf dem Weg zu dieser Erkenntnis, sie muss nur den Mut dazu haben. Mit Nia zu arbeiten, ist genau so. Sie vermittelt Hoffnung und eröffnet Möglichkeiten. Nia als Ganzes ist wesentlich größer als die Summe ihrer einzelnen Talente.“ Für Vardalos war die Zusammenarbeit mit Dreyfuss das Highlight der Produktion. „Für mich hat sich ein Traum erfüllt“ erzählt sie. „Das Großartige an meinem Leben ist, dass ich mit so vielen Menschen arbeiten kann, die ich bewundere. Er ist charmant, komisch und ein vollkommener Profi. Einer der schönsten Momente war, als wir die Szene am Piano gedreht haben und ich dachte‚ ‚Jetzt habe ich eine unheimliche Begegnung der dritten Art mit Richard Dreyfuss!’“

Die Filmemacher suchten einen echten Griechen für die Rolle des Busfahrers Procopi, genannt Pupsi. Während der Produktionsvorbereitung in Los Angeles sah Petrie zum ersten Mal das Demo-Band von Alexis Georgoulis, der in seiner griechischen Heimat ein Star ist. „Alexis sprang nahezu von der Leinwand“ erinnert er sich. „Aber er gehörte zu den Ersten, die wir angesehen haben und deshalb dachten wir ‚Er ist wirklich gut, aber wir müssen uns noch mehr ansehen.’ Aber er hat den Maßstab gesetzt und obwohl wir noch drei Monate lang andere Schauspieler gecastet haben, mussten wir schließlich feststellen, dass wir keinen Besseren finden werden, als den Allerersten, der durch die Tür kam.“ Für Petrie war einer von Alexis Pluspunkten, dass er durchaus abweisend, anfangs sogar ein bisschen Angst einflößend sein kann, bevor er sich in den gutaussehenden Hauptdarsteller verwandelt. Georgoulis, der mit MY LIFE IN RUINS sein amerikanisches Kinodebüt gibt, musste sich für den Job ziemlich umstellen. „Es war aufregend aber gleichzeitig auch stressig“ erzählt er. Für Vardalos war es wichtig, dass Pupsi wie eine reale Person wirkt, mit der sich das Publikum identifizieren kann. „Alexis war genauso wichtig für diesen Film, wie die Erlaubnis in der Akropolis drehen zu dürfen“ sagt sie. „Wir verstecken sein Gesicht im ersten Drittel des Films. Damit nahmen wir ihm ein wichtiges schauspielerisches Handwerkszeug: sein Gesicht. Nur ein sehr erfahrener Schauspieler mit einer ausgereiften Persönlichkeit kann das so rüberbringen.“ „Nia hat mir erzählt, dass sie bei unserem ersten Treffen dachte, ‚Das ist Pupsi’,“ erinnert sich Georgoulis. Für sie steht Pupsis Rolle für die griechische Art zu leben und zu denken. Und ich glaube, wenn Sie nach Griechenland kämen, würden sie ihr absolut zustimmen.“

Rachel Dratch („Saturday Night Live“) spielt Kim, die amerikanische Touristin. Sie fand es aufregend mit ihrer langjährigen Freundin Nia Vardalos zusammen zu arbeiten. „Ich habe in New York für die Rolle vorgesprochen. Es gibt eine kleine Geschichte dazu,“ lacht sie. „Ich kenne Nia seit unserer Zusammenarbeit bei „Second City“ in Chicago. Ich war ihre zweite Besetzung, wir sind Freundinnen. Möglicherweise hatte ich schon ein paar Pluspunkte.“ Rachel Dratch bezeichnet den Film als eine „total romantische Fantasie, in der du an wunderschönen Orten mit einem heißen Ausländer anbandeln kannst. Jede Frau, der so etwas gefällt – und wem gefällt es nicht? – wird den Film mögen.“ Kim und ihr Ehemann Big Al (Harland Williams) spielen typische amerikanische Touristen. Eine wunderbare Gelegenheit für Dratch ihrem komischen Talent freien Lauf zu lassen. „Unsere Rollen ähneln ein bisschen den „Saturday Night Live“-Charakteren – sehr laute, sehr aufdringliche Amerikaner“ sagt Dratch. „Sie sind wirklich extrem laut und nehmen ihre Umgebung nicht zur Kenntnis. Anfangs sprechen Kim und Al alles falsch aus und wollen alles nur auf ihre amerikanische Art haben. Es ist das totale Klischee, aber wir haben solche Leute überall in Griechenland gesehen. Am Ende können wir die Namen der griechischen Gerichte richtig aussprechen und sogar ein bisschen griechisch reden. Und statt amerikanischer Klamotten tragen wir griechische Kleidungsstücke.“ Rachel Dratch findet, dass Nia Vardalos im wirklichen Leben genauso herzlich und enthusiastisch ist wie sie im Film wirkt. „Sie spielt nicht nur im Film eine Reiseführerin, auch in der realen Welt ist sie die Anführerin der Gruppe. Sie ist sehr positiv. Sie scheint niemals schlechte Laune zu haben oder müde zu sein, deshalb macht es sehr viel Spaß, mit ihr zu arbeiten.“ Aufgrund der Ensemble-Struktur des Drehbuchs hatte Rachel Dratch erwartet, dass die Produktion eine Art Europa-Urlaub für sie werden würde – und musste schnell feststellen, dass es ganz und gar nicht so war. „Nachdem ich meinen Textumfang gesehen hatte, dachte ich, dass ich nur ab und zu drehen müsste“ erzählt sie. „Aber als ich dann dort war, musste ich jeden Tag arbeiten. Wir waren immer im Bild. Wir hielten so oft unsere Rücken in die Kamera, dass wir den Begriff ‚backting’ erfanden. Das war unser ganz großer Moment. Wir haben sehr ausdrucksstarke Rücken. Ich habe jede Menge ‚backting’ in diesem Film gemacht.“

Dank ihrer Arbeit in sieben Staffeln von „Saturday Night Live“ war Rachel bestens auf das kontrollierte Chaos vorbereitet, das eine improvisierte Komödie mit sich bringt. Ihr Partner Harland Williams schaffte es trotzdem, sie zu überraschen. „Ich wusste nie, was er als nächstes sagen würde. Manchmal warf er mir verrückte Sachen an den Kopf, die gar nicht im Skript standen und es war sehr schwer für mich dabei in meiner Rolle zu bleiben. Er ist schon ein sehr, sehr komischer Kauz und ein einzigartiger Comedian.“ Jeder, der sich mal eine Weile mit Williams unterhalten hat, versteht das. Auf die Frage wie er zum Film kam antwortet er scherzhaft: „In Hollywood gibt es den Begriff ‚Besetzungscouch’. Ich wurde von den Produzenten geholt, kurz verführt, benutzt und fortgeschickt. Williams genoss es mit Dratch zu arbeiten. „Wir sind ein gutes Paar, weil ich ungefähr 2,80 m groß bin und sie ein halber Schlumpf. Und natürlich hat sie großartiges komisches Timing. Sie ist total witzig.“ Williams wird erst ernst, wenn er von seiner Bewunderung für Richard Dreyfuss erzählt: „Ich musste diesen Film einfach machen, um endlich mit Richard arbeiten zu können“ sagt er. „Ich liebe seine Arbeit und ich wollte unbedingt mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Alistair McGowan spielt Georgias hinterhältigen, schlauen Kollegen Nico. In seiner britischen Heimat ist er für seine treffsicheren Imitationen von Entertainern, Sportlern und Politikern bekannt. McGowan meisterte Nicos griechischen Akzent mit der ihm eigenen Gelassenheit. „Man muss ihn einmal richtig drauf haben. Danach ist es überhaupt kein Problem mehr. Es gibt im Griechischen bestimmte Laute, die einzigartig sind. Die muss man treffen. Meine Freundin hat mir eine CD besorgt, auf der jemand Griechisch unterrichtet. Wo immer dieser Mann jetzt sein mag, ich stehe wirklich tief in seiner Schuld. Und in der von Alexis. Ich habe viel mit ihm gesprochen, um ein Gefühl für die griechische Aussprache zu bekommen.“ Obwohl McGowan in den letzten 25 Jahren schon in Dutzenden TV-Filmen, Specials und Serien mitgewirkt hat, gibt er in MY LIFE IN RUINS sein Spielfilmdebüt. „Es ist großartig mit Donald zu arbeiten“ sagt er über den Regisseur. „Er weiß, was er will, aber gleichzeitig akzeptiert er auch den Input der Schauspieler. Bei unserem ersten Treffen fragte er mich, ob ich gerne improvisiere, was absolut mein Ding ist. Viele der Schauspieler in diesem Film haben in der Vergangenheit improvisiert oder geschrieben und fühlen sich deshalb sehr wohl damit. Und natürlich ist Nia sehr herzlich. Bei ihr fühlt man sich sofort ganz ungezwungen. Sie hat keine Allüren und macht alles dadurch sehr leicht.“ McGowan findet, dass der Film „sehr genau beobachtet. Es steckt ein Quentchen Wahrheit in jeder der Stereotypen. Während meines Besuchs der Akropolis genoss ich den sagenhaften Ausblick. Und der Mann neben mir erklärte, ’Hier gibt’s nicht viel zu sehen.’ Wie bitte? Ganz Griechenland lag vor uns! Das Meer! Die Geschichte! Alles was man sich nur wünschen kann, wie man das Leben und die Geschichte erleben möchte, lag direkt vor unserer Nase!“ Der Schauspieler zieht den griechischen Philosophen Socrates heran, um den Film zu beschreiben. „Er glaubte, dass die beste Reise, die man in seinem Leben unternehmen kann, die Reise zu sich selbst ist. Und in diesem Film tun alle genau das. Viel zu viele Menschen reisen an spektakuläre Orte und nehmen außer einem Haufen Fotos nichts für sich mit. Ich finde, man muss die Dinge in sich aufnehmen. Es geht nicht einfach nur darum, da gewesen zu sein. Es geht darum, etwas Tieferes zu finden. Mit einem Satz: der Film hat gute Gags, gute Charaktere und einen sehr menschlichen Ansatz.“

Die restlichen Plätze im Reisebus werden ebenfalls von bekannten Schauspielern eingenommen. Caroline Goodall, Ian Ogilvy und Sophie Stuckey spielen die Familie Tullens: ein herrische Ärztin, ihr Gatte, ein Pantoffelheld und ihre schmollende Tochter. Goodall ist ein großer Fan von Vardalos’ erstem Film. „Die Tatsache, dass Nia an dem Projekt beteiligt sein würde, hat mich total motiviert dabei zu sein,“ erzählt sie. „Und ich habe eine wunderbare Rolle – sie gehört zu der Sorte prächtiger Monster, die immer Recht haben müssen.“ Ian Ogilvy sagt über seine Rolle: „er ist das schlichteste Mitglied der Familie. Er ist mit einer ziemlich schwierigen Frau verheiratet, sie haben eine pubertierende Tochter und keiner weiß so recht, warum wir eigentlich diese Reise machen.“ Ogilvy kam zu dem Projekt durch eine e-mail von Donald Petrie, der ihn fragte, ob er interessiert wäre. „Wir redeten ein bisschen über den Film, so einfach war das“ sagt Ogilvy. „Es ist ein Film zum Wohlfühlen.“

Simon Gleeson und Natalie O’Donnell spielen die Australier Ken und Sue. Sie sind im Film aber auch im realen Leben verheiratet. „Wir machten mit Donald Witze darüber, dass die Dreharbeiten das Ende unserer Ehe bedeuten könnten“ sagt Gleeson. Aber die Aussicht mit Petrie und Vardalos zu arbeiten und die Chance Spanien und Griechenland zu besuchen, waren einfach zu verlockend. „Es war einfach wunderbar, dass wir freien Zugang zu Delphi und Olympia hatten. Ich glaube, alle Mitwirkenden empfinden genauso.“ „Durch die Art und Weise wie Nia die Figuren mit Leben erfüllt, bekommt der Film dieselbe Verve wie ‚My Big Fat Greek Wedding’,“ sagt O’Donnell. „Und das professionelle Niveau aller Beteiligten ist großartig. Als ich erfuhr, dass die zwanzig Schauspieler jeden Tag miteinander verbringen müssen, war ich schon besorgt, aber die Kameradschaft untereinander war absolut fantastisch.“

Die spanischen Schauspielerinnen, sexy María Botto und María Àdanez, spielen Lala und Lena, beide vor kurzem geschieden und vereint in ihrer Suche nach einem neuen Lover. Die „zwei Marias“ – wie sie am Set genannt wurden – hatten auch schon vorher in Spanien zusammengearbeitet, aber dies war für beide der erste Hollywood-Film. „Als ich hörte, dass ich in einem Film mit Nia Vardalos unter der Regie von Donald Petrie mitwirken sollte, wusste ich, das es toll werden würde“ sagt Ádanez.

Sheila Bernette und Ralph Nossek spielen Dorcas und Barnaby, ein reizendes, älteres, englisches Ehepaar. Sheila, eine Veteranin der britischen Music-Halls, umschreibt ihre Rolle sehr taktvoll als „sehr nachdenklich, sehr nett und sehr alt. Und ein bisschen verrückt. Schließlich lässt sie einfach Sachen mitgehen, ohne zu bezahlen.“ Die traumhaften Drehorte des Films hatten es Bernette besonders angetan. „Es war eine ganz wunderbare Erfahrung in Spanien und Griechenland zu arbeiten, mit liebenswerten Kollegen, die alle so nett sind. Menschen bezahlen viel Geld, um diese Orte zu besuchen, an denen wir waren und bei Gott, sie waren wirklich atemberaubend schön.“ Nossek sagt: „Die Zusammenarbeit mit Vardalos, Petrie und dem Rest der Mitwirkenden war einfach fabelhaft. Die Amerikaner reden unglaublich viel, aber sie sind sehr amüsant. Ich liebe sie.“

Einige der haarsträubendsten Szenen im Film drehen sich um Gator, einen naiven Studenten, der zum ersten Mal Europa besucht. Der 19-jährige Schauspieler Jareb Dauplaise sagt: „ich musste für die Rolle des Gator wirklich nicht besonders tief in mich gehen. Er lebt nur für den Moment und will die Welt sehen. Und er will so viele Erfahrungen wie möglich machen.“

Neben drei Russinnen, die kein Wort Englisch sprechen, rundet Brian Palermo die Liste der Passagiere ab. Er spielt Marc, einen IHOP-Vertreter, der den Wald vor lauter Blackberries nicht mehr sehen kann. „Marc wirkt wie ein ganz normaler Typ, bis man sich mit ihm unterhält“ sagt der Schauspieler. „Das International House of Pancakes ist sein gesamter Lebensinhalt. Er hält die Firma für die interessanteste Sache der Welt und faselt die ganze Zeit von Pfannkuchen und Sirup und so Sachen. Wir hatten so viel Spaß mit den Schauspielern. Jeden Tag die unterschiedlichen Akzente zu hören, war fantastisch,“ sagt Palermo. „Und Donald war so geduldig. Er musste 20 Schauspieler und eine internationale Crew organisieren. Allein die Vorstellung, das alles zu organisieren, ist furchteinflößend.“

Wenn das Publikum ganz genau hinschaut, wird es Nia Vardalos’ ganz persönliche Glücksbringer entdecken. „Meine Eltern, Gus und Doreen, sind im Film. Sie tauchen in der Szene am Souvlaki-Stand auf, in der ich feststelle, dass Pupsi Englisch spricht, nachdem ich gerade erklärt habe, wie lange es her ist, dass ich zuletzt Sex hatte. Und dann frage ich alle anderen in der Schlange ‚Spricht sonst noch jemand Englisch?’ und alle heben die Hand. Meine Eltern stehen mitten in der Schlange und werfen mir giftige Blicke zu.“

Produktion: Die Pangloss-Tour durch Griechenland

Das Drehbuch von MY LIFE IN RUINS brachte Donald Petries Theorie über Filme, die an Originalschauplätzen gedreht werden, völlig ins Wanken. „Normalerweise finde ich, dass die Qualität eines Skripts und die Attraktivität eines Drehorts im umgekehrten Verhältnis zu einander stehen,“ erklärt er. „Wenn ein Film im Süden Frankreichs an sonnendurchglühten Stränden voll schöner Frauen beginnt, ist es meistens das schlechteste Drehbuch, das ich jemals gelesen habe. Wenn es aber im Winter in Minnesota spielt, dann werde ich es lieben. Also habe ich das Drehbuch gelesen und dachte ‚Oh, es gefällt mir wirklich sehr. Mag ich es nur, weil es in Griechenland spielt oder mag ich die Geschichte an sich?’ Um das zu entscheiden, musste ich meine Gedanken völlig von den Schauplätzen lösen. Zum Glück stellt ich fest, dass ich das Drehbuch immer noch liebte.“

MY LIFE IN RUINS wurde an einigen der spektakulärsten und bekanntesten historischen Stätten Griechenlands gedreht, u.a. der Akropolis, dem Zentrum des alten Athens. Genau genommen wird MY LIFE IN RUINS dafür in die Geschichte eingehen –als der erste Film, der in der Akropolis gedreht werden durfte. Obwohl schon viele Filmemacher versucht hatten, eine Drehgenehmigung für den heiligen Ort zu bekommen, wurde es von der griechischen Regierung immer abgelehnt. Vardalos verbrachte fast ein Jahr damit, die griechische Regierung zu umwerben, um auf der Akropolis und einigen anderen weltberühmten historischen Sehenswürdigkeiten drehen zu dürfen. „Ich habe an sehr vielen Abendessen teilgenommen und viele Hände geschüttelt“ erzählt Vardalos. „Ich muss es meinen Eltern hoch anrechnen, dass sie mich in eine griechische Schule geschickt haben, weil ich die Sprache – selbst nach all den Jahren – immer noch fließend spreche. Ich flog ungefähr ein Jahr vor Drehbeginn nach Griechenland, um möglichst viele Menschen zu treffen. Zur griechischen Kulturministerin habe ich seit meinem ersten Film ein durchaus persönliches Verhältnis. Ihr Einsatz für das Projekt war schließlich ausschlaggebend. Außerdem versprach ich der Regierung, dass wir die Ruinen so verlassen würden, wie wir sie vorgefunden haben.“

Produktion: Eine Reise durch Griechenland

Ein Freudenfest zu Ehren Griechenlands

Vardalos sieht den Film als ein Freudenfest zu Ehren Griechenlands. „Ich bin immer noch sprachlos, zu welchen Orten wir Zugang hatten. Wir hatten so viel Glück. Es war eine erhebende Erfahrung an diesen historischen Stätten zu drehen.“

Olympia

Olympia, der Austragungsort der ersten Olympischen Spiele im 8. Jahrhundert vor Christi, ist das erste wichtige Heiligtum auf der Reiseroute. „Die Schauplätze stehen in einer Beziehung zu Georgias Entwicklung“ erklärt Petrie. „In Olympia, dem Ort an dem das sportliche Können der Teilnehmer getestet wurde, muss Georgia sich als Reiseführerin beweisen. Kann sie besser werden? Kann sie es schaffen, unterhaltsam und lehrreich zu sein?“

Delphi

Der nächste große Stopp ist Delphi mit dem Tempel zu Ehren von Apollo. Delphi gehörte eins zu den wichtigsten religiösen Pilgerstätten. Besucher aus ganz Griechenland und der hellenischen Welt kamen nach Delphi, um das Orakel zu befragen, dessen kryptische Prophezeiungen den Lauf der Geschichte ändern konnten.

„Delphi ist ein geheimnisumwobener Ort, der sowohl durch das Orakel als auch durch seine heilenden Kräfte berühmt wurde“ sagt Petrie. „Und er verfügt auch über heilende Kraft für unsere Reisegruppe und macht aus ihnen endlich eine Einheit.“

Akropolis

Am Ende erreicht die Gruppe die Akropolis, das Zentrum des alten Athens, die ursprüngliche Tempelanlage, die am höchsten Punkt der damaligen Stadt erbaut wurde. Diese berühmteste Stätte Griechenlands ruht auf vielen Schichten der Geschichte, die den modernen griechischen Staat mitgeformt haben. „Auf der Akropolis wird aus der Gruppe schließlich eine Einheit“ sagt Petrie. „Jeder der Reiseteilnehmer hat seine eigene emotionale Entwicklung durchlebt, die in Verbindung zu diesem Ort steht. Als Gruppe sind sie jetzt für den finalen Test bereit: Einer von ihnen erkrankt schwer.“ „Donald hatte Drehorte gefunden, die meine wildesten Vorstellungen übertroffen haben“ sagt Vardalos. „Er hat die Szenen unglaublich toll umgesetzt. Das erwarte ich von einem Regisseur, dass er Worte in Bilder verwandelt.“

Neben seiner Geschichte bietet Griechenland auch einen großen Reichtum an natürlicher Schönheit, die das Team trotz des hektischen Drehplans genießen konnte. „An einem normalen Set würde ich mich in den Drehpausen in meinem Trailer zurückziehen“ sagt Rachel Dratch. „Dank dieser fantastischen Berge und Ruinen um uns herum, hatte ich sogar Lust zu wandern. Wir hatten wirklich nicht viel freie Zeit, aber dadurch, dass wir mitten drin waren, hatten wir eine Chance einen Eindruck zu gewinnen.“ Dratch, die selbst mit Begeisterung auf Reisen geht, hofft, dass die Zuschauer, die nicht nach Griechenland reisen können, die Schönheit der Landschaft und der Kultur durch den Film erleben werden. „Es ist ein Traumurlaub, in dem man ganz Griechenland kennenlernt zum Preis eines Kinotickets.“ Alistair McGowan, der per Auto und Fähre von Großbritannien nach Griechenland reiste, versteht, warum die Griechen so stolz auf ihr Land sind. „Die Ankunft mit der Fähre von Italien aus war außergewöhnlich“ sagt er. „Man hat das Gefühl, das Land würde sich öffnen. Griechenland verändert Menschen. Man fängt selbst an offener gegenüber Anderen zu werden. Man lernt etwas über sich und Andere, eine bereichernde Erfahrung.“

„Ein bisschen romantische Komödie, ein bisschen Selbstfindungstrip und ein bisschen Reisebericht – MY LIFE IN RUINS ist eine Reise, die viele Menschen genießen werden“ erklärt Regisseur Donald Petrie. Während seiner langjährigen Filmkarriere hat Petrie gelernt, dass es absolut unmöglich ist, vorherzusagen, welches Publikum ein Film anlocken wird. „Bei „Ein verrücktes Paar – Alt verkracht und frisch verliebt“ dachte die Marketing-Abteilung, dass der Film nur 80-Jährige ansprechen würde. Aber zu mir kamen Kinder, die mir erzählten, wie gut ihnen der Film gefallen hat. Man muss dabei lachen und weinen. Und wer will das nicht sehen?“

Interview mit Regisseur Donald Petrie

This seems to be a timeless sort of movie. Was that intentional?

Well I hope that’s what I’ve done. I hope it stands the test of time. There aren’t any lines in there like, “Well, with the economy doing what it is today.” That’s not in there so hopefully it won’t be dated in three years when we’re all fine again, fingers crossed. I think that’s a lucky accident, or shall I say unlucky accident? The world is going through what it’s going through so we need this kind of a story just so we can feel good for a few hours among everything going on in the country and in the world. 

What grabbed you about this project?

When I look at stories, I look for the character and what they’re going through and what I think will be relatable to audiences. For whatever reason, ever since I directed “Mystic Pizza,” female characters have been very attractive to me. I guess I’m a feminist at heart or whatever. In “Miss Congeniality,” Sandra Bullock’s character has subjugated her femininity in order to be a FBI agent and it’s about how she deals with getting it back. With “My Life in Ruins,” I was thinking that so many people find themselves at some point in their lives where they’ve just lost their joie de vivre. They’re 40 and don’t feel they’ve got as far as they wanted to, success-wise or love-wise. They’ve just lost their lease on life or, in this case, their ‘kefi’, their spirit. And in this film it’s about the journey of finding it again or getting it back, helped by this odd lot of tourists centered around Richard Dreyfuss’s character Irv. That was the story for me. 

Do you think Europeans will view this film differently from Americans?

The original script was a group of Americans and Nia. We changed that because in being on tour in Greece, looking around, it’s truly international. So this way I could feel I was insulting everyone equally, at least in the groups that we could deal with (laughs). I couldn’t get every nationality on the bus but obviously we have the uptight Brits, the Australians you can’t understand and many other stereotypes. And yet, we were trying to make it so that the stereotypes are how Georgia sees these people. She has lumped them into these groups and once she gets past that and sees these people as people, she gets to loosen up and see that she’s the one who has been making her own life miserable.

Can you talk a little about Nia Vardalos?

Here’s a woman of a certain age in Hollywood that does what Nike says:

Just Do It.” She doesn’t wait for an offer or a script to come to her. She goes out and gets it done. If it doesn’t exist, she’ll write it. I’m so impressed with Nia and how she does that. She had one of the hugest hits on the planet with “My Big Fat Greek Wedding.”

You had permission to shoot on these incredibly famous ancient sites in Greece. How do you broach the subject of caution with your crew?

We had production meetings in advance to let everyone know what we could and couldn’t do. All the equipment we brought in was selected for its light weight. That’s not to say we didn’t bring cranes into Olympia - we did - but we worked out everything in advance so we had permission. The only surprise we had was losing half a day at Delphi because it was pouring with rain. We had permits for two days and they were only for those two days. You’re not going to go, “Oh, it’s raining, we’re going to stay over another day.” It doesn’t work like that.

Since you weren’t allowed to close any sites to tourists, how did you ensure they didn’t ruin your shots?

I’ve always felt what goes around comes around so if you go in there and start yelling at the tourists, you’re going to get attitude back. I told everyone to treat the tourists like their long-lost friends or relatives. I told everyone, “Even if you’re busy, try to answer their questions. Try to make us as much fun as seeing the ruins.”  Honestly, I’ve had more trouble with tourists in New York. In Greece, they’re there to see the ruins. Their thinking is, “I’m here to see the Temple of Zeus so I’m going to see it.”

Another key to the film’s success is its great supporting cast. Is it fair to say they were handpicked?

I hired them based on the fact that they could all improvise and bring something much more than we could fit in the script. The difficulty was for the poor sound guy because I insisted everyone wore a microphone. That was important. Nia would say something and everyone would answer at the same time. I was able to go in close and say, “Let’s cherry pick the best.”

This is an unashamedly sentimental film. Do you have any rules for keeping it the right side of cloying?

What I go for is what feels real and true. Yes, you can manipulate something. You can squeeze tears or whatever. But I find that audiences are very sophisticated these days. They know when they’re being manipulated and they don’t like it. Even though we are in the business of putting together stories which will evoke an emotional response, I try to stay very true to the characters. I’m not trying to force feelings, indeed I’m usually going against it, especially in a comedy. I won’t let the violins wail but I might make comic music to take the edge off.

You know leading ladies, having worked with Julia Roberts, Sandra Bullock and Kate Hudson. Do the great ones have something in common?

I think greatness is where the unexpected comes out. There’s also serendipity but that’s just kind of the luck. If 10 actresses are going to say the same line from a script, when Julia Roberts says it, it’s going to be different. I think it’s the unpredictability. There’s just something about these actresses who come at everyday life just slightly differently. And so because of that, their originality just pops out at you. That’s why there are so many who don’t have it. It’s rare to find that unpredictability in a person.

Interview mit Alexis Georgoulis

You’re basically playing a Greek romantic stereotype. How do you go about it?

I try to keep the stereotype on the surface and then my job was to work under the surface to make a real character, a real person. As I was trying to find a lot of common things, I had to put some new things out there and finally I felt, “This is not a stereotype, this is a real person”.

So I might see someone just like you in Athens?

Greek society is not one thing, it’s about so many cultures. There are a lot of aspects of Greek culture. You can find a person like Poupi, but that isn’t a typical picture. Then again, I’d say we don’t have a typical picture.

Was “My Big Fat Greek Wedding” really big in Greece?

Yes it was. Me personally, I’ve seen that movie three or four times.

Were you a fan of Richard Dreyfuss?

I love his way of acting and when I first met him, I wanted a picture with him. I acted like a fan. I couldn’t believe that we were in the same movie and that we could be in the same frame together. I just couldn’t find a way to act normally around him. It was awkward.

He’s very politically active. Did you talk about politics?

We didn’t talk about politics, but we talked a lot about Ancient Greece and what was going on back then. I think he really admires the ancient Greek culture.

What was it like working with Nia?

It felt like we became friends in the first minute. I was more loose and open and I could speak in Greek to Nia so my feelings were easier to express.

Greece has this amazing history. Do these sacred sites wow you in the same way they do tourists?

Oh yes. I used to go and visit those sites all the time. I like to get the energy. When I had to work there, I felt like I used the area in the same way the ancient Greeks might have. I felt really linked with all those years of history.

Before you got this job, you were studying to be an engineer. Don’t engineering and acting seem kind of mutually exclusive?

Engineering is very practical. Acting is generally making theatre or movies or a story, the color of creation. You have to have inspiration to make it real. When I was studying Civil Engineering, I wanted to find something more artistic. I was looking to create a band or be in a band. Then I met a friend who wanted to audition for drama school and she asked me to watch her. I started talking to her like a director, telling her some of it was good but some of it didn’t feel real. And then eventually she got fed up and said, “OK, come on the stage and show me.” So I went up there and suddenly I thought, “This feels like what I want to do.”

You’re on a successful TV series in Greece. Can you walk down the street?

I can but I have to say a lot of hellos. I like to be surrounded by fans but I don’t like to be surrounded by paparazzi. Fans want to express their love. It’s good when people want to say, “I like your movie” and “I like the way you’re acting.” But the paparazzi just want to print a scoop or gossip.

So you have to be looking over your shoulder the whole time?

Yes. I remember when I was first on a TV series, I didn’t know how to deal with that stuff. I had some bad experiences. I’d turn on the TV and see myself trying to pick up a girl or something. And I’d be like, “No, this isn’t for the public.”

Do you have any plans to move to LA?

Well, I really like the experience I’ve had here and the entire film publicity campagin. I find it very interesting so I’d like to try and see if I can go further.

What about the idea of ‘kefi’? Is it really something important in your culture?

Yes, and not only in the movies. It’s not the power to break plates, it’s the way you look through your eyes, the way you laugh, the way you love, the source of your energy.

Have you ever lost your kefi?

Oh, yes many times. When you lose your kefi, you want to find it. When you find it, you want to make it better. When a friend of yours doesn’t have kefi, you have to support him and help him find his kefi again. Generally, it’s the energy we have, not just the energy but the quality of that energy.

How do you find your kefi level in Hollywood?

Not so different from the kefi in Athens. There’s a lot of stress and adrenaline. I see the same sort of thing in New York but it seems more low-key here in LA. I think when foreigners come here, they’re focused on their job, rather than spending time with friends because their friends are in Europe. So they have more focus on their job. If I was in Greece, my friends would be saying, “You’re there? I’m coming for a coffee” or “I’m coming to have a drink.” They wouldn’t care if I have to get up at 7am the next day.