Mutterglück

  1. Ø 0
   2005
Mutterglück Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Mutterglück: TV-Psychothriller um einen Landwirt, dessen junge jugoslawische Ehefrau sich immer bedrohlicher verhält...

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Der Krieg auf dem Balkan bildet den Hintergrund zu diesem Psychodrama, in dem Christian Görlitz seinen Hauptdarsteller Jürgen Vogel die Untiefen einer Mutterseele erkunden lässt.

    Der Film beginnt mit einer stillen, aber fröhlichen Hochzeitsszene in einem Standesamt. Der junge Bauer Joachim (Jürgen Vogel) ist überglücklich, in Ana (Viktorija Malektorovych) die Liebe seines Lebens gefunden zu haben. Als Ana auch noch schwanger wird, scheint sein Glück perfekt. Doch dann stirbt ihr Sohn Niklas, den die Jugoslawin aus ihrer früheren Ehe hatte, bei einem Unfall und plötzlich taucht ein Mann auf, der behauptet Anas angeblich verstorbener erster Mann zu sein. Für diesen Mann steht fest: Ana hat damals ihr gemeinsames Kind genauso ermordet wie jetzt Niklas. Auch im Dorf wird Ana zunehmend abgelehnt. Joachim verteidigt Ana, doch schon bald kommen auch ihm Zweifel…

    Christian Görlitz, der auch gemeinsam mit Edeltraut Rabitzer das Drehbuch schrieb, säht geschickt Misstrauen beim Zuschauer – die unsympathische Dorfgemeinschaft, der mysteriöse Ex-Ehemann, Anas Geheimnistuerei. Erst langsam ahnt man, was wirklich hinter den Todesfällen steckt. Seine Figuren sind komplex, Motive und Erzähltempo – sowie der beinahe vollständige Verzicht auf Musik – stimmig. Er konzentriert sich ganz auf seine Schauspieler – und die können sich sehen lassen. Viktorija Malektorovych verleiht der Figur der Ana eine Gebrochenheit, hinter der immer wieder die Schrecken des Balkankrieges aufblitzen; dass zu ihren Arbeiten auch die

    österreichische Gangsterkomödie „Blue Moon“ gehört, beweist die Vielseitigkeit der Ukrainerin. Jürgen Vogel, der mit Christian Görlitz bereits die Filme „Außer Kontrolle“ und „Die Geisel“ gedreht hatte, ist als gradliniger und offener, beinahe naiver Bauer überzeugend. Ihn an der Zerrüttung seiner Frau leiden zu sehen, macht den Film stellenweise beinahe unerträglich. Umso notweniger ist das Ende, das die Schicksalsschläge und Grausamkeiten nicht verharmlost, aber dennoch Hoffnung macht. sw.

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