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„Mulan“: Darum unterscheidet sich die Neuverfilmung so stark vom Disney-Original

Hy Quan Quach |

© Disney

Kurz vor der Veröffentlichung der Live-Action-Verfilmung „Mulan“ auf Disney+ sprach Produzent Jason Reed über die Gründe für eine Abkehr von der Musical-Vorlage.

Nur noch wenige Tage, dann können Disney+-Abonnent*innen für eine einmalige zusätzliche Gebühr in Höhe von 21,99 Euro den neuen Disney-Blockbuster „Mulan“ ab dem 4. September 2020 schauen – so oft sie wollen und auf allen möglichen Plattformen, solange sie über ein Disney+-Abo verfügen.

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Wer die Kommentare unter den dazugehörigen Musikvideos „Loyal Brave True“ und „Reflection“ von Christina Aguilera gelesen hat, wird erkennen, dass sich zahllose Fans des gleichnamigen Zeichentrickfilms von 1998 auf die Live-Action-Verfilmung freuen. Dabei war das nicht von Anfang an so. Als Disney bekannt gab, keine originalgetreue Live-Action-Version anzustreben, sondern eine komplett neue Interpretation der chinesischen Volksballade Hua Mulan, waren viele enttäuscht darüber. Keine Musical-Einlagen, kein Mushu und kein General Li Shang: Das kann doch nicht gut gehen, so der Fan-Tenor.

Doch den Verantwortlichen rund um Regisseurin Niki Caro war von Anfang an klar, dass man keine Eins-zu-eins-Umsetzung wollte, so Produzent Jason Reed im Gespräch mit Deadline. Stattdessen wollte man neue Wege gehen und etwas völlig Neues kreieren:

„Wir lieben das Original noch immer. Und es ist einer meiner liebsten Disney-Zeichentrickfilme aller Zeiten. Dieser Film existiert weiterhin; aber wir haben das Material genommen und es als Grundlage für einen großen epischen Abenteuerfilm genutzt. Man kann ‚Gladiator‘ nicht mit einem fünfjährigen Kind ansehen, das wäre nicht angemessen. Aber ich liebe diese Art Film und als ich aufwuchs, habe ich die Filme von David Lean („Lawrence von Arabien“, „Doktor Schiwago“) geliebt. Und ich habe es geliebt, diese großen Filme zu schauen, die große Geschichten erzählten.“

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Mission „Mulan“: Den Ursprüngen der Volksballade gerecht werden

Im Westen wurde zunächst bemängelt, dass mit dem Weglassen von Mushu und Co. sowie dem Wegfall der Musical-Einlagen der Glanz des Originals verloren ginge. Dabei wird gern übersehen, dass gerade diese Disney-typischen Elemente wie eben Mushu im Ursprungsland der Sage überhaupt nicht gut ankamen; das dortige Publikum fühlte sich veräppelt. So ging es den Machern laut Reed auch darum, mit der Neuverfilmung den Ursprüngen gerecht zu werden und die kulturellen Aspekte der Geschichte hervorzuheben:

„Es gab zwei große Traditionen, die wir bei der Produktion dieses Filmes pflegen wollten: Wir wollten den kulturellen Ursprüngen der Originalgeschichte gerecht werden und wir hatten das Gefühl, dass wir auch die Disney-Tradition, Geschichten zu erzählen, aufrechterhalten wollten. Man hat da diese große Fan-Basis des originalen Zeichentrickfilms und man hat diese seit Jahrhunderten bestehende globale Fan-Basis der ursprünglichen Geschichte.“

Dass aus „Mulan“ nun also kein Musical mit Fabelwesen geworden ist, war ein bewusster Schritt, um nicht nur die Ursprünge zu ehren, sondern auch, um Themen anzusprechen, die heute wahrscheinlich aktueller nicht sein könnten.

Nur echte Disney-Fans können diese kniffligen Zitate vervollständigen:

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