Mrs. Parker und ihr lasterhafter Kreis

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   1994
Mrs. Parker und ihr lasterhafter Kreis Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

1937 erzählt die Literatin Dorothy Parker ihre Lebensgeschichte. Sie erzählt von der Gründung des „Alonquin Round Tables“ ebenso wie von ihren Beziehungen und schwelgt in Erinnerungen an die wilden Zeiten im vom Jazz angetriebenen New York der zwanziger Jahre, wo sie und ihre Zeitgenossen die literarische Elite Amerikas bildeten.

Die Schriftstellerin Dorothy Parker zählt in den 20er Jahren zu den Stars der intellektuellen Zirkel von New York City. Als Doyenne des legendären „Algonquin Round Table“, einem Kreis von literarischen Größen, sind ihr Geist und ihre Bonmots ebenso beliebt wie gefürchtet. Doch während Dorothy Parker auf geistiger Ebene mühelos brilliert, bekommt sie ihr Leben, das von Alkoholismus, Selbstmordversuchen und ständigem Liebeskummer geprägt ist, überhaupt nicht in den Griff.

1937 erzählt die Literatin Dorothy Parker ihre Lebensgeschichte. Sie schwelgt in Erinnerungen an die wilden Zeiten im New York der zwanziger Jahre. Die Darstellung der scharfzüngigen Dorothy Parker durch Jennifer Jason Leigh ist nur einer der Glanzpunkte dieses fesselnden Biopic.

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Kritikerrezensionen

  • In den Roaring Twenties war Dorothy Parker der Star der intellektuellen Bohème New Yorks. Zur Berühmtheit wurde sie als Doyenne des legendären „Algonquin Round Table“, einem literarischen Zirkel, der sich fast jeden Abend im Theater District von Manhatten zusammenfand. Er bestand aus brillanten Exzentrikern, die ihre Leidenschaft für die Kunst mit viel Esprit und Sarkasmus zum Ausdruck brachten. Dorothy Parker übertraf sie alle: Ihre Bonmonts waren ebenso gefürchtet wie herbeigesehnt, ihre beiläufigen Bemerkungen pures Vitriol ins Gesicht der sensationsheischenden Claque. Der US-Regisseur Alan Rudolph („Equinox“) läßt sich viel Zeit, diese selbstbewußte und provokante Frau im Kreise ihrer Bekannten, Liebhaber und Freunde vorzustellen, ohne dabei ihre dunklen Seiten – Alkoholismus, Selbstmordversuche, permanenten Liebeskummer – schönzufärben oder zu vertuschen. Er vertraut dabei voll und ganz auf seine Hauptdarstellerin Jennifer Jason Leigh. Sie verkörpert Dorothy Parker als 23jährigen Backfisch bei „Vanity Fair“ genauso überzeugend und eindrucksvoll wie 40 Jahre später als kranke Alkoholikerin. Es gelingt ihr hervorragend, die Zerissenheit und Tragik Dorothy Parkers hinter der dünnen Maske aus Zynismus und Weltverachtung transparent zu machen. Daß diese intensive Darstellung nicht zum Egotrip wird, dafür sorgt – subtil und souverän, wie es seine Art ist – Alan Rudolph. Immer wieder bindet er seine Hauptfigur in charakteristische Episoden ein, unterbricht die langen Gesprächsrunden mit sketchartigen Zwischenspielen oder biographisch motivierten Situationen. Dadurch entsteht ein authentisches Sittenbild des Jazz-Zeitalters und seiner Protagonisten. Jennifer Jason Leigh gilt durch ihre einzigartige Vorstellung als heiße Oscar-Favoritin. Soeben wurde sie von der National Society of Film Critics zur besten Schauspielerin gewählt und als beste Darstellerin (Drama) für den Golden Globe nominiert. Neben ihr glänzen noch weitere Schauspieler durch ihr sensibles Ensemblespiel: Campbell Scott, Matthew Broderick, Peter Gallagher, Lilli Taylor, Andrew McCarthy, Martha Plimpton, Keith Carradine und Stephen Baldwin tragen zu einer Besetzungliste bei, wie man sie fast nur von Rudolphs Ziehvater Robert Altman kennt. Die kommerzielle Auswertung von Rudolphs Filmen ist naturgemäß schwierig, weil er sich weder einem Trend anhängt, noch ein gängiges Genre bedient. Aber bei geschickter Plazierung wird die in schwarzweiß gedrehte feinsinnige Studie sicher ihr Publikum erreichen. ull.

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