Fakten und Hintergründe zum Film "Mr. Poppers Pinguine"

Kino.de Redaktion |

Mr. Poppers Pinguine Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Jim Carrey sagt über MR. POPPERS PINGUINE: „Der Film ist besonders, weil es nichts Vergleichbares gibt. Und ich kann einfach ich sein, ein bisschen verrückt, sehr komisch und total durchgedreht.” Und tatsächlich kehrt Carrey mit diesem Film zu dem Stil zurück, der ihn weltweit zum Superstar machte. Carrey erklärt begeistert: „Ich wollte einen Film machen, an den sich Familien gern erinnern. Manche Schauspieler arbeiten nicht gerne mit Kindern oder Tieren, weil sie fürchten, dass ihnen die Schau gestohlen wird. Ich mag aber genau diese Art von Unschuld und Arglosigkeit, die in solchen Situationen entsteht. Und wer könnte das besser aus uns herauskitzeln als Tiere – Pinguine in diesem Fall – und Kinder?”

MR. POPPERS PINGUINE basiert auf dem gleichnamigen Roman, den das Ehepaar Richard und Florence Atwater 1938 geschrieben haben. Das Buch erzählt die sehr komische aber auch sehr ergreifende Geschichte von einem bescheidenen Malermeister und seiner Familie, die 12 Pinguine erben. Das 1939 mit der Newbery Medaille ausgezeichnete Buch gehört seit Generationen zu den amerikanischen Kinderbuch-Klassikern und darf in keiner Grundschule fehlen.

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Produzent John Davis mochte das Buch sehr, ebenso wie seine Familie: „Meine Kinder haben das Buch in der dritten Klasse gelesen, ebenso wie meine Frau als sie in der dritten Klasse war”, erzählt Davis. „Seit 1938 haben eigentlich alle das Buch in der dritten Klasse gelesen!” Davis, der Kinohits wie GARFIELD („Garfield – Der Film”, 2004), DR. DOLITTLE (1998) und DADDY DAY CARE („Der Kindergarten-Daddy”, 2003) produziert hat, schätzt unterschiedliche Aspekte der Geschichte: „Einerseits ist es eine wundervolle Geschichte über einen Mann, dessen Lebensstil nicht wirklich zu ihm passt”, erklärt er. „Im Buch werden ihm die Pinguine von seinem Brieffreund, einem Forscher, geschickt. Die Tiere stellen sein Leben auf den Kopf und machen es viel lustiger. Und diese Vorstellung fand ich ganz bezaubernd.”

Das Drehbuch von Sean Anders, John Morris und Jared Stern verlegt Atwaters Geschichte in die heutige Zeit. „Es geht nicht mehr um die 30er-Jahre und Tom Popper ist eine ganz andere Figur als der Mr. Popper aus dem Buch”, erklärt der Ausführende Produzent Derek Dauchy. „Unser Mr. Popper ist zwar kein Malermeister mehr, der davon träumt die weite Welt zu bereisen, aber der besondere Humor der Vorlage und der Familiensinn des Buches bleiben auch im Drehbuch erhalten. Ich finde dieses Thema findet sich ganz unverfälscht in unserem Film wieder. Er erzählt von einem Mann, der dadurch, dass er zufällig in den Besitz von Pinguinen kommt, eine ganze Menge über sich selbst lernt.”

Davis erklärt, das eine ganze Reihe von Regisseuren die Geschichte von Mr. Popper und seinen Pinguinen erzählen wollten. Aber für ihn war immer Mark Waters, der u.a. MEAN GIRLS („Girls Club – Vorsicht bissig!”, 2004), FREAKY FRIDAY („Freaky Friday – Ein voll verrückter Tag”, 2003) und THE SPIDERWICK CHRONICLES („Die Geheimnisse der Spiderwicks”, 2008) gedreht hat, der ideale Regisseur für MR. POPPERS PINGUINE. „Ich traf mich mit Mark und wir sprachen über seine Vision für den Film und danach war mir klar – das ist der richtige Mann”, schwärmt Davis.

Bei der Suche nach dem Darsteller für Mr. Popper machten Waters und Davis eine überraschende Entdeckung: „Schauspieler und Komiker lieben Pinguine”, erinnert sich Davis. „Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich zwischen sechs Top-Comedians wählen – einige von ihnen brachten sogar extra Pinguin-Figuren zum Vorsprechen mit und erklärten ’Ich muss diesen Film machen, weil ich Pinguine liebe.’ Letztendlich war der perfekte Hauptdarsteller schnell gefunden: Jim Carrey, der weltweit erfolgreiche Star aus Filmen wie THE TRUMAN SHOW (1998), ACE VENTURA: PET DETECTIVE („Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv”, 1994) und BRUCE ALMIGHTY („Bruce Allmächtig”, 2003), bringt genau die richtige Mischung für Mr. Popper mit. „Jim ist ein begnadeter Slapstick-Komiker, der gleichzeitig aber in der Lage ist, das Publikum zu rühren”, erklärt Davis.

„Ich weiß noch, dass ich allen erzählt habe, dass es nur einen Menschen gibt, der diese Rolle im Film spielen kann und das war Jim Carrey”, ergänzt Mark Waters. „Zum Glück war Jim vom Drehbuch sofort begeistert. Und er ist ein großer Pinguin-Fan.” Was eher untertrieben ist. „Diese Pinguine ist wahnsinnig schön”, erklärt Carrey begeistert. „Es sind ganz außergewöhnliche Tiere. Es gibt nur wenige Tiere, die so ein Liebesgefühl in uns hervor rufen und diese besondere Saite zum Klingen bringen. Man kann beim Anblick eines Pinguins einfach nicht unglücklich sein. Sie waren einer der Gründe, warum ich diesen Film unbedingt machen wollte. Ich bin ein bisschen besessen von ihnen. Für mich sind sie zehnmal so toll wie Tierbabys!”

Nachdem der Vertrag unter Dach und Fach war, arbeitete der Schauspieler sehr eng am Drehbuch mit. „Diese Arbeit war unglaublich aufschlussreich und hat sehr viel Spaß gemacht”, erinnert sich Waters. „Jim ist nicht nur ein brillanter Komiker, er besitzt auch eine außergewöhnliche, sehr seltene emotionale Offenheit. Seine Ideen für die emotionalen, anrührenden Szenen waren ebenso großartig wie seine komischen Einfälle.”

Popper ist total genervt, als die Pinguine bei ihm angeliefert werden. „Tom Popper denkt, er hat im Beruf alles erreicht”, erklärt Carrey. „Seine Karriere führt steil nach oben. Popper nimmt zwar am Familienleben teil, ist aber nicht wirklich bei der Sache. Für ihn zählt nur seine Arbeit und erfolgreich zu sein. Durch die Pinguine gerät sein Berufsleben plötzlich total aus den Fugen. Die gute Nachricht ist: Sie bringen dafür ein Familienleben wieder ins Lot.”

„Anfangs sind Popper die Pinguine nur unglaublich lästig. Es sind einfach nur wilde Tiere, die seine Wohnung verwüsten”, erklärt Waters. „Es ist als ob er sechs Kleinkinder hätte, die noch nicht stubenrein sind.” Aber dann kommen seine Kinder zu Besuch und entdecken die Pinguine. Sein 10-jähriger Sohn Billy glaubt, sie wären sein Geburtstagsgeschenk und Popper bringt es einfach nicht übers Herz ihm die Wahrheit zu sagen. „Nun kann er die Pinguine nicht mehr weggeben, weil er seinem Sohn versprechen musste, dass sie ein Geburtstagsgeschenk sind”, erklärt Davis. „Auf einmal ist er ein Held für seine Kinder und das gefällt ihm ausgesprochen gut.”

Popper ist froh, dass er dank der Pinguine wieder ein besseres Verhältnis zu seinen Kindern bekommt – und vor allem auch zu seiner Ex-Frau Amanda. Für die Rolle der Amanda wählten die Filmemacher Carla Gugino, die man aus den SPY-KIDS-Filmen, WATCHMEN („Watchmen – Die Wächter”, 2009) und der TV-Serie „Entourage” kennt. Der Schauspielerin fiel es leicht, sich für die Rolle zu entscheiden: „Schon beim Lesen des Drehbuchs wurde mir klar, dass ich diesen Film unbedingt sehen wollte”, erzählt sie. „Er ist so lustig und gleichzeitig auch sehr menschlich.”

Amanda findet Popper und seine neuen Freunde zwar auch zunehmend sympathisch, sie kann aber nach wie vor die falschen Versprechungen, die er den Kindern macht, nicht mehr ertragen. „Carla erdet die Geschichte und gibt seinem früheren Familienleben einen realistischen Anstrich”, erklärt die Ausführende Produzentin Jessica Tuchinsky.

Die Pinguine hätten sich keinen schlechteren Moment aussuchen können, um überraschend in Mr. Poppers Leben zu platzen, steckt er doch gerade mitten in den Verhandlungen, die ihn zum Mitgesellschafter seiner Firma machen soll. Dafür muss er die wählerische Mrs. Van Grundy davon überzeugen, ihm ein Anwesen zu verkaufen. Für diese Rolle wählte Waters die renommierte und allseits beliebte Theater- und Filmschauspielerin Angela Lansbury. „Beim Lesen des Drehbuchs kam mir plötzlich die Idee, Angela Lansbury in der Rolle zu besetzen”, erzählt Waters. „Aber ich musste sehr lange um sie werben. Erst nachdem Angela überzeugt war, dass wir etwas ganz Besonderes vorhaben, war sie bereit, uns dabei zu unterstützen.”

Lansbury erklärt, dass sie den Film aus zwei Gründen machen wollte: „Ich wollte gerne dabei sein, weil ich einerseits ein großer Fan von Jim Carrey bin und andererseits die Geschichte sehr beliebt ist und zu den Kinderbuchklassikern gehört. Ich habe schon immer gerne Projekte gemacht, die Kindern Vergnügen bereiten.”

Die Rolle von Pippi, Poppers aufgeweckter junger Assistentin, besetzten die Filmemacher mit dem angesagten Jungstar Ophelia Lovibond. Pippi, eine ziemlich nervöse junge Frau, besitzt eine besondere Schwäche für alle Wörter, die mit „p” anfangen und ist ständig an der Seite von Popper oder am Telefon mit ihm zu finden. „Sie regelt alles für ihn, ganz egal, ob es darum geht auf die Kinder aufzupassen, seine Termine zu organisieren oder irgendwelche anderen, unzumutbaren Aufgaben von ihm zu übernehmen”, sagt Lovibond.

Als nächstes wurde Clark Gregg, den man aus IRON MAN (2008), THOR (2011) und (500) DAYS OF SUMMER (2009) kennt, für die Rolle des Nat Jones ausgewählt, einem Mitarbeiter der „Abteilung für flugunfähige Vögel” des New Yorker Zoos. Der vielseitige Hollywoodstar – er führt auch Regie und schreibt Drehbücher – gesteht, dass er die Rolle hauptsächlich angenommen hat, weil er gerne mit Pinguinen arbeiten wollte. „Ich kann es nicht leugnen, den Gedanken mit ein paar Pinguinen abzuhängen, fand ich total aufregend.”

Nachdem Nat auf Pippis Hilferuf antwortet und in Poppers Appartement vorbeischaut, sieht er sich in der Pflicht „die Pinguine aus der absolut unpassenden Umgebung zu befreien und sie dort hinzu bringen, wo sie hingehören – in den Zoo”, erläutert Gregg. Mr. Popper hat die Vögel aber schon so lieb gewonnen, dass er Jones' Bemühungen, die Tiere abzuholen, erfolgreich untergräbt.

David Krumholtz, der durch seine Rollen in der TV-Serie „Numb3rs” bekannt wurde, spielt die Rolle des Kent, Poppers neugierigem Nachbarn. Seit er im Bieterwettstreit um Poppers sonnendurchflutetes Appartement den Kürzeren zog, beobachtet er den Kontrahenten mit Argusaugen. Er hofft Popper dabei zu erwischen, wie er gegen eine der zahlreichen Regeln der Hausgemeinschaft verstößt – wie zum Bespiel das Halten von Haustieren. „Kents Wohnung ist ein dunkles, unheilvoll wirkendes, bedrückendes Loch auf der Rückseite des Gebäudes, das er mit seinen dahinsiechenden Pflanzen bewohnt. Er ist sehr neidisch auf Popper”, erklärt Krumholtz. „Kent spürt, dass in Poppers Appartement etwas vor sich geht, das er benutzen könnte, um Popper rauszuschmeißen und selbst die heißbegehrte Wohnung zu übernehmen.”

Für die Rolle von Poppers Tochter Janie wurde die 14-jährige Madeline Carroll ausgewählt, die schon in FLIPPED (2010) und SWING VOTE (2008) mitgespielt hat und die ihr Filmdebüt mit fünf Jahren in John Davis' Erfolgskomödie DER KINDERGARTEN DADDY gab. Madeline beschreibt ihre Filmfigur als eine Person, die eine schwierige Phase durchlebt – ihre Teenager-Zeit. „Wenn sie zum ersten Mal im Film auftritt, hat sie gerade total schlechte Laune, weil sie – nun ja – ein Teenager ist”, erklärt die junge Schauspielerin. „Es ist wirklich komisch Popper dabei zuzusehen, wie er verzweifelt versucht herauszufinden, was sie eigentlich will.”

Im ursprünglichen Drehbuch von MR. POPPERS PINGUINE war sein jüngeres Kind auch ein Mädchen. Aber nachdem im ganzen Land kein passendes Mädchen gefunden werden konnte, erhielt der 10-jährige Maxwell Perry Cotton den Zuschlag. „Maxwell besitzt diese unglaublich liebenswerte – und ich wage es zu sagen – Knabenhaftigkeit, durch die die Rolle absolut glaubwürdig wirkt”, erzählt Waters

Produktion: Die Pinguine

Im Oktober 2010 – lange vor Drehbeginn – machten sich die Filmemacher auf die Suche nach den sechs Pinguinen: Raudi, Schnappo, Käpt'n, Patschi, Sweeti und Stinki (ihre Namen verdanken sie ihren besonderen Fähigkeiten), die neben Jim Carrey die Hauptrolle spielen. „Wir suchten auf der ganzen Welt nach den richtigen Pinguinen”, erinnert sich Davis. Und obwohl Pinguine schon in Spielfilmen zu sehen waren, spielten sie bisher nicht so eine zentrale Rolle. „Die Zuschauer werden etwas zu sehen bekommen, dass es so noch nie gab”, erklärt Davis.

Für MR. POPPERS PINGUINE wurden Hollywoods Top-Tiertrainer von der Firma Birds & Animals Unlimited engagiert, um die Pinguine zu suchen. Die wiederum holten sich Unterstützung von Scott Drieschman, einem anerkannten Pinguin-Spezialisten. Drieschman, der seit 1972 mit Pinguinen arbeitet, zuerst bei Sea World und später als Berater für Zoos, Aquarien und Ozenarien in der ganzen Welt, hat mehrfach Expeditionen für die National Science Foundation in die Antarktis unternommen. Ziel seiner Arbeit ist es, „auch in Gefangenschaft brütende Kolonien in verschiedenen Zoos aufzubauen und so eine konstante Pinguin-Population zu gewährleisten.”

MR. POPPERS PINGUINE ist Drieschman erster Ausflug ins Filmgeschäft. Laut Drieschman gibt es 17 verschiedene Pinguin-Arten. Er entschied sich schließlich für Eselspinguine. „Eselspinguine sind die drittgrößte Pinguinart. Man findet sie in der Sub-Antarktik, den Falkland-Inseln, auf Südgeorgien und den südlichen Sandwichinseln. Sie werden zwischen 50 und 55 cm groß und zeichnen sich durch einen weißen Streifen auf dem Kopf und leuchtend orangefarbene Füße aus.

Bevor die Eselspinguine in den USA eintrafen, um ihre Filmkarriere zu starten, wurde nach den Vorgaben von Drieschman und Birds & Animals direkt neben den Steiner Studios in Brooklyn ein Gehege für sie gebaut, zu dem auch ein Swimmingpool und ein Trainingsplatz gehörten. „Wir haben uns dabei an ihren Lebensbedingungen in der freien Wildbahn orientiert”, erläutert Drieschman den Plan für das Gehege in Brooklyn. „Sie leben in einer kalten, manchmal sogar sehr kalten Umgebung. Sie brauchen sehr viel Wasser und einen sauberen Lebensraum.”

In den Steiner Studios wurde eine riesige Klimaanlage eingebaut, die die Temperatur konstant zwischen 2 und 4 Grad hielt, solange die Pinguine vor der Kamera standen. Drieschman zog selbst in einen Wohnwagen direkt neben dem Pinguin-Gehege, so dass die Tiere 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche unter seiner Aufsicht waren. „Die Tiere gingen immer vor”, bestätigt Drieschman.

Als die Pinguine schließlich im August 2010 in Brooklyn eintrafen, hatten die Mitarbeiter von Birds & Animals schon einen perfekten Trainingsplan ausgearbeitet. „Die Pinguine waren bei ihrer Ankunft noch ziemlich wild”, erklärt der Trainingsleiter Larry Madrid, der seit dreißig Jahren mit Tieren arbeitet. „Sie mussten uns erst einmal kennenlernen und lernen Futter von uns anzunehmen und sich dabei wohl zu fühlen. Danach begann der Prozess der Desensibilisierung und des tierfreundlichen Trainings, bei dem sie lernen eine bestimmte Position einzunehmen.”

Dazu Drieschman: „Der Trick besteht darin, sie zu beruhigen und ihnen Schutzräume zu geben, in denen sie sich sicher fühlen.” Die Trainer benutzten einen Pferch als Schutzraum und brachten den Pinguinen bei, ihre Position einzunehmen, eine ganz entscheidende Fähigkeit für jeden Schauspieler. „Öffne den Pferch und die Pinguine watscheln einfach raus”, erläutert Drieschman. „Sie wissen, wo sie hingehen müssen, um ihr Futter zu finden und dass sie dort dann einfach stehen bleiben müssen. Sie denken dann 'das ist gut, das ist gut, wir sind glücklich.'”

Nach mehreren Trainingswochen, aber vor Beginn der eigentlichen Dreharbeiten, besuchten die Filmschauspieler die Pinguine in ihrem Gehege. „Erst haben die Schauspieler den Tieren nur zugesehen, um einen Eindruck von ihnen zu gewinnen und sich an die Kälte zu gewöhnen”, erklärt Madrid und fügt hinzu, dass Jim Carrey besonders gut mit den Pinguinen zu recht kam. „Es machte ihm nichts aus, sie mit Fisch zu füttern”, erinnert sich Madrid. „Er ist sehr komisch und es hat unheimlich Spaß gemacht, ihm zuzusehen, wie er auf seine ganz eigene Art mit den Pinguinen umging. Jim war phantastisch.”

„Jim fand sofort einen Zugang zu den Pinguinen”, bestätigt John Davis. „Und sie reagierten total gut auf ihn. Jim lief herum und sie folgten ihm einfach. Er liebt Pinguine. Er kam ihnen ganz nah und fühlte sich dabei sichtlich wohl – und das merkten die Tiere sofort.”

Obwohl alle auf dem kalten Set in dicke Jacken, Handschuhe und Mützen eingepackt waren, lösten die Pinguine bei allen, die mit ihnen zu tun hatten, warme Gefühle aus. „Man kann nicht neben ihnen stehen und nicht lächeln”, erklärt Carla Gugino. „Sie sind einfach unglaublich fröhlich. Und sie arbeiten für Fisch!” So liebenswert die Pinguine auch waren, ihre zielstrebige und unnachgiebige Jagd auf fischige Snacks machte aus der Zusammenarbeit eine echte Herausforderung. „Ich hatte keine Ahnung, dass es so schwierig ist, Pinguine zu zähmen”, erinnert sich Carrey. „Sie wollen immer nur Fisch, also hatte ich immer welchen dabei – in meinen Taschen, meinen Schuhen, einfach überall…”

„Es ist schon großartig mit lebendigen Pinguinen zu arbeiten und mit dem kaum kontrollierbaren Chaos fertig zu werden, das sie anstellen”, erzählt Waters. Es gibt zum Beispiel eine Szene, in der Popper mit seinen Pinguinen ein „gesittetes” Abendessen genießen möchte. Das Team bereitete den Tisch so vor, dass das Futter für die Pinguine vor Drehbeginn abgedeckt war. Mr. Popper hatte den Platz am Kopf der Tafel und jeweils drei Pinguine saßen auf jeder Seite. Die Idee war, dass das Futter aufgedeckt werden sollte, sobald Waters 'Action' rief und dann alle Pinguine gleichzeitig mit Mr. Popper ihre Sardinen verputzen sollten. „Aber kaum hatten wir die Abdeckungen entfernt, hüpften die Pinguine auf dem Tisch herum, stritten sich um den Fisch und sorgten für totales Chaos”, erzählt Waters. „Das Tolle war dann, dass Jim absolut in seiner Rolle blieb und sehr gelassen und höflich sein Dinner genoss – bis hin zu Äußerungen wie 'Könnten Sie mir bitte das Salz reichen?'.

Großartig.” Und Jim Carrey erinnert sich: „Die Szene am Tisch gehört zu den absoluten Highlights. Die Trainer hielten die Pinguine zurück, die nur darauf warteten, endlich die Sardinen zu verschlingen. Es war toll, mit ihnen zu arbeiten, weil es total spontan war. Man wusste nie, was als nächstes passiert. Die Szene am Tisch macht da keine Ausnahme. Diese Pinguine sind total wahnsinnig!” ergänzt er lachend.

Für die Szenen, in denen die Pinguinen tatsächlich „schauspielern” mussten oder für die Szenen, in denen der Drehort der antarktischen Herkunft der Vögel nicht angepasst werden konnte, kam das Visual Effects Team unter der Leitung von VFX-Produzent Blondel Aidoo und VFX Supervisor Richard Hollander ins Spiel. „Wir hatten die tolle Chance unser Visual Effects Department vor eine ganz besondere Herausforderung zu stellen. Wir erklärten ihnen 'wir drehen diesen Film mit lebendigen Pinguinen und es ist eure Aufgabe, dass die Visual Effects Pinguine genauso gut aussehen, wie die echten'”. erzählt Waters.

Aidoo, der schon bei ENCHANTED („Verwünscht“, 2007) und NATIONAL TREASURE („Das Vermächtnis der Tempelritter”, 2004) die Special Effects verantwortete, erläutert, dass die Entwicklung der computergenerierten Vögel damit begann, sich die lebenden Eselspinguine ganz genau anzusehen. „Wir haben Unmengen von Fotos von den echten Pinguinen gemacht und dabei alle Bewegungen und typische Aktionen genau festgehalten”, erläutert er. „Wir sahen uns ganz genau die Federn an, auf denen sich das Licht ganz phantastisch bricht und sie zum Schillern bringt. Das alles im Computer nachzuvollziehen war eine schwierige Aufgabe.”

Und Richard Hollander, der Senior Visual Effects Supervisor von Rhythm & Hues, der u.a. an TITANIC (1997), BLADE RUNNER (1982) und HARRY POTTER AND THE SORCERER'S STONE („Harry Potter und der Stein der Weisen”, 2001) mitgearbeitet hat, ergänzt: „Wir benutzten 18 Kameras, die wir im Kreis aufbauten und drehten mit allen Kameras gleichzeitig. Sie waren alle auf die Mitte ausgerichtet, in die wir eine ganze Reihe von Pinguinen platzierten. So konnten wir sehen, wie sich die Federn und das Fettgewebe in einem bestimmten Moment aus ganz verschiedenen Blickwinkeln bewegen. Wir haben ganze Zyklen von Bewegungen gefilmt: Gehen, Laufen, Drehungen und lustige Flügelschläge. Wir betrachteten die Tiere so wissenschaftlich wie möglich und bauten darauf unsere CG Figuren auf.” So gelang es Aidoo und Hollander ihre Arbeit nahtlos an die echten Pinguine anzupassen. „Wir hoffen, dass unsere Visual Effects die Geschichte befördern”, ergänzt Hollander. „Wir wünschen uns, dass sich die Zuschauer fragen, wie wir um alles in der Welt die echten Pinguine dazu bringen konnten, solche verrückten Sachen zu machen.”

Produktion: Die Dreharbeiten

Die Dreharbeiten für MR. POPPERS PINGUINE begannen am 7. Oktober 2010 und dauerten 11 Wochen. Gedreht wurde ausschließlich in New York City, ein Drehort der entscheidend für die Verwirklichung der Vorstellungen der Filmemacher war. Im Buch lebt Mr. Popper in einer Kleinstadt und führt ein bescheidenes Leben als Malermeister. Im Film dagegen ist er ein erfolgreicher Grundstücksmakler in der Stadt mit den weltweit teuersten Grundstücken und weltberühmter Architektur. „New York City definiert das Aussehen des Films total”, sagt Waters. „Dadurch dass wir wirklich vor Ort drehen konnten, hatte ich die Möglichkeit zu sagen, 'ok, lasst uns in ganz großem Stil drehen und einen klassischen New York Film machen'.” Und Carrey ergänzt: „Der Film zeigt New York von seiner schönen Seite. Er gibt einem ein sehr warmes Gefühl. Es gibt keine schlechten Ansichten, wo auch immer die Kamera steht, ist das Motiv interessant, hat Tiefe, Kontur und Charakter.”

Zu Waters Crew gehören einige Veteranen der New Yorker Filmszene, wie zum Beispiel die Oscar-gekrönte Kostümbildnerin Ann Roth (THE ENGLISH PATIENT („Der englische Patient“, 1996)), Kameramann Florian Ballhaus (THE DEVIL WEARS PRADA („Der Teufel trägt Prada”, 2006)) und der Oscar-nominierte Ausstatter Stuart Wurtzel (HANNAH AND HER SISTERS (Hannah und ihre Schwestern”, 1986)).

Zu den Hauptdrehorten zählen unter anderem Architekturwahrzeichen wie das Flatiron-Gebäude auf der 23. Straße. Es wurde 1902 erbaut und verdankt seine Form dem dreieckigen Grundstück, das durch die Kreuzung des diagonal verlaufenden Broadways mit der Fifth Avenue entstand. Die Produktion drehte sowohl Außenaufnahmen am Flatiron-Gebäude als auch in einem Büro direkt an der Spitze des Gebäudes. Danach ging es Uptown zum 1959 von Frank Lloyd Wright gebauten Guggenheim Museum auf der 5th Avenue. Die Szene, in der die Pinguine einen Gala-Empfang sprengen, zu dem Mr. Popper eingeladen ist, wurde auf der berühmten Innenspirale des legendären Gebäudes gedreht. Ein weiterer sehr moderner Innenraum ist Poppers Büro, das sich in der neuen Bank of America auf der 42. Straße befindet und einen sensationellen Blick über die Stadt bietet.

Die Außenaufnahmen und die Lobby von Mr. Poppers Wohnung wurden ebenfalls vor Ort in der renommierten Park Avenue gedreht. Das Appartement selbst wurde in den Steiner Studios in Brooklyn nachgebaut.

Nach dem Einzug der sechs wilden Pinguine ist Schluss mit Poppers Leidenschaft für ein sauberes, geordnetes Leben. Da die Pinguine nur in einer kalten Umgebung überleben können, ist er gezwungen, alle Fenster zu öffnen und die eiskalte New Yorker Winterluft hereinzulassen. Dabei entdeckt er, dass es ihm durchaus gefällt, seine Wohnung für die Pinguine gemütlich zu machen – sehr zur Freude seiner Kinder. „Nachdem die Pinguine erst einmal eingezogen sind, entwickelt die Wohnung ein ganz eigenes Leben und wird zu einer Art Winterwunderland”, erklärt Wurtzel. Popper lässt plötzlich seiner blühenden Fantasie freien Lauf und baut eine kleine Eislaufbahn und einen Schneemann. „Es hat total Spaß gemacht, diese anfangs unglaublich steife Wohnung für die Pinguine ins totale Chaos zu stürzen und zuzusehen wie die Familie es mit Begeisterung mitmacht”, fügt Wurtzel hinzu.

Kameramann Florian Ballhaus veränderte die Beleuchtung im Appartement, um die neue Stimmung in Poppers Heim zu verdeutlichen. „Obwohl es hauptsächlich weiß und kalt aussieht, machten wir es viel freundlicher und gemütlicher, in dem wir warmes Sonnenlicht hinzufügten”, erzählt Ballhaus.

Ein weiterer wichtiger Drehort für MR. POPPERS PINGUINE ist das „Tavern on the Green”, ein viktorianisches Backsteingebäude im Central Park.

Es wurde 1871 als Schafstall erbaut und 1934 zu einem Restaurant umgewandelt, das jahrzehntelang ein beliebter Treffpunkt für Promis und Touristen zugleich war. 2009 wurde das Restaurant allerdings geschlossen. Seither beherbergt das Gebäude ein Touristenbüro. Gemeinsam mit seinem Team ließ Wurtzel das alte Restaurant wieder aufleben, insbesondere den großen Speisesaal. „The Tavern war ein großartiger Treffpunkt mit einem sehr farbenfrohem Innern und einem barocken Restaurant, in das alle gingen”, erinnert sich Wurtzel. „Jede Premieren-Party und jede Abschluss-Party wollten die Leute im Tavern feiern.” Wurtzel ließ die holzvertäfelte Vorhalle und den legendären Crystal Room mit seinen kunstvoll verschnörkelten Kronleuchtern und dem Blumendekor ungefähr 4 Meter vom Central Park entfernt wieder auferstehen, damit der Blick aus den Fenstern echt wirkte. „Es ist entspricht der gefühlsmäßigen Erinnerung der Menschen”, fügt er hinzu.

Nach Abschluss der Dreharbeiten konnten die Schauspieler – und auch die Pinguine – wieder nach Hause fahren und sich neuen Projekten widmen. Aber für Waters und das Postproduktionsteam folgten noch Monate, in denen der Schnitt, die visuellen Effekte und die Mischung vollendet werden mussten. Für Waters ist es wichtig, dass MR. POPPERS PINGUINE für alle Altersgruppen geeignet ist. „Ich wollte eine große Komödie mit ebenso großen Gefühlen drehen”, erklärt er. „Wenn wir alles richtig gemacht haben, wird er für alle Altersgruppen unterhaltsam sein.” Und Mr. Popper – Jim Carrey – wünscht sich für den Film: „Er soll ein Gefühl dafür vermitteln, was wirklich wichtig ist im Leben –Werte wie Liebe, Familie und Freundschaft. Und gleichzeitig werden die Zuschauer überrascht sein, wie komisch und scharfzüngig er ist. Der Film hat einen Humor, den auch Erwachsene schätzen. Er ist total unschuldig, voller Freude und bewegend.”

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