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Mr. Holland's Opus

   Kinostart: 04.04.1996

Filmhandlung und Hintergrund

Wehmütig-sentimentales, sich über 30 Jahre erstreckendes Porträt eines Lehrers, der seine Schüler in der Liebe zur Musik und zum Leben unterrichtet.

Erfolgloser Musiker tritt an einer High School den Posten des Musiklehrers an. Aus der Notlösung wird in 30 Jahren die Berufung seines Lebens, das durch die Sympathie und die persönliche Entwicklung seiner Schüler erst wirklich Sinn bekommt. Schließlich hilft der eigene Lernprozeß, auch den ungelösten Konflikt mit seinem tauben Sohn zu überwinden.

Glenn Holland träumt von einer großen Karriere als Komponist. Da er Geld braucht, nimmt er eine Stelle als Musiklehrer an einer High School an - eine Übergangslösung, wie er meint. Als seine Frau schwanger wird, muß Holland seine Ambitionen aufgeben. Stattdessen entdeckt er sein Talent für Pädagogik. Hollands unkonventioneller Unterricht begeistert alle Schüler. Doch dann wird sein Sohn Cole taub geboren. Jetzt benützt der leidenschaftliche Musiker seine Arbeit, um sich seiner Vater-Pflichten völlig zu entziehen.

Der als Musiker gescheiterte Glenn Holland wird Musiklehrer. Aus der Notlösung wird in 30 Jahren die Berufung seines Lebens. Eindringliches Porträt mit einem exzellenten Hauptdarsteller (Richard Dreyfuss).

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mr. Holland's Opus: Wehmütig-sentimentales, sich über 30 Jahre erstreckendes Porträt eines Lehrers, der seine Schüler in der Liebe zur Musik und zum Leben unterrichtet.

    Von der Turbulenz seines Debüts „Critters“ und dem flippigen Blödsinn von „Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit“ ist nichts geblieben im jüngsten Projekt des Erfolgsgaranten Stephen Herek. „Mr. Holland’s Opus“ ist ein eher ernstes Melodram über den prägenden Einfluß des Lehrberufs und die Unverzichtbarkeit musischer Erziehung. Mr. Holland (Richard Dreyfuss) sieht sich als seriöser Musiker, schreibt an einer großen Symphonie, muß aber die Arbeit an diesem Opus immer wieder zurückstellen, weil ihn Existenzängste plagen. Um sich und seine Frau (Glenne Headly) ernähren zu können, nimmt er schließlich an einer High School den Posten des Musiklehrers an. Natürlich erweisen sich die Schüler als musikalische Neandertaler, die Holland erst aus ihrer Höhle führen muß. Hier befindet man sich im gewohnten Herek-Territorium - mit der heterogenen Klasse als Nachfolger der „Mighty Ducks“. Aus dem steif unterrichtenden Zwangs-Gelehrten wird nach einem Erkenntnissprung eine engagierte, sich mit unorthodoxen Methoden für die Schüler einsetzende Respekstsperson. In der Bewältigung von Konflikten bewegt sich Hereks Film in der versöhnlichen Naivität des Disney-Universums: Die Welt hat Probleme, aber keine, die sich nicht relativ leicht lösen ließen. Zu intensiverem Nachbohren bleibt trotz opulenter Laufzeit keine Zeit, denn „Mr. Holland’s Opus“ umspannt 30 Jahre, will mit Archivaufnahmen und Songs auch einen Crashkurs in Zeitgeschichte leisten und führt nach etwa einer Stunde mit der Taubheit von Hollands Sohn ein Problem ein, das den Konfliktschwerpunkt von der Schule in die Familie verlagert. Der dramaturgischen Frontenvielfalt dieses Films, die noch durch eine jugendliche Verführerin und einen bildungspolitischen Affront ergänzt wird, kann dieses Opus nur mit einer Angriffs- und sofortigen Rückzugstaktik begegnen. Hereks Film wirkt wie eine Neunziger-Jahre-Version des Lehrermelodrams „Guten Morgen, Miss Fink“: menschlich, warmherzig, sentimental und ohne Ecken und Kanten. Kritisch-realistische Töne, etwas mehr Humor (W.H. Macys Rolle als Moral-Zerberus, der Schülerinnen die Rocklänge abmißt, wünschte man sich ausgebaut), hätten diesem Film gutgetan. Aber erfahrungsgemäß denkt der Zuschauer in der Abstimmung solcher Komponenten anders. Somit könnte „Mr. Holland’s Opus“ an der Kasse durchaus den richtigen Ton treffen. kob.

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