Filmhandlung und Hintergrund

Remake eines Frank Capra-Klassikers mit Adam Sandler als Milliardär wider Willen.

Hobbydichter und Pizzeriaunternehmer Longfellow Deeds (Adam Sandler) führt ein bescheidenes, aber glückliches Leben in der Provinz, als aus heiterem Himmel eine 40-Milliarden-Dollar-Erbschaft über ihn herein bricht. Um fortan Gutes zu wirken, übersiedelt der naive Menschenfreund nach New York, wo ihn sofort Raubritter aller Couleur in die Mangel nehmen bzw. sensationslüsterne Medien nur auf die nächste Peinlichkeit des Dorftrottels lauern. In einer zunächst alles andere als vertrauenswürdigen Reporterin (Winona Ryder) und einem skurrilen Butler (John Turturro) findet Deeds Mitstreiter.

Adam Sandler, bisher nicht unbedingt als Filigran-Mime verschrieen, überzeugt auf ganzer Linie als Nachfolger von Gary Cooper in diesem gut gelaunten und pointierten Remake des Frank Capra-Klassikers „Mr. Deeds geht in die Stadt„.

Provinzpoet und Pizzeriabesitzer Deeds führt ein glückliches Leben, bis ihn eine unerwartete Erbschaft zum Multimilliardär macht. So zieht der naive Menschenfreund in die große Stadt, in der Geschäftemacher ihn übervorteilen und die Medien ihn auflagenträchtig blamieren wollen. Doch gerade auf moralisch verdorbenem Terrain zeigt Deeds Charakterstärke Wirkung.

Ein unbekannter Verwandter vermacht dem liebenswerten Pizzeria-Betreiber Longfellow Deeds ein Erbe von 40 Milliarden Dollar. Der neue Reichtum reißt das Landei völlig aus den eingefahrenen Bahnen. Standesgemäß verlegt der Naivling seinen Wohnsitz vom idyllischen Mandrake Falls nach New York, wo es geldgierige „Berater“ auf sein Geld abgesehen haben. Auch Klatschreporterin Babe Bennett wittert eine Story und erschleicht sich das Vertrauen des unbescholtenen Neu-Moguls. Nur Diener Emilio hilft Deeds, sich treu zu bleiben.

Landei und Pizzeria-Betreiber Longfellow Deeds erbt unerwartet 40 Milliarden Dollar. Standesgemäß verlegt der liebenswerte Naivling seinen Wohnsitz vom idyllischen Mandrake Falls nach New York, wo geldgierige „Berater“ und auch Klatschreporterin Babe Bennett auf ihn Jagd machen. Schräges Remake von „Mr. Deeds geht in die Stadt“ durch Steven Brills, der Komiker Adam Sandler in einer seiner charmantesten Rollen zeigt.

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Kritikerrezensionen

  • Mr. Deeds: Remake eines Frank Capra-Klassikers mit Adam Sandler als Milliardär wider Willen.

    Vor kurzem noch in Cannes durch seine Mitwirkung im Wettbewerbsbeitrag „Punch Drunk Love“ geadelt, wagt sich US-Starkomiker Adam Sandler an neue Herausforderungen. Auf den Spuren von Hollywood-Aristokrat Gary Cooper schlüpft er in die Rolle eines provinziellen Gutmenschen, der durch eine Erbschaft Milliardär wird und dem Zynismus der Metropole durch traditionelle Tugenden wie Ehrlichkeit und Güte eine Lektion erteilt. Ein Kinomärchen also, das die Freunde romantischer Komödien ebenso bedient wie die Feinde snobistischer Großstadthaie, die hier von einem „fish out of water“ gezähmt werden. Unwahrscheinlich sind damit Identifikationsprobleme mit dem Protagonisten oder eine weitere Enttäuschung wie „Little Nicky“, der weltweit hinter Sandlers kommerziellem Potenzial zurückblieb.

    Vorbild für Regisseur Steven Brills optimistisches Plädoyer für die wahren Werte des Lebens ist Frank Capras Klassiker „Mr. Deeds geht in die Stadt“, der seinem Regisseur 1936 nicht nur den zweiten Oscar, sondern auch die erste Namensnennung über dem Titel, damals noch ein Privileg, einbrachte. Capras Screwball-Comedy, beseelt vom unerschütterlichen Glauben an das Gute im Menschen, war eine spielerisch leichte, aber geistreiche Abrechnung mit der Werteverschiebung in der Zeit der großen Depression. Was Capra mit missionarischer Überzeugung in die Welt hinaustrug, ist in der heutigen Zeit noch stärker als Märchen ausgewiesen. Und so sollte „Mr. Deeds“ auch gesehen werden, der sich nach Aussagen der Filmemacher als freie Adaption versteht. Vergleiche mit dem Vorbild führen unweigerlich zur Verklärung von gestern, weil Coopers Brillanz, gutherzigen Provinzialismus unendlich charmant erscheinen zu lassen, aber auch Jean Arthurs quirliger Zauber nicht reproduzierbar sind. Löst man sich von Gegenüberstellungen, die das Publikum von heute in der Regel ohnehin kaum machen wird, erweist sich „Mr. Deeds“ als sympathische Plattform für die Stärken seines Stars. Im Unterschied zu Kollegen wie Chris Rock, Chris Tucker oder Martin Lawrence verkauft sich Sandler sehr erfolgreich als einfacher uneitler Durchschnittsmensch: resistent gegen die Peinlichkeiten des Lebens und emotionale Wärme vermittelnd. Nach „Eine Hochzeit zum Verlieben“ und „Big Daddy“ ist das auch deutlich in „Mr. Deeds“ zu sehen. Mit dem Tod eines ihm bis dahin unbekannten Verwandten wird Longfellow Deeds (Sandler) urplötzlich zum Erbe eines 40 Milliarden-Dollar-Vermögens. Erstaunlich unbeeindruckt, zieht der liebenswerte Pizzeriabesitzer aus Mandrake Falls nach New York, wo ihn schnell die Piranhas umkreisen. Der geldgierige und verschlagene Firmenmanager Chuck (Peter Gallagher) will das Imperium des Verstorbenen hinter Deeds‘ Rücken zersplittern und verkaufen, während TV-Reporterin Babe Bennett (Winona Ryder) sich Deeds als hilflose Provinzpflanze nähert, um mit versteckter Kamera Bilder eines von New York gedemütigten Einfaltspinsels zu liefern. Natürlich geht Deeds der vermeintlich tugendhaften Seelenverwandten auf den Leim, wird von der gesellschaftlichen Elite verspottet, überzeugt aber schließlich alle als prinzipientreuer Landritter, der verhätschelten Footballstars Charakterunterricht erteilt oder der Schickeria die Grenzen verbaler Macht aufzeigt. In beiden Fällen mit der Faust. Der Motor dieses neuen Modells Mann sind alte Werte, die im besten Pioniergeist zur Not eben auch mit physischer Stärke vertreten werden. Dies nicht nur von Sandler, sondern auch von einer Kleinstadtfreundin, mit der sich Ryder prügeln muss, um ihre spätere Reue auch wahrhaftig wirken zu lassen. Der Witz der Taten dominiert also den des Wortes, was auch genau den Stärken Sandlers entspricht. Komisches Prunkstück des Films ist Deeds‘ Beziehung zu seinem Butler Emilio, mit dem John Turturro seine Galerie exzentrischer Charakterporträts um einen hinreißenden Neuzugang erweitert. Womit vielleicht realisierbar würde, was nun wirklich niemand einem Sandler-Film je zugetraut hätte: die Chance auf eine Oscar-Nominierung. kob.

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