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Fakten und Hintergründe zum Film "Morgen, Ihr Luschen! Der Ausbilder-Schmidt-Film"

Fakten und Hintergründe zum Film "Morgen, Ihr Luschen! Der Ausbilder-Schmidt-Film"
Poster Morgen, ihr Luschen! Der Ausbilder-Schmidt-Film

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Über die Produktion

Er spricht aus, was andere Leute nicht zu denken wagen. Er ist politisch ganz und gar nicht korrekt und Star der „härtesten Comedyshow Deutschlands“: Ausbilder Schmidt. „Ich bin sehr zufrieden, dass meine Biografie verfilmt wird“, sagt er. „Es wird ja auch Zeit – ich bin nämlich bei der Filmförderung mit dem Panzer vorgefahren, um nachdrücklich zu fordern: Verfilmt das, zack zack!“

Denn er hat eine Mission zu erfüllen: „Die Leute freuen sich, dass endlich einmal jemand sagt, was Sache ist. Ich sorge für Ordnung, weiß, wo’s lang geht – nicht wie die Luschen, die sich nicht entscheiden können. Ich gehe geradeaus, auch wenn ich dreimal gegen die Wand renne. Der Ausbilder Schmidt ist wie eine zu stark aufgepumpte Luftmatratze: Wenn man da mal ein bisschen Luft rauslässt, dann macht das richtig Spaß!“

Seit Jahren marschiert Ausbilder Schmidt siegreich durch die deutschen Show-Arenen und über die Bildschirme – doch die Eroberung der Kinoleinwand war eine Herausforderung ganz anderer Art. Dazu Regisseur Mike Eschmann: „Ausbilder Schmidt ist als Comedy-Figur auf der Bühne äußerst populär, aber ihn in eine Kinostory zu verpflanzen, war sehr aufwändig – wir haben sehr lange überlegt: Welche Form ist dafür angemessen? Wir entschieden uns für eine Parodie des Action-Genres, denn Ausbilder Schmidt sieht sich natürlich als Action-Held. Wir bauen ihm also eine Action-Welt, in der er sich eigentlich bewähren könnte, doch es liegt in der Natur der Sache, dass er alles falsch macht und ständig in Schwierigkeiten gerät – genau das macht die Sache komisch.“

Ausbilder Schmidt hat eine gestörte Selbstwahrnehmung, ist hemmungslos ich-bezogen und beratungsresistent – alles was man ihm anvertraut, geht grauenvoll in die Hose. Mit seiner großen Klappe versucht er seine Umwelt dazu zu bringen, das seiner Meinung nach Richtige zu tun – aber nur er allein ist dieser Meinung.

Das führt immer wieder zu bizarren und urkomischen Szenen. Regisseur Eschmann weiter: „Die Figur des polternden Ausbilders Schmidt übernehmen wir so, wie die Fans ihn schätzen, aber er gerät jetzt in Situationen, die auch jene Zuschauer begeistern, die ihn nicht so gut kennen. Im Kino können wir sein Umfeld schon vom Aufwand her erheblich erweitern.“

Produktion: Kompanie stillgestanden!

„Morgen, Ihr Luschen!“ ist eine Komödie mit einer unablässigen Kette von Gag-gespickten Höhepunkten. Die komischen Effekte stehen im Vordergrund, die Stunts: Action-Erwartungen werden bedient, gleichzeitig aber auch die Figuren sehr ernsthaft entwickelt: Jede Figur bekommt einen logischen Spannungsbogen. So entsteht eine funktionierende Dramaturgie, ohne dass es dem Zuschauer besonders auffällt, denn der konzentriert sich ganz auf die lustige Handlung.

Ausbilder Schmidt ist im erotischen Bereich eher ängstlich und überfordert – er reißt keine Witze, die unter die Gürtellinie zielen, ist also auch insofern absolut familientauglich. Die spielerischen Tabubrüche beziehen sich eher auf die Politik, denn der Ausbilder vertritt Ansichten, die niemand sonst laut aussprechen würde – indem er es tut, überschreitet er die Grenze des Anstands und landet urplötzlich im Reich des Humors.

„Mir war dabei immer sehr wichtig, dass die Witze nicht ins Primitive abgleiten“, betont Regisseur Eschmann. „Die Grenze seiner Regelüberschreitungen ergeben sich schon dadurch, dass er mit seinen drastischen Ansichten ständig in Fettnäpfchen tritt und auch die Konsequenzen zu spüren bekommt. Schmidt bleibt also der Underdog – nie kann er mit seiner reaktionären Einstellung triumphieren. Ein Beispiel ist seine Begegnung mit dem schwulen Tänzer-Ensemble – da sondert er zunächst ein paar Kraftausdrücke ab, muss sich der Situation aber doch fügen – was sehr lustig ist.“

„Das Wesen der Comedy besteht grundsätzlich darin, Regeln zu brechen“, fährt Eschmann fort, „aber an eine Regel halte ich mich immer: Die Helden nehmen sich selbst ernst, sind also keine Ulkfiguren an sich, sondern geraten nur in sehr komische Situationen.“ Von der Komik ist auch das Thema Terrorismus nicht ausgenommen. „Ich fände es scheinheilig zu sagen, die Welt sei böse und man dürfe deshalb über ernste Themen keine Witze machen. Als Privatperson engagiere ich mich durchaus gegen das Böse in der Welt. Doch gleichzeitig muss es gestattet sein, jede Situation auch mit Humor zu betrachten. Auf unseren Film bezogen heißt das: In der Geschichte verhalten sich letztlich alle Figuren irgendwann ziemlich dumm – da brauchen wir die Terroristen nicht ausnehmen.“

Produktion: Ausbilder Schmidt im Einsatz

Über den von Holger Müller kongenial konzipierten und verkörperten Ausbilder Schmidt sagt Mike Eschmann: „In Ausbilder Schmidt steckt durchaus ein Mensch aus Fleisch und Blut. Er hat massive emotionale Defizite und versucht seine Schwächen mit seiner ständigen Selbstüberschätzung zu kompensieren. Er ist also eine Figur, in die wir uns als Zuschauer hineinversetzen können, auch wenn er zur Kunstfigur stilisiert ist.“

Dazu meint Collien Fernandes, die als Prinzessin Shirin an Schmidts Seite viele Abenteuer besteht: „Ausbilder Schmidt lässt zwar den Macho raushängen, aber in Wahrheit ist er ein weicher Typ – und wir Frauen merken das natürlich. Unser Film ist also durchaus nicht nur für Männer gemacht: Man kann ihn als Paar genießen, ohne dass die Frau die ganze Zeit SMS schreibt!“

„Den Ausbilder Schmidt hat Holger Müller schon vor Jahren konzipiert und zur Vollendung geführt, er kennt die Figur wie kein anderer“, berichtet Regisseur Eschmann. „Wir übernehmen sie ganz in diesem Sinne und setzen dabei bestimmte Schwerpunkte. Mir ging es darum, ihn in die Kinostory und in das Ensemble zu integrieren, wobei er und seine Comedian-Kollegen bewusst auf gestandene Schauspieler treffen. Das hat wunderbar funktioniert – Starallüren gab es keine! Ganz schnell merkte Holger auch, dass er vor der Filmkamera mit erheblich weniger Energie den gleichen Effekt erreichen kann wie sonst auf der Bühne. Das meisterte er bravourös.“

Ausbilder Schmidt kommentiert die Arbeit mit dem Regisseur auf seine Weise: „Mike Eschmann hört auf mich – das ist das Wichtigste. Als Schweizer ist er etwas langsam, und wenn ich am Set rumbrülle, fragt er dann: ,Wooos iiis los jetzt???‘ Dann erkläre ich ihm: ,Mike, ihr Schweizer habt doch alle zu Hause ein Gewehr im Schrank.‘ – ,Ja, und?‘ – ,Na, dann greift doch endlich mal die Österreicher an!‘ Dann leuchten seine Augen! Die lustigste Szene war die erste – die hat Mike mich 180 Mal wiederholen lassen. Beim 181. Mal hätte ich ihn umgebracht. Zum Glück war er vorher zufrieden!“

Und der gestandene Schauspielerkollege Rainer Hunold, der Schmidts Vorgesetzten Oberst Herold darstellt, sagt über Müller: „Er spielt sehr überzeugend – auch die Comedians nehmen offenbar genau wie ich wahr, dass sie sich in einer anderen Welt als wir herkömmlichen Schauspieler bewegen. Die in unserem Film mitwirkenden Comedians gehören zur ersten Garde. Was ich bei ihnen an schauspielerischer Professionalität erlebe, ist wirklich erstaunlich.“

Produktion: Kompanie der Stars angetreten!

Zu den Comedians zählt auch Axel Stein, der die Rolle des Rekruten Rainer Zielinski übernimmt. Dazu Eschmann: „Axel war mein Wunschkandidat für den Rainer. Ich mag seine Art zu spielen sehr – wir hatten schon bei ,Tell‘ intensiv zusammengearbeitet. Ich wollte dem Ausbilder Schmidt eine charakterlich völlig andere Figur zur Seite zu stellen. In Komödien geht es nämlich im Wesentlichen um die Ausgewogenheit von Energien: Ausbilder Schmidt ist eine sehr laute Figur, und die ergänzt Rainer sehr gut, denn er ist das genaue Gegenteil, ein leicht arrogantes, sich aristokratisch gebendes Weichei. Axel hat es gereizt, gegen sein übliches, eher ruppiges Image anzuspielen – das ergab sich aber erst bei der Vorbereitung, denn so konsequent war die Rolle zunächst nicht angelegt.“

Wichtig war jedoch nicht nur das (Dis-)Harmonieren von Held Schmidt und Sidekick Rainer, sondern auch ihre Teamarbeit mit Prinzessin Shirin, die den beiden laut Drehbuch bei ihren Eskapaden nicht von der Seite weicht. Die Rolle übernimmt die als TV-Moderatorin mehrfach ausgezeichnete und inzwischen auch auf der Kinoleinwand erfolgreiche Collien Fernandes. „Ich fand ihren exotischen Look sehr passend für die Shirin“, sagt Eschmann. „Collien ist wirklich eine Märchenprinzessin. Und beim Casting merkten wir, dass sie als Shirin mit Ausbilder Schmidt und Rainer ein perfektes Dreigespann bildet.“

Die als Bühnen-, TV- und Filmschauspielerin renommierte Hedi Kriegeskotte war eine Entdeckung des Besetzungschefs Emrah Ertem – sie übernahm die Rolle der resoluten Brigadegeneralin Gundula Scheel-Golowski. „Sie kommt vom Theater, hat eine klassische Ausbildung“, sagt Eschmann. „Und sie hat uns beim Casting wirklich umgehauen.“

Aber auch Kriegeskotte ihrerseits war von der Arbeit mit dem Regisseur beeindruckt: „Ich erlebe ihn als besonnen, überlegt, erfahren. Mich begeistert, wie ernsthaft er an die Komödie herangeht. Denn nur wenn man komische Situationen ernst nimmt, werden sie komisch.“

Ähnlich sieht das Rainer Hunold, den das Fernsehpublikum als Star populärer Serien wie „Dr. Sommerfeld“ und „Ein Fall für zwei“ schätzt: „Mike Eschmann hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt, und in unseren Gesprächen über die Rolle merkte ich: Er denkt darüber nach, hat sie verinnerlicht. Vor allem ist er nicht darauf aus, die Leute für jeden Gag gegen die Wand laufen zu lassen. Innerhalb der Komik bemüht er sich um eine Seriosität und Plausibilität der Figuren, was mir sehr stark imponiert. Er schaut sehr genau hin. Manchmal ist die Einstellung beim ersten Take im Kasten, manchmal brauchen wir sieben Wiederholungen. Ich kann seine Auffassung von Humor teilen, und er bringt die Intelligenz und das handwerkliche Können mit, um den Humor auf der Leinwand zum Leben zu erwecken.“

Über die Zusammenarbeit mit Hunold sagt Eschmann: „Ich bin ein großer Fan von ihm und war sehr froh, dass er zugesagt hat. Er bringt eine besondere Farbe in den Film und spielt den nervösen Oberst Herold so, dass man wirklich mit ihm leidet. Er sagt selbst, dass er gern öfter Komödien machen würde, und ich finde auch, dass er solche Angebote viel zu selten bekommt. Er hat ein tolles Comedy-Timing, und da er in England wohnt, merkt man, dass der englische Humor auf ihn abgefärbt hat.“

Dazu Hunold: „Ich stehe durch meine TV-Rollen in der seriösen Ecke – und bin damit auch sehr zufrieden. Aber umso mehr freue ich mich, auch mal eine ganz andere Rolle zu spielen. Doch das macht mich nervös, weil ich mich nicht einschätzen kann. Ich bin also sehr auf den Regisseur und den Kameramann angewiesen, denn ich probiere mich hier aus! Auch nach 30 Jahren in der Branche schlafe ich vor solchen Drehtagen schlecht – das heißt: Die Rolle ist eine schöne Herausforderung. Denn meine Leistung wird hemmungslos dokumentiert: Wenn ich hier Mist baue, wird das im Kino auf der Leinwand noch ungeheuer vergrößert!“

Und wie sieht Ausbilder Schmidt den Kollegen Hunold? Mit Pokerface sagt er: „Ein sehr netter Kollege… wir haben uns begrüßt, er steckte sich Ohropax in die Ohren, und schon kamen wir bestens miteinander aus!“

Produktion: Comedians laden durch

Über das Casting berichtet Regisseur Eschmann: „Unser Konzept war, den Ausbilder Schmidt zunächst mit hervorragenden Schauspielern und Comedians in den Hauptrollen zu umgeben. Hinzu kommen dann etliche kleinere Rollen, die wir bewusst mit Typen, mit markanten Comedians besetzen wollten, die der Besetzung eine eigene Farbe geben. Fahri Ögun Yardim als Prinz Ravan gehört dazu, er ist derzeit sehr gefragt, tritt zum Beispiel häufig neben Til Schweiger auf. Mit ihm und den anderen ergab sich eine wunderbare Zusammenarbeit, weil ich sie seit langem bewundere: Ingo Appelt, Bernhard Hoëcker, Knacki Deuser, Elton, Simon Gosejohann und Heinz Gröning.“

Ingo Appelt, der die Gastrolle des Tänzers Jackie spielt, meint dazu: „Komiker sind keine Schauspieler im üblichen Sinne, aber sie träumen davon, Kino zu machen – wenn wir das dürfen, fühlen wir uns gebauchpinselt. Denn das ist eine ganz andere Arbeit als auf der Bühne – bisher machten wir Witze über George Clooney – jetzt sind wir’s selber. Weil das nur selten vorkommt, weil das nicht unser Hauptberuf ist, haben wir einen Heidenspaß daran.“

Über den Rest der Darsteller sagt Ausbilder Schmidt: „Ich war bei den meisten Castings dabei – viele sind dann sofort gegangen und wollten die Rolle nicht mehr. Voraussetzung war, mich beim Armdrücken zu besiegen – die Sieger spielen mit!“

Produktion: Die Dreharbeiten

„Wir haben unser Budget so vorteilhaft eingesetzt, dass der Film letztlich sogar teurer aussieht, als er ist“, freut sich Mike Eschmann über seine intensive Zusammenarbeit mit seinem Team, allen voran Kameramann Bernhard Jasper („Open Water 2“, „Meine verrückte türkische Hochzeit“, „Tsunami“) und Produktionsdesigner Florian Lutz („Wo ist Fred?“, „Die Nacht der lebenden Loser“, „Türkisch für Anfänger“). „Es war für mich ein Privileg, mit Bernhard Jasper arbeiten zu dürfen, denn allein durch seine Erfahrung ist er ein ganz entscheidendes Teammitglied. Er hat unsere Visionen wunderbar umgesetzt, wobei er die vorhandenen Mittel optimal verwendet – sowohl bei den Action-Sequenzen als auch bei der Inszenierung der Hauptfigur, die als Ausbilder oft aus leichter Untersicht gezeigt wird – um ihn ,überhöht‘ besonders ausdrucksstark ins Bild zu bringen.

Die aufwändigsten Szenen sind eine Mischung aus real gefilmten Bildern und Computeranimationen. Die beeindruckende Eingangssequenz liefert sofort den ersten Paukenschlag mit einer furiosen, buchstäblich traumhaften Kriegsfilmsequenz, die unversehens umschlägt in einen wunderbaren, für Ausbilder Schmidt aber abscheulichen Hippie-Albtraum. Der gesamte Film wird von aufwändigen Action-Sequenzen geprägt, wie sie zu einer solchen Genre-Komödie gehören. Technisch sehr kompliziert war die Verfolgungsjagd mit dem rückwärts fahrenden Wagen, denn damit Ausbilder Schmidt wirklich mit hohem Tempo eine solche Actionszene absolvieren kann, mussten mehrere Fahrzeuge umgebaut und entsprechend eingerichtet werden. Wenn der Wagen dann über die Klippe hinausschießt, sitzen die Helden zwar in einem richtigen Auto, werden aber in einen Computerhimmel eingepasst.

„Bei den Stunts, zum Beispiel bei den Kung-Fu-Kämpfen, wurden wir von Action Concept, einem unserer Co-Produzenten, überragend unterstützt“, berichtet Eschmann. „Und besonders viel Mühe verwendeten wir auf die Tanzchoreografie, bei der wir uns die amerikanischen Musicals der 40er- und 50er-Jahre als Vorbild nahmen. Mir lag sehr an dieser Sequenz, doch sie kann ihre Wirkung nur entfalten, wenn man sie ganz groß aufzieht und alle Grenzen sprengt. Sie hat zunächst ein erotisierendes Element, schlägt bald um in die Parodie und ufert dann ins Fantastische aus. Bei der Motivsuche in Berlin und Umgebung ging es uns um ungewöhnliche Schauplätze, und so stießen wir auf einen Park, wo mir der Brunnen sofort für die Tanzszene geeignet erschien, weil er optisch sehr schöne Möglichkeiten bot – also steppt die Tanztruppe schließlich auf dem Wasser, sprich: auf einer knapp unter dem Wasserspiegel verborgenen Bühne.“

Großer Aufwand wurde auch in der Schrebergartenkolonie am Trebelsee im Brandenburger Havelland westlich von Berlin getrieben, wo das Ausstattungsteam unter Leitung von Florian Lutz bei hochsommerlichen Temperaturen von 35–40 Grad in die vorhandene Kolonie drei neue Häuser baute, die dem Amoklauf von Opa Schmidts (Horst Krause) Weltkriegs-Panzer zum Opfer fallen.

„Florian warnte mich: Alles darfst du platt machen, aber nicht die Gartenlaube und die Gartenbank, denn die sind wirklich teuer“, erinnert sich Eschmann und fügt augenzwinkernd hinzu: „Aber als der Panzer erst einmal in Fahrt war… also, die Sequenz wurde kostspieliger als geplant!“

Es gibt in Deutschland zum Glück Sammler, die solche authentischen Weltkriegs-Panzer nicht nur besitzen, pflegen, für Filmaufnahmen zur Verfügung stellen und anliefern, sondern sie beim Einsatz auch selbst lenken. Das Original-Kanonenrohr erschien den Filmemachern allerdings zu klein – es wurde kurzerhand durch eine hölzerne Attrappe ergänzt.

Die Flugplatzsequenzen und Schlossszenen filmte das Team in Neuhardenberg östlich von Berlin. Der Flughafen wurde zu DDR-Zeiten von der NVA, später von der Bundeswehr und zwischenzeitlich auch zivil genutzt. Das pittoreske Schloss entstand im 18. Jahrhundert und wurde 1820–23 von Karl Friedrich Schinkel umgebaut, wobei der legendäre Fürst Pückler die Gestaltung des Parks übernahm. Heute dient das Schloss als Hotel. Einen großen Konferenzsaal, wie das Skript ihn forderte, gibt es dort nicht – diese Szenen drehte das Produktionsteam deshalb mitten in Berlin in einer Disco, die im Stil eines historischen Schlosses eingerichtet ist.

Produktion: Kehrt, Marsch, ihr Luschen!

Rainer Hunold weiß: „Ausbilder Schmidt kommt bei den Frauen deshalb so gut an, weil er den Männern das Leben schwer macht! Und die Jungs selbst schätzen die schrille, skurrile Slapstick-Figur an sich.“

Collien Fernandes fügt hinzu: „Wahrscheinlich erkennen viele Männer in ihm Vorbilder, die sie in der Bundeswehr erlebt haben und die sehr komisch sind – doch als Soldat darf man nicht über sie lachen! Ausbilder Schmidt parodiert diese Vorgesetzten und trifft dabei einen Nerv beim Publikum. Warum ich selbst mitmache? Dies ist das lustigste Drehbuch, das ich in den letzten zwei Jahren gelesen habe!“

Axel Stein weiß: „Das Lustigste an Ausbilder Schmidt ist, dass er sich selber ernst nimmt. Für die Zuschauer ist Schadenfreude die schönste Freude.“

Ähnlich sieht das Hedi Kriegeskotte: „Ausbilder Schmidt will sich an jede Regel halten, verursacht dadurch aber das totale Chaos. Erst wenn er sich selbst völlig chaotisch verhält, gelingt ihm plötzlich alles – wider Willen. Stellvertretend für uns tritt er ins Fettnäpfchen – wir lachen über ihn und damit über uns selbst.“

„Die Dreharbeiten haben riesig Spaß gemacht“, sagt Axel Stein. „Und niemand hat mich gezwungen, das zu sagen!“